Am Weg zur Seligkeit

  • Helmut Wittmann (ehemaliger Grüne Erde-Mitarbeiter der ersten Stunde) ist seit über 23 Jahren Märchenerzähler von Beruf. Auf seinen Antrag nahm die UNESCO das Märchenerzählen in Österreich in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.

    Das Volksmärchen mit dem Titel "Die Glocken der Gerechtigkeit" ist mit vielen anderen auch nachzulesen in seinem Band »Das grosse Buch der österreichischen Volksmärchen«.

    Weitere Infos über Helmut Wittmann finden Sie unter www.maerchenerzaehler.at
  • Am Weg zur Seligkeit

    Mit der Thomasnacht beginnen am 21. Dezember die Raunächte. Die ersten Vier stehen für die vier Viertel des vergangenen Jahres. Darauf folgen die zwölf Nächte, die für die zwölf Monate des kommenden Jahres stehen. Drum ist es der Überlieferung nach besonders wichtig, diese Nächte glücklich zu verbringen. In den Raunächten zieht die Wilde Jagd übers Land, aber auch die Frau Percht mit den sogenannten »unschuldigen« Kindern. Das sind die namenlosen Kinder, die gleich nach der Geburt und noch vor der Taufe gestorben sind. »Percht« kommt aus dem Althochdeutschen »peraht«. Das heißt »hell« und »glänzend«. Die Frau Percht war und ist also »die Glänzende«. In vorchristlicher Zeit war sie die Göttin Freya und damit die Schutzfrau der neugeborenen Kinderlein. Von »Schuld« war da keine Rede. Wie kann denn auch ein Neugeborenes schuldig sein? Von der Perchtmutter, wie sie auch genannt wird, gibt es etliche Überlieferungen. Das ist eine der Berührendsten.
  • 3. Adventmärchen zum Lesen & Ausdrucken