Alpakawolle – natürlich isolierend
Alpakawolle wird wegen ihrer seidenweichen Oberfläche, Bauschigkeit und anderen hervorragenden Eigenschaften auch als „Vlies der Götter“ bezeichnet. Sie hat ein hohes Wärmeisoliervermögen, schützt vor Wind, Nässe, extremer Kälte sowie Hitze und ist daher ideal sowohl für Winter- als auch für Sommer geeignet.
Alpakas zählen zur Familie der Kamele und wurden in Südamerika schon vor Jahrtausenden wegen ihrer hochwertigen Wolle domestiziert. Ein Tier liefert pro Jahr bis zu 6 kg Wolle, etwa die Hälfte davon (vorwiegend aus der Rückenpartie der Tiere) kommt für hochqualitative Garne in Frage.
Von der Schur bis zum fertigen Produkt
Alpakas findet man in erster Linie in Bolivien, Peru, Argentinien oder Chile. Durch Exporte im ausgehenden 20. Jahrhundert wurden die Tiere auch in Mitteleuropa heimisch.
Und dank eines Pionierprojektes – gemeinsam mit der Alpaca Association Austria – ist es uns nun auch möglich, feinste Alpakawolle aus regionalen Alpaka-Höfen für unsere naturbelassenen Schlaftextilien einzusetzen.
Alpakawolle aus Österreich
Der Alpakamarkt in Österreich ist in den letzten Jahren beständig gewachsen und wird zunehmend ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor in der Landwirtschaft. In Deutschland werden derzeit etwa 20.000, in Österreich rund 3.000 bis 4.000 Alpakas gehalten. Bisher gibt es nur sehr wenige hauptberufliche Alpakazüchter. Die meisten halten nur einige wenige bis einige Dutzend Tiere.
Doch die Produktion von Alpakawolle ist für viele heimische Kleinbauern eine sinnvolle umwelt- sowie tierschonend Alternative zur konventionellen Landwirtschaft und bietet die Chance, auf hochwertigere, rentablere Produkte umzusteigen.
Eine edle Naturfaser mit großem Potenzial
Alpakawolle selbst wird in Mitteleuropa jedoch noch weit unterschätzt. Die positiven Eigenschaften der Naturfaser sind beeindruckend: Alpakawolle ist sehr leicht, zart, weich, antibakteriell, selbstreinigend und hat einen hohen Temperatur- sowie Feuchtigkeitsausgleich. Die Faser enthält kein Wollfett (Lanolin) und ist somit ideal für Allergiker.
Fünf führende Zuchtbetriebe aus Österreich haben daher die Initiative ergriffen, um die edle Wolle am mitteleuropäischen Markt zu etablieren: Die Alpaca Association Austria – auch "AAA" – wurde gegründet, ein Verein für heimische Alpakahalter und -züchter. Gemeinsam möchte man die Haltung, Zucht sowie Nutzung von Alpakas unterstützen und fördern.
Aktuell engagieren sich etwa 170 Alpaka-Halter aus Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern.
Grüne Erde und die Alpaca Association Austria
Die Alpakawolle für unsere Schlaftextilien stammt aus ebendieser Kooperation – sozusagen direkt von landwirtschaftlichen Kleinbetrieben aus Österreich und Deutschland. Gemeinsam mit der AAA werden wir von Juli 2021 bis Juli 2022 etwa 2,8 Tonnen feinste Alpakawolle verarbeiten.
Der Rohstoff wird gesammelt, kontrolliert, nach Qualitätsstufen sortiert, in einer Wollmühle in der Steiermark umweltschonend mit Seife gewaschen, getrocknet und schließlich bei einem sorgfältig ausgesuchten Partnerbetrieb in Bayern zu hochwertigen Naturprodukten verarbeitet.
Wolfgang Putzinger, Alpaka-Züchter mit Leib und Seele, ist auch Obmann der Alpaca Association Austria. Dank ihm ist es uns möglich, einen tiefen Einblick in die regionale Rohstoffgewinnung zu erlangen und einen Beitrag zur guten Weiterentwicklung der heimischen Alpaka-Branche zu leisten.
Weshalb Alpakawolle aus Österreich?
