Regional oder Bio?

  • Was ist besser: regional oder bio-zertifiziert? Wenn beides nicht möglich ist: Soll man verzichten oder Kompromisse machen? Wenn ja: Wie weit dürfen diese gehen? Versuch einer Antwort am Beispiel der Grünen Erde.
    • “50 % Bio-Baumwolle und 50 % Bio-Leinen, hergestellt in Österreich und GOTS-zertifiziert – die bunten Geschirrtücher von Grüne Erde machen alles richtig, was man als Geschirrtuch so richtig machen kann.”
    • So stellte „Utopia“ – nach eigenen Angaben „Deutschlands Website Nr. 1 für nachhaltigen Konsum“ – unlängst unsere Geschirrtücher vor.

      Naturfasern, regionale Fertigung, zertifiziert nach dem strengen Global Organic Textile Standard, dem weltweit führenden Regelwerk für ökologische Textilien: Diese Geschirrtücher kommen dem Ideal eines nachhaltigen Produkts schon sehr nahe.

      Doch nicht immer ist das Ideal zu erreichen – und häufig muss man sich zwischen bio-zertifiziert und regional entscheiden.
  • Was heißt eigentlich regional?

    Während „bio-zertifiziert“ klar definiert ist, sieht es bei „regional“ schon anders aus. Was heißt überhaupt „regional“? Im Gegensatz zu einer fix auf der Landkarte verankerten Region bezieht sich regional stets auf den jeweiligen eigenen Standort.
    Ein Beispiel: Für einen Tischler in unserer Möbelwerkstätte in Kärnten liegt Slowenien, wo wir einiges an Buchenschnittholz einkaufen, nur wenige Kilometer entfernt. Für eine Grüne Erde-Kundin in Hamburg dagegen liegt Slowenien schon sehr weit im Süden, auf dem Balkan. Wie regional ist daher die Herkunft des Holzes aus Slowenien?
    Und: Wie weit weg vom eigenen Standort reicht regional? 100 km, 500 km, 1.000 km? Heißt regional für die Grüne Erde: oberösterreichisches Almtal, Österreich und Deutschland, ganz Europa? Gehört die Türkei – wo wir einen Teil unserer GOTS-zertifizierten Bekleidungstexti- lien nähen lassen – auch zu Europa? Oder endet Europa an den EU-Grenzen? Sind demnach unsere Strickpullover aus der Schweiz nicht aus „regionaler“ Produktion?
  • Es gibt kein Rezept

    Wenn von regional die Rede ist, schwingen oft Begriffe mit wie klar, transparent, überschaubar, nachvollziehbar. Um Regionalität in diesem Sinne bemühen wir uns bei Material und Fertigung unserer Produkte täglich.

    In den ökologischen und sozialen Einkaufsrichtlinien der Grünen Erde heißt es:
  • “Materialien, Verarbeitungsmethode und Produktionsort sind – unter Beachtung sozialer, ökologischer und ökonomischer Kriterien – so zu wählen, dass keine unnötigen Transportwege entstehen. Priorität haben Produkte aus den EU-Ländern oder aus Ländern mit vergleichbarem Sozialstandard. Produkte aus Ländern außerhalb Europas kommen nur dann in Frage, wenn deren ökologische Qualität sichergestellt ist (z. B. durch GOTS-Zertifizierung bzw. Rückstandstests) und die Grüne Erde-Sozialstandards gewährleistet sind (durch GOTS- bzw. Fairtrade-Zertifizierung). Länder mit ständigen, gravierenden Menschenrechtsverletzungen sind ausgeschlossen, etwa China ...”
  • Jedoch: Richtlinien sind kein allgemein gültiges Rezept, kein „Schema F“, kein Stein der Weisen. Was in der Theorie einleuchtend und klar scheint, steht in der Praxis täglich auf dem Prüfstand. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Vor allem, wenn bio-zertifiziert und regional nicht gleichzeitig möglich ist – es sei denn unter völligem Verzicht auf das Produkt – gilt es, viele Argumente gegeneinander abzuwägen, was sehr aufwendig und mühsam sein kann.
  • kbT-Schurwolle für Mode

    Ein Paradebeispiel, wie vielschichtig die Entscheidungsgrundlagen für den Materialeinkauf sein können, ist Schurwolle, einer der wichtigsten Rohstoffe in unserem Unternehmen.
    Für unsere Natur-Mode kommt die Wolle meist aus Neuseeland, Australien, Uruguay und Argentinien. Hier ist zwar der Transportweg lang, dafür aber stammt die Wolle nahezu ausschließlich aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, während kbT-Wolle aus Österreich und Deutschland kaum verfügbar ist. Dazu kommt: Für hochwertigen Bekleidungsstoff muss die Schurwolle ganz fein und weich sein.
    Heimische – regionale – Wolle ist für diese Ansprüche ungeeignet, weil österreichische und deutsche Schafe aufgrund des raueren Klimas von Natur aus gröbere, dickere Wollfasern produzieren. Regional ist also nicht immer automatisch auch besser.
  • Regionale Wolle für Matratzen

    Anders liegen die Dinge bei der Schurwolle für unsere Matratzenvliese – jährlich verarbeiten wir davon etwa 20.000 kg. Hier geben wir Wolle aus Österreich den Vorzug. Unser Vlies-Lieferant im Mühlviertel bezieht die Rohwolle von österreichischen Schafzüchterverbänden (nur falls deren Menge nicht ausreicht, auch aus Frankreich und der Schweiz). Heimische Wolle ist zwar gröber als etwa australische Merinowolle, aber eben aus regionaler Herkunft und deutlich preisgünstiger.

    So können wir auch die Preise für unsere Matratzen niedriger halten, als wenn wir feine und teure Merinowolle aus kbT verarbeiten würden. Was also für Bekleidung sinnvoll ist – feinste, weiche Wolle –, wäre für Matratzenvliese überflüssiger Luxus, der das Produkt zwar verteuern, dem Schlafenden aber keinen spürbaren Vorteil bringen würde.

