Die Kraft des Ortes: der Almsee

  • Grüne Erde ist seit 1983 im oberösterreichischen Almtal verwurzelt. Das prägt unsere Verbundenheit mit Mensch & Natur sowie die Gestaltung unserer Produkte.
  • Der Almsee – Naturjuwel des Almtals
    Der Almsee: ein Naturjuwel im oberösterreichischen Almtal
    • Wie ein Gemälde

      Gesäumt von Schotterbänken, Steilhängen, Gebirgswald und einer kleinen Au, liegt er still da, bewacht von jäh bis 2.500 m hoch aufsteigenden Bergen, die sich in ihm spiegeln. Wäre Caspar David Friedrich jemals hier gewesen, er hätte ihn bestimmt gemalt: den Almsee, der sich ganz hinten im oberösterreichischen Almtal versteckt. An schönen Wochenenden allerdings ist es vorbei mit der stillen Romantik, denn da wird der See von sonnen- und frischlufthungrigen Ausflüglern gerne besucht, die an seinen Ufern entlang wandern. Machmal aber hat man ihn für sich allein: in aller Frühe zum Beispiel, vor Sonnenaufgang, wenn noch der Nebel auf seinem Wasser liegt.
    • In aller Frühe, vor Sonnenaufgang hat, man den See für sich allein.
    • Im Winter zieht er sich oft mehrere Wochen in sich selbst zurück, verbirgt sich unter einer Decke aus Eis und Schnee.
      Steht man am Ufer des Almsees und blickt auf die gewaltigen, bis weit ins Frühjahr hinein mit Schnee bedeckten steinernen Dome des Toten Gebirges, muss man kein Romantiker sein, um eine Ahnung von der Kraft dieses Ortes zu bekommen.
  • Going up the country

    Ein Gefühl für die Kraft dieses Ortes hatten auch die Gründer von Grüne Erde, die sich vor 35 Jahren nur wenige Kilometer vom See entfernt in Scharnstein im Almtal niederließen. Seit damals geben uns der See und das Tal viele wichtige Inspirationen für die Entwicklung und Gestaltung unserer Sortimente. Diese Orte sind bis heute häufig genutzte Schauplätze für unsere Fotoaufnahmen. Die allgegenwärtige Natur um uns herum erinnert uns stets an unseren Leitsatz, Mensch und Natur zu verbinden, mit beiden verantwortungsvoll und achtsam umzugehen.

    Rückblende ins Jahr 1983: In der grün-alternativen Öko- und Intellektuellen-Szene Österreichs begeistert man sich für Natur, Handarbeit, Selbstversorgung und das Landleben. Man hört die Hymne der Zivilisationsmüden – „Going up the country“ der amerikanischen Popgruppe Canned Heat – und verschlingt die Bücher des Briten John Seymour: „The Forgotten Arts“ und „Forgotten Household Crafts“ gelten als die Bibeln der Wiederbelebung vergessener Handwerkstechniken.
    In dieser Auf- und Umbruchsstimmung ziehen der ehemalige Angestellte eines Stahlwerks und Inhaber eines alternativen Öko-Buchversandes, Karl Kammerhofer, seine Frau Gabriele und ihre kleinen Kinder von der Industriestadt Linz ins dörfliche Scharnstein im idyllischen Almtal. Dort wollen sie ihren Traum von einem „anderen“, ökologisch verantwortungsvolles Leben verwirklichen. Sie wollen aus Naturmaterialien mit den eigenen Händen sinnvolle Produkte herstellen, die den Menschen etwas Gutes tun, deren Leben bereichern und die Umwelt schonen. Sie beginnen, Naturmatratzen aus Schurwolle und Baumwolle für Freunde und Bekannte zu fertigen.

