• Zwei Personen am Fenster
    Applaus an Fenstern und Balkonen in ganz Europa für die unermüdlichen Helferinnen und Helfer in der Corona-Krise.
  • Was kann das Virus heilen?

  • Es hat nur wenige Wochen gedauert, und die Welt war eine andere. Nichts ist mehr so wie es war, und nichts wird mehr so wie es war. Aber wie wird es dann? Wenn wir wirklich an einem historischen Wendepunkt stehen, in welche Richtung wenden wir uns dann?


      • Man wird viel fragen und hinterfragen müssen. Es wird Jahre dauern, vielleicht Jahrzehnte. Noch hört man am lautesten Virologen und Mediziner forschen, aber längst drängen sich mahnende Stimmen anderer Disziplinen dazwischen. Was ist mit der Weltwirtschaft, was passiert in Köpfen von Kindern, die nicht zur Schule gehen, wie verändert sich die Gesellschaft, das Machtgefüge, das kulturelle Gedächtnis der Menschheit? Die Suche nach Antworten wird Bücher füllen, Bibliotheken. Man kann mit einem Verstehen jetzt noch gar nicht wirklich anfangen. Es ist eher ein Staunen, eine Ansammlung von Situationen, Aha-Erlebnissen, Hoffnungen und Befürchtungen, Erkenntnissen und Inspirationen, die man so nicht oder niemals in der Intensität und Geschwindigkeit gehabt hätte, wäre die Welt in ihrem Trott geblieben.

        Irgendwo in China, man sagt es war auf einem Markt in Wuhan, passiert etwas. Vielleicht ein Zufall, Achtlosigkeit, oder der vom Menschen betriebene unmenschliche Umgang mit Tieren. In rasender Geschwindigkeit beeinflusst dieses eine Ereignis die ganze Welt, führt uns vor Augen, was Globalisierung wirklich bedeutet. Innerhalb weniger Monate schließt ein neuartiges Virus Schulen und Kindergärten auf der ganzen Welt, überlastet Krankenhäuser, lässt Gesichter hinter Masken verschwinden, zerstört Leben und Existenzen, schürt Ängste. Das Virus ist nicht gerecht, es nimmt sich, was es kriegen kann. Es wird direkt oder indirekt besonders dort gnadenlos wüten, wo man an der Globalisierung gar nicht wirklich teilgenommen hat. Auch wer nie reist, internationale Geschäftstermine gar nicht kennt, verliert seine Lebensgrundlage oder stirbt schlimmstenfalls. Man sorgt sich in vielen Teilen der Welt um Essen, und in manchen um Toilettenpapier. Das Virus zeigt uns, wie unterschiedlich die Lebenssituationen sind, wie sorglos und verletzlich wir sind, aber es zeigt uns noch viel mehr. Es führt uns vor Augen, dass unser Planet, unsere Gesellschaft, an vielen Ecken und Enden krankt, schon bevor COVID-19 kam.

        Der Altersdurchschnitt der an COVID-19 gestorbenen Menschen in Deutschland liegt bei 81 Jahren. Die Lebenserwartung in der Zentralafrikanischen Republik liegt bei etwa 53 Jahren.
      • Mensch, wer hätte das gedacht?

        Der Mensch hat sich die Welt untertan gemacht. Ein Virus zwingt ihn, für einen winzigen Moment in der Menschheitsgeschichte, innezuhalten, sich zurückzuziehen. Man bleibt zuhause, Fabriken werden runtergefahren, Autos und Flugzeuge bleiben stehen, der Tourismus kommt zum Erliegen. Vieles von dem, was der Mensch geschaffen hat, fällt für einen kurzen Augenblick zu großen Teilen aus.

        Vielleicht tritt ein kleiner Junge in China nach acht Wochen Ausgangssperre endlich wieder auf die Straße, und zum ersten Mal in seinem Leben sieht er den Himmel über seiner Heimatstadt Wuhan blau. Vielleicht weint ein Gondoliere in Venedig, nicht weil sein Boot seit Wochen leer ist, sondern weil er in den Kanälen der Stadt Fische im kristallklaren Wasser schwimmen sieht. An Stränden in Thailand finden in diesem Jahr unzählige Babyschildkröten ihren Weg ins Meer, weil niemand ihre Nester zertrampelt hat. Im Bosporus springende Delfine, sonst eine der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt – sie tummeln sich auch in den Häfen von Triest und Cagliari. Und staunende Inder, die nach Jahrzehnten wieder von den Dächern ihrer Häuser die mächtigen Bergketten des Himalayas sehen. Weniger Igel werden überfahren, die Fischbestände in den Ozeanen erholen sich, die Vögel in den Städten zwitschern wieder leiser. Aber wird das alles reichen für einen globalen Weckruf, dass wir so nicht weitermachen dürfen? Wenn sich die Welt in Schulden stürzt und existentielle Fragen in den Vordergrund drängen, wie viel Bewusstsein ist dann noch für Klima- und Umweltschutz, soziale Ungerechtigkeit? Wie wichtig kann der Blick auf den Himalaya, kristallklares Wasser in Venedig, ein blauer Himmel über Wuhan im Vergleich zum eigenen Arbeitsplatz sein?
      • Leere Straße in München
        Der Mittlere Ring in München, eine der staureichsten Straßen Deutschlands, leer und verlassen.
      • Globalisierung ist kompliziert

