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  • Zwei Personen sitzen entspannt auf einer Decke im Freien

    Tipps für alte Kleidung

6 Tipps, ungetragene und alte Kleidung weiterzugeben

In den letzten Jahren haben Marie Kondō (Beraterin und Bestseller-Autorin) und zahlreiche Corona-Lockdowns viele Menschen dazu bewegt, sich von unnötigem Ballast zu trennen. Da wurde vielen bewusst, wie befreiend es ist, sich von ungeliebter Kleidung zu lösen! Doch wohin mit ungetragenen oder alten Kleidungsstücken? Und wie kann man Impulskäufen und dem kurzlebigen Umgang mit Kleidung entgegenwirken?

Kurzlebigkeit bestimmt den Kleiderschrank

Mode hat für Konsumenten einen großen Stellenwert. Sobald eine neue Saison beginnt, wird der Modemarkt mit neuen Farben, Schnitten und Dessinierungen überfüllt. All das führt dazu, dass wir in einer Welt leben, die von Fast Fashion geleitet wird. An dieser prekären Situation lässt sich nicht viel ändern, oder doch?

Erst an der Menge der Kleidung, die wir nicht tragen, lässt sich erahnen, wie oft wir trotz sorgfältiger Auswahl bei Kleidungsstücken dennoch von Impulskäufen getrieben werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sollte nicht nur bei der Herstellung bedacht werden, sondern auch beim Konsum. Man sollte sich immer wieder einmal daran erinnern, wie viel Kleidung man wirklich braucht und aus welchen Beweggründen man eine Kaufentscheidung tätigt. Wird das Kleidungsstück tatsächlich benötigt, oder handelt es sich lediglich um Glück in Tüten? Vor allem Modeartikel haben in den letzten Jahren einen Belohnungscharakter etabliert, da sie dem Konsumenten suggerieren, sich durch diesen Kauf attraktiver, schöner, stilsicherer und zeitgemäßer zu fühlen. So schafft es die Modeindustrie auch heute noch, Menschen, die bereits bewusste Kaufentscheidungen treffen, mit neuen Reizen zum Konsum zu animieren. Doch wie lassen sich unüberlegte, spontane und (meistens) unnötige Käufe minimieren?

Beiger Mantel hängt dekorativ an einem Ast im Wind

Mode ohne schnellen Trend

Wir von Grüne Erde möchten ein Zeichen gegen die Überproduktion in der Modeindustrie setzen – mit zeitlosen, saison- und trendunabhängigen Kleidungsstücken, die für Komfort und Lebensqualität stehen, aber auch Selbstbewusstsein, Stil und individuellen Ausdruck hervorbringen. Mit unseren Produkten ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden, ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, ohne einem Trend folgen zu müssen. Dazu haben wir unsere Kollektionen von sechs auf zwei im Jahr reduziert und langfristig arbeiten wir auf eine Jahreskollektion hin. Durch weniger Kleidungsstücke im Sortiment, können wir uns noch fokussierter auf die Qualität jedes einzelnen Stücks konzentrieren.

Gefaltete Kleidung auf hellem Hintergrund

Beweggründe für das Ausstortieren

Allein in Deutschland wird laut einer repräsentativen Greenpeace-Umfrage zu Kaufverhalten, Tragedauer und Entsorgung von Mode jedes fünfte Kleidungsstück so gut wie nie getragen. Das summiert sich auf rund 1 Milliarde ungetragener Teile. Hinzu kommt ungefähr 1 Milliarde selten getragener Kleidungsstücke, die zusätzlich unbenützt in deutschen Schränken verweilen. Jeder zweite der befragten Probanden gab an, Oberteile, Hosen und Schuhe nur noch kurze Zeit zu nutzen und innerhalb weniger als einem Jahr auszusortieren. In Österreich geht man von ungefähr 72 Millionen Kleidungsstücken aus, die nie, fast nie oder nur sehr selten getragen werden.

Doch welcher Hintergedanke bewegt die Menschheit, Kleider und Schuhe in einem derart kurzen Zeitabschnitt zu wechseln? Der wohl meistgenannte Grund ist eine schlechte Qualität, im Anschluss Fehlkäufe – wie die falsche Größe – sowie wechselnder Geschmack. Lediglich 21 Prozent der Befragten geben ihre Kleidung nur nach einer langen Lebensdauer weg, sobald sie ausrangiert ist oder nicht mehr passt.

Alte Kleidung sinnvoll nutzen

Unsere Grüne Erde-Produkte entstehen mit größter Sorgfalt – ökologisch, ressourcenschonend und sozial fair.

Doch selbst mit diesen hohen Standards und dem zeitlos-funktionalen Design ist erst der Grundstein für echte Nachhaltigkeit gelegt. Ein Produkt wird erst wirklich nachhaltig, wenn es viele Jahre lang Freude bereitet, seine Besitzer begleitet und Teil ihrer persönlichen Geschichten wird. Um diesen Lebensweg weiterzuführen und unseren Produkten die Chance auf ein neues Kapitel zu geben, haben wir die Grüne Erde-Tauschbörse ins Leben gerufen. Hier können Sie gebrauchte Produkte suchen, finden und tauschen – damit jedes Stück ein neues Zuhause erhält und anderen Menschen aufs Neue Freude schenkt.

Zur Tauschbörse
Frau sitzt nachdenklich auf einem Feld in herbstlicher Landschaft

Wohin mit ungetragener oder alter Kleidung?

