Schlafstörungen Wechseljahre: Ursachen und Tipps

  • Hitzewallungen, Herzrasen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen – die Wechseljahre können für manche Frauen sehr unangenehm sein.

    Als besonders belastend werden die Schlafstörungen empfunden. Die Betroffenen brauchen oft sehr lange, bis sie endlich einschlafen können, wachen mitten in der Nacht auf und finden dann stundenlang keinen Schlaf. Dass sich das auf die Tagesleistung auswirkt, ist nur allzu verständlich.
    • Etwa jede zweite Frau im Klimakterium (Wechseljahre) leidet unter langen schlaflosen Nächten, was auf den sinkenden Östrogenspiegel zurückzuführen ist. Östrogen wirkt auf die Stoffwechselvorgänge im Gehirn und fördert die Tiefschlafphasen sowie die sogenannten REM-Phasen (Rapid Eye Movement), in denen wir träumen. Sinkende Östrogenwerte können dazu führen, dass sich die Schlafqualität verschlechtert und der Schlaf weniger erholsam ist.
    • In den Wechseljahren geraten auch andere Hormone aus dem Gleichgewicht, nämlich Hormone, auf die unser Gehirn reagiert. Es werden weniger Botenstoffe wie Acetylcholin und Noradrenalin ausgeschüttet, die zur Steuerung der Schlafphasen notwendig wären. Somit gerät der Schlafrhythmus durcheinander und erst Jahre später kommt er wieder ins Gleichgewicht.
    • Schnarchen, das mit einem explosionsartigen Schnarchlaut und Körperbewegungen endet, auch Schlafapnoe genannt, betrifft nicht nur Männer, sondern ab den Wechseljahren auch Frauen. Der Grund dafür ist eine Muskelerschlaffung, die Folgen sind hohe Tagesmüdigkeit.
  • Achten Sie auf Ihre Schlafhygiene!

    • Trinken Sie ab dem frühen Nachtmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr!
    • Essen Sie abends nicht zu viel, nicht zu fett und nicht zu spät!
    • Machen Sie vor dem Schlafengehen einen Abendspaziergang und sorgen Sie für frische Luft in Ihrem Schlafraum!
    • Bewegen Sie sich ausreichend! Betreiben Sie regelmäßig Ausdauersport!
    • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation und Autogenes Training sorgen für besseren Schlaf in den Wechseljahren!
    • Bei leichten Schlafstörungen können auch pflanzliche Präparate oder Akupunktur helfen.
    • Der Lebensstil hat ebenfalls einen Einfluss auf die Schlafqualität. Je zufriedener Sie sich in Ihrem privaten und beruflichen Umfeld fühlen, je positiver Sie denken, umso angenehmer und erholsamer werden Ihre Nächte sein.
    Die „Grüne Erde“ wünscht allen Frauen im Wechsel erholsame Nächte!