Hanf

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  • Hanf

    Hanffasern werden seit Jahrtausenden zur Produktion von Textilien, Schnüren, Seilen, Netzen und Segeln verwendet, daher zählt Hanf (Cannabis Sativa) zu den ältesten Kultur- und Nutzpflanzen. Die aus Hanf hergestellten Produkte sind aufgrund der positiven Eigenschaften des Naturmaterials besonders beliebt: Sie gelten als schmutzabweisend, widerstandsfähig und reißfest sowie als ungemein saugfähig und wärmend. Eigenschaften, die wir bei Textilien besonders wertschätzen.
  • Ökologisch wertvolle Nutzpflanze

    Jahrtausende lang war Hanf ein wichtiger Rohstoff für Textilien, Seile, Segel und Papier. Doch im 20. Jahrhundert versank er in der Bedeutungslosigkeit. Dabei hat Hanf viele wertvolle Eigenschaften.

    Ein Hauptgrund für das Verschwinden von Hanf war der Siegeszug der Baumwolle. Deren Vorsprung bei der industriellen Verarbeitung war groß, bereits 1793 wurde in den USA ein Patent auf die „Cotton Gin“ – eine Entkörnungsmaschine für Baumwolle – vergeben. In der Folge stieg die Zahl der Sklaven, die auf den Baumwollfeldern der Südstaaten ausgebeutet wurden, rasant an. Gegen die solcherart billig – und blutig – produzierte Baumwolle hatte Hanf keine Chance.

    Die Genfer Opiumkonferenz 1924 – als die Teilnehmer beschlossen, Hanf unter die gleiche Kontrolle zu stellen wie Opium oder Heroin – war der Anfang vom Ende des Hanfanbaus in Europa. Nach und nach wurde er in vielen Ländern teilweise oder ganz verboten. Neben der Baumwolle eroberten ab den 1950er-Jahren auch zunehmend Kunstfasern die Märkte, Hanf war nicht mehr gefragt und nicht mehr legal.
  • Vieles spricht für Hanf

    Dabei ist Hanf für viele Anwendungsbereiche nicht nur eine mögliche, sondern sogar eine ideale Alternative, zum Beispiel für die Herstellung von Textilien. Die Fasern sind robust und widerstandsfähig gegen Abrieb, sie haben eine höhere Zugfestigkeit als Leinen und zählen damit zu den strapazfähigsten Naturfasern. Neben der Stoffqualität gibt es einen weiteren Grund, warum auch wir bei Grüne Erde Hanf als Nutz- und Kulturpflanze wieder in den Fokus rücken möchten. Er ist für den Bio-Landbau wie gemacht, wächst schnell, braucht wenig Wasser, ist schädlingsresistent und hat eine niedrige Energiebilanz. Nach wenigen Tagen sind die Pflanzen so groß, dass sie den Boden vollständig beschatten – Unkraut kommt dadurch kaum auf, Herbizide sind praktisch nicht erforderlich. Schlaftextilien & Möbelstoffe aus Hanf sind also nicht nur besonders hautfreundlich, sondern auch aus ökologischer Sicht die perfekte Wahl.
  • Ein gefragtes Naturmaterial

    • Die Argumente sind so überzeugend, dass auch die Politik irgendwann reagierte. In vielen europäischen Ländern wurde in den 1990er-Jahren das Anbauverbot für sogenannten Faserhanf – mit einem Wirkstoffgehalt von unter 0,3% – unter bestimmten Voraussetzungen aufgehoben. Seitdem wird zwar kontinuierlich mehr angebaut, die Nachfrage nach langfasrigem, für Textilien geeignetem Hanf wird jedoch nicht gedeckt. Das zwingt auch Grüne Erde dazu, für manche Produkte auf Ressourcen aus China zurückzugreifen. Wir hoffen, dies ist nur eine Zwischenlösung, und Hanf wird in Europa bald wieder die bedeutende Nutz- und Kulturpflanze, die sie einst war.
    • Helfen Sie uns!

      Wenn Sie eine Idee haben, wo und wie wir an hochwertigen, langfasrigen Hanf aus Europa kommen können, freuen wir uns über Ihren Hinweis unter redaktion@grueneerde.com
  • Hanf für Schlaftextilien

      • Schlaftextilien aus Hanf sorgen aufgrund der vielen positiven Eigenschaften, die das Naturmaterial mit sich bringt, für gesunden, erholsamen und energiereichen Schlaf. Denn die Hanffaser ist ein wahres Naturtalent: Sie kann bis zu 30 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und reguliert die Temperatur unter der Decke – sie wärmt im Winter und kühlt im Sommer. So entsteht ein angenehm-trockenes Gefühl zu jeder Jahreszeit.

        Hanf steht aber auch für Ökologie und Nachhaltigkeit. Neben der niedrigen Energiebilanz und der Regionalität im Anbau sind Produkte aus Hanf rein pflanzlich und besonders hautfreundlich. Ebenso empfohlen für Tierhaar- und Milbenallergiker.
      • 4 Besonderheiten von Hanf-Schlaftextilien

        • reguliert die Temperatur
        • nimmt bis zu 30 % des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf
        • wärmt im Winter, kühlt im Sommer
        • rein pflanzlich, ökologisch und hochwertig
    • Die Hanffasern unserer Schlaftextilien werden in Belgien gewonnen und bei unserem deutschen Partnerbetrieb in Kombination mit einem geringen Anteil an Bio-Baumwolle zu Sommer- und Ganzjahresdecken gefertigt. Die gesamte Fertigung ist nach dem strengen Global Organic Textile Standard zertifiziert. Die Schlafdecken, die gänzlich aus Pflanzenfasern entstehen, können bei 40 °C Feinwäsche gewaschen werden.

      PS: High werden Sie von unseren Hanfdecken nicht. Aber berauschend ist der Schlaf darunter allemal.
  • Hanf für Teppiche

    • Auch bei unseren naturbelassenen, hochwertigen Teppichen wird Hanf eingesetzt: Mehr als 50 % des widerstandsfähigen Naturmaterials werden in Kombination mit weicher Schafschurwolle verwoben und ein schöner, robuster und dennoch angenehm-weicher Bodenschatz entsteht.

      Das Naturmaterial stammt in diesem Fall aus Rumänien, wird lediglich mit Wasser vorbehandelt, um bereits im nächsten Schritt auf einem halbmechanischen Webstuhl weiter verarbeitet zu werden. Daher gilt Hanf neben seinen positiven Eigenschaften auch als besonders nachhaltig in der Herstellung.
    • 3 Besonderheiten von Hanf-Teppichen

      • besonders widerstandsfähig und robust
      • angenehme Haptik
      • rein pflanzlich, ökologisch und hochwertig