Schlafstörungen in der Schwangerschaft

  • Manche Frauen schlafen in der Schwangerschaft so tief und fest wie nie zuvor, andere leiden unter Schlafstörungen.

    Zum Beginn der Schwangerschaft machen sich viele Frauen Gedanken, ob wohl alles gut verlaufen wird und sie mit der neuen Rolle als Mutter zurechtkommen werden. Es ist die hormonelle Umstellung, die sie im ersten Trimester nachdenklich und sorgenvoll machen kann und den Schlaf-Wach-Rhythmus stört.
    Zum Ende der Schwangerschaft lässt oft der große, runde Bauch keine richtige Schlafposition finden, sodass Rückenschmerzen und die Tagesmüdigkeit zunehmen. Der häufige nächtliche Harndrang sowie die eingeschränkte Zwerchfellatmung bringen ebenfalls Unruhe in die Nacht. Dazu kommen die Aktivitäten des Babys im Bauch, die genauso in der Nacht stattfinden können und die werdende Mütter aufwecken oder am Schlafen hindern.
  • Schlaftipps in der Schwangerschaft:

    • Versuchen Sie zum Einschlafen eine bequeme Position zu finden! Am angenehmsten für Schwangere ist die Seitenlage, bei der das untere Bein ausgestreckt und das obere Bein leicht angewinkelt wird. Dazwischen gibt man ein Kissen, damit die Bauchmuskeln entspannt bleiben.
    • Da der Anstieg des Progesterons zu erhöhter Tagesmüdigkeit führt, wird eine Ruhepause oder ein kurzes Nickerchen untertags empfohlen. Gönnen Sie sich und Ihrem Baby ganz bewusst diese Ruhe!
    • Tanken Sie untertags frische Luft, gehen Sie spazieren und machen Sie leichte Schwangerschaftsgymnastik!
    • Auch Schwangere müssen genug trinken! Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit (am besten Wasser oder ungesüßte Tees) über den Tag verteilt, und am Abend nicht mehr zu viel, da Sie sonst der vermehrte Harndrang am Durchschlafen hindert.
    • Beine hoch lagern – untertags aber auch am Abend – hilft bei Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme), die sich oft schwer anfühlen! Kompressionsstrümpfe können Linderung schaffen und sind bei stehenden Berufen eine ratsame Maßnahme.
    • Lebhafte Träume, aus denen man nachts aufschreckt und die einen schwer wieder einschlafen lassen, sind ein bekanntes Phänomen in der Schwangerschaft. Das Unterbewusstsein hat in dieser Phase mehr zu verarbeiten. Schreiben Sie diese Träume auf – am besten gleich am Morgen, sonst sind sie vergessen – oder erzählen Sie diese Ihrem Partner oder der besten Freundin!
    • Am Anfang der Schwangerschaft freut man sich über das Strampeln im Bauch. Aber wenn ständig jemand im Bauch Turnübungen macht und man nicht schlafen kann, ist man vielleicht wenig erfreut.
      Ein Tipp: Geben Sie beim Schlafen eine Baby-Spieluhr auf Ihren Bauch! Vielleicht wird das Baby dann ruhiger, weil es der Melodie lauscht. Zumeist erkennt das Kind diese Musik wieder, wenn es geboren ist und beruhigt sich auch schnell/er, wenn es geweint hat.