Organic Fashion”: Die Modekollektion für umweltbewusste Kunden

  • “„Organic Fashion“ ist die Öko-Modekollektion von Grüne Erde. Das Unternehmen zeigt viel Liebe zur aufwändigen Entwicklung von hochwertigen, lebendigen Naturmaterialien.”
  • Mode ist, was man selber trägt. Was unmodern ist, tragen die anderen“, sagt Oscar Wilde – und rät damit zu einem selbstbewussten Umgang mit der eigenen Kleidung.

    „Unsere Kundinnen möchten den ganzen Tag über gut und bequem angezogen sein, ohne sich ständig über ihr Outfit Gedanken machen zu müssen. Sie wollen eine gut sortierte Basisgarderobe, die sich mit wenigen Handgriffen und Accessoires ändern lässt und dann für viele verschiedene Anlässe passt. Sie wollen keinen Stress mit ihrer Kleidung und nicht dauernd darüber nachdenken: Was ziehe ich bloß an?“ So charakterisiert Christina Seiler, bei Grüne Erde hauptverantwortlich für Einkauf und Produktmanagement Mode, die Grundidee der Organic Fashion- Kollektion.

    Ihre für Design verantwortliche Kollegin Jasmin Schlott: „Die Teile sind einfach, unkompliziert und selbst erklärend. Organic Fashion ist klar, schlicht im positiven Sinn und geradlinig, dennoch feminin – zum Ausdruck gebracht etwa durch entsprechende Silhouetten, Schnitte und fließende Materialien. Wir verzichten auf Lautes, auf überflüssige Dekors, nicht aber auf kleine, feine, durchdachte Details.“ Auch Farbe sei ein wichtiges Design-Element, vor allem auch, um Organic Fashion-Teile untereinander bzw. mit den Produkten anderer Hersteller gut kombinieren zu können. Monika Lorenz, Einkauf Mode, ergänzt: „Wichtig sind natürliche Materialien, gutes Hautgefühl, Langlebigkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und sozial faire Produktion. Wir sind kein trendiges Modelabel. Das können und wollen wir nicht sein. Unser Schwerpunkt und unsere Stärke sind vielseitige Basics, also Shirts in allen Varianten, Westen, Blusen, Röcke, Kleider, Hosen, Jacken, Mäntel.“
  • Keine kleine Herausforderung

    Mode für Grüne Erde zu entwerfen und zu produzieren, ist keine kleine Herausforderung: Kritische, sensible und gut informierte Kundinnen erwarten, dass Organic Fashion selbstverständlich öko sei, zusätzlich aber auch alles das kann, was konventionelle Mode kann: gut aussehen, pflegeleicht und bequem sein … Eine Vorgabe für die Kollektionen von Organic Fashion ist etwa, dass alle verwendeten Baumwollgewebe GOTS-Standard erreichen. Dieser „Global Organic Textile Standard“ ist das weltweit strengste Regelwerk bezüglich der ökologischen Herkunft von Fasern und der Sozial- und Umweltverträglichkeit der Textilproduktion. Monika Lorenz: „Manchmal sind wir sogar strenger als GOTS. So etwa verzichten wir auch auf die optische Bleiche der Stoffe.“

    Weiteres Beispiel für strenge Vorgaben: Bei Grobstrickware greifen andere Produzenten häufig auf das petrochemisch erzeugte Acryl zurück. Das Material wirkt leicht und ist relativ billig. Für Grüne Erde kommt es nicht in Frage, trotzdem ist dem Mode-Team bei Grobstrick ein modischer Aspekt wichtig, den man versucht, mit natürlichen Fasern zu erreichen. Dafür allerdings sei eben ein höherer Preis zu akzeptieren als bei Acryl.