        Man geht in diesen Tagen viel spazieren, in Wäldern und zwischen Feldern, die man zu Fuß erreichen kann. Über Äckern Seite an Seite gekrümmte rumänische Rücken, sie holen mit Händen, die Arbeit gewohnt sind, Frühlingszwiebeln aus der Erde. Niemand ist da und applaudiert. In diesem Jahr saßen sie nicht stundenlang im Bus, man hat sie eingeflogen. 80.000 Saisonarbeiter hätten trotz Coronavirus im April und Mai nach Deutschland einreisen dürfen, etwa 39.000 sind gekommen. Die Bauern sagen, wir könnten unsere Ernte nicht selber nach Hause bringen. Trotz Kurzarbeit, trotz geschlossener Restaurants, trotz der Freiwilligen, die sich gemeldet haben. Sie sagen, man muss harte Arbeit gewohnt sein. Und besonders beim Spargel, da muss man wissen, wie man ihn sticht. Man muss qualifiziert sein.

        Das Virus zieht sich zurück in die Logistikzentren der Paketlieferdienste, in die Unterkünfte der Erntehelfer und besonders gerne in Schlachthöfe. Auch hier trifft es Arbeiter aus Osteuropa, angestellt über irgendwelche Subunternehmer. Man rätselt öffentlich, ob sie wohl auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn kommen. Im Supermarkt sucht man auf den Verpackungen der Fleischprodukte vergeblich nach Hinweisen über Arbeitsbedingungen in den Betrieben. Auf den Eiern steht, wie die Hühner leben. Die Frühlingszwiebeln kosten 69 Cent. Sie sind frisch aus der Region, transportiert werden dafür die Arbeitskräfte. Wären Frühlingszwiebeln aus Rumänien nicht besser, geerntet von einem Bauern, der abends bei seinen Kindern am Tisch sitzt? Am Osterwochenende stirbt in Bad Krozingen ein Erntehelfer im Alter von 57 Jahren, er wird positiv auf COVID-19 getestet. In Rumänien lohnt es sich immer weniger, Schweine zu halten. Der Preis für das Futter ist zu hoch, die Arbeit kommt noch dazu. Man kauft günstig in Filialen deutscher Supermarktketten.

        10. Mai, Muttertag. Vielleicht kommen die schönen Rosen auf dem Tisch aus Kenia? In guten Jahren exportiert das Land über 100.000 Tonnen Blumen. Etwa 5-6 Tage vergehen von der Ernte bis zum Verkauf in Europa. Alleine über 6.000 Flugkilometer werden die Pflanzen transportiert, hinzu kommen Fahrten in Kühl-LKWs. Das Virus lässt auch diesen Markt zusammenbrechen, es gibt keine Passagierflugzeuge mehr, die Blumen mit nach Europa nehmen. Aber möchte man überhaupt Blumen aus Kenia überreichen? Dass Menschen ihre Arbeit verlieren, ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken können, weil keiner mehr die Rosen kauft, die sie ernten, möchte man auch nicht. Es ist kompliziert. In Deutschland werden die Stimmen lauter, die vor dramatischen Folgen der wochenlagen Schulschließungen warnen. Nach dem UNESCO-Weltbildungs- bericht 2017/2018 gehen weltweit 264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren überhaupt nicht zur Schule.
      • “Weltweit haben 264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren keinen Zugang zu Bildung.”
      • Zwischen Solidarität und Egoismus

