Welche Schlafzimmertemperatur- und Luftfeuchtigkeit ist am besten?

  • Das Raumklima hat einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen. Es wird vor allem durch die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Wir von der „Grünen Erde“ informieren Sie über die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, damit für einen gesunden, erholsamen Schlaf gesorgt ist.
    • Frischluft fördert den Schlaf. Sorgen Sie in Ihrem Schlafzimmer für eine optimale Raumtemperatur von 16 bis 18 °C. Es sollte an diesem Platz weder zu warm noch zu kalt sein. Ist es zu kalt, kommt es zu einer dauerhaften Muskelanspannung, ist es zu warm, schwitzt man und der Schlaf leidet darunter. Finden Sie Ihre persönliche Wohlfühltemperatur!
    • Im fortgeschrittenem Alter, wenn das Wärmebedürfnis zunimmt, sind 20 °C im Schlafzimmer ganz in Ordnung.
    • Die optimale Raumluftfeuchtigkeit liegt zwischen 50 und 60 %. Da die Luftfeuchtigkeit während des Schlafens durch die Atmung, das Schwitzen und den Dunst zunimmt, sollte sie beim Zubettgehen nicht schon bei 60 % sein. Besser wären stattdessen 40 bis 45 %, um den Spielraum nach oben offen zu lassen. Es macht jedoch einen Unterschied, ob es im Schlafzimmer eine Temperatur von 35 °C oder lediglich 20 °C hat. Es empfiehlt sich für ein ausgeglichenes Verhältnis von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
    • Trockene Luft unter 40 %, meist hervorgerufen durch zu hohe Raumtemperatur, belastet die Mund- und Nasenschleimhäute, führt zu Hustenreiz und langfristig zu erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten der Atmungsorgane. Ist die Luftfeuchtigkeit höher als 55 %, wirkt sie auf den Organismus belastend und begünstigt die Lebensbedingungen von Hausstaubmilben und Schimmelpilzen.
    • Ob Sie bei offenem oder geschlossenem Fenster schlafen, ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Vermeiden Sie aber Zugluft, Straßenlärm und extreme Winterkälte. Das alles wirkt schlafstörend.
    • Lüften Sie am Morgen und am Abend im Schlafzimmer jeweils etwa 15 Minuten lang bei ganz geöffnetem Fenster! So wandert die durch Atmung und Schweiß abgegebene Feuchtigkeit (etwa 0,2 bis 0,5 Liter pro Person) aus dem Raum, und es kann wieder genug Sauerstoff in den Raum gelangen. Pro Nacht und Person brauchen wir rund 160 Liter Sauerstoff. Enthält die Atemluft weniger Sauerstoff, muss der Körper schneller atmen, um das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Schneller atmen heißt höheres Aktivitätsniveau und damit Beeinträchtigung der Schlafqualität.
    • Um die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu bestimmen, wird ein Feuchtigkeitsmesser, auch Hygrometer genannt, empfohlen.
    • Schlafen Sie im Winter bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht bei geöffnetem Fenster! Es ist nicht nur die Regulierung der Körpertemperatur gestört, sondern es kann sich an den Wänden bei Kondenswasser-Bildung Schimmel bilden. Gelangen diese Schimmelsporen in die Atemwege, können sie gesundheitsschädlich sein.
  • Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer senken

    • Durch richtiges Heizverhalten und richtiges Lüften von 15 Minuten morgens und abends lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in ihrem Schlafzimmer auf 55 % reduzieren.
    • Messen Sie im Winter die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu verschiedenen Tageszeiten und lüften Sie dann, wenn die Feuchtigkeit am geringsten ist. Bei hoher Raumluftfeuchtigkeit sollte man heizen.
    • Ein einfaches Hausmittel: Füllen Sie kleine Schälchen bis zu einer Höhe von etwa 4 cm mit Salz und stellen Sie diese im Schlafraum auf! Das Salz zieht die Feuchtigkeit an und saugt sie auf.
  • Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen

    Zu geringe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer, nämlich unter 40 % wirkt schlafhemmend und man muss Gegenmaßnahmen ergreifen.
    • Je mehr Personen (inkl. Haustiere) sich im Schlafzimmer befinden, umso höher steigt die Luftfeuchtigkeit.
    • Bevor Sie Ihren Feuchtigkeitsgehalt erhöhen wollen, wäre es ratsam, die Luftfeuchtigkeit vor dem Zubettgehen und gleich nach dem Aufstehen zu messen. Stellen Sie am Morgen fest, dass der erreichte Wert an der unteren Grenze liegt, empfiehlt es sich, die Luft über Nacht leicht zu befeuchten.
    • Ein einfaches Hausmittel: Stellen Sie mit Wasser befüllte Schälchen im Schlafzimmer auf! Beachten Sie jedoch, dass sich im stehenden Wasser schnell Keime ansammeln können, die sich in der Luft ausbreiten. Wechseln Sie daher täglich das Wasser und reinigen Sie stets gründlich die Schälchen.
    • Auch über die Heizkörper gehängte feuchte Tücher helfen gegen trockene Luft.
    • Wenn aber alles nichts hilft, dann schaffen Sie sich einen Luftbefeuchter an, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu erreichen!