    Dazu kommt: In Österreich und Deutschland werden Schafe nicht primär wegen der Wolle, sondern wegen des Fleisch- und Milchertrages gehalten. Das heißt: Die Wolle ist für die heimischen Bauern ein Nebenprodukt, für das sie nur geringe Preise erzielen. Häufig droht die Wolle sogar weggeworfen oder zu Gartendünger verarbeitet zu werden. Die heimische Wolle zu Matratzenvliesen zu verarbeiten, ist daher die sinnvollste Verwendung, die man sich denken kann.
  • Warum nicht aus kbT?

    Die regional-österreichische Wolle stammt allerdings nicht aus kbT, weil die meisten Bauern kleine, oft nur wenige dutzend Tiere zählende Herden besitzen, die Schafhaltung nur nebenbei betreiben und daher den bürokratischen und finanziellen Aufwand einer Zertifizierung scheuen. Dass wir mit unserem Mühlviertler Schurwollvlies-Hersteller seit 30 Jahren zusammenarbeiten, dieser seine Rohwoll-Lieferanten persönlich kennt – und alle zusammen im Fall von ökologischen „Unregelmäßigkeiten“ einen guten Ruf zu verlieren hätten, sorgt für ein gewisses Maß an Grundvertrauen. Darüber hinaus ist aber eine objektive Sicherung eingebaut: Alle unsere Matratzenmaterialien, also auch die Schurwoll-Vliese, werden jährlich auf Veranlassung des QUL (Qualitätsverband Umweltverträgliche Latexmatratzen, bei dem Grüne Erde Mitglied ist) von unabhängigen Instituten auf Schadstoffe geprüft.

    Sämtliche Argumente ins Kalkül ziehend, haben wir bei der Schurwolle für unsere Matratzen also entschieden, der regionalen Herkunft den Vorzug gegenüber einer Bio-Zertifizierung zu geben.
  • Kompromisse sind nötig

    Drittes anschauliches Beispiel dafür, dass es bei Schurwolle keine einfache Sowohl-regional-als-auch-bio-zertifiziert-Lösung, sondern nur ein ständiges Abwägen aller Faktoren gibt: unsere Sofa-Bezugsstoffe.

    Die Herausforderung beginnt damit, dass in ganz Europa kaum eine Weberei zu finden ist, die hochwertige und leistbare Bezugsstoffe aus reiner, chemisch unbehandelter Schurwolle herstellt – marktüblich sind Synthetik- oder Mischgewebe. Jene Weberei in Deutschland, mit der wir seit Jahren kooperieren, verarbeitete für unsere Sofabezüge bisher regionale, deutsche Schurwolle, war aber nicht GOTS-zertifiziert, weil wir deren einziger Kunde sind, für den dies wichtig ist, und weil wir auch nur einen kleinen Teil der Produktion abnehmen.
    • Nun lässt sich diese Weberei auf unser Drängen hin zertifizieren (was einige Tausend Euro kostet). Dafür muss in Kauf genommen werden, dass künftig ein Teil der Wolle nicht mehr aus Deutschland kommt, eben weil es zu wenig kbT-zertifizierte deutsche Wolle gibt. Um aber den Sofabezug als solchen zertifizieren zu können, muss die gesamte Wolle zertifiziert sein. Hört sich kompliziert an, ist es auch – und gehört zum Arbeitsalltag unseres Produktmanagements und Rohstoffeinkaufs.
    • Sozial faire Pullis aus Peru

      Neben Regionalität und Bio spielt bei manchen Produkten auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle bei unserer Entscheidung für einen bestimmten Hersteller – etwa bei unseren Alpaka-Pullovern aus Peru. Zwar kann Alpaka als Faser (derzeit noch) nicht GOTS- zertifiziert werden, dennoch muss die Faser nach den GOTS-Richtlinien ökologisch und sozial fair gewonnen und verarbeitet werden.

      Wir kooperieren seit mehreren Jahren mit einem peruanischen Partner, der diese Kriterien nachweislich erfüllt. Die Entscheidung für Pullis aus Peru fiel trotz langer Transportwege auch deshalb, weil bei diesem Projekt die gesamte Wertschöpfungskette bis zum fertigen Pullover im Herkunftsland der Faser, also Peru, bleibt. Dies kommt der – von den Anden aus gesehen – regionalen Bevölkerung zugute.
  • Über „regional“ hinausgehende Verantwortung

    Der Einzelfall der peruanischen Pullis berührt auch wichtige Grundsatzfragen, die wir intern bei Grüne Erde selbstkritisch diskutieren: Ist die vermeintlich einfache Formel „regional = besser“ tatsächlich immer praktikabel? Ist sie uneingeschränkt die beste, die richtige Lösung? Wenn etwa die Baumwolle in Indien oder Tansania wächst, die Alpakawolle aus Peru stammt: Ist es dann wirklich besser, die Wertschöpfungskette zu durchtrennen und das Material nach Europa zu bringen, um es hier „regional“ zu verarbeiten und zu veredeln? Welche Alternativen gibt es dazu?

    Wir fragen uns:
  • “Hat die Grüne Erde nicht eine soziale Verantwortung, die über das eindimensionale „regional = besser“ hinausgeht? Gibt es nicht Fälle, bei denen es mehr Sinn ergibt, den Rohstoff in seinem Ursprungsland verarbeiten zu lassen, und soziale Projekte und die Menschen vor Ort zu unterstützen?”
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

    Ob regional und/oder bio: Wir wollen sicher sein, dass unsere Produkte ökologisch so sauber wie nur irgend möglich sind. Daher lassen wir jährlich etwa 30 stichprobenartig gezogene Artikel aus den Sortimenten Bekleidung, Heimtextilien, Kissen, Matratzen, Decken und Bettwäschen von unabhängigen Instituten auf die Einhaltung von Grenzwerten für Agrar- bzw. Verarbeitungschemikalien prüfen, was im Schnitt pro Produkt rund 600,– bis 700,– Euro kostet. Wenn Grenzwerte überschritten werden, was extrem selten passiert, nehmen wir das Produkt sofort aus der Kollektion, suchen die Ursache, und beheben gemeinsam mit unseren Lieferanten die Fehler.
  • Was man richtig machen kann ...

