SCHNEIDER Strick - Ja, so geht´s!

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  • Unser neuer Partner: Schneider-Strick aus der Rhön erzeugt nicht nur erstklassige Strickware, sondern erweist sich auch als öko-soziales Musterprojekt.
  • Adina Schneider ist eine charmante, ehrgeizige, zielstrebige, energiegeladene, unerschrockene Frau, die genau weiß, was sie will – und was sie nicht will. Sie studierte Textil- Design in London, spricht vier Sprachen, hat lange Erfahrung in der internationalen Textilindustrie, kennt die Produktions- und Arbeitsverhältnisse in Südostasien – und sagte sich 2013: „Ich will es anders machen.“ Und sie machte es anders. So gut wie alles.

    Schneider wollte das beinahe verlorene Know-how und die fast verschüttete Tradition der niedergegangenen deutschen Strickwarenbranche bewahren und fortführen. Wollte zeigen, dass es – entgegen dem Trend zur Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer – möglich ist, gesundheitlich unbedenkliche Strickwaren aus Naturfasern, in höchster Qualität und zeitgemäßem Design, mit Hilfe von Erfahrung, Tradition und moderner Technologie in Deutschland zu produzieren – „und Löhne zu zahlen, von denen man auch leben kann.“
  • “Ich stamme aus Rumänien und weiß, was es heißt, als ‚Ausländerin’ in einem fremden Land etwas auf die Beine zu stellen. Die Textilbranche hier war regelrecht geschockt von meinem Vorhaben. Man hielt es zunächst für unmöglich. Außer mir hat keiner daran geglaubt.”
    Adina Schneider, Geschäftsführerin SCHNEIDER Strick GmbH
  • Ökologisches Netzwerk

    In der unglaublich kurzen Zeit von nur drei Jahren hat sie einen vor dem Aus stehenden Strickwarenbetrieb bei Fulda in der Rhön übernommen und daraus einen in Deutschland vermutlich einzigartigen öko-sozialen Musterbetrieb gemacht, der nun auch Grüne Erde mit erstklassigen Strickwaren beliefert.

    „Ich hatte große Mühe, Fachkräfte für die Strickerei zu finden“, so Schneider, „die alten sind großteils schon in Rente, junge kommen kaum nach.“ Zum Teil wurden die erfahrenen Mitarbeiterinnen des Vorgängerbetriebes übernommen, zum Teil hat die neue Eigentümerin Arbeitskräfte aus ihrer alten Heimat Rumänien eingestellt. Derzeit bemüht sie sich, syrische Kriegsflüchtlinge mit einschlägigen Fachkenntnissen in den Betrieb einzugliedern – inklusive sozialer Integration.

    Adina Schneider hat nicht nur ihren Betrieb GOTS-zertifizieren lassen (Global Organic Textile Standard, das weltweit strengste Regelwerk für Öko-Textilien). Sie hat auch ein Netzwerk aufgebaut, das viele ökologisch nachhaltige, europäische Betriebe umfasst: von renommierten Garnlieferanten wie etwa Schoeller, über mit Pflanzenfarben arbeitenden Färbereien bis hin zu Produzenten von Öko-Waschmitteln und Recycle-Knöpfen. Sie beteiligt sich auch an Projekten wie jenem zur Förderung des traditionellen, aber vernachlässigten Rhön-Schafes oder zum Anbau von Bio-Leinen in Ungarn.
  • Die „kritische Masse“

    Schneider-Strick sucht gezielt nach Partnern wie Grüne Erde, die den mühsamen sozial- und ökologieverträglichen Weg der Textilproduktion in Europa mitgehen, damit eine „kritische Masse“ an Produzenten und Konsumenten entsteht. Adina Schneider: „Nur wenn alle Gleichgesinnten an einem Strick ziehen, können wir etwas auf dem internationalen Textilmarkt zum Besseren verändern.“ Wie gesagt: Frau Schneider ist zielstrebig.