"to go": Kultur oder Unkultur?

  • Einst gab es Filme nur im Kino, Kaffee hat man im Café getrunken und zum Essen ist man ins Restaurant gegangen. Briefe hat man mit der Hand geschrieben und mit der Post verschickt, auf Nachtkästchen lagen Bücher, gefrühstückt hat man in Ruhe im Sitzen. Das klingt zwar alles auch heute noch richtig, aber vieles geht zwischen Smartphone-Zeitalter und to go-Kultur unter, wo alles immer gleich von unterwegs aus gemacht, beantwortet, besprochen, organisiert und kommentiert wird. Das bleibt nicht ohne Folgen für unser Wohlbefinden, aber auch für die Natur.
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  • Der Fortschritt, so sagt man, lässt sich nicht aufhalten. Aber zum Glück haben wir die Freiheit, auch einmal durchzuatmen, stehenzubleiben und uns in Ruhe zu überlegen, was er mit uns macht. Müssen wir seiner Geschwindigkeit folgen, jeden Trend, jede Entwicklung mitmachen und alles was er uns ermöglicht, auch tun? So manches, was der Fortschritt mit sich bringt, erscheint uns auf den ersten Blick praktisch und hilfreich. Letztlich beeinflusst es unser Leben manchmal aber auf eine unerwartete, bei genauerem Hinsehen unschöne Art. Man muss deswegen nicht zu den Ewiggestrigen gehören, aber es lohnt sich, das zu erhalten, was einem wertvoll und wichtig ist.
  • Durch Zeit und Raum

    Für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit brauchen wir unseren Rhythmus, unsere festen Rituale und klare Orientierungspunkte. Eine Tasse Kaffee am Morgen, Mittagspause, Sport, unsere tägliche Nachrichtensendung, regelmäßige Treffen mit Freunden oder Lesen vor dem Einschlafen. Längst aber sind viele Dinge des alltäglichen Lebens nicht mehr an Ort und Zeit gebunden. Mobiles Internet, eine ausgeprägte to go-Kultur und immer flexiblere Angebote schaffen scheinbare Freiräume – aber sie entwurzeln uns auch.

    Kaffee trinkt man aus Pappbechern, wann und wo man gerade Lust hat, in Chatprogrammen wie WhatsApp sind Freunde und Familie ständig verfügbar, das Fitnessstudio hat rund um die Uhr geöffnet, das Abendessen gibt es auf dem Heimweg zum Mitnehmen, Filme kann man in der S-Bahn anschauen und vor dem Einschlafen beantwortet man noch schnell ein paar E-Mails mit dem Smartphone. Vereinfacht und bereichert das unser Leben wirklich, entlastet uns das wirklich? Haben wir an irgendeiner Stelle dadurch mehr Zeit und Ruhe für uns, weil wir unseren Kaffee unterwegs getrunken haben, das Telefonat bereits im Auto geführt haben, um Mitternacht noch Sport treiben oder Fast Food konsumieren?
  • Frei oder getrieben

    Es wirkt eher so, also würde die ständige Verfügbarkeit von Informationen, das ständige Führen von Dialogen und die Möglichkeit, alles einfach schnell mitzunehmen die Menschen vor sich hertreiben. Die Tage werden voll gepackt und ein konsequentes „geht nicht“ gibt es fast gar nicht mehr – denn nahezu alles lässt sich von überall aus erledigen, zwischendurch, ganz einfach. Auch die Arbeit kann man wahlweise im Büro, unterwegs und zuhause machen, also eigentlich immer! So mancher ist sogar im Urlaub für seine Kollegen, Chefs und Angestellte erreichbar. Auch die kleinen Momente, die einst der Entspannung und dem Durchatmen dienten, werden inzwischen oft nahtlos in den hektischen Alltag integriert. Anstatt sich für einen liebevoll zubereiteten italienischen Cappuccino gemütlich in die Sonne zu setzten, wird er stehend beim Warten auf den Bus getrunken.

    Beim Fast Food bleibt nicht mal die Zeit, um stehenzubleiben und nebenbei wird auch noch mit dem Handy telefoniert. Was bleibt, ist ein unzufriedener Magen, fehlende Erholung, um wieder frische Gedanken zu fassen und letztlich auch jede Menge Müll wie Pappbecher, Alufolie, Plastikbesteck, Papiersäckchen und Servietten.
  • Unerreichbar entspannt

    Natürlich lassen sich die heutige Mobilität und Flexibilität auch in einem deutlich positiveren Licht betrachten. Man kann von zuhause aus arbeiten, zum Beispiel wenn die Kinder krank sind, auf langen Reisen lässt man sich über das Tablet gut unterhalten, und den Nachmittagskaffee kann man dort genießen, wo man gerade Lust hat. Das funktioniert aber nur, wenn aus Möglichkeiten keine Verpflichtungen werden, aus einem Kann nicht ein Muss und aus vielfältigen Angeboten keine völlige Überforderung. Während es früher in der Natur der Sache lag, dass man beim Spazierengehen im Wald oder in der Mittagspause nicht zu erreichen war, muss man heute seine Grenzen selbst ziehen. Mit anderen Worten – man muss Handy und Computer auch einmal ausschalten und sich ganz bewusst Zeit für sich, die Familie und Freunde nehmen. Den Rhythmus dafür sollte man am besten selbst vorgeben und dann auch möglichst konsequent einhalten. Am Ende wird man feststellen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man hin und wieder ein paar Stündchen nicht zu erreichen ist.
  • Real oder digital

