Grüne Erde Matratzen im Test

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  • Für gesunden Schlaf braucht man nur eine bequeme Unterlage? Wer so denkt, liegt falsch – oder zumindest nicht optimal.
  • Wir entwickeln selbst!

    Auf 30 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Naturmatratzen kann Grüne Erde inzwischen zurückschauen. Eines hat sich über den gesamten Zeitraum nicht verändert: Die Entwicklung eines neuen Produkts ist und bleibt ein intensiver Prozess. Es wird viel ausprobiert, angepasst, optimiert und getestet. Um herauszufinden, ob unsere neue Matratze auch unter dem Aspekt der gesunden Körperhaltung unserem hohen Anspruch gerecht wird, schicken wir sie an das Ergonomie Institut München. Aber was passiert dort eigentlich? Der Geschäftsführer Dr. Florian Heidinger hat uns einen spannenden Einblick in die Welt des Schlafens und Liegens gegeben.
  • Warum ist eine Matratze so wichtig?

    Die Bedeutung von gesundem Liegen wird unterschätzt – das macht Dr. Heidinger gleich zu Beginn unseres Gesprächs deutlich:
  • “Schlafen ist mit unserer Ernährung sicher die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Wenn man jede Nacht 7-8 Stunden im Bett liegt, dann sind das ca. 35 Prozent der Jahresstunden.”
  • Nur wenige Menschen sind sich jedoch darüber im Klaren, dass die Ursache für ihre Probleme im Rücken- oder Nackenbereich auch damit zusammenhängen könnte, dass vielleicht ihre Matratze nicht die optimale Festigkeit oder das Kissen die richtige Stützhöhe hat.
  • Was macht eine gute Matratze aus?

    Wichtig ist „eine möglichst entspannte Lagerung der Wirbelsäule und eine geradlinige Kontur des ganzen Oberkörpers, die nicht verbogen oder verdreht ist und die letztlich dem natürlichen Zustand im Stehen entspricht“, erklärt Dr. Heidinger. Und das ist eine Herausforderung. Denn der Mensch verändert im Laufe der Nacht nicht nur mehrmals seine Liegeposition, er ist auch zum Beispiel an den Schultern breiter gebaut. Durch ein optimales Einsinkverhalten muss sich die Matratze in den unterschiedlichen Zonen dem Körper des Schlafenden anpassen. Ist sie zum Beispiel zu hart, dann „sinkt in Seitenlage die Schulter nicht tief genug ein und es kommt zu einem verknickten Verlauf der Halswirbelsäule – das ist nicht mehr entspannend“, beschreibt Dr. Heidinger.

    Aber auch für ein angenehmes Schlafklima und eine gute Durchblutung der Organe spielt die Matratze eine wichtige Rolle. Sie muss Feuchtigkeit, die vom Körper abgegeben wird, schnell abtransportieren. Zu nass, zu heiß oder zu kalt beeinträchtigen unsere Schlafqualität. Insbesondere auf Kälte reagiert der Körper mit Kontraktion der Muskeln. Für eine gute Durchblutung ist die sogenannte Druckentlastung wichtig: Die Matratze sollte möglichst wenig Druck auf die Haut des Schlafenden ausüben. Ist er zu hoch, bremst er die Blutzirkulation und verlangsamt dadurch die Regeneration der Organe.

  • Wie wird eine Matratze getestet?

    In temperierten Räumen werden Klimaprofile von Matratzen erstellt. Versuchspersonen mit definierter Kleidung und Zudecke werden verkabelt, um Temperaturverlauf und Feuchtigkeit über Nacht zu erfassen. Das geht auch mal schief, berichtet Dr. Heidinger, zum Beispiel wenn eine Testperson einen Alptraum hat und schweißgebadet ist. Die Daten sind dann unbrauchbar. Eine verlässlichere Alternative sind extra angefertigte Dummies mit Heizung und Befeuchtungseinrichtungen im Inneren. Sie geben wie Menschen Wärme und Feuchtigkeit ab und haben laut Dr. Heidinger noch einen weiteren großen Vorteil: „Sie schlafen Tag und Nacht.“

    Auch bei den Messungen zum Einsinkverhalten und zur Druckentlastung liefern standardisierte Verfahren gut vergleichbare Testergebnisse. „Wir bauen Prüfstempel, die bestimmte Körperzonen und Übertragungsflächen simulieren“, erklärt Dr. Heidinger. Diese Prüfstempel werden stellvertretend für Testpersonen auf die Matratzen gelegt und liefern exakte Messergebnisse.

  • Wie kommt man an die richtige Matratze?

    Schließlich sind Körperbau, Gewicht, Temperaturempfinden und Schlafgewohnheiten bei jedem Menschen anders. „Im direkten Vergleich“, resümiert Dr. Heidinger, „hinkt der Wissensstand zum Thema Liegen weit hinter dem her, was zum Thema Sitzen und gute Arbeitsplatz-Bedingungen bekannt und jedem zugänglich ist. Entscheidend ist neben der Produktqualität vor allem eine kompetente und umfassende Beratung. Wir helfen Herstellern bei der Entwicklung und sagen, was ungünstig ist und was man verbessern kann“.

    Für die Matratzen von Grüne Erde gilt auf jeden Fall weiterhin: München ist eine Reise wert.