Höchste Zeit für eine Revolution. Machen Sie mit!

  • Fashion Revolution header-fashionrevolution
  • Es ist der 24. April 2013, in Savar, Bangladesch, nicht weit von der Hauptstadt Dhaka bricht ein Gebäude mit neun Stockwerken zusammen. Es beherbergt fünf Textilfabriken, über 25 westliche Firmen lassen hier Kleidung produzieren. 1138 Menschen überleben das Unglück nicht, mehr als 2000 erleiden schwere Verletzungen, viele von ihnen werden sich davon nie erholen. Zu Tod, Trauer und Schmerz kommt für viele Hinterbliebene noch wirtschaftliche Not hinzu. Ihre Ernährer sind verstorben oder arbeitsunfähig, statt den Lohn für die Familie nach Hause zu bringen brauchen viele der Überlebenden nun selbst Geld für die Versorgung ihrer körperlichen und seelischen Wunden.

    Das schreckliche Unglück bringt für einige Tage in die westlichen Medien, unter welchen katastrophalen Bedingungen Menschen arbeiten müssen, damit wir günstig Kleider und Schuhe kaufen können. Die Welt ist empört und die Textilindustrie gelobt Besserung. Letztlich jedoch hat sich fast nichts geändert und wer denkt heute noch beim Klamottenkauf an die Toten und Verletzten von Savar? – Ganz sicher die Gründer der Bewegung Fashion Revolution! Für sie war das Unglück der endgültige Weckruf, dass wir viel mehr brauchen als Versprechungen, gute Vorsätze und ein kurzes Aufschrecken der Wohlstandsgesellschaft – wir brauchen ein grundlegendes Umdenken, eine informierte Öffentlichkeit, einen kompletten Wandel, kurzum: Wir brauchen eine Revolution.
    • Eine Revolution, weil wir nicht länger akzeptieren dürfen, dass Frauen und Kinder in Billiglohnländern in einsturzgefährdeten Gebäuden unter haarsträubenden Bedingungen Arbeiten – ungeschützt mit giftigen Chemikalien, ohne Alternativen ihre Familien zu ernähren und für so geringe Löhne, dass es kaum zum Leben reicht.

      Eine Revolution, weil Wettbewerb und Preisdruck nicht ständig zu noch höherem Leistungsanforderungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter führen dürfen. Weil die Methoden immer mehr zu Lasten der Umwelt gehen, nur um noch günstiger und schneller zu produzieren.

      Eine Revolution, die letztlich von den Konsumenten ausgeht, da sie mit ihrem Kaufverhalten einen entscheidenden Einfluss darauf haben, welchen Weg Konzerne und Mode-Labels gehen.
    • Fashion Revolution

      Vom 24.4 bis 30.4 ist Fashion Revolution Week, ausgerufen von Fashion Revolution. Einer Bewegung, die nach dem schrecklichen Unglück am 24. April 2013 in Savar, Bangladesch begonnen hat. Bei dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes kamen 1138 Arbeiterinnen und Arbeiter in Textilfabriken ums Leben. Seitdem setzt sich Fashion Revolution mit inzwischen Teams in 90 Ländern weltweit für faire Bedingungen und Transparenz in der Textil Branche ein. Uns von Grüne Erde spricht die Fashion Revolution aus der Seele!
      http://fashionrevolution.org
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  • Und wie sieht diese Revolution aus?

      • 1. Wir sind neugierig!

        Wir wollen immer wissen, wo unsere Kleidung herkommt, wir hinterfragen, wie sie produziert wurde und achten darauf, dass der Prozess vom Anbau der Rohstoffe zum fertigen Produkt nachvollziehbar ist. Nur wenn Transparenz und Offenheit Bedingung für den Kauf eines Produktes sind, kommen Unternehmen wirklich in Zugzwang und werden entscheidenden Schritte Richtung Fairness und Ökologie gehen. Grüne Erde berichtet ausführlich und häufig in Katalogen, dem Kundenmagazin goodtimes, im Blog und im Newsletter über Lieferanten und Partner.
        Einige lesenswerte Beispiele dafür:
    • 2. Wir lassen uns nicht verführen!

      Denn schön dekorierte Auslagen, günstige Preise und gut gemachte Werbung sind natürlich verlockend. Es gibt viele Möglichkeiten, sich modisch und dabei nachhaltig, sozial fair und ökologisch zu kleiden. Warum zum Beispiel nicht einfach im Bekanntenkreis tauschen, wenn etwas nicht mehr passt oder gefällt? Viele hochwertige und neuwertige Stücke findet man auch günstig als Second Hand Ware, und Nachhaltigkeitsplattformen wie Utopia erstellen Listen mit den besten ökologischen Mode-Labels.
    • 3. Wir informieren!

      Denn nur wenn alle mitmachen, wird es eine Revolution! Reden Sie mit Freunden und Bekannten darüber, leiten Sie den Link zur Fashion Revolution Bewegung oder spannende Informationen wie unsere Newsletter oder Blogartikel weiter! Solange sich das Kaufverhalten der Konsumenten nicht mehrheitlich ändert, wird sich auch die Situation der Arbeiter und Arbeiterinnen in den Textilfabriken, Färbereien, Bauwollplantagen usw. nicht ändern.
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  • Uns von Grüne Erde spricht die Bewegung Fashion Revolution aus der Seele! Sie hat vom 24.4. bis 30.4. die Fashion Revolution Week 2017 ausgerufen – und wir rufen sehr gerne dazu auf, mitzumachen – denn letztlich ist das Anliegen von Fashion Revolution auch unser Anliegen: fair und ökologisch produzierte Mode, bei der weder Mensch noch Natur ausgebeutet werden!

    Machen Sie mit, es ist Zeit für eine Revolution!
  • Fotos: Grüne Erde, Presse Fashion Revolution, Presse The True Cost