5 naturbedingte Eigenheiten von Vollholzmöbeln

  • Dies ist ein Plädoyer, die Lebendigkeit und naturbedingte Eigenheiten der Natur zu respektieren und zu akzeptieren, und die auch in den Produkten zum Ausdruck kommen, die aus Naturmaterialien gefertigt sind – wie unsere Möbel.
  • Grüne Erde Möbelserie Asanoha
    Grüne Erde Möbelserie Asanoha
  • 1. Materialgerechte Konstruktion

    Unsere Vollholzmöbel unterscheiden sich von Möbeln aus Spanplatten und Furnieren nicht nur durch das natürliche Material, sondern auch durch ihre fachlich richtige, tischlermäßige Konstruktion. Fachlich richtig heißt: so viel Leimstellen wie nötig, so viel Vollholz wie möglich, und: materialgerechte Verarbeitung unter Berücksichtigung der Wuchs- und Faserrichtung, der spezifischen Anforderungen und der hygroskopischen (feuchtigkeitsanziehenden) Eigenschaften des Holzes.

    Fachlich richtig heißt etwa auch: Möbelteile wie Betthäupter oder Schranktüren, -böden und -rückwände, die aufgrund ihrer großen Oberfläche besonders zum Verziehen und Verwerfen neigen würden, aus mehrschichtig verleimtem Vollholz zu fertigen, welches das „Arbeiten“ des Holzes auf ein vertretbares Mindestmaß beschränkt.
  • 2. Quellen und Schwinden

    Holz ist ein lebendiges Material, das sich je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit verändert. Es quillt bei Feuchte, schwindet bei Trockenheit, unterliegt Spannungen, neigt zum Drehen und Verwerfen: Bei einem 200 cm langen Tisch aus Buche kann das Schwind- bzw. Quellmaß bis zu 4,5 cm betragen. Schranktüren oder Schubladen können sommers bei hoher Luftfeuchtigkeit etwas schwergängiger sein als winters. Stühle können bei trockener Heizkörperluft ein bisschen „beweglicher“ werden.

    Aber: Unsere Designer, Möbelkonstrukteure und Tischler wissen um dieses Verhalten des Holzes und berücksichtigen es vorausschauend bei ihrer Arbeit – etwa, indem sie Gratleisten oder Dehnungsfugen vorsehen. Dann kann das Möbelstück ohne Materialbeschädigung „arbeiten“.
  • 3. Die Maserung: ruhig oder lebendig?

    Die Maserung des Holzes ist naturgegeben und je nach Holzart unterschiedlich stark ausgeprägt. Was der eine schön findet – eine kräftige, lebendige Zeichnung – ist dem anderen vielleicht schon zu unruhig. Unsere Buchenholzmöbel etwa sind gleichmäßiger und dezenter gemasert als solche aus Kernesche oder astreicher Zirbe.

    Eines aber gilt für jedes Holz: Bäume haben Äste und diese finden sich in aller Regel im Schnittholz, das zu Möbeln verarbeitet wird, wieder. Jedes Brett, jeder Pfosten, jedes Kantholz ist „naturgemäß“ ein Unikat – wie das Gesicht oder die Hand eines Menschen.
  • 4. Farbliche Veränderungen

    Vollholz verändert sich mit den Jahren farblich: abhängig vom Standort des Möbels im Raum, Lichteinfluss, Sonneneinstrahlung und Holzart. So etwa wird Lärche „befeuert“, d. h. deren Zeichnung wird prägnanter. Andere Hölzer wie etwa Zirbe dunklen nach, Buche wird ein wenig heller.
  • 5. Möbel in Elementbauweise

    Beides, die Maserung und die zeitbedingten farblichen Veränderungen des Holzes, kommen besonders bei Möbeln in Elementbauweise, wie etwa Regalsystemen, zum Tragen: Wir achten bei der Zusammenstellung der Teile zwar auf weitgehende Einheitlichkeit von Farbton und Maserung. Dennoch kann es – vor allem beim späteren Nachkauf von einzelnen Teilen – zu geringfügigen Abweichungen einzelner Elemente voneinander kommen.