Essenswert - Der Wert der Lebensmittel

  • Im Supermarkt gibt es alles, was das Herz begehrt. Avocados aus Peru, Orangen aus Israel, Bananen aus Costa Rica, Tomaten aus Holland und alles entweder als Bio oder billiger, in unzähligen Sorten und von mehreren Herstellern. Und meistens ist alles günstiger, wenn man es in größeren Mengen kauft.

    Durch das Überangebot und die niedrigen Preise geht das Bewusstsein für den Wert von Nahrungsmitteln verloren. Weniger als 15% ihrer finanziellen Mittel geben Haushalte in Deutschland und Österreich für ihre Ernährung aus. Das führt dazu, dass deutlich mehr gekauft wird, als tatsächlich konsumiert werden kann. Geschätzte 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr alleine in deutschen Haushalten im Mülleimer. Weitere 4,3 Millionen Tonnen werden in Kantinen, in der Industrie, in der Gastronomie und im Einzelhandel einfach entsorgt.

    Das sind alarmierende Zahlen, versucht man sich vorzustellen, welche Ressourcen durch die Produktion der Lebensmittel sowie den Transport und die Lagerung verschwendet werden. Eine Entwicklung, der wir als Konsumenten entgegenwirken können – zum Beispiel mit unserem Kaufverhalten. Verlockende Angebote verführen dazu, mehr zu kaufen als man eigentlich braucht und das Mindesthaltbarkeitsdatum schreckt ab oder lässt so manches im Mülleimer landen, was eigentlich noch gut wäre. Krumme Gurken, knubbelige Kartoffeln oder Tomaten mit kleinen Auswüchsen schaffen es meist gar nicht mehr in die Auslagen der großen Supermärkte, weil sie nicht den ästhetischen Vorstellungen der Kunden entsprechen.

    Inzwischen ist der beginnende Prozess des Umdenkens in der Gesellschaft schon deutlich spürbar. Vereine wie Slow food, foodsharing oder United Against Waste engagieren sich für einen bewussteren Umgang mit unseren Nahrungsmitteln und zeigen sinnvolle Alternativen zum Wegschmeißen auf. Ihre Internetauftritte bieten weiterführende Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung, verweisen auf Aktionen und geben Hinweise, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann.

    Bestimmt haben auch Sie kleine Tipps und Tricks, wie zum Beispiel das perfekte Rezept zur Verwertung von Resten, eine spezielle Methode um nicht zu viel einzukaufen oder eine gute Idee, wie etwas länger haltbar bleibt. Wir freuen uns über Inspirationen, Kommentare, weiterführenden Hinweise, gute Ideen und alles zum Thema bewusster genießen – diskutieren Sie mit uns.
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    • Was können wir Konsumenten gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen?

      Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen.

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    • Anke meint
      Reginal - Vegan - Umweltbewusst

      Ich kaufe nach Einkaufszettel Bio-Reginale Vegane Kost fasst jeden Tag frisch ein. Vermeide - wenn möglich - Verpackungen, nehme Stoffbeutel, koche nach Rezept, esse bis der Kühlschrank leer ist. Heute vermisse ich den Garten meiner Eltern! Viele Lebensmittel sind leider überzüchtet (Hybritfrüchte zum Beispiel), der Verbaucher hat es in der Hand, sich zu informieren, um die Welt ein wenig besser zu machen.

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    • Kerstin Wonneberger meint
      Einkaufszettel

      Wir kaufen mit Einkaufszettel ein. Vorab überlegen wir genau, was wir essen wollen. Wir sehen uns dazu auch die entsprechenden Rezepte an, um die richtige Menge einzuschätzen. Dadurch müssen wir so gut wie nie Lebensmittel/Lebensmittelreste wegwerfen. Mittlerweile können wir oft auch ohne Rezeptvorlagen einschätzen, welche Mengen wir benötigen.

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    • Ute Oberdörster meint
      planvoll einkaufen

      Heute haben die Geschäfte doch lange Öffnungszeiten und sechs Tage die Woche auf. Einfach öfters frisch anstatt 1 x wöchentlich den ganzen Wocheneinkauf und Obst und Gemüse der Saison.

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    • David Bruhn meint
      Auch Reste schmecken gut

      Bei uns kommt sehr selten was in den Müll, weil das was übrig bleibt eben am nächsten Tag oder später gegessen wird. Viele Reste lassen sich in Suppen, Salaten oder in einem Risotto wieder verwerten und schmecken in der neuen Kombination auch oft noch richtig gut.

