• Einzelnes Boot auf dem offenen Meer
    In erdrückender Geschwindigkeit verwandelten Erdöl und Erdgas Katar vom Beduinenstaat in ein reiches Land. So schnell, dass sich in der Bucht von Doha ruhig und romantisch heute nicht mehr von faszinierend und furchterregend trennen lassen
  • Lohnt sich ein Leben ohne Limit?


  • Der Welt ist längst ganz schwindelig! Immer schneller, immer mehr, immer billiger – das schien lange Zeit die Richtung zu sein, in die sich das Leben entwickelte. Doch bedächtig und mit Achtsamkeit erreichen wir mehr Qualität für alle. Ein guter Grund, so schnell wie möglich langsamer zu werden.



    • Grazil, goldgelb mit dunklen Flecken und vor allem unerhört geschwind – das ist der Gepard. Er gilt als das schnellste Landtier der Welt. Von null auf hundert in ca. drei Sekunden. Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern – ein, zwei Sekunden bloß, dann lässt die Kraft nach.

      Geschwindigkeit, Rekorde, Limits – sie üben zweifelsohne eine Faszination aus und haben oft auch einen Sinn. Durch seine überlegene Schnelligkeit ist der Gepard ein ausgesprochen erfolgreicher Jäger und das, obwohl er – anders als beispielsweise Löwen und Hyänen – in der Regel alleine auf Beutezug geht und auf den Schutz der Dunkelheit verzichtet.

    • In der Ruhe liegt die Kraft

      Doch nicht immer sind ein hohes Tempo und eine rasante Beschleunigung von Nutzen – ganz im Gegenteil. Wenn es um unseren Alltag geht, dreht sich die Welt oft viel zu schnell. Von einem Termin in den nächsten hetzen, alle paar Jahre den Job wechseln, übers Wochenende zum Shoppen um die Welt jetten und ständig den neuesten Trends folgen: Das ist anstrengend und hat Konsequenzen für die eigene Gesundheit, die Natur und die Gesellschaft. So ist es kein Zufall, dass in einer Zeit, in der vieles immer schneller, immer mehr und immer billiger wird, in der ein Rekord den nächsten jagt und das, was gestern noch angesagt war, heute schon belächelt wird, die Sehnsucht nach Ruhe, Entschleunigung, Beständigkeit und Qualität wächst.

      Der Wunsch nach einem achtsamen, hochwertigen und langsamen Lebensstil – sich selbst, der Natur und anderen Menschen gegenüber – zeigt sich immer deutlicher und in immer mehr Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens. Ob Hygge, die dänische Form der Behaglichkeit, oder Lagom, der schwedische Weg der goldenen Mitte, ob Yoga, die Lehre des inneren Gleichgewichts, oder Qigong, eine aus China stammende Kombination aus Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen mit dem Ziel physischer und mentaler Stärke: Angebote, das eigene Leben bedachter, natürlicher und stressfreier zu gestalten, stoßen auf große Begeisterung und werden von vielen dankbar angenommen. Das Gleiche gilt für das Konsumverhalten: Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns – beim Kauf von Lebensmitteln und Kosmetik, bei der Wahl ihrer Kleidung, bei der Gestaltung ihres Zuhauses oder bei der Fahrt in den Urlaub. Und immer mehr merken, dass sie mit Langsamkeit schneller dorthin kommen, wo sie die Welt in Zukunft sehen möchte: bei einem achtsamen Miteinander von Mensch und Natur.
    • Weg von der Wegwerfgesellschaft, hin zu einer fairen Modewelt - lesen Sie mehr zum Thema

    • Der hohe Preis billiger Möbel

      „So wird für Billig-Möbel die Umwelt zerstört.“ – Mit dieser Headline schreckte das Hamburger Magazin Stern vor einigen Jahren seine Leser auf. Im Bericht wurden einige Händler namentlich genannt. Diese „... verkaufen Stühle, Schränke und Tische für wenige Euro. Die Möbel-Schnäppchen haben aber ihren Preis: Die Natur wird ausgebeutet und Möbelfabrikarbeiter erhalten Hungerlöhne.“ Auch einschlägige TV-Dokumentationen, etwa von ZDF oder NDR, zeichnen ein düsteres Bild der Billigmöbelbranche. Ein Geflecht aus Firmen mache eine Überprüfung der Handelswege vom Baum bis zum fertigen Tisch schwierig. Der enorme Preisdruck bei Billigmöbeln gehe auf Kosten der Umwelt und der Menschen. Diese Dokus laufen auch auf YouTube, dort findet man Postings wie: „Dass Möbel Wegwerfprodukte geworden sind, ist der eigentliche Skandal.“
    • Fast Furniture?