    Neben den eingangs erwähnten Geschirrtüchern gibt es noch eine andere Produktgruppe bei Grüne Erde, die die Vereinbarkeit von regional und bio idealtypisch zeigt: Naturkosmetik. Sie ist zu 100 % zertifiziert (Austria Bio Garantie bzw. Natrue) und wird zu rund 80 % in unserer eigenen Produktionsstätte im oberösterreichischen Almtal hergestellt, auch der Rest kommt aus Österreich bzw. Deutschland. Schön, wenn es gelingt, „alles richtig zu machen, was man richtig machen kann.“
    • Was ist Ihnen wichtiger beim Kauf? Regionalität oder Zertifizierung?
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    • Ewald Stögermayr meint
      Äpfel aus Übersee

      Hallo! Hab grad diesen Kommentar gelesen. Grundsätzlich kann ich in Vielem zustimmen. Auch für Bio-Ware aus Übersee kann ich mich entscheiden, wenn regional Nichts verfügbar ist. Es ist auch fair gegenüber den Bauern in diesen Ländern. Ich hoffe nur, dass die Äpfel zumindest im Jänner und darüber hinaus (wahrscheinlich sogar über das ganze Jahr hindurch) aus Österreich stammen. Es gibt echt genug heimische Ware zu einem sehr fairen Preis. Bei Kaffee, Bananen, etc. aber auch bei Birnen ist es umso wichtiger, dass sie nicht mit Pestiziden kontaminiert sind und dies auch Zertifiziert ist. Den Kontrollaufwand "zu scheuen", ist für mich eindeutig ein fadenscheiniges Argument!

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    • Monika meint
      Bio oder regional

      Ideal ist oder wäre beides gleichzeitig. Und ich hoffe, dass die sich die Produktion von jedweden Dingen immer mehr dahin entwickelt, so es irgend möglich ist. So lange bio+regional allerdings nicht immer gegeben oder nicht möglich ist, entscheide ich mich unterschiedlich. Von so nah wie möglich ist schon ein Parameter. BIO als anderer st mir bei Lebensmitteln ( für Mensch wie Tier ), Textilien, Möbeln, Kosmetik,.... wichtig, wobei ich mich immer wieder über die Echtheit und Hintergründe der Siegel informiere. Bei vielen Marken wie Rapunzel, Lima, Rosengarten, defu ...// Martina Gerhardt....// Grüne Erde, Prolana,...// ... vertraue ich im Großen und Ganzen auf die Ehrlichkeit der mir Vertrauten Firma. Zur Arbeit von vielen Firmen, egal welcher Produktschiene gehört die nachhaltige, sozial wertvolle Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Auch das halte ich für wertoll, wenn dort neue, menschliche und weltverträgliche Vorgehensweisen geübt werden. Also ist mein Beitrag durch Kauf entsprechender Produkte für mich ebenso in Ordnung.

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    • Jutta meint
      Bio aus der Region

      In erster Linie kaufe ich zertifizierte Ware aus unserer Region. Mein Bio-Gemüsebauer unterscheidet sogar zwischen Eigenanbau, regional, deutscher Ware und International. Auch bei anderen Dingen ist mir Bio wichtig. Lieber habe ich nicht so viele Kleidungsstücke im Schrank hängen, aber ich weiß, daß es sich um "gesunde" Teile handelt. Und bei Möbeln spare ich unter Umständen länger dafür, habe dann ein aber Stück fürs Leben und einen ganz anderen Bezug dazu. Klar kostet Bio mehr, in allen Bereichen. Aber das ist mir ein gesunder Umgang mit unserer Erde und mir allemal wert.

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    • Ina Shop Graz meint
      Sache der Priorität sowie des Produktes

      Bei mir kommt es ganz darauf an, welches Produkt ich erwerbe. Kaufe ich Lebensmittel/Gemüse ist mir am wichtigsten, dass ich dies am Bauernmarkt in der Grazer Innenstadt erwerbe. Bio ist hier für mich zweitrangig, lieber wechsle ich mich bei den Bauern ab, egal ob der eine Bio zertifiziert ist und der andere "nur" regional. Hauptsache mein Gemüse kommt von der Steiermark bzw. dem Burgenland, also aus meiner Sicht regional, und mein Kauf eben den dortigen Bauern zugute. Kaufe ich aber z.B. Kleidung, dann haben für mich soziale und ökologische Kriterien Priorität. Natürlich auch deshalb, da es schlicht und einfach keine Baumwolle aus Österreich bzw. regional gibt! Also für mich ist es wie immer mal der gute Mittelweg den ich bevorzuge.

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    • Maria meint
      Bio oder Regional

      Reginal ist besonders wichtig, somit kann man kleine Betriebe erhalten bzw. Arbeitsplätze schaffen und regional schließt Bio nicht aus.