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    • Monika Hoock meint
      Hunger

      Wer einkaufen geht, sollte keinen Hunger haben. Man kauft einfach mehr als man braucht . Bei Partys/ Festen bleibt häufig Essen übrig, weil man zuviel richtet - es sollen ja alle satt werden. Inzwischen haben wir das so gelöst, dass jeder soviel mitbringt wie er /seine Familie essen würde. Außer bei Brot funktioniert das gut, da bleibt immer übrig. Selbst bei sehr vielen Gästen beim jährlichen Vereinstreffen gibts keine Probleme mit übriggebliebenem Essen. Doodle hilft beim Organisieren, damit nicht nur Kartoffelsalat auf dem Tisch steht. :-)

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    • Charlotte Schmitz meint
      Regional einkaufen

      Ich bemühe mich, möglichst alle Lebensmittel von regionalen / lokalen Erzeugern einzukaufen. Grundsätzlich auf dem Wochenmarkt, wo ich auch saisonale Gemüse bekomme, die der Supermarkt nicht (mehr) anbietet. Darüber hinaus pflanze ich im heimischen Garten seit zwei Jahren selbst Gemüse / Kartoffeln an. Der Überschuss wird mit Freunden und Nachbarn geteilt.

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Charlotte Schmitz! Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sind natürlich eine wunderbare Sache. Die Wertschätzung für Lebensmittel kommt von ganz alleine, wenn man den Prozess ihrer Entstehung begleitet und auch selbst etwas dafür tut. Viel Freude bei der Gartenarbeit und eine gute Ernte!

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    • Elke Hoefe meint
      bewußt einkaufen

      Ich mache mir vorher einen Essensplan für 3-4 Tage. Ich überprüfe vorher, was ich davon noch zuhause habe. Dann kaufe ich nur die Lebensmittel ein, die auf dem Zettel stehen. Ausnahme ist nur Obst. Da kaufe ich schon mal etwas mehr ein, aber nur soviel, wie ich bis zum nächsten Einkauf essen werde.

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    • Barbara van de Loo meint
      Reden statt Handeln? (unter Werbung für "GE") .E".

      Unter der Werbung für "Grüne Erde" jetzt die berechtigten Bedenken und Sorgen zu ergänzen, halte ich für wenig hilfreich. Die Aktionen, mit denen z.B. " "foodwatch" sich wirksam engagiert dort zu unterstützen, halte ich für angesagter. Vielleicht kann "Grüne Erde" damit kooperieren und zu finanzieller Unterstützung dieser Organisation aufrufen. Damit wird Zeit und Kraft gebündelt und wahrscheinlich wirksamer genutzt. Ergebnisorientiert zu handeln, nicht vorrangig werbewirksam ,kann auch von Vorteil für das Unternehmen sein. Je mehr Projekte jetzt konkurrieren mit Aufrufen zu dem Thema, umso eher werden die Leute fed-up sein davon und nichts mehr im Postfach haben wollen. Damit wird das Ziel gefährdet.

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Barbara van de Loo! Vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir sehen uns keineswegs in Konkurrenz zu unterstützenswerten Initiativen wie zum Beispiel Foodwatch, sondern wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten - und dazu zählen unser Newsletter oder unsere Homepage - die Menschen für heikle Themen wie Essensverschwendung zu sensibilisieren. Zusätzlich werden wir künftig vermehrt die Chance nutzen, auf sinnvolle Initiativen hinzuweisen!

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    • bruder steffi meint
      superfood

      ich versuche für mich und meine Esser viel superfood zu wollen,so erfrägt man automatisch:brauchen wir das wirklich ? lebensmittel mit sehr hohen Nährstoffgehalt und nur ab und zu mal was "anderes".Grundbedürfnisse sollten schon gestillt werden,das wünsch ich mir für jeden auf dieser Welt,der Rest MUSS hinterfragt werden.Fällt aber doch gar nicht schwer,wirklich!

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    • Klaus Bruckner meint
      Dank an die Natur

      Wir sind schon sehr weit weg vom eigentlichen Wahren Konsum. Die Natur um uns gibt uns alllen genug zum Essen. Knöterich als Rhabarber, Löwenzahnblätter oder Junge Stammaustrieb des Lindenbaumes als Salat, Woche für Woche Neues für Tees, viele Blüten sind essbar und noch vieles mehr, wenn man interesse zeigt.

