Grüne Erde Möbelproduktion

  • Dem Tischler über die Schulter geblickt

    Grüne Erde-Möbel werden aus bestem Vollholz auf höchsten Qualitätsniveau in unserer Tischlerei Terra Möbel in Kärnten gefertigt. Ein Blick „hinter die Kulissen“ zeigt, wie der Kleiderschrank Tonda entsteht.
  • Ein Blick in die Grüne Erde-Tischlerei in Kärnten

    Das menschliche Maß

    Die im Juli 2015 bezogene neue Tischlerei der Grünen Erde liegt in Sittersdorf, einem kleinen, sehr ruhigen Dorf im südlichen Kärnten, wenige Kilometer vom Klopeiner See entfernt. Hier in der Tischlerei arbeiten Menschen. Handwerker, keine Industrieroboter. Der ganze Produktionsprozess der Möbel ist - auch für einen Laien - nachvollziehbar, greifbar. Vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt: Die Fertigung läuft innerhalb überblickbarer Strukturen ab, ist auf ein menschliches Maß heruntergebrochen.
  • “Wir verarbeiten hier pro Jahr zwischen 2.000 und 2.500 Kubikmeter bestes Massivholz aus Mitteleurpa. Die Produtionskosten verteilen sich je zur Hälfte auf Lohn und Material. Das zeigt einerseits den großen Anteil der Handarbeit bei uns, andererseits den hohen Wert und damit die Qualität des verarbeiteten Holzes”
  • sagt Martin Reiber. Der Betriebsleiter der Tischlerei, ein sportlich-drahtiger, zupackender Mann, schnell im Denken, schnell im Tun, ist seit 1997 im Betrieb.
  • Die Mitarbeiter: geerdete Spezialisten

    Von rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Tischlerei sind zehn schon mehr als 25 Jahre an Bord, der eine oder andere "Veteran" schon mehr als 30 Jahre. Es sind Menschen aus der Region, Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, "geerdete Spezialisten" also, die sich stark mit den Produkten identifizieren, die sie herstellen. Reiber ist sichtlich stolz auf seine Leute: "Wir haben eine sehr geringe Personalfluktuation. Die meisten sind schon sehr lange bei uns und wissen daher genau, worauf es ankommt. Die Massivholzverarbeitung ist anspruchsvoll, da ist es sehr wichtig, gutes Personal mit viel Erfahrung zu haben. Da steckt viel wertvolles, eigentlich unschätzbares Know-how drin.

    "Den Großteil der Möbel produziert Grüne Erde hier in Kärnten. Aber auch in unseren Partnerwerkstätten, etwa in Slowenien da gleich hinter den Bergen", sagt Martin Reiber, und weist mit der Hand auf die Karawanken, "wird nach unseren hohen Qualitätsstandards gearbeitet. Wir machen häufige und regelmäßige Qualitätskontrollen vor Ort. Unsere langjährigen Partner wissen genau, wie hoch die Messlatte liegt."
  • Sägen, hobeln, zinken, leimen

    Jedes Bett, jeder Schrank, jeder Tisch, der hier gefertigt wird, war einmal ein Baum, der in einem österreichischen, deutschen, ungarischen oder kroatischen Wald gewachsen ist. "Wir kaufen das Schnittholz getrocknet ein", so Martin Reiber. Gemeint sind jene 33 bis 65 mm dicken Bretter und Pfosten, die in der Tischlerei stapelweise lagern. Das Holz wurde von ursprünglichen 70 bis 80 % auf 8 bis 10 % Feuchtigkeit getrocknet, damit es sich gut verarbeiten lässt.

    Das sägeraue Schnittholz wird je nach Bestimmungszweck von Hand sortiert, nach Breiten und Längen optimiert: Bei jedem einzelnen Brett steht von Anfang an fest, welches Möbel einmal aus ihm wird. Dann wird das Holz gehobelt, prismiert (eine bestimmte Art des Holzzuschnitts), gezinkt, zu größeren, längeren Teilen verleimt. Vor einem zweiten Hobeldurchgang muss das Holz vier Wochen lagern, damit sich Spannungen abbauen. Es ist wichtig, die Teile spannungsfrei zu verleimen, damit sich das fertige Möbel nicht verziehen oder werfen kann.

    Mit Hilfe von Schablonen schneidet man dann dem konkreten Möbelteil entsprechende Rohlinge zu, die anschließend auf modernen CNC-Fräsen auf den Zehntelmillimeter genau bearbeitet werden.
  • Der letzte Schliff

    Trotz des im Sinne bester Qualität, höchster Präzision und leistbarer Preise unabdingbaren Einsatzes moderner Maschinen werden viele wichtige Arbeitsschritte in der Tischlerei in Handarbeit erledigt. Etwa das Zusammenfügen und Verleimen der verschiedenen Bauteile der Möbelstücke und Lattenroste, der sprichwörtliche "letzte Schliff" der Holzoberfläche oder das aufwändige Bespannen von Schranktüren mit Stoff oder japanischem Minowashi-Papier. Und: das Einlassen der Holzoberfläche mit duftendem, natürlichem, pflanzlich-mineralischem Öl. Mit der Hand geölt, mit feinem Schleifpapier angeschliffen und dann ein zweites Mal geölt, wird die Holzoberfläche einfach "satter" und schöner.
  • „Dos wor nit grod ohne“