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    • Klaus Ziegler meint

      Immer wieder kommt man in Diskussionen mit Skeptikern auf den Punkt, weshalb es in diesem Fall nicht geht, bio oder lokal einzukaufen und nach Idealen zu leben. Ich bin der Ansicht, dass es selten im Leben zu Entscheidungen nach dem Motto "ganz oder gar nicht" kommt. Es ist immer ein Abwägen. Ich als Verbraucher bemühe mich in diesen Themen gut informiert zu sein. Letztendlich geht es für mich aber um eine Lebenseinstellung und Ideale. Daher freue ich mich, wenn ich Dienstleister, Hersteller oder Händler finde, die nach denselben Idealen leben möchten. Es ist oft schwer, zu vertrauen, da immer wieder Schlagzeilen über einzelne Verfehlungen, es schwer machen. Es ist aber wichtig, dass wir es nicht verlernen, Vertrauen zu können. Ich bin daher sehr froh mit der Grünen Erde einen Hersteller zu haben, der dieselben Ideale vertritt und ich vertraue diesem Hersteller im Sinne dieser Ideale die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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    • Annette meint
      Es kommt darauf an

      Grundsätzlich ist mir Bio wichtig. Aber nicht immer ist bio regional verfügbar oder es ist für meine Verhältnisse schlicht zu teuer. Also schaue ich, was mir für ein bestimmtes Produkt wichtiger ist: die Regionalität oder biologisch einwandfreie Qualität. Bei Äpfeln zum Beispiel weiß ich dank unserer Imker, dass sie in der Region und auch anderswo im konventionellen Anbau gespritzt werden. Für mich wiegt das schwer. Also kaufe ich notgedrungen Bio-Äpfel aus dem Ausland, auch mal aus Neuseeland. Bei Fleisch kann es auch auch regional sein, wenn ich die "Ställe" kenne und mich bis zu einem gewissen Grad mit den Haltungsbedingungen arrangieren kann. Die konventionellen Eier vom Hof sind mir lieber als die Bio-Eier aus dem Laden. Und so halte ich es mit allem: ich versuche mir von konventionellen, regionalen Produkten ein Bild zu machen, wenn Bio zu teuer oder von "zu weit weg" stammt. Es ist immer ein Kompromiss. Gerne hätte ich Bio-Regional - aber das geht für mich persönlich nicht immer.

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    • kindermann waltraud meint
      regional

      für mich ist regional wichtig weil man die Produzenten teilweise kennt und keine Anfahrtswege dafür nötig sind, also weniger abgase.

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    • Elfriede meint

      Regionalität ist mir wichtiger.

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    • Gabriel Lauchard meint
      meine Meinung

      Mittlerweile bieten alle Supermärkte und Diskonter Bio an! Ich frage mich, wie Bio dieses Bio ist ? Dieses Bio wohl in Massen für die Märkte, Diskonter hergestellt wird! Da sollte es doch Unterschiede geben. Ein Bio Produkt vom echten Bio Bauern um die Ecke, der klein und regional produziert, ist doch sicher gesünder und besser als ein Bio Produkt von Australien oder Türkei oder Südamerika ! ? Mit Bio wird doch viel Geschäft und Umsatz gemacht, hat auch schon kritische Sendungen dazu im Fernsehen gegeben. Da ist mir Regional öfter lieber als Bio, am besten halt Bio und Regional !

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    • Gudrun Warnsholdt meint
      Bio Zertifizierung

      Mir ist Bio sehr wichtig in Bezug auf Lebensmittel aber auch auf Möbel und Textilien. Ich denke wir als Bürger können endlich mal etwas bewirken wenn wir Bio kaufen. Immer mehr Bauern steigen auf den Bio Anbau um, leider immer noch zu wenig.

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    • Christine Stubbe meint
      "bio & regional"? Zertifiziert?

      "Die wichtigste Aufgabe des ICH ist es, das EGO zu kontrollieren und liebevoll zu führen. Darin liegt die wahre Eigenverantwortung jedes Menschen. "Denke mit dem Herzen und fühle mit dem Verstand - dann wirst Du eins in Dir. Aus dem Buch von Dr. Diethard Stelzl "Heilung mit kosmischen Symbolen". Danke. Denke mit dem Herzen und fühle mit dem Verstand - dann wirst du eins mit Dir

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    • Margrit Kühne meint
      Regional oder bio zertifiziert

      Am besten regional und bio zertifiziert! Für mich kommt es auf das Produkt an. Frischprodukte wie Gemüse und Früchte aber auch Milchprodukte habe ich am liebsten aus der näheren Umgebung, das heisst aus meinem Kanton oder dem Nachbarkanton. Non Food - Artikel wie Kleider können auch von weiter her kommen. Ich bevorzuge da aber Produkte die fair und bio produziert sind. Wichtig finde ich dass die Produzenten motiviert werden dass ihre Produkte in bio Produziert werden da das erwiesenermassen besser für die Umwelt und für die Gesundheit aller Menschen die mit den Produkten zu tun haben. Ich gehe einig mit Nicola di Capua der findet dass eigentlich die Produkte die "mit Chemie hergestellt sind" bezeichnet werden müssten da die Produktionsweise die heute als bio bezeichnet wird schon seit Jahrhunderten bio ist. Nicola di Capua produziert ein wunderbares Olivenöl. Da ich Oliven und ihr Öl sehr liebe gehe ich den Kompromiss ein sin Öl zu konsumieren obwohl es nicht regional und nicht bio zertifiziert ist. Das wesentliche ist für mich dass die Produkte gut deklariert sind und ich mich so bewusst entscheiden kann.

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    • Hans-Jürgen Martin meint
      Regionalität

      Eine Fernsehsendung dokumentierte kürzlich einen Vergleich deutscher Supermärkte (Discounter) und dabei auch deren Umgang mit dem Begriff "regionale Produkte": Offenbar wird dieser inflationär verwendet und bezieht sich auf ganz Deutschland (wenn nicht sogar den deutschsprachigen Raum). Wenn man das "patriotische" Argument ("buy British" etc.) einmal außer acht läßt, bietet "regional" nur den Vorteil der kurzen Transportwege, die sich jedoch bei sehr großen Mengen finanziell UND ökologisch oft kaum bezahlt machen. "Bio" hat daher für mich Vorrang vor "regional", und in "Bio" aus dem Ausland sehe ich sogar eine willkommene Konkurrenz, geeignet, heimischen Produzenten biologisch "Beine zu machen" ...