    Im Gegenteil – wer sich von der digitalen Welt nicht vereinnahmen lässt, nimmt auch die reale Welt um sich herum besser wahr. Leider sieht man inzwischen nur allzu oft, wie das World Wide Web die ganze Aufmerksamkeit vereinnahmt. Bei Online-Spielen wie „Pokémon Go“ ist es geradezu unabdingbar, dass man sich mit ständigem Blick auf das Smartphone fortbewegt – ein Phänomen, das es unter dem Begriff „Smombie*“ bereits zum Jugendwort des Jahres 2015 gebracht hat. Ziel des Spiels ist es, virtuelle Pokémon-Figuren einzufangen, die sich mit dem Handy überall in der realen Welt aufspüren lassen. Kein Wunder, dass die Zahl der Unfälle – mit zum Teil tragischem Ausgang – im Straßenverkehr durch die Smartphone-Nutzung zugenommen hat.
    • In geschützten Bereichen ist die Handy-Nutzung zwar nicht so gefährlich, aber zumindest ärgerlich. In Restaurants und Cafés wird die Gesellschaft am Tisch oft ignoriert, weil mit virtuell Anwesenden ständige Privatdialoge über das Smartphone geführt werden. Während das ständige Herumwischen und -tippen auf dem Handy das Gefühl von Desinteresse aufkommen lässt, ist die offensive Smartphone-Nutzung in eigentlich geselliger Runde eher nervig: Zu jeder Diskussion und für jede offene Frage wird statt selbst zu überlegen und nachzudenken die Expertise von Google hinzugezogen oder alternativ werden mehr oder weniger lustige Videos und Bilder aus dem Netz herumgereicht. Unterm Strich setzt man sich deutlich weniger mit den Erlebnissen, Sorgen und Geschichten der Menschen auseinander, die doch am selben Tisch sitzen.

      Nicht weniger schade ist es, wenn man bei Ausflügen in die Natur das Gleiche sieht wie zuhause auf dem Sofa – den Bildschirm. Wer Wege nur noch mit dem Navi findet, Berggipfel mit einer App bestimmt und jeden erlebten Moment sofort im Netz teilt, verpasst viel von der erholsamen und entspannenden Wirkung von Bergen, Bäumen, Blumen und Tieren. Die Reise zurück in die reale Welt lohnt sich – statt den Touchscreen besser das weiche Moos berühren, statt sich selbst zu fotografieren und sofort im Netz zu präsentieren den Blick in die Ferne schweifen lassen, statt pausenlos zu surfen lieber bewusst und intensiv die frische Luft einatmen.

      *Smombie setzt sich zusammen aus „Smartphone“ und „Zombie“- es bezeichnet Menschen, die durch ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.
    • Unsere Tipps für den Alltag!

      • Freizeit ist handyfreie Zeit, schalten Sie abends, in den Pausen und am Wochenende auch einmal ab!
      • Überall ist „ungesund“: Schaffen Sie Offline-Zonen und technikfreie Bereiche, etwa das Schlafzimmer, den Esstisch, den Garten, ...
      • Nehmen Sie feste, unverrückbare Auszeiten, bevor Ihr Körper sie einfordert: Frühstück, Spaziergänge, Nachmittagskaffee, Entspannungsbad, ...
      • "Misten Sie digital aus" und reduzieren Sie zum Beispiel Ihre Online-Zeiten.
      • Ziehen Sie Ihre Grenzen, planen Sie Ihre Zeit sorgfältig, hinterfragen Sie, ob etwas wirklich nötig ist, sagen Sie auch mal nein, ...
  • Was bleibt vom to go?

    Die Natur ist ohnehin schon Leidtragende einer Kultur, in der immer mehr Dinge unterwegs passieren oder zum Mitnehmen sind. Die Deutsche Umwelthilfe beziffert alleine die Menge der Coffee to go-Becher, die in Deutschland verbraucht werden, auf 320.000 Stück pro Stunde. Im Jahr sind das beinahe 3 Milliarden Becher, die nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden. Das Problem dabei ist nicht nur der entstehende Müll – schon bei der Herstellung werden enorme Ressourcen für diese sogenannten Pappbecher verbraucht. Sogenannt, weil die Beschichtung der Innenseiten, die Deckel und auch das eventuell benötigte Rührstäbchen nicht ohne Rohöl produziert werden können.

