Schlafrhythmus: wichtig in jedem Alter!

  • Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und das gilt auch für den Schlafrhythmus. Regelmäßige Schlafzeiten sind wichtige Voraussetzungen für einen gesunden, erholsamen Schlaf.

    Unregelmäßigkeiten, bedingt durch Schichtarbeit und Jetlag, können die Schlafqualität zum Teil massiv beeinträchtigen. Dasselbe gilt, vielleicht in etwas abgeschwächter Form, wenn Sie sehr oft zu unregelmäßigen Zeiten schlafen gehen, quasi keine geregelten Schlafzeiten haben.
  • Regelmäßige Schlafzeiten fördern den Schlaf – in jedem Lebensalter!

    Jeder Mensch ist anders und hat sein individuelles Schlafbedürfnis und Schlafverhalten. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder haben ihre Arbeit und ihre Verpflichtungen, denen sie tagein, tagaus nachgehen müssen. Sie sind an gewisse Regeln gebunden, die aber auch eine gewisse Regelmäßigkeit darstellen. Daraus ergeben sich glücklicherweise zumeist regelmäßige Schlafenszeiten.

    Kleine Abweichungen, etwa am Wochenende oder im Urlaub, sind kein Problem und haben keinen großen Einfluss auf Ihren Schlaf. Doch je älter man wird, umso länger braucht man, sich nach einer zu kurzen Nacht wieder zu erholen. Abendmenschen tun sich hier vielleicht etwas leichter.
  • Von „Eulen“ und „Lerchen“, den Abend- und Morgenmenschen

    Es gibt sie tatsächlich, die Abend- und Morgenmenschen. Zu welchem der beiden Typen Sie zählen, ist genetisch vorprogrammiert und lässt sich kaum umprogrammieren. Aber nur etwa 20% der Menschen sind extreme „Lerchen“ oder „Eulen“, bei der Mehrheit handelt es sich um Mischtypen.

    Wenn nun eine „Nachteule“ aufgrund ihres Berufes zur „Lerche“ wird, also früh aufstehen muss, wird sie möglicherweise ein gestörtes Schlafverhalten haben und sogar unter chronischem Schlafmangel leiden.

    Für eine ausgeprägte „Morgenlerche“ wird es ebenso schwer sein, zu einer „Eule“ zu mutieren, weil wir ja genetisch vorprogrammiert sind und hier nur geringfügige Veränderungen möglich sind. Doch unsere innere Uhr ist über Jahre trainiert, uns immer zur selben Zeit zu wecken. Wie schon gesagt, der Mensch ist ein Gewohnheitstier!

    Sehr früh, nämlich ab den ersten Lebensjahren, kann sich schon herauskristallisieren, ob sich ein Kind zum Morgen- oder Abendmenschen entwickeln wird.
  • Schulbeginn um 8 Uhr – für viele Teenager eine Qual!

    Junge Menschen im Alter von 15 bis etwa 23 Jahren haben ihren eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie lieben es zu feiern und machen gerne manche Nächte durch. Am nächsten Tag lange zu schlafen, genießen sie sehr. Für einen 15-Jährigen ist es daher fast unzumutbar, um 8 Uhr wach in der Klasse zu sitzen und dem Lehrer zuzuhören. Man kann daher als LehrerInnen davon ausgehen, dass etwa 2/3 der SchülerInnen in der ersten Stunde bei offenen Augen nicht aufpassen, weil sie noch nicht ganz wach sind.

    Würde man Teenager ohne Fernseher, Computer und Handy auf eine Insel schicken, hätten die meisten diesen Rhythmus. Das ist also kein Fehlverhalten der SchülerInnen, sondern zu einem wesentlichen Teil biologisch bedingt. Im Alter von etwa 30 Jahren ist diese extreme Phasenverschiebung in der Regel wieder verschwunden.

    Es wird zwar empfohlen, auf den Körper und seine Signale zu achten, doch leider können wir nicht immer das tun, was der Körper von uns verlangt. So müssen wir eben manchmal auf das Nachmittagsschläfchen im Büro verzichten, auch wenn der Körper das manchmal gerne hätte.