        Es geht in diesen Tag viel um Solidarität. Man bleibt zuhause, wenn man jung und gesund ist, auch um jene zu schützen, die zur Risikogruppe gehören, das ist wichtig und gut. Genauso wichtig und gut ist es, dass man weltweit auf die Straße geht, weil ein weißer Polizist erbarmungslos den Afroamerikaner George Floyd mit dem Knie zu Tode drückt. Es gibt noch immer zu viel Hass, Rassismus und Egoismus. Es gibt Staatsoberhäupter, die nur den Erhalt und Ausbau ihrer Macht im Sinn haben. Man nutzt die Ausgangssperren, um umweltkritische Projekte schnell umzusetzen und Tatsachen zu schaffen, und es gibt weltweit Forderungen, zugunsten eines wirtschaftlichen Aufschwungs Klimaziele aufzugeben und Umweltauflagen zu lockern. Es gibt auf wissenschaftlicher Ebene einen wohl einmaligen Austausch, Kooperationen, bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen – es gibt aber auch unschöne nationalstaatliche Bestrebungen, den noch nicht mal entwickelten Impfstoff zunächst der eigenen Bevölkerung zugänglich zu machen. Wer genau hinsieht, sieht beides, viel Egoismus und viel Solidarität. Aber was wird sich durchsetzen, um diese Krise zu bewältigen, bzw. um vor allem auch das anzugehen, was längst dagewesen ist und durch die Krise nochmal sichtbarer wurde?
      • Es ist Zeit für Visionen

        Die Chance ist historisch. Man tut etwas, was man sonst niemals getan hätte. Man nimmt unfassbare Gelder in die Hand, legt Konjunkturprogramme auf. Nur was kurbelt man an? Schnellen Konsum oder echte Veränderung? Lässt man die nächste Generation Schulden begleichen, die gemacht worden sind, um den Status quo von vor der Krise wiederherzustellen?

        Werden aus Pop-Up Radwegen richtige Radwege, entwickeln wir Mobilitätskonzepte, statt mit Kaufprämien die Automobilbranche anzukurbeln, bauen wir Hochgeschwindigkeitsstrecken, die uns mit dem Nachtzug von Lissabon nach Wien bringen oder retten wir Fluggesellschaften, um bald wieder für Spottpreise von München nach Zürich zu fliegen? Werden Blumensträuße wieder teurer, aber kleiner, seltener und dafür ehrlicher überreicht? Essen wir Genuss- und respektvoller, zahlen wir mehr und schmeißen dann auch weniger weg?

        Es gibt hoffungsvolle Zeichen, im Kleinen wie im Großen. Im deutschen Konjunkturprogramm spielt die reflexartige Forderung, der Automobilbranche mit Kauf- oder Abwrackprämien unter die Arme zu greifen, diesmal keine Rolle. Stattdessen wird nun endlich ein Energieträger der Zukunft mit neun Milliarden Euro gefördert – Wasserstoff, der perspektivisch aus Afrika importiert werden soll.

        Natürlich wäre es schön, bald einen Impfstoff zu haben, der das Virus verschwinden lässt. Aber nur das Virus, nicht auch die guten Vorsätze, die Radwege in den Städten, den Applaus von den Balkonen, die Babyschildkröten, den Himalaya, den Himmel über Wuhan, die Bereitschaft zu helfen, Dankbarkeit und diesen angenehmen Hauch einer wohltuenden Demut, überall zu spüren war.