  • „Einfach kann‘s jeder“

    „Die Entstehung des Produkts ist wichtig für uns und unsere Kundinnen“, sagt Jasmin Schlott. „Grüne Erde hat eine gewisse Liebe zur Entwicklung von hochwertigen Materialien. Die Stoffe bekommen durch die Handarbeit eine eigene, individuelle Optik, sie wirken lebendig. Man hat einfach Freude an Teilen, in denen Handarbeit steckt.“ Beispiel seien etwa peruanische Pullover und Jacken, deren Mouliné-Garne aus Pima- Baumwolle handgedreht wurden.

    Oder Shirts und Strickware aus Garnen, die in einem österreichischen Betrieb aufwändig pflanzlich gefärbt werden. Ein Projekt, das viel Rechercheaufwand und Entwicklungsarbeit erforderte: „Aber ‘einfach‘ kann’s ja jeder“, so Monika Lorenz selbstironisch.

    Da es in der Textilbranche praktisch keine „fertigen“ Kleidungsstücke gibt, die den hohen Ansprüchen von Organic Fashion genügen, wird alles – vom Schnitt bis zum letzten Knopf – selbst entwickelt. Dabei muss jedes noch so unscheinbare Detail in Bezug auf Qualität und „Öko-Tauglichkeit“ gut bedacht werden. Musterbeispiel ist ein vom Modeteam gemeinsam mit dem Produzenten entwickelter BH für sensible Haut: 100 % Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, ungefärbt, ungebleicht, chemie- und reizfrei, Formcups und Teilungsnähte, hochwertig und intelligent verarbeitet, verdeckte Nähte, die nicht scheuern, metallfreie Bügel und Verschlüsse aus PVC-freiem Kunststoff: Solch ein BH ist selten wie ein weißer Rabe.
  • Sozial faire Produktion

    Nicht nur in Bezug auf das Material, sondern auch im Hinblick auf die Herstellung ist man streng. Grüne Erde setzt sich für faire Bedingungen in der Textilproduktion ein und lässt seine Bekleidung daher bevorzugt in europäischen Staaten wie Litauen, Tschechien, Portugal und Türkei nähen. Außereuropäische Länder wie etwa Peru (Teile aus Pima-Baumwolle bzw. Alpaka) oder Indien (Baumwolle) kommen nur dann in Frage, wenn dort verlässliche, vertrauenswürdige Partnerbetriebe gefunden werden, die die von Grüne Erde verlangten Standards einhalten – sicheres Arbeitsumfeld, sozialverträgliche Mindestlöhne, Ausschluss von Kinderarbeit etc. Grüne Erde ist Mitglied bei der Fair Wear Foundation, welche die Arbeitsbedingungen in diesen Partnerbetrieben kritisch überprüft. So etwa kommen Länder wie Bangladesh oder Pakistan u. a. aufgrund mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen und zahlreicher tödlicher Arbeitsunfälle in Nähereien als Produktionsländer für Organic Fashion nicht in Frage.
  • Beitrag zu einer besseren Welt

    Der soziale Aspekt spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen bestimmten Produzenten, etwa im Fall von handgewebten Schals aus Indien. Monika Lorenz: „Damit unterstützen wir gemeinsam mit unserem Schweizer Partner Remei ein kleines Handspinn- und Handwebprojekt aus Bio-Baumwolle, das Spinnern, Färbern und Webern in kleinen indischen Manufakturen zugute kommt. Wir arbeiten hier mit einer Mindestmarge, die Lieferzeiten sind aufgrund der geringen Produktionsmengen lang, trotz allem ist dieses Projekt eine Herzenssache für uns.“

    Auch für viele Kundinnen, so weiß das Grüne Erde- Modeteam aus vielen Zuschriften und Gesprächen, sei es wichtig, mit ihrem bewussten Einkauf einen Beitrag zu einer besseren und sozial gerechteren Welt zu leisten.

    Organic Fashion ist nicht gleichzusetzen mit dem„letzten Schrei“. Christina Seiler: „Qualität und Stil unserer Mode sind vielmehr so, dass man sie mehrere Jahre tragen kann.“ Womit wir wieder bei Oscar Wilde wären, der vor allzu hohem Tempo in der Mode warnte: „Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.“
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