      Antworten

    • Richard Pummer meint
      Eine andere Sichtweise

      Bei allem Respekt für ihre Bemühungen möchte ich Ihnen dennoch einen Gedanken nicht vorenthalten, den nämlich, dass Zertifikate das Kranke zur Norm erheben und das Natürliche als das Besondere erscheinen lassen. Denn im Grunde ist es doch völlig normal, die eigene Nahrung und die eigene Kleidung nicht zu vergiften, die Natur, von der wir alle abhängig sind, nicht zu zerstören und andere Menschen anständig zu behandeln. Dass ein solches Verhalten überhaupt ein Grund für ein Zertifikat sein kann, wirft ein sehr bezeichnendes Licht auf die verkehrte Welt, in der wir leben. An Ihrer Stelle würde ich aus diesem Grund Ihre Produzenten dazu ermutigen auf sämtliche Zertifikate zu verzichten, dafür auf völlige Transparenz der Produktion bestehen und gemeinsam mit ihnen und Ihren Kunden die Rahmenbedingungen einer "normalen" Produktion sicherstellen.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Hallo Herr Pummer! Genauso wie Sie wünschen wir uns, dass die regionale, saisonale, faire und ökologische Produktion der Normalzustand und nicht die Ausnahme ist. Doch leider sieht die Realität anders aus: Der Normalzustand derzeit bedeutet Ausbeutung von Mensch und Natur. Umso wichtiger ist es, jene Produkte hervorzuheben, die da nicht mitmachen. Der Zertifikate schaffen die nötige Transparenz dafür.

      Antworten

    • Elisabeth Horngacher meint

      Bei Bekleidung ist es mir schon wichtig, dass die Produkte zertifiziert sind. Hingegen bei Sofas, etc. könnte man auf Regionalität schauen. Durch die größere Abnahme könnten die Schafbauern angespornt werden, auf Bioqualität umzusteigen, da sie dabei auch mehr verdienen würden.

      Antworten

    • Sylvia Klaffenböck meint
      Regionalität

      Wichtig ist mir beides. Für die Regionalität sprechen kurzeTransportwege und die damit einhergehende Umweltentlastung, die Sicherung von Arbeitsplätzen. Es gibt unzählige Beispiele für hochwertige und ökologisch saubere Produkte aus der österreichischen Landwirtschaft. Ein guter Absatzmarkt mit attraktiven Endprodukten wäre gewiss ein Ansporn für viele engagierte Bauern und Bäuerinnen, diesen ökologischen Weg weiter zu verfolgen und darin auch eine Zukunft zu finden.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Klaffenböck, genau das wünschen wir uns auch: Dass Produkte sowohl aus regionaler als auch ökologisch und sozial fairer Herstellung stammen. Wie Sie oben lesen können, bereitet uns bei Grüne Erde das mitunter ganz schönes Kopfzerbrechen. Aber je mehr wir als Konsumentinnen und Konsumenten solche Produkte kaufen, desto eher setzt auch bei großen Unternehmen ein Umdenkprozess ein. Bereits jetzt gibt es zum Glück viele kleine Initiativen von Bauernmärkten über regionale Einkaufsgenossenschaften bis zu Ab-Hof-Verkäufen.

      Antworten

    • Sandra meint
      regional oder bio

      Meiner Meinung nach wären die regionalen Produzenten vorzuziehen. Viele kleine Bauern können sich eine Zertifizierung einfach nicht leisten, würden aber alle Richtlinien erfüllen. Das drängt die kleinen Unternehmer immer weiter in den Hintergrund und fördert die Großen. Auch ist zu beachten, dass der positive Effekt von "bio" auf die Umwelt durch die sehr langen Transportwege wieder relativiert wird. Wobei ich hier sagen muss, dass ich soziale Projekte, wie die komplette Fertigung in Peru unterstütze, da wir auch eine soziale Vernatwortung den ämeren Ländern gegenüber tragen. Die Wolle aus Neuseeland zu importieren widerspricht aber irgendwie dem "Öko"-Gedanken. Vielleicht wären ja auch in Österreich Projekte interessant, die kleine Bauern zur Zucht von Merinoschafen motivieren. Man könnte die Kleidung vielleicht auch aus Mischgewebe von Merinowolle und heimischer Wolle produzieren.

      Antworten

    • Harry Fischer meint
      Bio und regional

      Regional ist besser als gar nicht zu denken beim Kauf. Aber Bio-Produkte haben klar Vorrang. Was nützt dir ein medikamenteverseuchtes Fleisch auf dem Teller, das mit Getreide aus der Nachbarschaft gefüttert wurde, und die Giftspritzerei findet sich in der Muttermilch deiner Frsu wieder und verseucht dir noch das Trinkwasser? Sport frei!

      Antworten

    • Cristina Crepaz meint
      regional oder bio

      Bio ist mir sehr wichtig, aber regional ist mir besonders bei Lebensmitteln wichtig: Biobauernmärkte, usw. Ich finde, dass die einheimische Produktion stärker unterstützt werden soll. Bei Kaffee und Südfrüchten, die ja regional nicht wachsen, achte ich vor allem auf "Fair". Die soziale Komponente finde ich gleich berechtigt mit "bio". Es gibt nicht immer ein entweder - oder. Aber warum die Wolle von heimischen Schafen so gering gewertet wird, das ist mir ein Rätsel. Ich liebe Ihren Pullover aus Peru, den ich mir gekauft habe, aber ich stricke auch selbst Pullover aus heimischer Wolle, die etwas kratzt. Super für Bergwanderungen oder einfach über einer Bluse oder einem Shirt.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Crepaz, die Wahrung sozial fairer Arbeitsbedingungen ist uns ein wichtiges Anliegen, weshalb wir uns die Hersteller unserer Produkte immer ganz genau anschauen, so wie unseren Partner in Peru. Bezüglich der heimischen Schurwolle: Seit mehr als 30 Jahren verwenden wir heimische Schafschurwolle für unsere Schlafprodukte, aber - wie Sie richtig angemerkt haben - ist sie für Kleidung etwas kratzig. Wir werden aber weiterhin unsere Augen offen halten, ob nicht auch ein heimischer Anbieter weiche Merino-Wolle für angenehm tragbare Kleidung zu einem vernünftigen Preis produziert.