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    • Gabriel Lauchard meint

      Danke, das man hier seine Meinung kundtun darf!!! Es werden immer noch viel zu viele Lebensmittel weggeworfen bzw. vernichtet. Aber es gibt auch sehr viele Initiativen gegen das Verschwenden, in meiner Umgebung gibt es sogar einige Vereine, die Lebensmittel retten und verteilen! Immer mehr Menschen begreifen, das es mit solch einer Verschwendung nicht weitergehen kann. Es gibt Vereine zu denen man zB. alte Geräte bringen kann, die werden dann repariert und von jemand Anderen weiter benützt! Die Supermärkte und Diskonter verkaufen immer mehr bald Abgelaufenes bzw. Abgelaufenes, nur leider kaufen das sehr wenige Menschen ! Viele Kunden sind zu stolz solche Produkte zu kaufen, auch weil die meisten Kunden noch genug Geld für Lebensmittel haben! Muss auch anmerken, das Lebensmittel sehr günstig ja billig sind, 1 Kilo Tomaten für 1,5 Euro oder gar noch weniger ist unglaublich, 1 Kilo Faschiertes für 3 Euro !!! ??????? Also ich kaufe bewusst verbilligte und bald abgelaufene Lebensmittel um etwas gegen die Verschwendung zu tun, und positiv für mich, spare ich dabei in Summe sehr viel Geld !!!!!!!!!!!!!!!!!! Grüsse Gabriel Lauchard

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      Grüne Erde antwortet

      Lieber Gabriel Lauchard! Ein sehr schöner Ansatz sich nicht nur zuhause, sondern bereits im Supermarkt jenen Lebensmitteln zu widmen, die dringend gegessen werden müssen. Letztlich bringt das auch immer neue, kreative Gerichte auf den Tisch.

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    • Stark meint
      Verschwendung!!

      Man sollte erst wieder einkaufen,wenn die Lebensmittel zur Neige gehen,am Besten Bio.

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    • Stark meint
      Verschwendung!!

      Man sollte erst wieder einkaufen,wenn die Lebensmittel zur Neige gehen,am Besten Bio.

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    • Jon Bubak meint
      Lebensmittelverschwendung

      In Frankreich wurde ein Gesetz verabschiedet, das Supermärkte verpflichtet übriggebliebene Ware entweder an Betriebe weiterzugeben, die übriggebliebene Ware zu Tierfuttermitteln weiterverarbeiten oder aber - ab einer gewissen Größe des Supermarkts verpflichtet sind - die Lebensmittel an Organisationen weiterzugeben, die diese an Bedürftige weitergeben. Generell versuche ich nach Bedarf einzukaufen und plane dementsprechend im voraus. Wenn mal was dazwischen kommt kann das eine oder andere Gericht auch einen oder zwei Tage später zubereitet werden. Sonst kann man übriggebliebenes Essen auch einfrieren, um es dann, wenn benötigt aufzutauen. Ich greife vielfach auf das regionale Angebot zurück, auf diese Weise habe ich schon keine "unnötigen Flugstunden" produziert. Die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ist keine Selbstverständlichkeit und ich empfinde tiefe Dankbarkeit auswählen zu können. Schon aus Respekt vor den Menschen, die auf dieser Welt hungern, nehme ich mir gerne die Zeit für die Planung, Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten für meine Familie und mich.

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      Grüne Erde antwortet

      Lieber Jon Bubak! Sie haben völlig recht damit, dass man beim Einkaufen auch den Aufwand bedenken sollte, bis ein Produkt im Supermarkt angeliefert wird. Die bewusste Entscheidung für regionale Lebensmittel, um die Verschwendung von Ressourcen durch lange Transportwege zu vermeiden, ist ein gutes Beispiel für den Einfluss der Konsumenten.

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    • Gina Haschke meint

      Der erste Tipp ist ganz einfach: man sollte bewusster einkaufen. Dann saisonal... lieber in guter Qualität. Weniger ist auch hier mehr!

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    • Bärbel Gliwa-Heiden meint
      Lebensmittel vorOrt kaufen

      Wir kaufen unsere Lebensmittel hauptsächlich beim Biobauern vor Ort. So können wir dessen Arbeit direkt wertschätzen und Verpackung weitgehend einsparen.

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    • Patrizia Friedrich meint
      Brotreste

      Trockenes Brot kann man in der guten alten Brotsuppe verarbeiten. Einfach das Brot in kleine Stücke brechen und in einen Teller oder eine Schüssel geben. Mit gerösteten Zwiebeln und Speckwürfeln bedecken und mit Suppe auffüllen. Würzen. Geht schnell und schmeckt super. Statt Speck oder Schinken kann auch Bratwurstbrät verwendet werden

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      Klaus Bruckner antwortet
      Schimmliges Brot

      Wussten sie schon, dass schimmeliges Brot füt die Erzeugung von Roquefort verwendet wird?

