almgrün – biologisch-solidarisches Gemüse

  • Die Felder in unmittelbarer Nähe der Grüne Erde-Welt im Almtal werden von lokalen Gemüsegärtnerinnen nach dem Prinzip der Community Supported Agriculture bewirtschaftet.
  • Reingard Prohaska von „almgrün – Gemüse am Fluss“ einer Community Supported Agriculture
  • Der Bau der Grüne Erde-Welt im oberösterreichischen Almtal schreitet zügig voran. Sie wird auf 9.000 m² einen großen Store, Produktionsstätten für Naturmatratzen, Polstermöbel, Heimtextilien und Naturkosmetik sowie ein vegetarisch-biologisches Bistro unter einem Dach vereinen. Die Eröffnung ist für Herbst 2018 geplant.

    Nicht nur im fast fertigen Gebäude tut sich Vieles, auch davor: Michaela Jancsy und Reingard Prohaska sind derzeit dabei, Gemüsebeete anzulegen und die ersten, bereits vorgezogenen Jungpflanzen zu setzen und Samen auszusäen.
    Die beiden Gemüsegärtnerinnen aus Scharnstein sind unsere Partnerinnen und bewirtschaften direkt vor der Grüne Erde-Welt 1 ha im Freiland und ab Juni 300 m² im Glashaus mit Gemüse. Sie betreiben ihren biologischen, solidarischen Gemüsebetrieb „almgrün – Gemüse am Fluss“ nach dem Community Supported Agriculture-Konzept, kurz CSA-Konzept.
  • Community Supported Agriculture

    • Bei einer solchen Community Supported Agriculture übernimmt eine Gruppe von Konsumenten – die „ErnteteilerInnen“ – das laufende Jahresbudget des Landwirtschaftsbetriebes durch (teilweise) Vorfinanzierung und sichert damit die Abnahme der Ernte für eine ganze Saison zu. Im Gegenzug verpflichtet sich almgrün, die ErnteteilerInnen laufend mit biologischem Gemüse zu versorgen – eine Art Abonnement-System. So bilden beide Seiten eine solidarische Wirtschaftsgemeinschaft, in der Ernteerfolge, aber auch eventuelle Ernteausfälle gemeinsam getragen werden.
    • Zwei Bio-Melanzani von der Community Supported Agriculture almgrün – Gemüse am Fluss
      Bio-Melanzani von „almgrün – Gemüse am Fluss“
    • 70 Gemüsesorten

      Michaela Jancsy: „Wir kultivieren rund 70 verschiedene Gemüsearten und über 200 Sorten, zum Beispiel 20 verschiedene Tomaten. Darunter sind viele in Vergessenheit geratene Gemüse wie Hirschhornwegerich, Winterportulak oder Kohlrübe. Dazu kommt auch wenig Bekanntes wie Asiagemüse oder Flower Sprouts, aber auch alle Gemüseklassiker von A bis Z – außer Kartoffel, denn hier in der Region gibt es ohnehin viele gute Erdäpfelbauern. Wir bauen aber auch Bio-Schnittblumen für das lokale Wildfloristik-Unternehmen Wildflorie an.“

      Das Gemüse wird im Fruchtwechsel gepflanzt, also wächst jedes Jahr etwas anderes auf den Beeten vor dem Gebäude der Grüne Erde-Welt. Das geerntete Gemüse geht in erster Linie an die ErnteteilerInnen von almgrün – in Form einer wöchentlichen Gemüsekiste. Es ist auch angedacht, Frischgemüse wie Salate oder essbare Blumen im Bistro der Grüne Erde-Welt zu verarbeiten.
    • Bio-Radieschen kurz vor der Ernte
      Ein Bio-Radieschen kurz vor der Ernte
    • Biologisch bewirtschaftet

      almgrün arbeitet ausschließlich mit Bio-Saatgut und samenfesten Sorten sowie Jungpflanzen von Bio-Betrieben vor allem aus Oberösterreich. Jancsy: „Wir versuchen, so viel wie möglich selbst zu ziehen, und verwenden zum Vorziehen unserer Jungpflanzen nur torffreie Erde.“ Gedüngt wird mit Pferdemist, Schafwolle, Gründünger und Kompost. almgrün arbeitet mit biodynamischen Präparaten, Komposttee und Pflanzenjauchen, ätherischen Ölen und Nützlingen (Insekten, die schädliche Insekten fressen).

      almgrün ist Bio-zertifiziert (BIO Austria), und die Felder bei der Grüne Erde-Welt sind derzeit noch in Umstellung auf Bio, weil sie bis dato nicht biologisch bewirtschaftet worden waren.
    • 2 rote Rüben aus biologischer Landwirtschaft
      2 rote Rüben warten auf die Verarbeitung
    • Öko-Nischen für Bio-Diversität

      „Besonderen Wert legen wir auf die Schaffung von Öko-Nischen zwischen unseren Wirtschaftsflächen“, so Michaela Jancsy. „Wir wollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen, die sonst in unserer Kulturlandschaft keinen Platz mehr finden. Etwa Steinhaufen für Reptilien, Igel und Mauswiesel, weiters Nistkästen, Tümpel für Unken, Erdkröten und Grasfrösche, Feldraine für selten gewordene Beikräuter, Wildblumenstreifen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.“
  • Preiswürdig

    almgrün gewann Mitte März 2018 den innovate4nature-Preis. Dieser Start-up-Wettbewerb wurde von WWF, SPAR, Impact Hub Vienna und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ausgeschrieben. Unter 90 Einreichungen kürte eine Fachjury die sechs besten Business-Ideen für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt, darunter eben auch almgrün.
    • Derzeit versorgt almgrün rund 40 Haushalte mit biologisch-solidarischem Gemüse, vergibt für die Saison 2018 aber noch Ernteanteile. Wer Interesse hat, möge sich bitte melden:

      almgrün – Gemüse am Fluss
      Michaela Jancsy und Reingard Prohaska
      4644 Scharnstein
      www.almgruen.at
      info@almgruen.at
      Tel: 0699 114 02 712
    • Reingard Prohaska am Feld, unter ihren Schützlingen
      Die Gemüsebäurin Reingard Prohaska am Feld bei ihren Schützlingen
    • Frau Michaela Jancsy von almgrün – Gemüse am Fluss – mit Kohlrabigrün-Krone
      Michaela Jancsy mit Kohlrabigrün-Krone – ein bisschen Spaß muss sein
  • Fotos: Michaela Jancsy | „almgrün – Gemüse am Fluss“