      Wie kam es dazu, dass Möbel – so wie Fast-Fashion-Klamotten – zu Wegwerfprodukten, zu Fast-Furniture, wurden? Dass Sofas, Betten, Schränke eine immer kürzere Lebensdauer haben? In den vergangenen 40 Jahren entwickelte sich eine Wegwerfgesellschaft, und mit ihr eine Vorliebe für kurzlebige Produkte. Eine Tendenz, die auch vor eigentlich langfristigen Konsumgütern wie Möbeln nicht Halt macht. Auch deren Produktion ist kaum mehr auf Dauerhaftigkeit angelegt, sondern eher auf schnellen Ersatz. Die Massenproduktion in Billiglohnländern und -sektoren ermöglicht niedrige Herstellungskosten. Aus all dem ergibt sich ein unheilvoller Dreiklang aus schnellem Konsum, verschwenderischem Umgang mit Rohstoffen sowie Belastung von Mensch und Umwelt.

      Viele der Generation 50+, die in Arbeiter- oder Kleinbürgerhaushalten aufgewachsen sind, können sich noch an das Wohn- oder Schlafzimmer ihrer Eltern erinnern: Möbel, die zur Hochzeit angeschafft und frühestens nach 30 Jahren erneuert wurden. Häufig erst dann, wenn die Menschen in Pension gingen und etwas Geld gespart hatten. Gemessen am Einkommen, waren Möbel bis in die 1970er-Jahre hinein teuer. Ein Doppelbett, zwei Bettkästchen und ein Schrank kosteten schnell ein- mal den Monatslohn eines Arbeiters oder einfachen Beamten. Aber: Diese Möbel waren aus hochwertigen Materialien vom Tischler im Ort in Handarbeit gefertigt, lange funktionstüchtig, bei Bedarf reparierbar. Ihr Design, wenn man von einem solchen überhaupt sprechen konnte, war dermaßen zeitlos, dass niemand es für notwendig hielt, die Möbel nach fünf oder zehn Jahren zu ersetzen, weil sie out of time gewesen wären. Heute werden Möbel häufig aufgrund neuer Trends und/oder des veränderten persönlichen Geschmacks auch dann ersetzt, wenn sie noch gebrauchsfähig sind – eben, weil sie billig waren. Der Großteil der Möbel ist einfach nicht dafür gebaut, lange zu halten, repariert zu werden oder um damit mehr als einmal zu übersiedeln. Konnten viele Möbelstücke noch vor wenigen Jahrzehnten vererbt werden, so überstehen die meisten Diskont-Möbel heute kaum einen Umzug. Wer jemals versucht hat, Möbel aus Spanplatten wiederholt zusammenzubauen bzw. zu zerlegen, kennt das.
    • Kaum Diskussion über Öko-Möbel

      Daten der Statistik Austria zeigen: 52 % der befragten Österreicher hatten im untersuchten Zeitraum ökologische Kleidung gekauft, aber nur 15 % ökologisch produzierte Möbel. Während also natürliche, faire Mode bei den Konsumenten zunehmend „ankommt“, ist die Sensibilität für ökologische Möbel noch relativ gering entwickelt. Der Anteil der „Öko-Möbel“ an der gesamten Möbelbranche wird heute mit etwa 10 % angenommen, eine öffentliche Diskussion über ökologische Möbel wird de facto nicht geführt. Den meisten Menschen ist das T-Shirt buchstäblich näher als der Sofabezug.

