Naturkautschuk

  • 3.500 Jahre alte Gummibälle aus Naturkautschuk

    Von Natur aus produziert „Hevea brasiliensis“ seine Latexmilch zur Abwehr von Parasiten, als Antibiotikum und zum Verschließen von Wunden – vergleichbar mit dem Harz heimischer Nadelbäume. Seit aber mittelamerikanische Indios vor vermutlich 3.500 (!) Jahren entdeckten, dass sich mit Hilfe von Feuer und Schwefel aus der Latexmilch fest-elastisches Material – etwa für Gummibälle – machen lässt, steht der Kautschukbaum im Dienst der Menschheit.

    Heute liegt der Anteil von Naturlatex an der weltweiten Gummiproduktion bei rund 43 % (11,3 Mio Tonnen im Jahr 2012, das entspricht einer Verdoppelung seit 1990). Tendenz: weiter steigend. Grund für die hohe Nachfrage: Die elastischen Eigenschaften von Naturkautschuk sind bis heute technisch unerreicht.

  • Höchstes Know-how in Malaysia

    70 % des Naturlatex’ landen in Autoreifen, 12 % werden zu Latexprodukten verarbeitet – darunter auch jene Matten, die bei Grüne Erde als dauerelastische Matratzenkerne verwendet werden. Der Großteil dieser Latexmatten kommt aus einer Fabrik etwas nördlich von Kuala Lumpur in Malaysia.

    „Das Land hat das am höchsten entwickelte technische Know-how in der Latexproduktion“, sagt Grüne Erde-Geschäftsführer Kuno Haas, der die Fabrik besucht hat. Für ihn waren aber nicht nur der technische Standard und die Qualität des Latex’ wichtig, sondern auch die Arbeitsbedingungen.

    „Natürlich kann man eine Fabrik in Malaysia nicht mit einer in Mitteleuropa vergleichen. Aber Bezahlung, soziale und gesundheitliche Versorgung, Sicherheit und Unterbringung der Arbeiter sind gemessen am Standard Malaysias sehr hoch.“

    Der in der Fabrik verarbeitete Rohlatex stammt aus Plantagen in Malaysia und dem benachbarten Thailand. So bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region.

  • 90 % der Naturlatexproduktion kommen aus Südostasien

    Kautschukbäume sind ursprünglich in Mittel- und Südamerika heimisch, wurden aber von den Briten aus Gründen der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den lateinamerikanischen Staaten um 1900 in ihre asiatischen Kolonien gebracht – vor allem nach Malaysia, Sri Lanka und Indien, wo sich ganze Wirtschaftszweige rund um die Latexproduktion entwickelt haben. Heute kommen rund 90 % der Weltproduktion an Naturkautschuk aus Südostasien, 5 % aus Afrika, und nur mehr 5 % aus der ursprünglichen Heimat Mittel- und Südamerika.

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