Der Stoff aus dem der Sommer ist

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  • Leinen ist glatt, nimmt viel Feuchtigkeit auf, ohne sich feucht anzufühlen, trocknet schnell wieder, wirkt daher "kühl“ auf der Haut. Diese angenehmen Trageeigenschaften machen Leinen zum klassischen „Sommerstoff“ – im typischen, nachlässig eleganten Look.

    Bis zum Siegeszug der industriell produzierten Baumwolle im späten 18. Jahrhundert war Leinen in Europa – gemeinsam mit Wolle – das Material für Kleidung schlechthin. Heute liegt der Anteil von Leinen am weltweiten Faseraufkommen bei bescheidenen 2 %. In Deutschland und Österreich werden immerhin 4 % der Bekleidung aus Leinen geschneidert.

    Während Leinen heute meist aus China importiert wird, wächst der Flachs (kontrolliert biologisch) für unser Leinen in Westeuropa. Bio-Leinen hat – neben Bio-Hanf und rezyklierter Baumwolle – die beste Öko-Bilanz aller Faserstoffe. Flachs ist eine robuste Pflanze, kommt mit kargen Böden und wenig Wasser aus, gedeiht auch im vergleichsweise rauen europäischen Klima und ohne Dünger gut, die Transportwege können relativ kurz gehalten werden. Und wenn das Leinen – wie für unser Leinenkleid und für unsere Leinenhose - von einer Weberei in Kärnten produziert wird, bleibt auch ein Teil der Wertschöpfung in der Region.