      Dabei geht es – so wie in der Mode – auch bei Möbeln um grundsätzliche ökologische und soziale Fragen: Welche Rohstoffe werden verwendet? Wo kommen sie her? Wo und unter welchen Umständen wird produziert? In der Studie „Nachhaltige Produkte – attraktiv für Verbraucherinnen und Verbraucher?“ des Deutschen Umweltbundesamtes heißt es: „Die zentralen Hotspots bei Möbeln liegen in den Phasen der Rohstoffgewinnung und Vorproduktion. Aufgrund der Vielzahl verwendeter Werkstoffe handelt es sich dabei um ein sehr breites Spektrum von Schadwirkungen, insbesondere im ökologischen Bereich, beginnend von Flächen- und Wasserverbrauch, Biodiversitätsverlust, Degradation von Ökosystemen bis hin zur Emission einer Vielzahl schädlicher Chemikalien in Boden, Wasser und Luft.“ Und, so die Studie: „Mittel der Oberflächenbehandlung für Holz und Metalle (Lacke, Lasuren, Beizen etc.) enthalten flüchtige Lösemittel, die krebserregend sein können.“ Auch Polstermöbel könnten problematisch sein. Hier würden häufig „... treibhauswirksame und gesundheitsschädigende bromierte Flammschutzmittel eingesetzt, die teilweise bioakkumulierend und toxisch für Gewässerorganismen sind, sowie Polyurethanschäume, die eine Reihe schädlicher Stoffe und Gemische enthalten können.“
      • Holzbretter Grüne Erde Möbel
      • Stoffe Grüne Erde Möbel
      • Vollholzmoebel Grüne Erde
        Handwerklich und regional gefertigte Möbel aus Naturmaterialien, wie etwa Vollholz und Naturgeweben, haben einen kleineren Öko-Fußabdruck als industriell gefertigte Produkte.
    • Kleiner Öko-Fußabdruck bei Vollholzmöbeln

      Daten der Statistik Austria zeigen: 52 % der befragten Österreicher hatten im untersuchten Zeitraum ökologische Kleidung gekauft, aber nur 15 % ökologisch produzierte Möbel. Während also natürliche, faire Mode bei den Konsumenten zunehmend „ankommt“, ist die Sensibilität für ökologische Möbel noch relativ gering entwickelt. Der Anteil der „Öko-Möbel“ an der gesamten Möbelbranche wird heute mit etwa 10 % angenommen, eine öffentliche Diskussion über ökologische Möbel wird de facto nicht geführt. Den meisten Menschen ist das T-Shirt buchstäblich näher als der Sofabezug.

      Dabei geht es – so wie in der Mode – auch bei Möbeln um grundsätzliche ökologische und soziale Fragen: Welche Rohstoffe werden verwendet? Wo kommen sie her? Wo und unter welchen Umständen wird produziert? In der Studie „Nachhaltige Produkte – attraktiv für Verbraucherinnen und Verbraucher?“ des Deutschen Umweltbundesamtes heißt es: „Die zentralen Hotspots bei Möbeln liegen in den Phasen der Rohstoffgewinnung und Vorproduktion. Aufgrund der Vielzahl verwendeter Werkstoffe handelt es sich dabei um ein sehr breites Spektrum von Schadwirkungen, insbesondere im ökologischen Bereich, beginnend von Flächen- und Wasserverbrauch, Biodiversitätsverlust, Degradation von Ökosystemen bis hin zur Emission einer Vielzahl schädlicher Chemikalien in Boden, Wasser und Luft.“ Und, so die Studie: „Mittel der Oberflächenbehandlung für Holz und Metalle (Lacke, Lasuren, Beizen etc.) enthalten flüchtige Lösemittel, die krebserregend sein können.“ Auch Polstermöbel könnten problematisch sein. Hier würden häufig „... treibhauswirksame und gesundheitsschädigende bromierte Flammschutzmittel eingesetzt, die teilweise bioakkumulierend und toxisch für Gewässerorganismen sind, sowie Polyurethanschäume, die eine Reihe schädlicher Stoffe und Gemische enthalten können.
    • Schnell noch den Urlaub buchen

      Aber nicht nur Produkte, auch Dienstleistungen sollten achtsamer in Anspruch genommen werden. Venedig ächzt unter Kreuzfahrtschiffen, die Inka-Stadt Machu Picchu wäre, wie auch die Pyramiden in Ägypten, bei ungebremstem Andrang längst niedergetrampelt und selbst am Gipfel des Mount Everest stapelt sich der Müll. Endlos könnte man aufzählen, was der Tourismus zerstört. Natur, Kulturstätten, aber auch für die Einheimischen wichtige Infrastrukturen sind betroffen. Mancherorts verbindet man den Ansturm der Gäste längst nicht mehr mit wachsendem Wohlstand, sondern vor allem mit unlösbaren Problemen.

