Wieviel Schlaf braucht ein Kind?

  • Neugeborene schlafen etwa 16 Stunden und mehr am Tag, mit langen Tiefschlafphasen, gleichmäßig über sechs bis sieben Schlafperioden verteilt, wachen alle zwei bis vier Stunden auf, wollen gefüttert werden und/oder eine neue Windel.

    Erfahrungsgemäß verlieren die Eltern von Neugeborenen zwei Stunden Schlaf pro Nacht, bis das Baby etwa sechs Monate alt ist. Während der nächsten sechs Monate etwa nur mehr eine Stunde pro Nacht. Fast alle Eltern erinnern sich an jene Nacht, in welcher ihr Baby zum ersten Mal durchschlief, wobei darunter meist fünf bis sechs Stunden Schlaf ohne Unterbrechung verstanden werden.

    • Schon sehr früh prägen sich Schlafdauer und -rhythmus des Kindes individuell aus. Im Laufe des ersten Lebensjahres haben sich bis auf ein, zwei Schläfchen am Tag die Schlafphasen in die Nacht-, die Wachphasen in den Tag verschoben, die Schlafdauer beträgt insgesamt etwa 14 bis 15 Stunden.
    • Etwa am Ende des zweiten Lebensjahres schlafen Kinder etwa zwölf Stunden, bis zum sechsten Lebensjahr nimmt die Schlafenszeit auf etwa zehn Stunden ab, die Schläfchen tagsüber entfallen dann meist. Bis zum Alter von 14 hat sich die Schlafdauer etwa dem Pensum von Erwachsenen angeglichen, auf etwa acht bis achteinhalb Stunden pro Nacht.
    Schlafforscher bezweifeln, dass es möglich oder ratsam sei, Kindern gleich nach der Geburt ein regelmäßiges Schlaf- und Wachmuster aufzudrängen. Wer es je versucht hat, weiß um die geringen Chancen solcher Bemühungen. Das Kind findet seinen Schlafrhythmus selbst, meist aber erst ab dem zweiten Lebensjahr.

    Sobald sich der Schlaf-Wach-Rhythmus von selbst gefestigt hat, sollten die Eltern diesen Rhythmus unterstützen, indem sie die Schlafumgebung des Babys nachts dunkel lassen und morgens mit ihrem Kind ins helle Tageslicht gehen.