    Ein durchschnittlicher Coffee to go-Becher besteht zu etwa 5 % aus Kunststoff, hinzu kommen der Energieverbrauch bei der Produktion sowie der Bedarf an Holz und Wasser. Am Ende steht ein Produkt, das gerade einmal 5 bis 15 Minuten verwendet wird und auf Grund der Beschichtung schwer zu recyceln ist. Das gibt zu denken, insbesondere, weil diese bereits sehr ernüchternde Bilanz nur den Kaffeekonsum berücksichtigt – auch für Essen, andere Getränke oder auch Eis zum Mitnehmen werden jedes Jahr riesige Mengen an Bechern, Alufolie, Plastiksäckchen, Papptellern oder sogar Styroporboxen verbraucht.
  • To go geht auch anders

    Die Folgen einer multimedial vernetzten to go-Kultur für Umwelt und Mensch haben bereits innovative Alternativen und Gegenbewegungen hervorgerufen. Ein guter und richtiger Ansatz ist es, das Mitnehmen umweltfreundlicher zu gestalten. Wer seinen Kaffee unbedingt unterwegs oder lieber auf einer Parkbank im Grünen trinken möchte, soll das gerne tun – aber eben nicht aus einem Wegwerf-Becher. In zahlreichen Städten gibt es hierzu bereits Versuche und Projekte. Die Initiative tü-go in Tübingen zum Beispiel wirbt unter dem Slogan „Besser Bechern“ für das Mitbringen eines eigenen Bechers – in teilnehmenden Geschäften erhalten Kunden dafür einen Rabatt auf ihren Kaffee to go.

    Dem Projekt „Refill it!“ von El Rojito haben sich in Hamburg bereits elf Cafés angeschlossen. Hier gibt es vollständig biologisch abbaubare Pfandbecher, die man entweder einfach wieder zurückgibt, oder behält und weiterverwendet. Der Kaffee to go kann also, wie auch Essen zum Mitnehmen, deutlich nachhaltiger gestaltet werden und muss nicht gleich völlig aus dem Straßenbild verschwinden. Ab und zu ist es ja – zugegeben – auch sehr schön und praktisch, wenn sich der Kaffee-Genuss mitnehmen lässt.

    Ebenso bleibt es aber wichtig, bestimmte Dinge bewusst zu genießen und dabei zu entspannen – und dafür sollte es bestimmte Zeiten und, im wahrsten Sinne des Wortes, Räume geben. Die Diskussion um handyfreie Zonen ist nicht nur für Schulen bereits im Gang. Restaurants und Cafés fordern zunehmend mit Aufklebern und Hinweisschildern dazu auf, das Smartphone stecken zu lassen, in manchen öffentlichen Verkehrsmitteln wie den ICEs in Deutschland und Österreich gibt es bereits als Ruhezonen gekennzeichnete Wagons. Auch das Zuhause sollte ein geschützter Ort sein, der nicht zu jeder Zeit mit Nachrichten und Informationen von außen versorgt wird. Letztlich liegt es an jedem selbst, zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Kommunikation und Ruhe, zwischen digitaler und realer Welt klare Grenzen zu ziehen. Manches – wie Naturverbundenheit, Entspannung, Wertschätzung, Familienleben und echte Freundschaft – gibt es nämlich nicht to go.

    Foto: Fotolia
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      Fortschritt „digital to go“ oder lieber analog bleiben? Das Tempo des World Wide Web oder die Geschwindigkeit der Seele?

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    • Dr. I. Plöhn meint
      Analog ist Strahlenschutz

      Wir bevorzugen analoges Surfen und haben Laptop, Telefon, Smartphone (mit Adapter + LAN-Kabel) verkabelt. Für ein strahlungsarmes Zuhause. Die Europäische Umweltagentur (EUA) spricht Klartext und stellt fest, dass die Medien einseitig informieren und das gesundheitliche Risiko nicht thematisieren: "Es fehlt den Medienberichten an Genauigkeit und Verlässlichkeit, deshalb bekommt die Öffentlichkeit weder harte Fakten noch regelmäßige Informationen über das potentielle Gesundheitsrisiko. Aus diesem Grund kann sie sich keine eigene Meinung darüber bilden, wie vorsichtig sie mit der Mobilfunktechnik umgehen sollte.“ Das schreibt die EUA in ihrem zweiten Bericht "Die Kosten ignorierter Warnsignale". Die Elterninitiative www.keinfunkamgym.de setzt sich für kabelgebundenes Arbeiten am PC ein, statt für WLAN. Haifa/Israel hat letztes Jahr alle Schulen vom WLAN befreit, sie arbeiten wieder kabelgebunden.

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    • Helga Arweiler meint
      ...to go

      ich lebe dies auch meinen Kindern vor: wenn wir außerhalb essen, dann entspannt mit viel Zeit in einem Restaurant. Wenn wir Kaffee oder Tee unterwegs trinken wollen, dann in einem kleinen oder größeren Straßencafé ohne Stress und wenn möglich mit viel Zeit zum sehen und gesehen werden.

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    • Ingrid meint
      Lemminge

      "stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin" ....... "stell dir vor es gibt Coffee to go Becher und keiner kauft sie" - "stell dir vor, es gibt kleine tragbare mobile Computer (handys) und keiner kauft sie"..... wie wäre es damit, eine neue persönliche Geschichte zu schreiben. Anfangen könnte man damit, dass man/frau keine mobilen Geräte kauft, da schon alleine die Herstellung mehr als bedenklich ist.....