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    • Marianne Reiling-Probst meint
      Restemahlzeit

      Früher war es in manchen Haushalten so üblich, dass man die Reste von einigen Tagen aufsparte und am nächsten Tag gab es dann eine "Restemahlzeit". D. h. alle Reste wurden aufgewärmt und jeder durfte sich aussuchen, was er essen wollte. Wenn es nicht genug für alle war, wurden vielleicht noch Nudeln oder Kartoffeln als Ergänzung dazu gekocht. Als Kind fand ich das immer sehr schön, weil ich mir da was aussuchen durfte. Manchmal praktiziere ich das auch heute noch. Ansonsten kommen bei mir alle Reste erst mal in den Kühlschrank und sehr häufig verschwinden sie da von selber, weil jemand zwischendurch Hunger hatte. Manchmal kommen Reste auch als Ergänzung zur Brotzeit auf den Tisch.

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    • Ute meint
      Bananen

      Ein Favorit bei uns sind überreife Bananen. Die matsche ich mit der Gabel, tue Zitronensaft oder Orangen und Grapefruit dazu oder auch anderes zu reifes Obst, dann mit der selben Menge Gelierzucker zum Marmelade kochen. Lohnt auch für kleine Mengen. Ich habe auch schon mit Bananenlikör abgeschmeckt, wird auch gern verschenkt.

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    • U. Bublitz meint
      Boah!

      Es ist ja alles gut und schön, was man für persönliche Weltverbesserungsansätze hat und seinen kleinen Planeten um sich herum schöner macht. Aber so lange seitens der Anbieter kommerzieller mainstream eingeredet wird haben zu müssen, so lange wird sich der Mensch auch betrügen lassen, immer in der Hoffnung eine zwölf geschossen zu haben. Es bringen auch blendende Ökos nichts, die tun als ob, aber frühkapitalistische Ausbeuter sind. Dann auch noch Milliarden von Fressern, Raubbau, Trinkwassernot, das wird noch spaßig. Am Ende viele Endzeitansätze, die erst der Hunger regulieren wird...

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    • Marie meint
      LOHAS leben verantwortlich

      Biokunden sind durch die kurze Haltbarkeit der Frischprodukte bereits auf den Einkauf nach Bedarf gerichtet, so dass sich nur ein Minimum an waste ergibt.

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    • trupti carny meint
      Crowdfunding Project 37°

      Es gibt viele Gemüse, die gar nicht verkauft werden, weil die ästhetisch nicht schön sind. Ich habe einmal Karotten gekauft, die sehr krumm waren und wie geklebte Zwillinge - die Schwierigkeit liegt beim putzen - wie man die Erde weg putzt - es macht mehr Arbeit die zu schneiden, aber schmecken tun die gut. Leider auch Biomärkte (Basic, Alnatura, Denn's )müssen vieles weg schmeißen, weil die abgelaufene Waren nicht verkaufen dürfen - auch nicht verschenken dürfen! Es gibt food sharing, aber so aktiv sind die nicht und die können auch nichts, wenn die MHD erreichte waren weg geschmissen werden in Container, die geschlossen werden, so dass niemandem dran kommt. Aber was wenn wir ein Projekt machen - alle Bioläden schenken uns alle Ware kurz vom Ablauf und wir kochen diese und verkaufen - ein Bistro (a nomadic bistro in a bus) , wo Gäste können zahlen was die möchten. Man könnte Schulabgänger ohne Perspektiv in dem Bistroteam, Blinde, die super Geruchssinne haben, um festzustellen, ob das Lebensmittel immer noch gut ist, Frauen sowie Männer aus Migrationshintergrund, die gut und gerne kochen. Erstmal ist das Bistro in einem Bus, die man überall stellen könnte, so dass Leute in unterschiedliche Orten Essen ausprobieren können. Deshalb a moving or nomadic bistro in a bus! Und alles mit crowdfunding - Project 37° - the human bringing sustainibility to life!