        Fotos: Adobe Stock, Rahim Arnold
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      • sabine egger meint
        heilung
        es gibt sehr vieles, das wir tun können: ganzheitliches denken und ein liebevoller, respektvoller umgang mit unserem lebensraum und allen lebewesen wäre ein guter anfang, dem dann ein bewusstsein über den eigenen horizont hinaus folgen wird. hilfreich ist ein einfaches, bescheidenes leben, mit biologischen, regionalen, saisonalen, echten lebensmitteln und materialien und selbstverständlich menschen, die man liebt.
        Antworten
      • christian ocenasek meint
        Wider die unverhältnismäßige Herrschaft der Corona-Ängstmacher
        Den Virus in andere Zusammenhänge zu stellen, ist Ihnen bei dem Artikel sehr gut gelungen. Auch die Widersprüche, in denen wir uns in unserem Handeln befinden, sind eindrucksvoll dargestellt. Dazu herzlichste Gratulation. Widerspruch empfand ich allerdings bei den Visionen. Es geht nicht um Wasserstoffantrieb oder einen Impfstoff, sondern um unser Wertesystem. Mit der grünen Erde entsprechen Sie dem von mir gewünschten Wertesystem der Nachhaltigkeit, der Verhältnismäßigkeit, der Aufgeklärtheit und des Humanismus ... Aber was das Coronavirus betrifft, denke ich, dass wir uns auch um Widerstand bemühen müssen gegen die Verordnung unverhältnismäßiger, unsinniger Spielregeln, gegen das Ausgrenzen seriöser Meinungen, die nicht dem Herrschaftssytem der Regierenden dient, gegen die Inszenierung von Glaubenssätzen, die der fachlichen Grundlage entbehren, wie z.B. der Glauben an einen heilbringenden Impfstoff. Wenn dieser Absatz ähnliche Qualität hätte, wäre ich wirklich begeistert gewesen. Meine Gedankenn zum Impfstoff: Damit ein Impfstoff seine gute Berechtigung hat, braucht es drei Dinge 1. eine wirklich gefährliche Krankheit, die es wert ist, mit einer Impfung bekämpft zu werden 2. eine Wirkung, die sicherstellt, dass mit der Impfung die Gefahr auch sehr spezifisch und effektiv bekämpft wird 3. Die Gewissheit, dass der Nutzen der Impfung deutlich höher ist als das Risiko von Impfschäden. In allen drei Punkten habe ich beim Coronavirus ernstzunehmende Zweifel. Ich würde mir wünschen, dass die Frage der Impfung mit der Erkundung dieser drei Fragen beginnt. - und - jetzt komme ich wieder zurück zum Artikel - nicht einfach die Hoffnung auf scheinbare Lösungen äußert.
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        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank für Ihre Gedanken
        Lieber Herr Ocenasek, vielen Dank für Ihr Lob und Ihre Kritik. Sicherlich sind, bezüglich der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen gegen das neue Corona-Virus und auch was die Entwicklung eines Impfstoffs betrifft, noch viele Fragen offen. Wir befürworten ausdrücklich den kontroversen Dialog in den vielen Themenbereiche, die im Kontext der Krise analysiert werden müssen – unter Einbeziehung aller seriösen Standpunkte, Argumente und Erkenntnisse. Als Grüne Erde sind wir jedoch in ökologischen Themen zuhause und möchten hier Inspirationen und Nachdenkliches teilen. Eine fachlich fundierte Auseinandersetzung zu komplexen Fragen aus anderen Sachgebieten, wie zum Beispiel Medizin, können wir als Unternehmen nicht leisten. Hier vertrauen wir auf einen sachlichen Diskurs der jeweiligen Experten aus Wissenschaft und Forschung. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
        Antworten
      • Eveline Marquis meint
        Was heilt Corona
        Der Artikel in goodtimes ist sehr umfassend gezeichnet, es zeigt die ganze Kompexität auf. Für mich hat Corona schon seit Beginn etwa soviele Vorteile wie auch Nachteile. Heute habe ich mich mit meiner Tochter über Corona und ihren Artikel ausgetauscht. Wir kam beide zum Schluss, Corona hebt das in einer krassen Deutlichkeit hervor, was vorher in der Gesellschaft ins Ungleichgewicht geraten ist. Mein Wunsch ist, dass wir Menschen erkennen, dass wir von der Natur abhängig sind und nicht umgekehrt. Begreifen und neue Wege einschlagen. Vielen Dank für ihren aufrüttelnden Artikel und freundliche Grüsse Eveline Marquis
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        Grüne Erde antwortet
        Dankeschön
        Liebe Frau Marquis, es ist schön zu erfahren, dass unsere Artikel zu Austausch und Inspiration führen. Sie haben Recht, viele Probleme sind nicht erst mit der Corona-Krise gekommen, und sie werden auch nicht mit ihr gehen. Aber vielleicht lernen wir Menschen ja durch die Erfahrungen, die wir jetzt machen, auch andere globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Das wäre sehr wünschenswert! Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
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      • Ott meint
        Impfung bzgl. Covid- 19
        Den Artikel " Was kann das Virus heilen?", fand ich bis zum letzten Absatz durchaus sehr vielschichtig dargestellt, als einen lohnenden Denkanstoss! Überrascht war ich doch sehr über die Aussage am Schluss, " Natürlich wäre es schön bald einen Impftsoff zu haben..". Ich empfehle Ihnen wärmstens den youtube Kurzfilm von Clemens Arvey zum Thema Impfung zu studieren... Eine solche kann ,an sicher nicht herbeiwünschen. Gruß Angela Ott