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      Grüne Erde antwortet

      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ein sehr konsequenter und bedenkenswerter Ansatz. Inzwischen muss man sich zwar viel Mühe geben, um sich die Welt ohne mobile Geräte vorzustellen, aber, wie Victor Marie Hugo es ausdrückte: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Auch andere Dinge, wie das eigene Auto, schienen einst unverzichtbar und haben heute nicht mehr ganz diesen Status. Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Gabriel Lauchard meint
      meine Meinung

      sehr interessant JA !!

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    • Marlies meint
      "So wahr"

      Vielen Dank für diesen großartigen Artikel! Regt sehr zum Nachdenken an! Ich ertappe mich selbst auch immer wieder dabei, wie oft und wie schnell das Handy zur Hand genommen wird und ich empfinde es auch immer wieder als sehr belastend! Umdenken ist angesagt, bewusste Auszeiten, innehalten und aufs wahre Leben schauen!!! Danke!

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      Grüne Erde antwortet

      Vielen Dank für das Lob und die offenen Worte. Sicherlich geht es vielen Menschen so (wenn sie ehrlich zu sich selbst sind), dass sie sich hin und wieder mit dem Smartphone in der Hand ertappen, wenn es eigentlich unangebracht ist. Wenn man sich dessen bewusst ist, lässt es sich ganz bestimmt auch ausschalten. Herzliche Grüße, das Grüne Erde-Team

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    • Elfriede Schell meint
      Verlangsamen!

      Diese Schnelllebigkeit macht krank, weil wir nicht darauf ausgelegt sind, außerdem bringt sie Unzufriedenheit. Ich gehe gerne ganz langsam in der Natur spazieren und sehe dann so vieles, das ich beim raschen Vorbeigehen nicht wahrnehmen könnte.

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    • Ellen Kruse meint
      to go: Kultur oder Unkultur

      Ihren Artikel finde ich bezüglich der Kulturlosigkeit sehr gut. Schade, dass Sie nicht mehr über die gesundheitsschädliche Strahlung von Handy, Tablet und WLAN berichten und darüber, dass inzwischen ca. 10 % der Bevölkerung elektrosensibel sind und am normalen Alltagsleben nicht mehr teilnehmen können. Bus- und Bahnfahren oder ins Centrum einer Stadt gehen ist für Menschen mit EHS nicht mehr möglich. Es gibt sehr viele wissenschaftliche Studien von neutralen Wissenschaftlern, die belegen, dass die Strahlung des Mobilfunks schädlich ist. In den Medien anerkannt werden nur die von der Mobilfunk-Industrie mitfinanzierten Studien, die alles schön reden. Warum wachen die Menschen nicht endlich auf? Warum werden schon die Kleinkinder mit funkenden Geräten wie Spielekonsolen und Puppen bespasst?

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      Grüne Erde antwortet

      Danke für diesen Hinweis, liebe Frau Kruse. Die Digitalisierung hat eine sehr rasante Entwicklung genommen und ist eigentlich noch sehr „jung“. Welche Folgen und Auswirkungen das auf Mensch und Gesellschaft hat oder noch haben wird, lässt sich bislang noch gar nicht in seinem ganzen Ausmaß erfassen. Umso wichtiger ist es, dass wir hier sehr wachsam sind. Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

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    • Dr, Hanna Seddig meint
      Ständige Erreichbarkeit , Überforderung ,keine Zeit ,Müdigkeit, Leistungszwang ,Burn out

      Hallo, ich bin doch etwas altmodisch, Ich sitze zwar gern am Computer ,aber.ich habe kein smartphon. Ich halte die trahlenbelastung so gering wie möglich. Ich versuche mich zu "entschleunigen."

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    • Claudia Ehrsam meint
      "digital to go" - bedeutet leben aller in einer technischen Umgebung

      Danke, dass Ihr dieses Thema aufgreift! Mir fehlt die Diskussion darüber, dass die Möglichkeit sich überall über das Mobilfunknetz oder über Wlan online zu sein, eine Umgebung mit sehr hoher elektrobiologischer Belastung für alle geschaffen wurde. So sind innerhalb Europa keine natürlichen Lebensräume mehr vorhanden. Das bedeutet, dass die natürliche Strahlung, die wir zur Eichung benötigen, durch technische Frequenzen überlagert, bzw. gestört werden. Die Techniker wissen schon lange, dass technisch erzeugte Frequenzen sich gegenseitig stören und deswegen wurden vor mehreren Jahrzehnten abschirmende Materialien entwickelt. Ich schreibe als eine der Entwicklerinnen, die eine RUHE-Insel, ein Raum-im-Raum-Möbel, welches einen von Hochfrequenz geschirmten Raum schafft. Diese Insel ermöglicht die Regeneration auf natürliche Art und Weise - www.dieRuheInsel.ch.