      Antworten

    • Sylvia meint
      Regionalität oder Zertifizierung

      Klar, am Besten wäre Beides zusammen und ich kaufe zumindest bei Lebensmittel nur biologische (europäische). Alles was unbedingt notwendig ist und innerhalb Österreichs nicht wächst, sollte zertifiziert sein. Wir übernehmen mit unserem Konsum doch Verantwortung für die ganze Erde. Regionalität jedoch, d.h. für mich österreichische Produkte, sollten in jedem Fall den Vorrang haben. Schließlich ist es unsere Wirtschaft, sind es unsere Arbeitsplätze, die wir damit erhalten. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld keine Grüne Erde-Produkte...

      Antworten

    • Monika Metzger meint
      Eine Gratwanderung

      Bio oder regional, das ist wirklich eine spannende Frage. Wieviel Bio ist z. B. eine Grapefruit, die aus Israel oder Spanien kommt? Das Produkt mag wohl biologisch erzeugt worden sein, aber was ist mit dem Transport oder der Wasserproblematik in diesen Ländern? Bei z. B. Fleisch ist mir Bio wichtig, da geht es mir in erste Linie um den artgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Wobei ich hier auch die Regionalität im Auge habe. Bio-Straußenflesch aus Südafrika, ist für mich trotz Bio ein riesen Unsinn. Bei z. B. Wolle muss es nicht zwingend die Bio-Wolle aus Australien sein. Hier gerne auch die Wolle vom nicht zertifizierten Betrieb aus Österreich oder Deutschland, solange hier auch der verantwortungsvolle Umgang mit den Tieren gewährleistet ist. Und waruma auch nicht der Peru-Pulli, wenn er dazu beiträgt die Lebensumstände der Menschen zu verbessern. Ein richtig oder falsch gibt es hier für mich nicht.

      Antworten

    • Anne Chorus meint
      Bio

      Wenn ich die Wahl habe, werde ich mich immer für Bio entscheiden. Es ist wichtig in ärmeren Ländern Bio-Projekte sozialverträglich zu unterstützen.

      Antworten

    • Hans meint
      Bio oder Regional

      Ich finde das Grüne Erde ein Unterstützungsprogramm starten soll, damit die heimischen Schafwollbauer sich als Bio-Schafzüchter zertifizeren lassen können.

      Antworten

    • Sabine meint
      Regionalität

      Regionalität ist mir erst einmal besonders wichtig. Außerdem kann man dadurch Einfluß auf die Bauern etc. nehmen, dass sie auf Bio umstellen,auch ohne Zertifikat, aber eben auch ohne Chemikalien etc. Ist die Nachfrage groß genug, stellen sie eher ganz auf Bio um.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Hallo! Dazu gibt es einen schönen Spruch: Der Kassenzettel ist ein Stimmzettel - bei jedem Einkauf! Denn mit jeder einzelnen Kaufentscheidung können wir beeinflussen, welche Art der Produktion wir mit unserem Geld beeinflussen.

      Antworten

    • Klaus Bruckner meint
      Mein Bioladen

      Ich arbeite in einem großen Bioladen, der sehr stark auch die Regionalität beachtet und deklariert. Somit haben unsere Kunden die Möglichkeit saisonale Produkte von der Nähe bevorzugt zu kaufen. Eure Ansätze sind genauso super und ich hätte gerne mehr Geld , um öfter bei euch mir etwas zu gönnen.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Lieber Herr Bruckner! Wir finden es toll, dass es Ihnen in Ihrem Markt gelingt, regionale, biologische und saisonale Produkte anzubieten! Wie auch bei Ihren Lebensmitteln hat eine solche Produktion leider auch bei uns ihren Preis. Je mehr Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind, diesen Preis zu zahlen, desto mehr Unternehmen - wie Sie und wir - können solche Produkte anbieten.

      Antworten

    • Anita Köhler meint
      Auf jeden Fall Bio

      Durch eine Teilnahme an einer deutschlandweiten Studio über Glyphosat wurde bei mir, trotz biologischer Lebensweise mit eigenem Garten, Glyphosat im Körper fest gestellt. Nach längerem Überlegen, wo das herkommen mag, blieb als Möglichkeit u.a. die Verwehungen der Herbizidanwendugen der regionalen Landwirtschaft. Und hier wird fleissig gespritzt, auch das sog. Reif- bzw. Totspritzen kurz vor der Ernte wird praktiziert! Somit gibt es nur eine Wahl und das ist kontrollierte und zertifizierte Bioqualität. Dies sollte finaziell auch kleinen bäuerlichen Betrieben ermöglicht werden. Oftmals kann man hier durch die Zertifizierung jahrelang eingeübte und nicht mehr als solche wahr genommene Giftanwendungen erkennen und durch Alternativen ersetzen.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Köhler! Der unkontrollierte und massenhafte Einsatz von Spritzmitteln wie Glyphosat ist das beste Argument für biologische Landwirtschaft. Wir wünschen uns, dass das in den nächsten Jahren noch deutlich wachsen wird.

      Antworten

    • Waltraud Müller meint

      Mir ist Bio Zertifizierung wichtiger!

      Antworten

    • Kundin meint
      Naturschutz hat Vorrang

      Angesichts des dramatischen Artensterbens in Mitteleuropa ist immer, wenn möglich, heimischer Schurwolle der Vorzug zu geben. Auch für feinere Wolle für Oberbekleidung gibt es Rassen, die in Deutschland gehalten werden können. Schafe sind unsere besten Mitarbeiter in Naturschutz. Richtig eingesetzt, erhalten die Reste wertvoller Kulturlandschaften wie buntblühende Halbtrockenrasen und nährstoffarmen Wiesen mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Die Schäfer, namentlich die Wanderschäfer, auch vom Aussterben bedroht, können kaum von ihrem Verdienst leben, geschweige denn, sich Grüne-Erde Artikel leisten .... Also: mehr vierbeinige Schafe, mehr Geld für die Schäfer!