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    • trupti carny meint
      Waste not, want not

      Am besten immer nur so viel kaufen, was man verbrauchen wird und nur saisonal, so weit es geht. Zumindest mache ich so und es ist einfach für Menschen, die in Biomärkte kaufen so wie ich. Da ist grundsätzlich sehr vieles regional und saisonal. Manchmal passiert aber doch, dass man spontan einen Ausflug am Wochenende macht und dann doch nicht schafft, zu kochen, was man vor hatte. Dann friere ich ein oder mache ich was schnelles, z.B. hot pot - alles in Wasser/ Gemüsebrühe kurz kochen und mit Soße essen - Sanchon bietet ganz gute Soßen, die gut passen. Als Inderin finde ich manchmal schwer, aber ich experimentiere oft indische Rezepte mit deutsche Gemüse und es gelingt mich. Ich kaufe auch Milch der z.B. heute ablaufen wird und mache paneer (indische Hüttenkäse darauf) auch wenn die Milch sauer ist, gelingt es gut; von Butter mache ich "ghee". Trotzdem geht es nicht mit allen Produkte, die abgelaufen sind oder MHD erreicht haben, wie z.B. Fleisch - ich bin Vegetarierin aber koche Fleisch für meine Familie, da ich möchte, dass die nur Demeter oder Bioland Fleisch konsumieren, was kaum auswärts möglich ist. Aber Fleisch ist zu sehr riskant und als ich einmal probierte, roch der Fleisch so intensiv, dass ich doch weg schmeißen musste - danach habe ich nie kurz vom MHD Fleischwaren gekauft. Das ist besonders sehr schade - Tiere zu töten und die nicht mal zu verbrauchen. Zu Hause serviere ich die Kinder immer ganz wenig und die dürfen immer wieder haben, wenn die Hunger haben - so kann man "weg schmeißen" sparen. Leider sehe ich, dass die meiste Leute immer Kindern große Portion servieren und das Rest wird weggeschmissen. Insofern benutze ich den Spruch, was mein Vater immer uns sagte "waste not, want not".

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      Carola Gerhards antwortet
      Wie wahr: waste not, want not

      Bei mir hat bereits das Diskussionsthema Empörung ausgelöst. Welche Menschen haben das Luxusproblem, dass sie so viel wegwerfen 'müssen'? Ich kaufe so viel, wie ich verbrauche, wie ich benötige, um meinen Motor am Leben zu erhalten. Das schließt ein, dass ich abwechslungsreich und saisonal koche. Ein kleines Beispiel: wer erinnert sich noch, dass im Winter weder Tomaten noch Erdbeeren in Deutschland wachsen? Ich habe mich immer gefreut, wenn die entsprechende Saison anbrach, die etwas Besonderes zu bieten hatte. Wer is(s)t noch mit Lust, wer konsumiert nur noch? Ich kann Menschen nicht verstehen, die Lebensmittel wegwerfen. Ist es ein Zeichen dafür, dass man sich das leisten kann? Muss 'man' sich das heute leisten können? Diskussionsthemen dieser Art werden leider keine Verbesserung bewirken. Wen das Thema interessiert, der lebt schon entsprechend, alle anderen ändern sich kaum. Leider wird der negative Effekt auf den Nachwuchs vererbt.

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    • Andrea Holzer meint
      Dankbarkeit

      Wir kaufen nicht so viele verschiedene Sachen ein, wo man nachher den Überblick verliert, sondern wenige hochwertige, die gut zusammen passen und abwechslungsreich zubereitet werden können. Im Sommer erstmal schauen, was reif ist oder was andere verschenken oder auch im Supermarkt fragen, ob was aussortiert wurde und es vor der Tonne retten. Dann denke ich oft an meine Oma, die hatte sehr wenig Geld und hat dementsprechend viele Sparrezepte parat, etwas abgewandelt sind die immer noch richtig lecker! Außerdem habe ich großen Respekt vor der Schöpfung und bin dankbar, dass ich einfach essen darf. Das bringe ich mir sehr oft ins Gedächtnis, weil es keine Selbstverständlichkeit ist. Ich hoffe, wir Menschen lernen umzudenken. Liebe Grüße Andrea HOlzer

      Antworten

    • Gisela Holst meint
      Verpackungen

      Ich würde es sehr begrüßen, wenn mehr Läden die Möglichkeiten bieten Behälter mit zubringen. Der Müllberg wächst und "man " würde mehr in Überlegungen gebracht, was wirklich an Lebensmittel benötigt wird. Es spart Verpackung, Lebensmittel und vor allem Kosten.