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    • Sabine Pavlasek meint
      to go

      Ich ahbe ein Mobiltelefon, sogar mit whatsapp, wegen dem Verein, dem ich Vorstehe, schnell Infos an die Mitglieder zu senden, geht damit wirklich gut. Und dann war´s das auch schon wieder. Ich lese Bücher, gebunden mit echten Seiten, ich höre Musik von CD´s und schönen schwarzen Platten, ich geh raus und höre die Umwelt mit all ihren Klängen, vom Vogelgezwischer, Kinderlachen, Traktormotoren und die Bim. Ich trage meinen Kopf hoch und nicht gebeugt. Und das möchte ich auch so lassen. Essen im gehen ist für mich eine Unkultur. Nicht mal eine Eistüte, die schmeckt auf einer Bank, das Gesicht in die Sonne haltenend viel besser.

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    • Rotraud Viallon-Kallinich meint
      niemand braucht "to go"

      Ich fuehre seit nunmehr fast 20 Jahren ein kleines Hotel an der marrokkanischen Atlantikkueste. Kein Strom in den Zimmern...kein W-Lan..kein uebrfluessiger "SchnickSchnack"..dafuer aber eine wunderbare Stimmung...Unsere Gaeste geniessen die Zeit ohne Handy und Hektik, man unterhaelt sich ...geniesst ...schlemmt und viele kommen immer wieder in unsere kleine Wohlfuehloase !

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    • Birgit Sauerwald meint
      Balance - in allen Lebensbereichen

      Wie so oft, die Balance ist der entscheidende Punkt. Mein Mann und ich sind im Rentenalter, wir haben einen Schreibtisch mit PC, einen Laptop, zwei ganz normale Mobiltelefone und einen Festnetzanschluss. Für die Familie, Freunde und in dringenden Fällen sind wir immer erreichbar. To Go ist nicht so unsere Sache, vielleicht mal einen Kaffee, aber nur im mitgebrachtem Porzellan Becher. Immer gebeugt über dem Smartphone kann nicht gesund für die Wirbelsäule sein. Jeder muss für sich die richtige Mischung finden, weniger ist oft mehr, auch für die Umwelt.

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Sauerwald, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ja, wie bei vielen Dingen im Leben ist die Kunst, das richtige Maß zu finden. Es wird aber, durch die Technologien und auch durch die Erwartungen der Gesellschaft, immer schwieriger, klare Grenzen zu ziehen. Umso wichtiger ist es, dass man sich bewusster mit den Themen auseinandersetzt, für sich Entscheidungen trifft und Konsequenzen zieht. Beste Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Therese Wer meint
      Jeden Modetrend mitmachen ?

      Scheußliche Mode, für Frauen UND Männer die mit an den Knieen zerissenen Hosen herumlaufen.jetzt auch Achselhaare zu sehen und das zu luftigen Sommersachen. IGITT,

      Antworten

      Judith antwortet
      Ein Modetrend ist nicht `jeder Modetrend´

      Liebe Therese Wer, Sie greifen einen Modetrend heraus, der Ihnen offensichtlich gar nicht zusagt, und unterstellen denjenigen, die ihm `folgen´ durch Ihre Formulierung, dass diese JEDEN Modetrend mitmachen. Das ist so nicht zwingend richtig. Und was die Sicht auf Achselhaare angeht: Wie kommen wir alle auf die Welt? Als Babies haben wir: keine Haare - außer denen, die so nach und nach auf dem Köpfchen sprießen. Später, wenn wir zunehmend erwachsen und auch sexuell reif werden, wird dieses Reifen auch durch das Wachsen von Haaren an den unterschiedlichsten Stellen erkennbar. Wer nun wie viele dieser Haare stehen lassen möchte - und in welcher Intensität - sollte der bzw. dem Einzelnen überlassen werden. Es ist doch eigentlich höchst seltsam, dass es inzwischen fast schon eine Pflicht zur Ganzkörper-Rasur gibt, da man sonst als nicht ganz normal gilt. Aussehen wie ein Baby? Wer definiert, dass DAS richtig und ausschließlich schön ist? Eine Industrie, die davon lebt? Die Porno-Industrie zudem? Vielleicht mal den Kopf ganz frei machen und in sich hinein horchen - und selber für sich neu entscheiden. Und keine Angst vor dem Animalischen haben. Alles Gute noch für Sie!

      Antworten

      Ingrid antwortet

      Liebe Judith: WIE WAHR !!!!!! Danke

      Antworten

    • Sabine Rose meint
      togo

      Es hört ja nie auf - der Wahngeht ja immer weiter - inzwischen ist es "TOD to go " - wir zünden digital eine Kerze im web an - als Beileidsbekundung. Wem soll das was bringen? Wo wollen wir denn wirklich hin? - fast schon unfähig einfach mal beim Nachbarn zu klingeln?

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Rose, Sie haben leider recht, technisch gesehen wird das nicht aufhören, da ist sicherlich noch sehr viel mehr möglich. Allerdings gibt es begründete Hoffnung, dass der Wert von echten Umarmung, gemeinsamer Trauer, wirklichen Begegnungen, ehrlichen Gesprächen und persönlichen Treffen nicht in Vergessenheit gerät. Bestimmt werden viele Menschen feststellen, dass die virtuelle Welt alleine einsam macht und sich wieder stärker dem wirklichen Leben zuwenden! Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Gabriele Mayen meint

      Ich benutze mein Handy nur noch in Notfällen und bin für den Rhythmus meiner Seele, bin dabei mein Leben zu entschleunigen und mehr persönliche Kontakte zu knüpfen. Dadurch steigt meine Lebensqualität erheblich.