Für uns steht in der Produktentwicklung nicht nur Funktionalität, Nutzen oder Ästhetik im Vordergrund, sondern auch Ökologie, soziale Fairness und Transparenz. Es ist uns essenziell wichtig, dass unsere Naturprodukte verantwortungsvoll entstehen und wir dadurch einen Beitrag zum ökologisch-fairen Wirtschaften leisten.
Doch dazu bedarf es manchmal ein „über den Tellerrand sehen“, sozusagen den Blickwinkel ändern, um neue Perspektiven in Erfahrung zu bringen. Regionale Alpakawolle für unsere Schlaftextilien war vor einigen Jahren undenkbar. Wir wussten, es gab eine Vielzahl an ländlichen Kleinbetrieben, doch war es logistisch nicht umsetzbar, die Wolle zu sammeln, gebündelt zu waschen und weiterzuverarbeiten.
Umso erfreuter sind wir nun über die Kooperation mit der Alpaca Association Austria sowie der engen Zusammenarbeit mit Wolfgang Putzinger, dem Obmann der AAA. Gemeinsam entstand ein Pionierprojekt. Da es in Europa kaum Erfahrung in der Verarbeitung von Alpakawolle gab sowie auch die Maschinenausstattung fehlte, musste einiges an Entwicklungsarbeit geleistet, Maschinen angepasst bzw. umgestellt und geeignete Betriebe gefunden werden. Nur so war es möglich, die qualitativ-hochwertige, besonders feine Alpakawolle regional zu verarbeiten.
Für uns bedeutet heimische Alpakawolle aber auch eines: eine tierschonende Schur gemäß österreichischem bzw. deutschem Standard, eine transparente Lieferkette, kurze Transportwege sowie die daraus resultierende CO2-Einsparung. Jeder einzelne Schritt ist offen deklariert, dokumentiert und nachvollziehbar.
Schritt für Schritt: ein Naturprodukt entsteht
Alpakawolle für Schlaftextilien
Alpakawolle ist eine sehr hochwertige, begehrte und damit kostbare Naturfaser: ungemein leicht, zart, weich, seidig glänzend, luftig und saugfähig, feiner und wärmer als Schurwolle. Sie ist sehr glatt, kratzt daher nicht, hat einen hohen Selbstreinigungseffekt, ist sehr gut hautverträglich und antibakteriell. Sie enthält kein Wollfett, ist daher auch für Allergiker zu empfehlen. Wir legen großen Wert auf die Herkunft der von uns verarbeiteten Alpakawolle und wählen Zuchtbetriebe nach größter Sorgfalt aus.
Pionierprojekt
Die von uns für Decken, Kissen, Matratzen und Unterbetten verarbeitete Alpakawolle stammt zur Gänze von Alpakahöfen aus Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern. Eine genaue Auflistung der Zuchtbetriebe finden Sie in unserem Alpaka Züchterverzeichnis. Wahrscheinlich sind wir der einzige Anbieter von Alpaka-Bettwaren, der ausschließlich heimische Wolle verarbeitet. Dadurch werden bäuerliche Kleinbetriebe und die regionale Landwirtschaft unterstützt, die Transportwege relativ kurz gehalten.
Sinnvolle Alternative zur konventionellen Tierzucht
Der heimische Alpakamarkt ist in den letzten Jahren konstant gewachsen, Trend: weiter steigend. In Deutschland werden derzeit etwa 20.000, in Österreich rund 3.000 bis 4.000 Alpakas gehalten. Bisher gibt es nur sehr wenige hauptberufliche Alpakazüchter. Die meisten halten nur einige wenige bis einige Dutzend Tiere.
Doch die Produktion von Alpakawolle ist für viele heimische Kleinbauern eine sinnvolle umwelt- sowie tierschonend Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, und bietet die Chance, auf hochwertigere, rentablere Produkte umzusteigen. So ist die Zusammenarbeit der Alpaca Association Austria mit Grüne Erde ein Beitrag zur guten Weiterentwicklung der heimischen Alpaka-Branche.