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    • Sabine meint
      Lebensmittelverschwendung

      Ich habe im letzten Jahr die 21 Tage Stoffwechselkur gemacht. Ich habe in dieser Zeit völlig auf Kohlenhydrate, Fett , Zucker, und Alkohol verzichtet. Ich habe 14 Kilo abgeniommen, viele Verbesserungen meiner Gesundheit festgestellt und vor Allem bin ich viel bewusster im Umgang mit Lebensmitteln geworden. Ich bin seit über einem Jahr wirklich ein neuer Mensch. Ich gehe Schritt für Schritt in ein bewußteres Leben. Ich habe so viel gelernt, worüber ich mir vorher gar keine Gedanken machte. Essen macht schon viel aus, in unserem Leben! Mein Geschmack hat sich verändert, ich bevorzuge wirklich Qualität statt Quantität und achte mittlerweile genau darauf, woher meine Lebensmittel kommen, was drin ist und vor Allem habe ich gemerkt, dass wir alle zu viel essen! Ich werde auf jeden Fall so weitermachen! Das Gute unterstützen und das ungesunde, auf Gewinn zielende meiden. Ich bin sehr dankbar dass ich diesen Weg entdecken durfte und teile meine Informationen gerne mit anderen Menschen, die es interessiert.

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      Martina antwortet
      Lebensmittel

      Leider wollen die Leute immer mehr, immer nur das Beste und Schönste und das alles zum Billigtarif. Sie wollen nicht verstehen das die Nachfrage das Angebot bestimmt. Wenn die Leute weiterhin auf Schnäppchenjagd in allen Bereichen sind, dann können sie nichts verändern. Das schlimmste aber ist, das immer mehr Chemie in die Lebensmittel gepumpt wird und die Leute krank werden und nicht wissen warum. Oder es nicht wissen wollen. Wir müssen schnellstens wach werden und an die Umwelt, die Tiere und an uns denken.

      Antworten

      Martina antwortet
      Stoffwechselkur

      Mit Begeisterung habe ich von ihrer Stoffwechelkur und dessen Auswirkung gelesen. Könnten sie mir mal etwas ganauer beschreiben was sie gemacht haben und wie sie es geschafft haben weniger zu essen??? Was sie z.b morgens, mittags und abends gegessen und getrunken haben. Haben sie sich an einem bestimmten Buch orientiert??? Hatte diese Kur auch Auswirkungen auf Haut und Haar??? Ich meine zwar mich gesund zu ernähren und bin auch schlank aber ich fände es auch schön sagen zu können das es mir suuuper gut geht.

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    • Christine Holzner meint
      Bewusstheit

      Die Menschen, die sich für Produkte von Grüne Erde interessieren, sind sicherlich generell schon sehr bewusst im Umgang mit sich, der Umwelt und natürlich auch mit den Lebensmitteln. Bereits in meiner Kindheit wurde faktisch nichts weg geworfen. Auch heute lebe ich dieses Verhalten meiner Tochter vor. Wir wärmen ein Gericht auch am Folgetag mal auf oder ich friere einen Rest ein. Ich würde es gar nicht übers Herz bringen, es in den Müll zu geben. Bei uns verdirbt auch nichts. Eingekauft wird mit einer Einkaufsapp (sie konnte den Zettel tatsächlich ablösen) beim Biobauern, Bioladen oder Biobäcker. In konventionelle Diskounter gehe ich höchst selten. Achtsamkeit ist möglich. Herzliche Grüße Christine Holzner

      Antworten

    • Alexandra Klaus meint
      Lebensmittelrettung

      Für mich waren Lebensmittel schon immer wertvoll und ein wichtiger Teil der Lebensfreude. Beim Einkaufen achte ich auf Bio und "vorausschauendes" Einkaufen bzw Vorkochen oder Vorratswirtschaft. Außerdem helfe ich bei der Wiener Tafel ehrenamtlich beim Retten von Lebensmitteln mit.

      Antworten

    • Ursinitsch Bernhard meint
      Lebensmittelkooperative

      Wir betreiben eine Lebensmittelkooperative in Deutschlandsberg und bei uns bekommt man rasch verderbliche Lebensmittel nur auf Vorbestellung. Ein wesentlicher Anteil der weggeworfenen Lebensmittel sind nämlich jene die NICHT gekauft werden und zum Ende der Haltbarkeit noch im Regal stehen. Zur Info: www.lkdl.at Schöne Grüße!