        Antworten
        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank
        Liebe Frau Ott, vielen Dank für Ihren Hinweis, dass es mit dem Impfstoff nicht so einfach ist. Uns ist nicht entgangen, dass die Diskussion um Wirksamkeit und Gefährlichkeit eines schnell entwickelten Impfstoffs gerade Fahrt aufnimmt –in ihrer Komplexität können wir sie in der goodtimes jedoch nicht darstellen. Wir danken Ihnen für die Anregungen, distanzieren uns aber von fremden Inhalten. Danke für Ihr Verständnis Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
        Antworten
      • Harald Zühlke meint
        Corona
        Ich stimme 100%ig mit Ihrem Artikel überein. Wenn die Menschheit nicht ihr von Egoismus, Gier, Vergnügungssucht und Prasserei geprägtes Verhalten ändert, sehe ich schwarz für die Zukunft.
        Antworten
        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank für Ihre Gedanken
        Lieber Herr Zühlke, es freut uns, dass Sie mit unserem Artikel übereinstimmen. Lassen Sie uns optimistisch in die Zukunft blicken, besinnen wir uns auf das Wesentliche im Leben und inspirieren wir unsere Mitmenschen, es uns gleichzutun. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
        Antworten
      • Selders meint
        Virus
        Der Artikel spricht mir aus der Seele! Warum haben wir so lange gebraucht, um zu diesen Erkenntnissen zu kommen. Neben den Warnungen, die unsere Natur zeigt: Baumsterben, Dürre etc. Kommt jetzt das Virus hinzu und wir glauben immer noch wieder das fortzufahren, wo wir im Februar d.J. Waren. Wir müssen lernen mit weniger auszukommen, die Wertschätzung der näheren Umgebung und die Produkte des Bauern vor der Türe müssen wir lernen.
        Antworten
        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank
        Liebe(r) Frau/Herr Selders, vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben sicher Recht, wir werden lernen müssen mit weniger auszukommen. Aber wir werden dabei auch feststellen, dass weniger auch mehr sein kann. Weniger zu konsumieren, es aber besser genießen zu können, ist sicherlich kein Verlust. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
        Antworten
      • Eveline Marquis meint
        Was heilt Corona
        Gerade habe ich Ihren Artikel im "Good Time" gelesen. Sie haben da ein sehr umfassendes Bild gezeichnet, das mir gleichermassen zu denken gibt, wie es mich hoffnungsvoll sein lässt. Ich bin schon länger überzeugt, dass die Vor-und-Nachteile sich in etwa die Waage halten, was ich auch aus dem Artikel herauslese. Natürlich hoffe ich darauf, dass sich in dieser Krise die Chance auftut, dass die Waage auf die Positive Seite kippt. Denn die Klima und Umweltprobleme sind auch noch da, doch diesmal, bei Corona trifft es mal nicht die Bäume, nicht die Tiere, nicht die Luft, sondern uns Menschen, die das Alles verursacht haben. Die Zeit ist reif, reif für ein neues Bewusstsein, dass der Mensch die Natur braucht, umgekehrt braucht die Erde den Menschen nicht. Was die Erde heilen kann meine ich ist, dass wir uns heilen, unsere Beziehung zur Schöpfung, macht euch die Erde untertan ist wohl einer der aufs gröbste missverstandene Spruch aus der Bibel. Vielmehr müsste es heissen, setzt euren Fuss auf die Erde. Oder wie es im irischen Segensspruch so schön heisst, "keep it in the palm od your hands". Das vermittelt eher das Bild von Schützen und Sorge tragen. Die Heilung liegt bei uns, und in unserem Umgang mit Macht und Gier. Oder wie es in der Bergperdigt heisst, "Nicht das Haben oder Nichthaben ist euer Problem sondern das Haben wollen". Heilung liegt bei uns und unseren Nächsten und in Respeckt. Ich hoffe darauf, dass wir erkennen was wir angerichtet haben und was wir anrichten könnten. Danke für den guten Artikel und verbleibe mit respektvollen Grüssen Eveline Marquis CH
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        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank für Ihre Gedanken
        Liebe Frau Marquis, vielen Dank, dass Sie Ihre interessanten Gedanken zu unserem Artikel mit uns teilen. Die aktuelle Situation hat uns viel vor Augen geführt - ob sich die Gesellschaft dadurch auch spürbar verändert, wird die Zeit erst noch zeigen. Wir hoffen natürlich auch, dass Mensch und Natur wieder näher zusammenrücken. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
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      • Susanne Stöhr meint
        Lob für den Artikel
        Das ist der beste Artikel, den ich bisher zu dem Thema Corona gelesen habe.
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        Grüne Erde antwortet
        Vielen Dank für Ihr Lob
        Liebe Frau Stöhr, herzlichen Dank für dieses große Lob, wir freuen uns sehr und wissen es zu schätzen! Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
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