      Vor nicht allzu langer Zeit war Reisen noch ein größeres Abenteuer, mit Ungewissheiten und Entbehrungen verbunden. Man wusste nicht so genau, was einen erwartet, verständigte sich noch häufiger mit Händen und Füßen, applaudierte erleichtert, wenn das Flugzeug gelandet war, quälte sich mit wenigen PS über Alpenpässe und außerdem war es auch ein Luxus, auf den man gespart hatte, den man sich leistete, gönnte. Die World Tourism Organization geht davon aus, dass der Tourismus inzwischen drittgrößtes Exportgut ist, noch vor der Automobilbranche. Was einst dem Mutigen oder Wohlhabenden vorbehalten war, wird heute von einer breiten Bevölkerung als selbstverständlich angesehen. Man fährt zwei-, dreimal im Jahr in den Urlaub und ist dann nicht einmal von Einheimischen umgeben, sondern von anderen Touristen. Viel von dem Zauber, dem Entdecken, der Idylle, dem Ungewöhnlichen ist verloren, man konsumiert andere Länder, Erholung, Abwechslung, Unterhaltung.
    • Urlaub, Wunsch oder Ware?

      Mit der Liberalisierung des Luftverkehrs über Europa schlug die Stunde der Billig-Airlines. Fliegen wurde ungemütlicher, aber unfassbar günstig. Kosten sind kein Hindernis mehr – mal eben übers Wochenende in London einkaufen, in Prag feiern oder in Paris einen Heiratsantrag machen. Umgekehrt kommt jeder, der es sich leisten kann, vergleichsweise bequem an Orte, die er sonst auf Grund der Entbehrungen oder Strapazen nicht angesteuert oder vielleicht auch gar nicht erreicht hätte. Überall wird man abgeholt, begleitet, geführt, gebracht, mit Sherpas und Sauerstoff auf den höchsten Berg der Welt, auf Kreuzfahrt nach Grönland, Odessa oder Banjul, mit dem Expeditionsschiff in die Antarktis. Das Internet hat mit Buchungsportalen und Schnäppchenangeboten nicht nur den Preisverfall befeuert und das Reisen einfacher und unkomplizierter gemacht, sondern auch den letzten verbliebenen Geheimtipps noch zu explodierenden Besucherzahlen verholfen. Hinzu kommt, dass in vielen Schwellenländern der Wohlstand wächst und die Reiselust erst so richtig Fahrt aufnimmt, allen voran seien hier China oder auch Indien genannt, die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde.

      Natürlich tragen viele Menschen den ehrlichen Wunsch in sich, zu reisen, andere Länder zu entdecken, fremde Kulturen besser zu verstehen und historische Orte mit eigenen Augen zu sehen. Dennoch, Tourismus ist ein gewaltiger Wirtschaftszweig, der in vielen Bereichen – wie so oft – erst Bedürfnisse geweckt hat, die gar nicht vorhanden waren. Man hat erkannt, dass man Angebote schaffen kann, die große Gewinne erwirtschaften. Die Frage vom Nutzen für den Einzelnen, für seinen Geist, seine Seele, sein Selbstverständnis und sein Ansehen hat man nicht gestellt, schon gar nicht in Relation zum Schaden für die Natur, die Menschheit, das Klima. Es hätte früher keiner gedacht, dass man eines Tages für wenige Euro quer durch Europa fliegt – und es hätte auch keiner vermisst, wenn es nie so gekommen wäre. Inzwischen haben die vielen negativen Auswirkungen eindeutig bewiesen: Reisen als Ramschware ist nicht verantwortbar.
    • Straßen von Venedig
      Jedes Jahr strömen ca. 30 Millionen Menschen durch Venedig.
    • Was ist eine Reise wert?

      Wer weit reisen will, muss also wieder mehr investieren, mehr Geld oder auch mehr Zeit. Wer jetzt die Gerechtigkeitsfrage stellen möchte, sollte sich vor Augen führen, dass der absolut überwiegende Teil der Menschheit noch niemals geflogen ist, ein sehr kleiner Teil aber schon sehr oft. Beansprucht man überdurchschnittlich Umwelt und Ressourcen, ist es nur legitim, dass man das in gewisser Weise auch kompensiert – zum Beispiel durch CO2-Steuer oder Zahlungen an Klimaprojekte. Wer größere finanzielle Spielräume hat, kann so mehr fliegen, das ist richtig, genauso wie er sich einen Sportwagen kaufen kann oder eine teure Uhr. Alleine der Schluss ist falsch, dass damit automatisch mehr Lebensfreude, mehr Lust am Entdecken, eine intensivere Reiseerfahrung, bleibende Erinnerungen verbunden sind. Der Wert einer Reise ermittelt sich nicht aus der Entfernung zum Heimatort.

