Wiesen, Wälder, Wolle

  • Seit mehr als 30 Jahren teilen wir unsere Liebe zu Naturfasern mit der Mühlviertler Familie Tumfart. Vater Kurt und Sohn Tobias beliefern uns mit Vliesen aus Schurwolle, Leinen und Baumwolle.
  • Unterwaldschlag im Mühlviertel sieht genau so aus wie es sich anhört: Die Streusiedlung liegt mitten in der Natur, umgeben von Wiesen, Wäldern, Feldern – und ländlicher Ruhe. Wenn es so etwas wie „positive feinstoffliche Schwingungen“ überhaupt gibt, dann übertragen sich diese von hier direkt auf die Grüne Erde. Denn im Unterwaldschlager Betrieb der Familie Tumfart werden die Naturfaservliese produziert, die praktisch in jeder unserer Matratzen, in jedem Kissen und Sofa stecken.

    Tumfart und Grüne Erde: Das ist eine seit 1984 (!) bestehende Kooperation. "Ihr seid die ersten gewesen, die mich nach Baumwollvliesen für Matratzen gefragt haben", erinnert sich Kurt Tumfart, Senior-Chef des 13 Mitarbeiter zählenden Familienbetriebes.

    Mit Sohn und Junior-Chef Tobias ist heute bereits die 4. Generation am Werk, aber die Erfahrung des "Alten" und seine Arbeit im Hintergrund sind nach wie vor unschätzbar viel wert.
    • Schurwolle aus Österreich

      In den Hallen türmen sich die zu Ballen gepressten Rohfasern – Schurwolle, Baumwolle, Leinen – bis an die Decke. Große Rollen fertiger Vliese warten auf den Versand. Dazwischen: eine Reihe von Maschinen – Reißwolf, Kardieranlage, Querleger, Nadelmaschine – die aus dem Rohmaterial Vliese machen.

      Heute ist Tumfart auf die Produktion von Naturfaservliesen spezialisiert: Allein 200 Tonnen österreichische Schurwolle werden jährlich verarbeitet. Dazu kommen noch andere Naturfasern wie etwa Leinen, türkische Bio-Baumwolle.

      Doch vor 30 Jahren bestand die Haupttätigkeit Tumfarts noch im Weben und Spinnen. Die dafür eingesetzten "Kardieranlagen" eigneten sich aber auch hervorragend für die Produktion von Vliesen – und Kurt Tumfart entdeckte darin ein neues Geschäftsfeld. Für das "Legen" der Vliese – "... habe ich damals extra eine gebrauchte Maschine aus Genua geholt, die der Vorbesitzer schon auf den Schrottplatz gebracht hatte.“ Die Maschine ist nach wie vor im Einsatz und leistet hervorragende Dienste, denn: Die Tumfarts sind ihre eigenen Maschinenschlosser, reparieren und warten alles selbst – wer sollte die Anlagen besser kennen als die, die seit Jahrzehnten damit arbeiten? Erst vor kurzem haben sie aus zwei alten Kardieranlagen eine neue zusammengeschraubt.
    • Das nennt man Kontinuität über lange Zeit hinweg: Unsere Zusammenarbeit, die 1984 mit dem Vater begann, wird nahtlos mit dem Sohn fortgesetzt – Kurt und Tobias Tumfart, Naturfaservlies-Produzenten aus dem Mühlviertel.
    • Nichts geht über Naturfasern

      "Wir sind flexibel, können kurzfristig liefern, produzieren auch kleine Mengen und Vliese in allen gewünschten Stärken und Gewichten, gerollt oder in verarbeitungsfertige Stücke geschnitten“, erläutert Tobias Tumfart die Stärken des Betriebes. "Wir fertigen praktisch nichts auf Lager, nur auf Bestellung und exakt nach Kundenwunsch."

      "Das bringt der Chinese nicht hin“, ergänzt der Senior schelmisch – und spielt damit auf den internationalen Fasermarkt an, auf dem nun auch chinesische Großbetriebe kräftig mitmischen, sich aber mit Kleinstmengen nicht abgeben, sondern nur containerweise oder gar nicht liefern.
  • Tumfart versorgt Betriebe in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und der Slowakei mit Vliesen. Daneben werden Dämmwolle für den Hausbau – und Schurwollfilze für Jurten (!) hergestellt. "Das war die Idee meiner Tochter“, so Tumfart senior kopfschüttelnd, "aber warum nicht?“ Schließlich wussten die Mongolen und die Unterwaldschlager schon immer: Nichts geht über Naturfasern!