      Antworten

    • Gabriel Lauchard meint
      meine Meinung

      interessant zum Lesen JA !!

      Antworten

    • Anne meint
      Preaching to the converted

      Hübsches Schwarz-Weiß-Denken im Artikel und allen bisherigen Kommentaren. Auch typisch, dass sich diese Website auf mobilen Geräten so unkomfortabel verhält, dass man nicht wirklich tippen kann weil nur eine Zeile Text zu sehen ist. Ich sitze also hier am Samstag morgen im Bett und diktiere meinem Smartphone diesen Text; neben mir eine schöne Tasse Kaffee im Keramikbecher, den mein Sohn mir ans Bett gebracht hat; lese die digitale Version mehrerer Tageszeitungen, verschwende dabei kein gedrucktes Papier und informiere mich im Internet noch bei anderen alternativen, vor allem ausländischen Medien, um nicht in einer Filterbubble stecken zu bleiben sondern mich möglichst breit zu orientieren. Wir leben sehr weit weg von der Zivilisation und sind froh, das Internet (nicht nur das WWW!!) zu haben um mit Freunden und Familie und dem Rest der Welt in Kontakt zu bleiben.

      Antworten

      Judith antwortet

      Liebe Anne, ich sehe das nicht als Schwarz-Weiß-Denken, was man hier findet. Es sind die letzten Rufer in der Wüste, und dass man hier eher nicht den Mainstream findet, war wohl zu erwarten. Auf der anderen Seite finden sich so sehr viel mehr grenzenlos Smartphone- und To Go-Affine, eben zu viele, die weder im Umgang mit den mobilen Medien, noch bei der Nutzung von To Go-Verpackungen bewusst hinterfragend konsumieren. Und mal ehrlich: Sie leben - nach eigener Angabe - `sehr weit weg von der Zivilisation´? Dann sehen Sie auch die ganzen Smartphone-Lemminge nicht live und in direkter Nähe, die völlig abwesend durch die Gegend stolpern und laut hörbar in den öffentlichen Verkehrsmitteln das Nasensekret hochziehen, da man zum Naseputzen leider 2 Hände benötigt - und auch ein bewusstes Wahrnehmen der Umgebung. Ja, da wünsche ich mir auch so manches Mal, dass ich ganz weit weg von der sogenannten `Zivilisation´ sein könnte.... ;o) Abschließend: Gegen einen bewussten Umgang mit mobilen Endgeräten ist sicherlich nichts einzuwenden. Allerdings müsste hier, wie auch schon in anderen Kommentaren erwähnt, dringend nach alternativen Techniken geforscht werden, die die Strahlungsbelastung verringern. Aber Ansätze, die gegenwärtig getestet werden, gibt es schon: z. B. VLC Visible Light Communication. diagnose-funk.org ist hierzu eine gute Quelle! Mit den besten Wünschen für Sie!

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Anne, danke für Ihren Beitrag und den Hinweis. Wie immer, wenn sich Dinge verändern oder verändert werden, passieren leider auch Fehler, so zum Beispiel bei der kürzlich erfolgten Optimierung unserer Webseite für mobile Endgeräte. Wir arbeiten permanent an einer verbesserten Darstellung bzw. mehr Nutzerfreundlichkeit. Ebenso läuft bei Veränderungen in der Gesellschaft nicht immer alles glatt, so zum Beispiel bei der Digitalisierung. Sie haben natürlich recht, man kann – wie auch im Artikel erwähnt – ein positiveres Bild von der heutigen Mobilität und Flexibilität zeichnen. Allerdings war es an dieser Stelle nicht unser Ziel darzustellen, wie man Smartphones sinnvoll nutzt, sondern wie wertvoll und wichtig es ist, sie auch hin und wieder nicht zu nutzen. Wir plädieren dabei nicht für eine völlige Abschaffung und wollen auch die Zeit nicht aufhalten, aber wir freuen uns über jeden, der einen für sich und sein Umfeld guten, ausgeglichenen und maßvollen Umgang mit der digitalen Welt gefunden hat. Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Ingeborg Angela Gockeln meint
      to go

      ich bin da zweigeteilt, für den beruflichen-wirtschaftlichen Bereich sehe ich digital to go. Für mich persönlich akzeptiere ich eher die Geschwindigkeit meiner Seele und kann damit zur "Entschleunigung" beitragen. Digital to go treibt uns schneller dem Bornout und weltlichen Kollaps entgegen. Letztendlich wird die Seele das Oberwasser behalten, es ist eine Frage der Zeit.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Gockeln, das ist sicherlich schon ein Kern des Problems, denn viele Menschen erleben diesen Zwiespalt. Wer will nicht die digitalen Möglichkeiten nutzen – gerade im Beruf wird das ja auch erwartet. Die Kunst ist dabei, die Seele zu beschützen, Freiräume zu schaffen und Grenzen zu ziehen. Wer legt schon das Smartphone in die Schublade, weil er Feierabend hat? Herzliche Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Brigitte Kienberger meint
      Oft ist man ausgeliefert

      Der Arbeitgeber meines Mannes "erwartet",dass er immer erreichbar ist, das ist in seiner Position -Zweigstellenleiter- und seiner Gehaltsklasse üblich. Abschalten ist so auch im Urlaub unmöglich und da in der Firma das alle mitmachen ... In unsere Nähe gibt es einige Fastfood Anbieter. Folge ist, dass in der ganzen Gegend die einfach im Gehen weggeworfenen Verpackungen und Becher rumliegen, obwohl genügend Mülleimer da sind. Die müssen dann andere wegräumen.