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    • Inge Obermaier meint
      Lebensmittel

      Ich kaufe grundsätzlich möglichst regional ein, in einem kleinen "Ladl" bei uns im Ort auf dem Markt oder im Bioladen (Gärtnerei). Außerdem wärme ich Essen auch mal auf, verwerte es zu einem anderen Gericht. Ein super Tipp: heiß in Gläser füllen, zuschrauben, so habe ich auf die Schnelle mal eine Suppe, Nudelsauce etc. und funktioniert! Beim Einkaufen schauen, schauen, schauen: wo kommst her, brauche ich das u.s.w. Also Spargel, Erdbeeren u. Co. gibt es bei mir nur dann, wenn Saison ist.

      Antworten

      Utescher antwortet

      Den Tipp mit dem heißen Glas finde ich sehr gut. Wie lange kann ich das Essen so stehen lassen und wo? Im Kühlschrank oder auch im Regal?

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      Ute antwortet

      Wenn man Reste heiß in ein sauberes Glas füllt und es nach dem Abkühlen Vakuum gezogen hat, d. h. der Schraubdeckel ist eingezogen und knackt beim Ôffnen, ist es wochen - bis monatelang haltbar. Wie selbstgemachte Marmelade. Bei manchen Speisen muss man aufpassen, Apfelmus z.B. wird mir eher leichter schlecht auch im geschlossenen Glas. Erfahrungen sammeln! Wenn ich für zwei Tage koche, stelle ich nach dem Abkühlen den Rest im Topf in den Kühlschrank und wärme es am nächsten oder übernächsten Tag auf.

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    • Margot Klose meint
      Lebensmittelverschwendung

      Guten Tag, wir-mein Mann und ich schätzen die Lebensmittel , die wir ganz gezielt in Bio-Hofläden einkaufen.Mit Liebe gekocht kann es ja nur gut schmecken.Es wird nichts weggeworfen.Bleibt was über, wird das mit Fantasie ein neues Gericht.Denke: die Billig- Lebensmittel werden nicht geschätzt und außerdem ist das Angebot zu groß-es wird zuviel gekauft und dann unbedenklich weggeworfen. Mal ehrlich- das Zeug kann doch auch nicht schmecken.... MfG Margot Klose

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    • Markus meint
      Jahreszeiten nutzen

      Wenn gerade die Zeit für bestimmtes Obst und Gemüse ist, machen wir aus lokalen und saisonalen Produkten mehrere Gläser Marmelade oder eingelegte Salate (Rote Rüben, Paprika, Kraut etc). Nimmt man größere Mengen geht das ratzfatz :) Der Vorrat reicht oft die gesamte Saison, würde aber sogar darüberhinaus haltbar sein.

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    • Sigrid meint
      Lebensmittelverschwendung

      Die Wertschätzung unserer Lebensmittel ist angesichts der Fülle im Supermarkt am Nullpunkt. Wer selber noch nie eine gelbe Rübe oder einen Salat gezogen hat, weiß auch nicht, wieviel Pflege dahintersteckt. Und weil alles so schön billig ist, schmeißt man es hinterher auch ohne schlechtes Gewissen weg. Die Masse der Menschen wird wohl schwer zu erreichen sein, wenn es um die Wertschätzung des Lebensmittels geht (von Tierprodukten ganz zu schweigen - wen interessiert es schon wirklich, wie ein Tier aufwächst?). Irgendetwas (und vermutlich nichts Gutes) wird schon noch passieren müssen, damit hier ein Umdenken stattfindet - und zwar kollektiv. Ein Ansatz allein genügt hier nicht. Erstaunt bin ich allerdings immer wieder, wie wenig der Verbraucher sich seiner Macht bewußt ist - nur was er kauft, steht auch im Regal. Schöne Welt - es ist schade um Dich.

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      Willi Berg antwortet
      Lebensmittelverschwendung - weniger ist mehr

      Wir haben selbst einen kleinen BIO-Naturkostladen und unserer Meinung und auch dem Kaufverhalten unserer treuen Kunden nach zu urteilen, kommen wir je nach Wochenangebot mit 6 Obstsorten und dazu 8 Gemüsearten gut zurecht, immer frische Lieferungen, dazu unser Grundangebot an Getreide, Bio-Brot, Milchprodukte in kleinem Umfang. Soll heißen, man benötigt nicht 20000 Super-Marktartikel. Willi

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    • Waltraud Tschurtschenthaler meint
      "Restlverwertung"

      Ich weiß es ist nicht einfach, aber einen Speiseplan für 1 Woche zu erstellen verhindert sehr, dass zu viele Lebensmittel gekauft werde, bzw. schlecht werden. Es ist nur eine Sache die man sich Sonntag abends, gemeinsam mit der Familie, ausdüfteln soll. Bei uns funktioniert es schon seit geraumer Zeit. Falls dann wirklich etwas bleiben sollte, gibt's am Montag einen meist pikanten Strudel.