      Antworten

    • Antje meint
      Regional oder Bio

      Wenn Bio nicht möglich ist, dann nur regional. Da senkt den Energieverbrauch enorm und nützt der Umwelt mehr. Da bin ich ziemlich konsequent.

      Antworten

    • Nurith Wagner-Strauss meint
      Schurwolle. Türkei.

      Wissen Sie, wie die Schafe auf den Farmen in Australien, mit denen Sie zusammenarbeiten geschoren werden? Ich hoffe sehr, dass dort nicht so grauenhafte Zustände herrschen wie in diesem Film, den ich vor kurzem gesehen habe. https://www.youtube.com/watch?v=waa2lxvdOTQ&oref=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dwaa2lxvdOTQ&has_verified=1 Dass Sie in der Türkei nähen lassen, verwundert mich auch ein wenig. Da finden doch auch ständig gravierende Menschenrechtsverletzungen statt. ??

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Wagner-Strauss! Probleme mit der Schafwolle sind uns schon längere Zeit bekannt, zum Beispiel das brutale Mulesing, das vor allem in Australien zum Einsatz kommt. Wir lassen uns von unseren Lieferanten bestätigen, dass sie diese Methode keinesfalls anwenden. Dies ist auch durch die GOTS-Zertifizerung garantiert. Zu Ihrer Frage bezüglich Türkei: Uns sind die Vorwürfe gegen manche Betriebe im Land bekannt, daher lassen wir unsere Kleidungsstücke ausschließlich in einer GOTS-zertifizierten Näherei produzieren. Zudem stammt die Baumwolle zum Teil aus der Türkei, was kurze Transportwege bedeutet.

      Antworten

    • Karin Fehr meint
      bio oder regional

      Wenn es das Produkt, welches ich benötige nicht in bio und regional gibt, nehme ich bio aus der Nähe,dh. Länder die an die Schweiz grenzen. Jeden falls nie aus Übersee. Wenn es das auch nicht gibt nehme ich regionale Produkte, oder verzichte auf dieses Produkt, wenn ich es nicht unbedingt benötige.

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    • Margot meint
      Essen und alles was fürs Leben wichtig ist

      Hallo Grünes Erde-Team,für mich und meinen Mann ist es wichtig uns mit Essen und Dingen zu verwöhnen die eindeutig aus dem Bio-Bereich kommen.Regional nehmen wir nur vom Hofladen oder Gärtnerei,da sehen wir vor Ort wie es aufwächst.Mode kaufen wir On-line-wir haben hier keine entsprechenden Läden mit Bio label.

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    • Eva Maria Haas meint
      Wolle und Biozertifizierung

      Ich bin sehr erstaunt, dass die Wolle der Grüne Erde Pullover aus Übersee kommt. Für mich gibt es eine Konsequenz: Viel wenigr kaufen. Auf die wertvoleln Wollsachen achtgeben, sie anständig pflegen und jahrelang tragen. Das verringert schon mal die gigantische Nachfrage nach diesen Dingen. Nachdem ich gehört habe, dass in Australien die Haut der Schafe größer gezüchtet wurde, um so zu mehr Wolle zu kommen, dabei die Tiere aber Höllenqualen erleiden, achte ich darauf, keine Wolle oder Wollprodukte aus Australien zu kaufen. Jetzt habe ich eine ganz kleine Fa. in Italien gefunden, die ides gewährleistet. Biozertifizierung ist nicht immer notwendig. Wichtig ist, dass es bio produziert ist und die Tiere gut behandelt werden. Beim GEmüse habe ich schon meine Antwort: CSA = Community Supported Agriculture. Da kenn ich den Boden auf dem mein GEmüse wächst, die Menschen die die Felder bestellen und weiß es passiert alles in Fairness und zum Schutz unserer Mutter Erde. Solche Modelle wünsche ich mir für alle lebensnotwendigen Dinge - und das schöne ist: Sie sind im Entstehen. Danke für die Umfrage.

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Haas! CSA ist in der Tat ein vielversprechendes Modell, wie die Lebensmittelproduktion in Zukunft aussehen kann! Bezüglich der Schafwolle: Probleme in der Haltung sind uns schon längere Zeit bekannt, zum Beispiel das brutale Mulesing, das vor allem in Australien zum Einsatz kommt. Wir lassen uns von unseren Lieferanten bestätigen, dass sie diese Methode keinesfalls anwenden. Generell ist bei unseren Produkten der Tierschutz aufgrund der GOTS-Zertifizierung (kontrolliert biologische Tierhaltung) sichergestellt.

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    • Michaela Hirzinger meint
      Nachhaltigkeit

      Also, der Abwägungsprozess, den Sie im Text dargelegt haben, ist absolut in Ordnung! Regionalität "um jeden Preis" kann genauso wenig funktionieren wie Zertifizierung "um jeden Preis". Es ist vielmehr auf die Nachhaltigkeit des Produktes abzustellen, was eben letztendlich ein sehr komplexer Abwägungsprozess sein kann. Wichtig sind dabei das Produkt, welches an sich u.a. funktionell und langlebig (damit qualitativ hochwertig) sein soll, und dessen Herstellung, die möglichst umweltschonend - aus genannten Gründen durchaus auch oft ohne Zertifikat - und auf jeden Fall für die Erzeuger zu fairen Konditionen erfolgen muß. WO die einzelnen Produktionsschritte dann letztendlich stattfinden können, hängt halt ganz von dem Produkt selber ab. Baumwolle wächst halt bei uns nicht und Alpakas sind auch eher selten hier...