      Antworten

      Therese Wer antwortet
      Brigitte kienberger

      Ja, leider ist es so, aber es wird ja auch von einer "Wegwerf Generation gesprochen,nur damit ist sicher nur gemeint, auf der Verpackung steht z.B. bis 25. des monats haltbar --und,-- genau da wird das Produkt 2weggeworfen",. Abfalleimer draußen werden, glaube ich ,ignoriert, warum? Erziehungsangelegenheit !!

      Antworten

    • Sabine meint
      to go ist das Gegenteil von Innehalten

      to go ist Tun im Vorübergehen. Leicht, schnell, Konsum ohne Spuren zu hinterlassen. Für die Zeiten im Leben, die wichtig sind, die erinnert werden, braucht es Zeit. Innehalten, um das jeweilige Tun zu genießen. Das Flüchtige darf sein, aber das Innehalten muss überwiegen. Ansonsten verfliegt das Leben ohne bleibende Eindrücke. Zeit die duftet, verfliegt nicht, sage ich, es ist die bewusste Zeit, die Zeit, die man sich nimmt, um Begegnungen oder das Tun im Hier und Jetzt zu genießen und dadurch auch zu bewahren. Zu bewahren als ein Puzzle-Teil an Zeit, die das Leben ausmacht.

      Antworten

    • Inge Neitzel meint
      Auf die richtige Mischung kommt es an!

      To go nur in Ausnahmefällen

      Antworten

    • Heidi meint
      To Go....

      Es ist immer eine Entscheidung, wie gehe ich damit um. Es ist schön, wenn man im hier und jetzt lebt. Also: sich gerade dem witmen, was oder wen einem zu gegen ist. Zum Beispiel Zeit nehmen, dem Jenigen der einem gegenüber sitzt, zuhören , diskutieren....

      Antworten

    • Erika Wellauer Winkler meint
      Auswählen

      Mit Freude stelle ich auch im Umfeld meiner erwachsenen Kinder fest, dass Smartphone und Co. zunehmend bewusster und zurückhaltender eingesetzt werden. Die direkte, persönliche Begegnung hat Vorrang. Viele der Jungen haben ebenso wie ich bewusst kein Smartphone. Es gibt immer auch Lichtblicke... Die Angebote der Technologie sind ja nur zum Auswählen, wir wählen sie, wenn sie dienlich sind, und lassen sie weg, wo sie hindern.

      Antworten

      Ingrid antwortet

      mir geht das Herz auf, wenn ich deinen Kommentar lese. Bewusst sich gegen das zu entscheiden, was alle (!) tun. Wir tun das in unserer Familie auch. Und ..... es geht uns nichts ab. Im Gegenteil. Wir sind traurig zu sehen, dass Mütter lieber auf ihre Smartphones starren, als ihren Kindern beim Spielen zuzusehen, etc.

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Wellauer Winkler, vielen Dank für Ihre Nachricht. Hoffentlich ist es so, wie mit vielen Dingen, die der Fortschritt mit sich bringt: Wir müssen erst lernen, damit umzugehen. Das Auto wird ja zum Glück inzwischen auch mal gerne stehen gelassen und auf die Plastikeinkaufstasche im Supermarkt, selbst wenn sie gratis ist, wird auch meistens verzichtet. Bestimmt ist auch die Verwendung von Smartphones irgendwann deutlich maßvoller. Freundliche Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Andrea Zander meint
      Freiheit genießen

      Ich habe noch nicht einmal ein normales Handy und fühle mich frei. Genau das, was in Ihrem Artikel steht, erlebe ich: Ich gehe raus und erlebe die Welt, lasse meinen Blick in die Ferne schweifen, kann das Moos berühren, die Blumen bewundern, weg und unerreichbar sein, sitze mit meiner Freundin im Restaurant und unterhalte mich ausnahmslos nur mit ihr. Leider besitzen mittlerweile auch einige meiner Freundinnen ein Smartphone, was mich sehr nervt – das ewige Zücken, um etwas nachzuschauen, das Gespräch wird unterbrochen, das Ding ist omnipräsent. Zum Glück gibt es aber auch Menschen in meinem Umfeld, die auch entweder noch kein Handy haben oder aber sich von dem Ding nicht steuern lassen. Es ist eine Wohltat, mit solchen Menschen zusammen zu sein. (Ich bin nicht technikscheu, arbeite am Computer und nutze Email).