    Da Grüne Erde-Möbel nicht mit Metall- und Kunststoffteilen gefertigt werden, sondern mit sauber verleimten bzw. gesteckten Holzverbindungen, stehen nicht nur die Designer und technischen Zeichner, sondern auch die Tischler bei der Entwicklung und Produktion vor großen Herausforderungen. Solche besonderen Herausforderungen waren zuletzt etwa die aufwändig "bombierten" Seitenkanten und der "krümmungsstetige" Schwung der Deckplatte bei der neuen Schrankserie Tonda: Da mussten Tischlermeister Georg Stelzer - "Ur-Gestein" im Betrieb und technisches Master Mind der Produktion - und seine Leute ganz schön tüfteln, bis sie das so hinbekamen, wie es sich Designer und Produktmanager vorgestellt hatten. Man spielte sich gegenseitig Ideen und Vorschläge wie Pingpongbälle zu, bis die Lösung gefunden war: Es muss gut aussehen, seine Funktion erfüllen und sich vernünftig, mit möglichst wenig Holzverschnitt produzieren lassen. Alles in allem, so Stelzer über Tonda, "...woa dos fia uns nit grod ohne." Sinngemäß vom Kärntnerischen ins Hochdeutsche übersetzt: "... war das für uns keine kleine Herausforderung."
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  • Strenge Qualitätskontrolle

    Auch bei der Qualitätskontrolle sind das menschliche Auge und die Hände unersetzlich, vor allem, wenn es jene von Ewald Hutter sind, auch er einer der Golden Oldies im Betrieb und vor vielen Jahren Miterfinder der mittlerweile legendären Spannkeil-Verbindung, die heute in unzähligen Grüne Erde-Möbeln steckt und für deren dauerhafte Solidität sorgt.
    Jedes fertige Möbelstück wird von Hutter einzeln geprüft: Funktionalität, Holzqualität, Leimung, Verbindungen, Verarbeitung, Oberfläche. Bei Stühlen etwa auch die Stabilität in Form einer forcierten Sitzprobe. "Waun da Sessl mich ausholtet, holtet er jedn aundan a aus", so der großgewachsene Hutter im Kärntner Dialekt. Jedes Möbelstück bekommt einen Prüfstempel, anhan dessen auch nach vielen Jahren noch exakt nachvollzogen werden kann, aus welcher Produktions-Charge es stammt, wann und wo es hergestellt wurde.
  • Nichts wird verschwendet

    Die im Sommer 2015 in eine neu übernommene und adaptierte Produktionshalle übersiedelte Grüne Erde-Tischlerei im kärntnerischen Sittersdorf entspricht sowohl in Bezug auf Holzverarbeitung als auch Umwelttechnik und Energieeffizienz den neuesten Standards.
  • “Holz ist unser wertvollster Rohstoff, unser kostbarstes Gut. Da achten wir von vornherein darauf, dass so wenig Verschnitt wie möglich entsteht”
  • so Martin Reiber. Er und seine Mitarbeiter versuchen, durch geschickte Sortierung und Längenoptimierung der Bretter und Pfosten - abhängig vom daraus zu fertigenden Möbelteil - den Verschnitt auf ein Minimum zu reduzieren. Also zuerst große Teile aus dem Holz herauszuschneiden - etwa für Betthäupter oder Tischplatten - und dann immer kleiner werdende, z.B. Ladenfronten für Bettkästchen. Reiber: "Aus kleinen Holzresten können wir immer noch Verbindungsteile, Keile, Dübel, Zapfen und Laschen schneiden oder drechseln."
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    • “Gute, langjährige Mitarbeiter, viel Know-how in der handwerklichen Massivholzverarbeitung, erstklassige Holzqualität, überschaubare Strukturen und eine flexible Kleinserienfertigung: Das macht uns stark.”
      Martin Reiber, Leiter der Grüne Erde-Tischlerei
  • Wärme aus Holzabfall

    Jene Holzreste, für die man in der Werkstatt gar keine Verwendung mehr findet, weil sie zu klein sind oder etwa aufgrund von eingewachsenen Ästen oder anderen Fehlern wie Rissen aussortiert wurden - insgesamt etwa 10 m3 pro Monat -, zerkleinert man gleich im Werk zu Hackschnitzeln. Sie werden zusammen mit den automatisch bei den Maschinen abgesaugten und in einem großen Bunker gesammelten Säge- und Hobelspänen in der Biomasse-Heizanlage der Tischlerei kohlendioxidneutral verbrannt. "Damit erzeugen wir das ganze Jahr über die gesamte Wärme für Heizung und Warmwasser in unserem Betrieb selbstständig und unabhängig", freut sich Martin Reiber. So wird eine Fläche von immerhin 12.500 m2 (zwei Fußballfelder!) mit Wärmeenergie versorgt - wohlgemerkt mit "Abfall". Obwohl die Holzreste einen guten Zweck erfüllen, tut es Martin Reiber um jedes Stückchen wertvolle Buche, Zirbe oder Eiche leid, das nicht zu Möbeln verarbeitet wird. Denn:
  • “Irgendwie wächst einem das Holz mit der Zeit so richtig ans Herz. Es ist einfach schön, damit zu arbeiten.”
  • - Und das gilt wohl auch für alle seine Mitarbeiter in der Tischlerei.
  • Grüne Erde-Tischlerei gewinnt Trigos-Award 2016

    Die generalsanierte Tischlerei Terra Möbel beeindruckt die Jury doppelt mit modernster Umwelttechnik, nachhaltigen Produkten und sozialer Verantwortung. „Der Trigos-Award ist eine Anerkennung unseres gesellschaftlichen und ökologischen Engagements“, sagt Geschäftsführer Kuno Haas.

    Unsere Tischlerei Terra Möbel konnte nicht nur den Kärntner Trigos-Award als bester CSR-Newcomer erringen, sondern wurde auch mit dem Trigos Österreich für ihr ganzheitliches CSR-Management in der Kategorie mittelgroße Unternehmen geehrt. Lesen Sie mehr