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    • Silvia meint
      Altes Brot, Gemüseabfälle

      Als altem Brot lassen sich hervorragend Brotfrikadellen herstellen. Einfach den Fleischanteil durch Brot ersetzen (das Brot dafür natürlich zerkleinern). Evtl. Kräuter, Käse etc. dazu. Braten, fertig! Aus Gemüseabfällen (Putzabfälle, nicht mehr so schönes Gemüse) lässt sich ein toller Gemüsefond herstellen. Auch für Allergiker sehr hilfreich, da die Zusammensetzung selbst bestimmt wird. Alle Gemüsesorten (außer Rotkohl, Zwiebelschalen und Rote Bete) im Kühlschrank sammeln. Wenn genügend Rest zusammen gekommen sind, in grobe Stücke schneiden, mit Wasser bedecken. Auf einen Liter Wassen kommen folgende Gewürze: 3 Lorbeerblätter, 4 Wacholderbeeren, 3 Nelken, kein Salz. Gut schmecken auch noch einige ganze Pfefferkörner darin. Alles in einem entsprechend großen Topf zum Kochen bringen, dann etwa eine Stunde bei geschlossenem Topf leicht köcheln lassen. Absieben, erkalten lassen und portioniert einfrieren. Einfach köstlich! Ein dickes Lob an Sie: Tolle Aktion! Weiter so!

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    • Martina Kofler meint
      Einwecken

      z.B. Sugosaucen oder Chili mit natürlichen Zutaten und Fleisch von glücklichen Tieren einwecken, so kann man es auch ohne künstliche Konservierungsstoffe und ohne zusätzliche Energie (Gefrierschrank) sehr lange aufbewahren und ist durch den Vakuumverschluss auf der sicheren Seite. - schmeckt hervorragend und kann mit gutem Gewissen genossen werden

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    • Faltermeier meint
      Keine Lebensmittel wegschmeißen

      Es wird das gegessen, was weg muss.

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    • dorothea hug contini meint
      Resten

      Liebe MitköchInnen, was schmeckt lecker und fein, fördert die Kreativität, sorgt für weniger Abfall? = RESTEN verwerten!!! C'est si simple que ça! So einfach ist das! Herzlich dhc

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    • Grüne Erde meint
      Restl-Rezept: Erdäpfelofengemüse

      Übriggebliebenes Gemüse und Erdäpfel (Kartoffeln) können Sie in Stückchen schneiden, mit Salz, Pfeffer und leckeren Gewürzen verfeinern. Zum Schluss einfach mit Olivenöl beträufeln und für 25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben. Perfektes Resteverwertungs-Rezept als Beilage, zum Grillen, in der Arbeit,…

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      Heidi Lankmaier antwortet

      ja, super. Generell Umstieg auf vegetarische, noch besser vegane Ernährung. Spart Lebensmittel (Futtermittel), Wasser und immenses Tierleid - und trägt zum Schutz unserer Mitwelt bei.

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    • Grüne Erde meint
      Obst lagern

      Äpfel beschleunigen den Reifungsprozess anderer Obstsorten und sollten getrennt aufbewahrt werden.

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      Beatrix Zimmermann antwortet

      das stimmt, ebenso sollte man Bananen nicht im Kühlschrank lagern, sonst werden sie schwarz. Ich packe mein Obst und Gemüse einfach in passende Behälter, dann halten sie gleich mal doppelt so lange.

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    • Grüne Erde meint
      Brotreste

      Anstatt übriggebliebenes Brot oder hart gewordene Semmeln zu verwerfen können Sie sie einfach in die Suppe geben und mit Stabmixer pürieren. Ganz ohne Schlag bzw. Sahne entsteht eine cremige Suppe! Oder kleine Stückchen in Butter oder Öl anbräunen, mit leckeren Gewürzen verfeinern und als Croutons für Suppen und Salate verwenden!

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      Julia antwortet

      Die letzten Brotreste schneide ich immer in dünne Streifen, streich sie leicht mit Knoblauch ein und röste sie im Ofen bis sie leicht anbräunen. Leckerer Snack statt dem Päckchen Kartoffel-Chips!

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      Saskia antwortet

      Oder die Brotreste richtig trocknen lassen und dann mit der Küchenmaschine zu Paniermehl kleinschreddern.

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