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    • Karin FINK meint
      Umweltbewusst und sozial fair

      Ihr macht es shcon richtig undich bin froh, dass es Firmen, wei dei Gürne Erde gibt! Man sollte immer möglichst ALLE Aspekte , die man kennt, abwägen und dann jeweils die richtige und vertretbarste Lösung finden und so einfach wie immer bio oder immer regional ist das Leben nicht! Karin

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    • Reinhard Birkner meint
      Regional oder Bio

      Ihr Herangehen an diese Problematik finde ich sehr gut und ich kann Ihnen nur zustimmen. MachenSie weiter so. Danke

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    • A. Mq meint
      Regionalität oder Zertifizierung

      Regionalität liegt für mich klar im Fokus, um der Globalisierung entgegenzuwirken und auch in der Region eine gesunde Mischung an Handwerk, Dienstleistung, erzeugendem Gewerbe und hochqualifizierter Technologie-Ingenieursleistung zu erzielen. Dann wird das auch in den entfernten Ländern der Fall sein und dort Entwicklung ermöglichen.

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    • Mag. Karin Gureczny meint
      Regionalität

      R. ist OK, da heimische Qualität direkt gerpüft wird und zertifizierter Bio-qualität gleich kommt, die aber teilweise sehr weite Transportwege hinter sich hat

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      Harry Fischer antwortet
      Regionalität geprüft?

      Das halte ich für einen Irrtum. Regional ohne Bio ist Augenwischerei.

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      Sandra antwortet

      Ich bin Lebensmitteltechnologin und arbeite in einem Analytiklabor. Ich kann Ihnen garantieren, dass unsere Produkte definitiv NICHT zertifizierter Bio-Qualität entsprechen (was sie ja auch gesetzlich nicht müssen)!

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Gureczny, oft ist es wirklich so, dass regionale Produkte ökologisch sinnvoll sind, aber leider nicht immer: Eine Supermarktkette wirbt zum Beispiel jetzt im Jänner (!!) mit heimischen Tomaten, ohne zu erwähnen, dass diese wohl aus einem beheizten Glashaus stammen. Dabei wird mehr Energie verheizt, als man für den Transport solcher Tomaten aus Spanien braucht. Wichtig ist, sich die Produktionsbedingungen immer genau anzusehen.

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    • Sabine Pavlasek meint
      Regional - Bio?

      Ich würde mir wünschen, dass es möglich wird, durch kleine europäische Unternehmen (wieder, da viele Betriebe der Textilindustrie, z. in Voralberg zusperren mussten) unseren Bedarf an Stoffen für all unsere Lebenslagen decken können. Ich bin sehr froh, dass es Firmen wie ihre oder den Haini in Schrems gibt, wo ich mich einkleiden kann. Gute Möbel, die ich weiter vererben kann, irgendwann, macht der Tischler. Der kommt, plant mit uns, kann das Möbelstück auf Mass machen und verwendet das Holz unserer Wahl. Das wir dafür, wie meine Großerltern auch, etwas sparen müssen ist klar. Aber dafür hat jemand in unserer Umgebung Arbeit. Der Weg ist kurz und wenn ich wieder was brauche kann ich anrufen. Wir haben eben nicht nur Verantwortung für uns, sondern wenn wir uns als Teil des Ganzen sehen, für alle anderen auch.

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    • Mag. Evelyn Reibnegger meint

      Genau diese Frage beschäftigt mich auch immer wieder. Ihr Auslegung erscheint mir gut und die Überlegungen nachvollziehbar. Vielen Dank dafür und machen Sie weiter so.

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    • Lydia Keinz meint
      Kosmetik

      ich verwende seit jahren die Baby wind- und wettercreme, seit 2015 fiel mir auf, dass die masse kleine weiße körnchen hat, bis jetzt konnte mir noch keiner sagen, was das ist und warum das so ist, die creme ist ja auch um ca. 3,- € teurer geworden,

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Keinz! Die Preiserhöhung hat sich leider aus den erhöhten Rohstoffpreisen ergeben, an der Rezeptur der Wind- und Wettercreme hat sich nichts geändert: Unsere Creme besteht aus wertvollen Fetten und Ölen (z.B. Mandel- und Olivenöl, Wollwachs, Bienenwachs oder Sheabutter). Diese wertvollen pflegenden und hautberuhigenden Bestandteile können bei kühlerer Temperatur aushärten, sodass kleine, weiße Kügelchen entstehen. Bei Berührung mit der Haut lösen sich diese durch die Wärme wieder auf und geben ihre pflegende Wirkung frei.

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    • martina berstecher meint

      wir haben ein kleines, feines restaurant. in unserer region bekommen wir dafür ca. 75% der Lebensmittel in bio- und sogar demeterqualität. wir beziehen aber auch vieles direkt aus der natur, wildsammlung oder von unseren umliegenden ganz naturbelassenen streuobstwiesen. was uns wichtig ist, egal ob bio oder nicht: wir müssen den produzenten vertrauen, damit wir dieses an unsere gäste weiterreichen können und das bedeutet, daß wir immer genau hinschauen und im austausch mit ihnen sein müssen, egal, ob bio oder/& regional. wenn wir die erzeuger/händler nicht kennen, dann gilt für uns im zweifelsfall bio oder wir verzichten. im lebensmittelbereich ist übrigens auch die saisonalität sehr wesentlich. liebe grüße aus dem jagsttal martina berstecher

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Berstecher, da haben Sie völlig recht: Genau hinschauen ist die oberste Maxime! Nicht nur in Ihrem Restaurant, sondern bei jedem einzelnen Einkauf.

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    • Franz Deicker meint
      Matratzen, Bekleidung, Möbel

      Ich würde im Zweifelsfall bei allen Rohstoffen jedenfalls der Regionalität den Vorzug geben.

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    • Brigitte Sorger meint
      Bio Schurwolle

      Was kann an einem Schaf aus dem Waldviertel eigentlich nicht bio sein? Außer dass die Zertifizierung fehlt, weil die ja auch Geld kostet, kann man doch bei Schafen, die auf einer Weide grasen, nicht so viel falsch machen, denke ich. Bin aber gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen.

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    • Christine Heggendorn meint
      bio oder regional

      bei nahrungsmitteln kann ich gut leben mit regionalen produkten, von denen ich hintergrundinfos habe

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    • Rischka meint
      Regional

      regionalen Produkten kann man eventuell zur Produktion hinfahren

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