      Wenn man dem Reisen die Geschwindigkeit und das Gewöhnliche nimmt, kommt das Besondere zurück, die Vorfreude, die Spannung. Das Erlebnis beginnt schon mit dem Planen und Informieren vorab, mit der bewussten Auswahl von Orten, die man anschauen möchte, mit der Suche nach schönen Unterkünften und Routen, mit dem Träumen, darüber sprechen, sich gemeinsam etwas ausmalen. Wer eine Fernreise machen möchte, sollte sich möglichst viel Zeit nehmen – und das nicht nur, damit die weiten Wege in vernünftiger Relation zur Aufenthaltsdauer stehen. Zeitumstellung, ein anstrengender Flug oder verändertes Klima verlangen Körper und Geist einiges ab – da bleibt bei einem zweiwöchigen Trip in ein Land mit fremder Kultur nicht viel übrig zum Ankommen und Eintauchen. Wer nicht viel Urlaub hat, muss Abenteuer, Erholung oder Selbsterfahrung nicht unbedingt in der Ferne suchen. Abwechslung, intensive Erlebnisse und echtes Abschalten vom Alltag gibt es immer auch in der Nähe. Warum nicht mal zu Fuß über die Berge, mit dem Fahrrad einem Flusslauf folgen, mit dem Segelboot ökologisch von Hafen zu Hafen, auf dem Bauernhof mithelfen, Waldbaden oder eine Ballonfahrt über die Heimat machen?

      Der Wert einer Reise bemisst sich letztlich daran, wie erholt und inspiriert man ist, wie lange man davon zehrt, wie gerne und genau man sich erinnert, wie schön die Begegnungen waren und ob man auch den Ländern und Leuten gegenüber, die man besucht hat, ein gutes Gefühl hat. Mit dem Reisen ist es wie mit Mode, Möbeln und vielen anderen Dingen auch – wer sich bewusst für etwas entscheidet, was ihm lange guttut, sehnt sich nicht ständig nach etwas Neuem.
    • Langsam schneller ans Ziel

      Langsam oder schnell, billig oder langlebig, trendig oder achtsam – alles ist eine Frage der Perspektive, aber auch der Haltung und der Verantwortung. Klar ist: Je langsamer, achtsamer und hochwertiger wir produzieren, konsumieren, reisen und unser Leben gestalten, desto schneller verbessert sich unsere Gesundheit, desto mehr profitiert die Natur und desto eher hebt sich die Lebensqualität auch für andere Menschen.

      Übrigens: Direkt nach der Jagd ist der Gepard oft zu erschöpft zum Fressen un muss sich zunächst ausruhen. Eine kritische Phase, in der andere Tiere ihm seine Beute streitig machen können. Slow versus Fast – Geschwindigkeit hat ihren Preis.
    • Gebirge
    • “I like walking because it is slow, and I suspect that the mind, like the feet, works at about three miles an hour. If this is so, then modern life is moving faster than the speed of thought or thoughtfulness.”
      Rebecca Solnit, Wanderlust: A History of Walking
    • Fotos: Rahim Arnold, artem-beliaikin (unsplash), Grüne Erde, Adobe Stock
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    • Monika Matzinger meint
      KLeiner Öko Fußabdruck bei Vollholzmöbel
      Liebes Grüne Erde Team, mit großem Interesse und Aufmerksamkeit lese ich Ihre Artikel zu Klima und ökologischen Fußabdruck und ich teile völlig Ihre Meinung. Die Grüne Erde Möbel und Produkte haben super Qualität, sind super schön und nachhaltig. Leider sind sie nur schön zum Anschauen im Katalog. Für Durchschnittsverdiener und sogar etwas darüber hinaus, wie wir es sind, sind Ihre Möbel nicht leistbar. Wir haben ein Einfamilienhaus und 4 Kinder. Ich habe mir ausgerechnet, was ich für die Ausstattung unseres Hauses mit Ihren Möbeln ausgeben müsste und bin auf mindestens 150 000 Euro und mehr gekommen. Bei diesem Betrag sind noch keine Vorhänge, Teppiche und Bettwäsche inkludiert. Ich müsste ca. 7-8 Jahre mein ganzes Gehalt ansparen, damit ich mir eine Ausstattung für mein Haus leisten könnte. Also begnüge ich mich damit Ihre Kataloge durch zu schmökern und kaufe weiter günstigere Möbel, weil ich mir diese auch leisten kann und versuche mir von Ihrem Artikel "Der hohe Preis billiger Möbel" kein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Ich weiß ja ohnehin, dass sich nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung Grüne Erde Möbel auch wirklich leisten können. Läuft da nicht auch etwas schief? Mit besten Grüßen Monika Matzinger
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