Produktentwicklung Möbel - Herzblut & Hirnschmalz

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  • Wie man bei Naturholzmöbeln den Spagat zwischen Schönheit und Statik, Ästhetik und Stabilität schafft.
  • “Manchmal ist es wie beim Mensch, ärgere Dich nicht- Spiel: Du stehst ganz knapp vor dem Ziel, wirst aber geschmissen und musst zurück an den Start.”
    Wolfgang Viehböck, Grüne Erde Verantwortlicher für Entwicklung der Möbel
  • So beschreibt Wolfgang Viehböck die Situation, wenn mit der Arbeit an einem Produkt wieder von vorne begonnen werden muss. Er ist bei Grüne Erde für die Entwicklung der Möbel verantwortlich und bildet mit seinem Team die wichtige Brücke zwischen Design und Serienfertigung.

    Wie entstehen unsere Möbel? Zunächst bekommt der Designer ein Briefing, welches Produkt zu welchem Thema entwickelt wird, z. B. „zeitgemäßes Bett – Japan“. Der Designer übersetzt diese Vorgabe dann in Bilder, Materialien, Farben, Formen, Stilwelten, Anmutungen, Skizzen. Diese Material- und Ideensammlung wird in mehreren Schritten von Designer und Entwicklungsteam so lange präzisiert und verdichtet, bis man eine klare Vorstellung des Möbels hat.

    Dann gehen unsere Holztechniker Manfred Spitzbart, Franz Staudinger und Patrick Meier daran, die Entwürfe des Designers in Konstruktionspläne und Prototypen umzusetzen. Das Besondere bei Grüne Erde: „Bei uns ist der Möbelkonstrukteur gleichzeitig Handwerker und Prototypen-Tischler“, so Viehböck.

    Der Holztechniker, der am Computer das Möbelstück konstruiert, geht auch in die Werkstatt und probiert dort aus, ob seine Konstruktion praktisch machbar ist.
  • “Meine Leute stehen dann in der Prototypenwerkstatt, sägen, hobeln, fräsen, drehen, leimen, feilen und schleifen so lange, bis der Stuhl, das Bett oder der Tisch technisch perfekt ist.”
    Wolfgang Viehböck
  • Dieser Entwicklungsprozess läuft in mehreren Schritten ab. Zwischen den Arbeitsphasen in unserer Prototypenwerkstatt im oberösterreichischen Almtal gibt es immer wieder Besprechungen, um auch die ästhetische Qualität des Produkts zu prüfen und zu verbessern.
  • Liebe zum Detail, Leidenschaft fürs Holz

    „Möbelentwicklung ist bei uns ein Spagat zwischen möglichst schlanken, eleganten Holzdimensionen einerseits sowie Statik und Haltbarkeit andererseits. Wir loten ständig aus: Wie weit kann man gehen?“, so Viehböck.

    Es ist ein Kompromiss zwischen Ästhetik und handwerklicher Machbarkeit mit dem Naturmaterial Holz, das anderen Gesetzen folgt als Metalle und Kunststoffe – beides bei Grüne Erde ein „no go“.

    Unser Ziel ist es, pro Jahr 17 Möbelprojekte umzusetzen, von der großen Sofaserie bis zum kleinen Beistelltisch. Hin und wieder gibt es aber auch „Erlkönige“, fertig entwickelte Produkte, die es nicht in den Katalog schaffen. „Da spürt dann der Konstrukteur, der sich monatelang mit dem Möbelstück auseinandergesetzt hat, einen kleinen Trennungsschmerz“, so Wolfgang Viehböck. Stecken doch in jedem Produkt, ob Bestseller oder „Erlkönig“, viel Herzblut und Hirnschmalz, die Liebe zum Detail und die Leidenschaft fürs Holz.