30 jähriges Jubiläum: Wir sagen Danke!

  • 30 Jahre Grüne Erde: Sie, unsere Kundinnen & Kunden haben das möglich gemacht! Wir bedanken uns für Ihre Treue, für Ihr Vertrauen in unsere Produkte, für Ihr Lob, Ihre Kritik und Anregungen. Gemeinsam haben wir erreicht, die Welt ökologisch und sozial ein bisschen besser zu machen!
  • Zwei Mitarbeiterinnen erzählen ihren Weg zur Grünen Erde in Scharnstein

    Gegründet wurde die Grüne Erde 1983 von Karl und Gabriela Kammerhofer – als Aussteigerprojekt von ökologischen, links-alternativen Städtern, die einen neuen Sinn in ihrem Leben suchten, aufs Land zogen und mit ihren Händen sinnvolle, gesunde Produkte fertigen wollten. Auf der Suche nach einem ruhigen, grünen Platz möglichst weit weg von der stinkenden, lauten Stadt fanden die Grüne Erde-Gründer ihren Weg nach Scharnstein im Almtal. So kam es, dass dieses von Wald und Bergen umgebene Dorf in der tiefsten oberösterreichischen Provinz zum Sitz eines Unternehmens wurde, das 30 Jahre später als ökologischer Pionier-Betrieb gelten sollte.

    Im Almtal ist die Grüne Erde verwurzelt, aus dieser Region kommt die Inspiration für die Arbeit, in der unmittelbaren Umgebung sind die Matratzenfertigung, die Naturkosmetikproduktion und die Textilwerkstätte des Unternehmens angesiedelt.

    Es gibt verschiedene Wege, sich dem Almtal, Scharnstein und der Grünen Erde zu nähern – zwei Mitarbeiterinnen erzählen ihren eigenen:
  • Die Einheimische

    Eigentlich musste sich Hermi Scharnstein nicht annähern. Sie war schon immer da. Als gebürtige Scharnsteinerin erinnert sie sich gut an die Zeit, als Karl Kammerhofer 1983 die Grüne Erde hier gründete. Für die Einheimischen waren das zunächst Fremde aus der Stadt, die ungewöhnliche Dinge tun, etwa zusammen meditieren oder sich makrobiotisch ernähren. Keiner wusste Genaueres: ein guter Nährboden für Gerüchte. „Es wurde sogar gemunkelt, das sei vielleicht eine Sekte“, sagt Hermi. Jedenfalls dachten die Scharnsteiner, „die von da Grünen Erde san a weng aunders.“

    Das hinderte Hermi aber nicht daran, sich 1991 – die drei Kinder waren aus dem Gröbsten heraus und sie wollte wieder arbeiten, etwas dazuverdienen – bei Grüne Erde um eine Heimarbeit zu bewerben: die Fertigung von Schlafdecken aus Schurwolle. „Für die erste Decke hab’ ich einen halben Tag gebraucht, mein Mann hat mich gefragt, ob ich verrückt geworden bin“. Bald jedoch nähte Hermi 150 Decken im Monat – auf einem Tisch, den ihr Mann extra für sie gebaut hatte … Einige Jahre später wechselte sie in die Textilwerkstätte der Grünen Erde, war in der Arbeitsvorbereitung tätig, erstellte Stücklisten für Matratzen, Kissen, Decken, half beim Aufbau der EDV. 2003, „die Kinder waren aus dem Haus und ich wollte mehr arbeiten“, kam sie ins Chef-Sekretariat in Scharnstein, seit 2012 ist Hermi in Altersteilzeit, die „ich jetzt sehr genieße“. Auf welchem Posten auch immer: „Ich habe gerne bei Grüne Erde gearbeitet, würde es heute wieder genauso machen.“ Dass das Unternehmen und die Leute dort tatsächlich „a weng aunders san“ – also in Bezug auf Umwelt, Nachhaltigkeit, Produktqualität und soziale Fairness „anders“ denken und handeln: Das kann Hermi nach über 20 Jahren Erfahrung durchaus bestätigen.

  • Die „Zuagroaste“

    Anders als Hermi ist Nadine in Scharnstein „a Zuagroaste“ (eine Zugereiste) – so wie einige andere Grüne Erde-Mitarbeiterinnen, die, nachdem sie einen Job im Unternehmen angenommen hatten, nach Scharnstein oder in die nähere Umgebung zogen. Manche kommen von ziemlich weit her – wie Nadine, die aus Offenburg im südwestlichen Baden Württemberg stammt und seit Oktober 2012 das Modeteam der Grünen Erde als Bekleidungstechnikerin verstärkt.

    Die in Mode-Design und -Schnitt Ausgebildete wollte nach der Rückkehr von einem längeren Kanada-Aufenthalt wieder in der Textilbranche arbeiten. Entscheidendes Kriterium: „Ich muss hinter dem Produkt, das ich mache und für das ich verantwortlich bin, stehen können. Das war mir bei meiner Job-Wahl sehr wichtig. Und das ist bei der Grünen Erde zu 100 % der Fall. “

    Nachdem Nadine nach Scharnstein gezogen war, lebte sie zunächst in einer Ferienwohnung, seit kurzem in ihren eigenen vier Wänden in einem Nachbardorf. Die ländliche Umgebung des Almtals, die Ruhe, die Berge: Auch das waren Gründe, die Stelle in Scharnstein anzunehmen. Nadine: „Ich arbeite hier nicht nur gerne, auch die Gegend ist für mich ein Hochgenuss. Ich bin gerne und viel draußen unterwegs, Wandern, Radfahren. Im Winter habe ich sogar mit dem Tourenskilaufen begonnen.“ Ab und zu bekommt sie Besuch von der Familie und von Freunden, die gerne einmal sehen wollen, wo ihre Nadine da gelandet ist.

    Sie selbst fühlt sich im Almtal gut aufgenommen: „Ich glaube, ich bin angekommen.“