Wir bei Grüne Erde verstehen den Kauf von Kleidung als wertvolle Investition. Dieses Verständnis führt dazu, dass wir zu einer bewussten, sorgsamen und reduzierten Kleiderwahl inspirieren möchten. Wenige, gut ausgewählte Stücke von guter Qualität zu besitzen, sie gut zu pflegen, sie gekonnt und immer wieder neu zu kombinieren – das ist es, was wir unterstützen.

Langlebige und gut gepflegte Kleidung kann getauscht, verkauft, verschenkt, gespendet, weiterverwendet werden. Für uns als Anbieter ökologischer Kleidung bedeutet das beispielsweise eine ähnlich bleibende, harmonische Farbpalette, um Kollektionen miteinander kombinieren zu können, ein zeitloses Design, das über Raffinesse in Verarbeitung und Schnitt verfügt, und eine hochwertige Verarbeitung, die eine lange Lebensdauer garantiert. Die Qualität unserer Kleidungsstücke zeigt sich auch auf der Innenseite durch saubere Nähte und hochwertiges Handwerk. Die durchdachten Details erfordern von der Konzeption bis zur Fertigstellung viel Leidenschaft, Aufwand sowie Achtsamkeit – ein Einsatz, der sich auf allen Seiten lohnt, wenn unsere Kleidung lange und gute Dienste tun darf.

Bereits in die Jahre gekommene Kleidung, mit kleinen Makeln und Lebensspuren versehen, kann repariert oder umgenäht werden. Auch hierzu finden sich zahlreiche Inspirationen, Denkanstöße oder DIY-Anleitungen im Internet – oder Sie bringen die Kleidung zu einem Schneider in Ihrer Nähe!

Anbieter, bei welchen Sie Kleidung verkaufen können

Regionale Secondhand-Läden, Flohmärkte, Vinted, Willhaben, Ebay-Kleinanzeigen oder Shpock!

Auch ein Tauschgeschäft ist mittlerweile weit verbreitet – unter Freunden und Bekannten, oder auf Tauschbörsen im Internet.

Kleidung reparieren und umnähen

Eine weitere Möglichkeit: Die Kleidungsstücke umnähen. Upcycling sozusagen. Im Internet finden sich zahlreiche Schnittanleitungen oder Tutorials, um aus ungetragener oder alter Kleidung etwas Neues zu kreieren.

Kleidung verschenken oder spenden

Kleidung verschenken und spenden ist ein ehrenwerter Zug. Doch nicht immer die beste Lösung, wie die NDR-Doku „Die Altkleiderlüge“ damals aufzeigte. Und auch die Secondhandbranche stand schon häufiger in der Kritik, denn dank des westlichen Überkonsums bleibt Kleidung nur äußerst selten im eignen Land.

Die gespendete Kleidung wird aussortiert. Gut erhaltene Teile bekommen Seconhand-Großhändler im In- und Ausland, leicht kaputte Kleidungsstücke werden nach Afrika, Asien oder Südamerika verschifft und dort an Einheimische verkauft. Kaputte Textilien (rund 15 Prozent) werden recycelt und als Dämm-Material wiederverwendet.

Doch es ist der Anteil des Exports, der uns zum Nachdenken anregen sollte. Besonders im afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Raum sorgen diese Spenden für enorme Probleme. Die Altkleider werden zu Spottpreisen auf den Märkten verkauft, weshalb die Textilmärkte enorme Einbußen hatten. Viele Fabriken mussten schließen, alleine in Tansania wurden etwa 80.000 Menschen arbeitslos. Das führte dazu, dass Länder – wie zum Beispiel Ghat – die Annahme der Altkleider stoppte. Infolgedessen jedoch entstand ein Schwarzmarkt an importierten Kleidungsstücken.

Beiger Sneaker wird stilvoll vor warmem Hintergrund präsentiert
Zwei Menschen halten sich liebevoll an den Händen draußen

Zwischen Überkonsum und Verantwortung

Auch Bulgarien kämpft mit dem westlichen Überkonsum. Secondhand-Großhändler beziehen die Waren aus Kleiderspenden und senden sie zur Kleideraufbereitung in östliche Länder. Dort werden sie sortiert, gewaschen und aufbereitet. Aber auch hier endet Fast-Fashion nicht, denn Profit wird sogar bei der Erneuerung der alten Kleidungsstücke großgeschrieben. Etwa 1,7 Tonnen Kleidung sollen Arbeiterinnen und Arbeiter täglich (!) sortieren und das unter hoher Belastung – wie Feinstaub und Druck.

Wer also zuhause aussortiert, sollte nicht einfach den nächstbesten Container verwenden, sondern auch hier etwas achtsam sein. Möchte man die Kleidung nicht verkaufen, so empfiehlt es sich, auf vertrauenswürdige Organisationen zu setzen – oder die Kleidung bei einer regionalen Stelle, welche die Kleider auch wirklich benötigt, abzugeben.

Seriöse Anlaufstellen, um Kleidung zu spenden:
Kleiderkammer Caritas, Rotes Kreuz, Regionale Sozialkaufhäuser, Oxfam-Läden, Dachverband-Fairwertung, Deutsche Kleiderstiftung, PackMee oder Free-Your-Stuff.

Kleidung entsorgen

Textilien, die Ihr Lebensende erreicht haben, können mühelos bei regionalen Entsorgungsunternehmen und Entsorgungshöfen abgegeben werden. Meist werden diese Kleidungsstücke der Industrie zugeführt, um daraus Putzlappen oder Dämmmaterial zu fertigen.

Person sitzt eingekuschelt im Gras mit warmer Kleidung

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