Auf den Crimp kommt's an
In Österreich und Deutschland züchtet man vor allem den Alpaka-Typ Huacaya, dessen Wollfaser sich durch besondere Feinheit und gleichmäßige, starke Kräuselung – Crimp – auszeichnet. Mit einem Faserdurchmesser von 18 bis 25 Mikrometern (bei guten Tieren) ist Alpaka etwa so fein wie Kaschmir.
Alpakawolle für Heimtextilien
Das „Vlies der Götter“ ist nicht nur bei Kleidung und Schlaftextilien eine wahre Wunderfaser, auch im Wohnbereich wirkt es edel und zugleich funktional. Die hochwertige Faser ist sehr glatt und fein, fühlt sich sanft auf der Haut an und hat einen hohen Selbstreinigungseffekt. Zudem enthält Alpakawolle nur einen sehr geringen Anteil an Wollfett (Lanolin) und wird daher von den meisten Allergikern gut vertragen.
Unsere Wohndecken werden in unseren Partnerbetrieben in Peru in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. Die sorgsame Auswahl der Fasern, die traditionelle Herstellung und die schonende Verarbeitung tragen dazu bei, dass unsere Wohndecken etwas ganz Besonderes sind!
Alpakawolle für Kleidung
Die Alpakawolle für unsere Bekleidung stammt aus Bolivien und Peru, wo die Garne direkt vor Ort verarbeitet werden. Baby-Alpaka, eine besonders feine und weiche Alpakafaser, ist etwa so fein wie Kaschmirwolle.
Alpakawolle ist außerordentlich weich und anschmiegsam, temperaturausgleichend und hautfreundlich. Neben den vielen positiven Trageeigenschaften der Faser sind auch die ökologischen Aspekte ihrer Herstellung von Bedeutung. So gilt die Gewinnung von Alpakawolle als besonders umweltschonend. Alpakas fressen – im Gegensatz zu vielen anderen Tieren – nur die Blätter, niemals die Wurzeln ihrer Futterpflanzen, und verletzen dank ihrer weichen Hufballen den Boden nicht.
Sie finden aufgrund ihrer Genügsamkeit noch Futter auf kargen Böden, die für die Landwirtschaft nicht geeignet sind. Zudem werden bei der Produktion von Alpakawolle sehr wenig Wasser und Energie verbraucht.
Die soziale Wärme von Alpaka-Kleidung
Auch wir knüpfen an die Wolltradition der südamerikanischen Indios an. Die Produktion unserer Alpakakollektion aus Peru von KERO DESIGN koordiniert, unserem Partnerbetrieb in Lima, der zu den engagiertesten Unternehmen für hochwertige, verantwortungsvoll produzierte Mode in diesem Andenstaat gehört.
Die Wolle stammt von freilebenden Alpakas, die von Bauern und Kooperativen betreut und geschoren werden. Versponnen und gefärbt wird die Wolle von Betrieben in Arequipa, die nach dem strengen GOTS-Standard arbeiten. KERO DESIGN betreibt eine eigene kleine Produktion, vergibt die Arbeiten aber auch an Kleinbetriebe und Frauenkooperativen mit jeweils 5 bis 20 erfahrenen, ausgebildeten MitarbeiterInnen. Pullover, Mäntel und Jacken werden mit Nadeln gestrickt bzw. mit Handstrickmaschinen gefertigt und in Handarbeit vollendet.
In der gesamten, lückenlos nachvollziehbaren Produktionskette kommen umweltverträgliche und gesundheitlich unbedenkliche Methoden zum Einsatz, es gelten hohe soziale Standards, ein sicheres und hygienisches Arbeitsumfeld ist garantiert. Es gibt vertraglich abgesicherte Arbeitsverhältnisse und Gewerkschaftsfreiheit, die Löhne liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard, Kinderarbeit ist verboten. Dies wird von unabhängigen Instituten geprüft und zertifiziert.
Die Herstellung hochwertiger Mode aus Alpaka für den europäischen Markt im Rahmen derart „geordneter“ Verhältnisse fördert die Lebensqualität der peruanischen Wolllieferanten und Handwerker nachhaltig. So könnte sich Bernabé Cobos Wort vom Alpaka als „wärmende Gabe“ an die Menschen erneut bewahrheiten. Diesmal auch in sozialer Hinsicht.