      Antworten

      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Zander, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Beschreibung, wie wunderbar sich das Leben ohne Smartphone anfühlt und wie der Blick frei ist, für die eigentlich schönen Dinge dieser Welt, ist sehr wertvoll. Die heranwachsenden Generationen kennen eine Welt ohne Smartphones gar nicht mehr und es wäre sehr schade, wenn sie sich nicht auch hin und wieder bewusst den von Ihnen beschriebenen Erlebnissen zuwenden würden. Herzliche Grüße, das Grüne Erde-Team

      Antworten

    • Anita Gellner meint
      Unterwegs im Überfluss; Datensammeln macht süchtig

      ich begrüße Ihre Artikel zu diesen Themen sehr, weil sie mir auch am Herzen liegen. Die Geschwindigkeit der Seele ist immer noch maßgeblich für unsere Entwicklung und nicht die vorgegebenen Tempi aus irgendwelchen Medien. Bewusstsein ist zuerst angesagt! Ich freue mich, dass endlich Unternehmen den Mut haben, sich diesen Themen zu stellen- gratuliere! Weiter so! Mfg A. Gellner

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    • Maria Luisa Nüesch meint
      Babys im Störfeld von Smartphones &Cie

      Guter Text! Ich vermisse darin die Wirkung auf Kinder. Wir haben gerade eine Broschüre zu dem Thema herausgegeben. Wir stellen eine grosse Ratlosigkeit fest in diesem Bereich. Die Broschüre ist auch präventiv ausgerichtet. Es geht darum, Müttern und Babys Räume der völligen Ungestörtheit anzubieten. In den seltensten Fällen gelingt dies offenbar in den eigenen vier Wänden. Die Broschüre geht unter die Haut und beginnt gleich mit der ersten Stunde nach der Geburt, in der bereits wieder das Smartphone gezückt wird. Mehr auf www.spielraum-lebensraum.ch unter "Publikationen". Mit freundlichen Grüssen Maria Luisa Nüesch

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Nüesch, vielen Dank für den Hinweis, es ist in der Tat ein großes und wichtiges Thema, was Digitalisierung für Kinder und Kindererziehung bedeutet. Solange in der Welt der Erwachsenen noch kein vernünftiger Umgang mit der digitalen Welt gefunden wurde, wird es auch schwierig bleiben, die nachfolgenden Generationen zu einem maßvollen und überlegten Umgang mit Social Media und Internet zu bewegen und sie vor medialem Stress zu beschützen. Herzliche Grüße, das Grüne Erde-Team

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      Katja antwortet
      To Go - Digitalisierung der Kleinsten

      Der Artikel ist sehr wichtig und interessant - ich habe mir gerade beim Korrigieren von Schülerarbeiten (5. Klasse Realschule, Reizwortgeschichte) die Zeit genommen, kurz Mails zu checken - passend zum Thema - und stelle beim Korrigieren erschrocken fest, wie sehr die Kinder in diesem Thema feststecken - da schreibt ein ca. elfjähriger Schüler - nicht der einzige - ausführlich, was seine Geschwister, seine Eltern und Großeltern (!) auf ihren Handys spielen, während die Familie an der Bushaltestelle auf den Bus zum Tiergarten wartet - miteinander zu reden wie früher war wohl nicht mehr gefragt - wie schade, ich habe den Eindruck, dass die Kinder in einer immer reicheren - materiellen - Welt leben mit vielen Gerätschaften in jüngstem Alter - und emotional immer mehr verarmen und vernachlässigen - die Erwachsenen machen es ja nachdrücklich vor. Wie erschreckend und desillusionierend. Trotzdem erzähle ich in den verschiedenen Klassen immer wieder, dass es auch ein Leben ohne Handy und Facebook gibt (ich habe selbst nur ein Tastenhandy für Notfälle mit Auto etc.). Danke für den wichtigen Artikel!

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    • Jasmin Kalkofen meint
      "digital to go"

      Meine Familie und ich haben sehr bewusst und vor allen aus gesundheitlichen Gründen kein WLAN und kein Smartphone. Klar, sind wir auch digital im Internet, aber dazu haben wir alles im Haus verkabelt und ein normales Handy reicht uns völlig aus zum telefonieren oder SMS schreiben. Unsere Freunde erreichen wir auch per Telefon oder Abends gemütlich per E-Mail. Die analoge Welt ist wesentlich ruhiger als wenn ständig Nachrichten aufs Smartphone "reinbimmeln" und man immer im sozialen Druck steht zu antworten. So leben wir ganz gut und sind auch nicht völlig aus der Zeit gefallen, weil wir ja schließlich übers Internet alles erfahren können und auch erreichbar sind :-).

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Kalkofen, das ist ein sehr schöner und konsequenter Umgang mit der digitalen Welt. Anstatt sich mühevoll Orte und Zeiten der Ruhe und Unerreichbarkeit zu schaffen, bekommt so einfach das Internet einen festen, zeitlich begrenzten und geordneten Platz im Leben – so wie zum Beispiel Schlafen oder Essen auch. Vielen Dank für diesen Hinweis, ein schönes Beispiel, wie man sich von digitalen Zwängen befreien kann, ohne den Anschluss zu verlieren. Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

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