Minimalismus – 7 Tipps wie weniger zu mehr Lebensqualität führt!

  • Minimalismus ist eine Bewegung, eine Idee, ein Trend, eine Art zu denken, eine Philosophie oder auch ein Lebensmodell. Wie intensiv und ausgeprägt er ist, hängt von der Person ab, die einen minimalistischen Lebensstil für sich beansprucht. Das beginnt beim kargen, besitzlosen Dasein in der Einsamkeit und reicht bis zu einer leeren Worthülle mit kaum gelebten Inhalten. Irgendwo dazwischen gibt es sehr viel leicht umsetzbares, wertvolles Gedankengut, sehr viel Befreiung, Erleichterung, Lebensqualität und Erkenntnis.
  • Minimalismus
  • Denn der Wohlstand eröffnet uns die Tore zu grenzenlosem Konsum, und das ist nicht nur ein Privileg, sondern auch eine Herausforderung. Man muss sich darin zurechtfinden, Entscheidungen treffen, priorisieren. Die Wertschätzung, die Fähigkeit sich über Dinge zu freuen und der Blick für das Besondere kann so schnell verloren gehen. Der Minimalismus, egal in welcher Intensität, setzt genau hier an. Es geht darum wieder weniger und bewusster zu konsumieren. Sich wieder auf das zu besinnen, was wir wirklich brauchen und wollen. Unseren Konsum zu kontrollieren und uns nicht umgekehrt von Angeboten und suggerierten Bedürfnissen lenken zu lassen.

    Wir haben ein paar Gedanken und Tipps zum Minimalismus für Sie zusammengetragen – nicht zu viele, denn auch hier gilt: Besser man nimmt sich weniger vor und setzt das dann auch in die Tat um!
  • 1. Unbenutztes loswerden

    Unbenutztes loswerden Viele Dinge in unserem Zuhause haben wir schon lange nicht mehr benutzt und wir brauchen sie auch nicht. Sie nehmen Platz weg, erschweren das Suchen und gleichzeitig gibt es sicher viele Menschen, die sich über diese Dinge freuen würden und sie wirklich brauchen können.

    Sie müssen nicht gleich alles auf einmal ausmisten, nehmen Sie sich Stück für Stück vor, Schublade für Schublade, Schrank für Schrank oder auch thematisch – Bücher, Kleider, Schuhe, Geschirr. Was sie über ein Jahr nicht verwendet haben, werden Sie auch nicht vermissen, wenn Sie sich einmal davon getrennt haben!
  • 2. Digital aufräumen

    Digital aufräumen Nicht nur unsere Schränke sind oft zu voll, auch unsere Computer, Mobiltelefone, Kontaktlisten oder auch unsere Liste mit Freunden in Social-Media-Kanälen. Über Apps, Newsletter und Chats haben wir ständig Zugang zu einer Fülle an Informationen. Wir wissen von entfernten Bekannten wann sie Geburtstag haben oder Hochzeitstag, sind im Prinzip immer erreichbar, können jederzeit etwas nachschauen oder schnell erledigen.

    Reduzieren Sie ihre Kontakte auf für Sie wichtige Menschen, wählen Sie sorgfältig aus, worüber sie informiert werden möchten, melden Sie sich von unnötigen Newslettern, Diensten und Kanälen ab und beschränken Sie die Zeiten, in denen Sie online und erreichbar sind.
  • 3. Bewusst einkaufen

    Bewusst einkaufen Was, wie gut und wieviel wir essen, entscheiden wir mit dem Einkaufen. Am besten überlegt man sich vorher, was man wirklich braucht, anstatt ziellos und hungrig durch den Supermarkt zu laufen.

    So banal es auch scheinen mag, einen Einkaufszettel zu schreiben – aber er hilft Ihnen dabei, sich auf das zu beschränken, was Sie wirklich auch einkaufen wollten. Wer zu Fuß geht ist nicht nur ökologisch unterwegs, sondern kauft auch nur was er tragen kann – normalerweise ist das absolut ausreichend. Insbesondere wenn man lieber weniger einkauft, aber dafür öfter frische Lebensmittel.
  • 4. Hochwertig einrichten

    Hochwertig einrichten Lassen Sie sich nicht von günstigen Preisen und Werbung dazu verführen, sich mit Dingen zu umgeben, die Sie nicht brauchen und die Ihnen nicht zu 100 % gefallen. Alles was Sie besitzen muss gepflegt werden, erschwert es Ihnen Ordnung zu halten, lässt Sie manchmal länger suchen und raubt Ihnen so Zeit und Lebensqualität. Das heißt nicht, man muss spartanisch wohnen, aber es spricht dafür, sich hochwertig und zeitlos einzurichten.

    Umgeben Sie sich lieber mit weniger, aber dafür natürlichen, sorgfältig gefertigten, nachhaltigen und langlebigen Dingen.
  • 5. Trends widerstehen

    Trends widerstehen Trends sind oft kurzlebig, Anlässe einmalig. Wer sich hier lenken, leiten und verführen lässt, hat schnell Kleider- und Schuhschränke voll mit Dingen, die er nicht oder fast nicht trägt. Wer sich mehr auf sich, den eigenen Stil und Geschmack konzentriert, braucht weniger Teile und fühlt sich damit auch noch deutlich wohler.

    Entscheiden Sie sich für leicht kombinierbare Kleidungsstücke und Schuhe, ergänzt durch wenige ausgesuchte Highlights für spezielle Anlässe. Hinterfragen Sie bei Ihrer Kaufentscheidung vor allem immer, ob etwas zu Ihnen, Ihrem Stil, Ihrer Figur, Ihrem Hautton und Ihren Lebensgewohnheiten wirklich passt – oder ob Sie nur einem Trend oder einer Wunschvorstellung hinterherlaufen.
  • 6. Ausgesucht erleben

    Ausgesucht erleben Weniger ist mehr gilt oft auch für die Tagesplanung. Packen Sie sich den Terminkalender nicht zu voll, hetzen Sie nicht von einem zum nächsten. Wer sich weniger vornimmt, kann alles mit mehr Ruhe und Genuss erledigen und erleben. Es lohnt sich, ganz bewusst zu entscheiden, was man tun möchte.

    Fragen Sie sich immer wieder mal: Mache ich das nur aus Gewohnheit oder bereitet mir das wirklich Freude?
  • 7. Intensiv wahrnehmen

    Intensiv wahrnehmen Konsum hat auch viel damit zu tun, dass wir im hektischen Alltag viele Dinge nicht mehr so intensiv wahrnehmen. Beim bargeldlosen Zahlen, fahren auf Autobahnen, Essen in Restaurants oder beim Kaufen von fertigen Produkten geht schnell das Gefühl verloren – für Werte, Entfernungen, Materialien, Natürlichkeit.

    Zu sehen wie Tomaten auf dem eigenen Balkon wachsen, eine Strecke die man sonst mit dem Auto fährt mal zu wandern, eine Woche mit einer bestimmten Summe Bargeld auszukommen oder etwas aus natürlichen Materialien zu basteln – das alles hilft dabei, etwas minimalistischer zu denken und zu leben.