    So entsteht die Grüne Erde als Projekt von ökologisch und gesellschaftspolitisch alternativ denkenden Menschen, die einen neuen Sinn in ihrem Leben suchen, aus der Stadt ins Almtal ziehen und sich das Ziel setzen, mit ihren Produkten die Welt ein bisschen besser zu machen.
    • Vom Elfensee zum Elfenbett

      Früher wurde der Almsee „Albensee“ genannt: vom germanischen Wort „Alben“ (= Geister), woraus sich die Begriffe „Elben“ und später „Elfen“ entwickelten. Almsee, Albensee, Elfensee: Es ist weder Wunder noch Zufall, sondern pure Inspiration, dass das erste Bett von Grüne Erde „Elfenbett“ hieß, und dass dessen Kugelfüße in einer Drechslerei an der Alm gefertigt wurden. Der auf etwa 600 m Höhe liegende, nährstoffarme Almsee wird wegen seiner pittoresken Lage gern als „Naturjuwel“ bezeichnet. Er entstand vor 13.000 Jahren, als der Almffluss von einem gewaltigen Felssturz an den nördlichen Abhängen des Toten Gebirges aufgestaut wurde. Heute ist der See 2,3 km lang, bis zu 700 m breit und 83 ha groß (830.000 m2). Hier gedeihen etwa 30 seltene Pflanzenarten, vom Alpen-Goldhafer bis zum Traunsee-Labkraut.
      • Der Almsee im Almtal
      • “Der See will möglichst in Ruhe gelassen werden und unberührt bleiben.”
    • Der „genius loci“

      Seit der Gründung unseres Betriebes in Scharnstein sind wir in der Region Almtal fest verankert und mit ihren Menschen verbunden. Deshalb haben wir auch unser neues Besucher- und Werkstättenzentrum, die Grüne Erde-Welt, hier errichtet. Wir meinen, dass es so etwas wie den „Geist des Ortes“ gibt. In der altrömischen Mythologie war dieser „genius loci“ tatsächlich ein Schutzgeist für Tempel, Kultplätze, aber auch für ganze Regionen, Städte, Plätze, Bauwerke oder einzelne Räume im Haus. Heute versteht man unter „genius loci“ die nicht genau zu bestimmende Spiritualität, die geistige Atmosphäre eines Ortes und seine Aura – geprägt von den Menschen, die hier gelebt und gearbeitet haben bzw. dies noch immer tun, geprägt von baulichen und natürlichen Merkmalen. Musterbeispiel: der Almsee. Der „genius loci“ lässt Erinnerung, Erfahrung, Wissen und Wahrnehmung unserer Region zu einem nicht unbedingt sicht- oder hör-, wohl aber sinnlich fühl- bzw. erahnbaren Ganzen verschmelzen, das unsere Arbeit und Produkte prägt.
    • Ausflugsziele im Almtal

      • Entdecken Sie auf der folgenden Seite weitere lohnende Ausflugsziele im Almtal und verbinden Sie Ihren Ausflug zum Almsee mit einem Besuch der Grüne Erde-Welt.
    • Wie Greta Garbo

      Die weitestgehend naturnahe belassenen, unverbauten (!) Ufer des Almsees sind zwar für jeden – ganz basisdemokratisch – frei zugänglich. Aber der See steht unter Naturschutz, touristischer „Fun“ und laute „Action“ finden hier definitiv nicht statt. Er ist kein klassischer Badesee (zu kalt!), Bootfahren, Tauchen und andere Wassersportarten sind verboten. Wie Greta Garbo ("I want to be alone.") will der Almsee möglichst in Ruhe gelassen werden und unberührt bleiben – er duldet allenfalls Saiblinge, Forellen, Äschen, Enten und Gänse in seinem Wasser.

      Wer unter seiner meist spiegelglatten Oberfläche dunkle, abgrundtiefe Geheimnisse vermutet, muss leider enttäuscht werden: Der Almsee misst an seiner tiefsten Stelle gerade einmal fünf Meter. Aber das weiß er mit Hilfe vieler verschiedener, bezaubernder Grün- und Blautöne geschickt zu verschleiern. Wäre Caspar David Friedrich jemals hier gewesen, er hätte den Almsee bestimmt gemalt.