Besser einschlafen mit der richtigen Ernährung!

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  • “Man schläft, wie man ist oder was man isst!”
  • Wer kennt das nicht? - Nach einem ausgiebigen Essen ist man oft so müde, dass man sich am liebsten niederlegen würde. Wäre daher ein Essen vor dem Schlafen nicht ein geeignetes Schlafmittel? Nein, sagen die Experten, denn ein üppiges Essen raubt uns den Schlaf.
    • Eine gesunde Ernährung ist Basis für ein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Um gesund, beweglich und geistig fit zu bleiben, sollte man auf entsprechende Ernährung achten. Diese wirkt sich positiv auf die Schlafqualität und -quantität aus.
    • Es gibt schlaffördernde und schlafhemmende Lebensmittel, wobei das keine 100-prozentige Gültigkeit hat und selbst ausprobiert werden sollte. Denn einige schlaffördernde Lebensmittel bewirken bei manchen Menschen das Gegenteil. Schlaffördernd können Milch und Milchprodukte, Süßes in kleinen Mengen, Erdnüsse, Ananas, Datteln und Feigen sein. Schlafhemmende Wirkung können Schokolade in großen Mengen, Eier, Joghurt, grüne Bohnen, Erbsen und Fisch zeigen.
    • Bevorzugen Sie frisch gekochte Speisen und meiden Sie - so gut es eben geht - industriell verarbeitete Lebensmittel, in denen ein Übermaß an raffiniertem Zucker, gehärtete Fette und Geschmacksverstärker versteckt sind. Bedenken Sie, dass sich in etwa 80% der Nahrungsmittel im Supermarkt der gesundheitsschädliche Zucker befindet!
    • Der Speiseplan sollte viel frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch, Geflügel, Fisch und reichlich frisches Wasser oder Kräutertees beinhalten. Konfuzius sagte schon: „Iss nur Fleisch von Tieren ohne Beine oder mit nur zwei Beinen.“ Er meinte damit Huhn oder Geflügel und Fisch, was auch heute noch Richtigkeit hat.
    • Essen mit Maß und Ziel, aber mit Genuss und Freude! Es soll ja auch schmecken. Dass Gemüse ganz und gar nicht langweilig schmeckt, zeigt die wunderbare traditionelle mediterrane Küche, die ihre Gemüsegerichte mit viel Kräutern, Knoblauch und Olivenöl würzt bzw. verfeinert.
    • Die Südländer essen zumeist eher spät am Abend und auch nicht gerade wenig. Aber ihre Kost ist leicht und bekömmlich, sodass auch danach ein erholsamer Schlaf möglich ist.
    • Finger weg von Kohlenhydraten am Abend, lautet der Rat von manchen Ernährungsexperten. Doch japanische Forscher behaupten das Gegenteil, nämlich, dass Kohlehydrate wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln aufgrund der insulinanregenden Wirkung eine perfekte Schlafhilfe wären. Zudem enthalte kohlenhydratreiches Essen relativ viel L-Tryptophan, das den gesunden Schlaf fördere, indem es den Serotoninspiegel tagsüber relativ konstant hält, um beim Einschlafen sowie in der Nacht genügend Melatonin bilden zu können. Zu wenig L-Tryptophan kann daher Schlafstörungen und Einschlafprobleme hervorrufen.
    • Ein Glas warme Milch mit Honig hat eine beruhigende Wirkung und ist für manche ein wunderbarer Schlaftrunk. Milch enthält L-Tryptophan, und Honig liefert Zucker, welcher den Blutzuckerspiegel kurzfristig erhöht und die Schläfrigkeit begünstigt. Wer keine Milch mag oder darauf allergisch reagiert, kann eine Tasse Kräutertee vor dem Schlafengehen trinken.
    • Weitere Lebensmittel mit einem hohen L-Tryptophangehalt sind Bananen, Kakao, Cashewnüsse, Walnüsse, Eier, Haferflocken, Huhn, Milchprodukte, Sonnenblumenkerne, Sojaprodukte, Thunfisch und Weizenkeime. Diese Nahrungsmittel enthalten auch Mineralien wie Kalzium und Magnesium sowie die Vitamine B3 und B6, die das L-Tryptophan in das „Glückshormon“ Serotonin umwandeln. Sie wirken auch wie ein natürliches Antidepressivum.
  • Ein leerer Magen lässt uns ebenso schlecht einschlafen, wie ein voller Magen!

    • Wir essen zumeist zu viel, zu fett, zu süß und zu salzig, aber auch zu schnell und oft zu spät am Abend!
    • Auch wie man isst, kann den Schlaf beeinflussen. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen, essen Sie langsam und bewusst. So nehmen Sie den Geschmack im Essen besser wahr und erkennen rechtzeitig, wann Sie satt sind. Wer daher langsam isst, isst meist auch etwas weniger und bleibt schlank.
    • Jeder Mensch hat seinen eigenen Essensrhythmus sowie seine Essgewohnheiten. Doch manchmal lohnt es sich, die Essgewohnheiten zu überdenken, nämlich dann, wenn sie nicht schlaf- und gesundheitsfördernd sind. Von üppigen, schwer verdaulichen Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen ist auf jeden Fall abzuraten, da die Verdauung auch nachts arbeiten muss, während der Körper auf Schlaf eingestellt ist. Mit einem Völlegefühl lässt es sich auch bestimmt nicht entspannt schlafen.
    • Ein leicht verdauliches, gesundes Essen etwa zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen erweist sich jedenfalls als günstiger für eine angenehme Nachtruhe.
    • Auch ein leerer, knurrender Magen sorgt nicht für einen erholsamen Schlaf. Sollten Sie unmittelbar vor der Nachtruhe richtigen Hunger verspüren, nehmen Sie am besten einen kleinen leichten Imbiss zu sich - eine Banane, Feigen, Rosinen oder ein Glas warme Milch mit Honig.
    • „Leicht, warm und wenig!“, so sollte das Nachtmahl sein. Probieren Sie selber aus, welche Lebensmittel für Sie schlaffördernd und welche schlafhemmend sind, um eine angenehme, ruhige Nacht zu verbringen.
    • Vor dem Zubettgehen noch viel zu trinken, ist wenig ratsam, zumal einen die volle Blase in der Nacht aufstehen lässt. Trinken Sie daher über den Tag verteilt ihre 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit und Kaffee besser nicht zu spät, außer er hat auf Sie eine entspannende Wirkung.