Gütesiegel und Zertifizierungen

  • Orientierung durch Qualitäts-, Öko- und Fairness-Labels
  • In einer Welt mit wenig transparenten Lieferketten können Endkunden meist nur schwer nachvollziehen, ob Produkte tatsächlich ökologisch, fair gefertigt, umwelt- und sozialverträglich sind. Qualitäts-, Öko- und Fairness-Labels sollen Orientierung bieten, Sicherheit und Vertrauen geben, dass ein Produkt in Bezug auf Rohmaterialien, Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Arbeitsbedingungen hält, was es verspricht und was sich die KundInnen erwarten. Leider gibt es neben strengen, vertrauenswürdigen und herstellerunabhängigen Labels auch solche mit laschen Kriterien und niedrigen Standards. Es lohnt sich daher, "hinter die Kulissen" der jeweiligen Gütesiegel und Zertifikate zu blicken, um gute und sichere Kaufentscheidungen treffen zu können.
  • Gütesiegel bei Grüne Erde

    Wir von Grüne Erde haben uns gewissenhaft ein Portfolio von anspruchsvollen Labels für die unterschiedlichen Produkte erarbeitet. Die Zertifizierung durch unabhängige Institutionen nach strengen Kriterien dient Ihnen als verlässliche Orientierung. Bei Bekleidung, Möbelstoffen, Textilien und Matratzen setzen wir vor allem auf den NATURTEXTIL BEST-Standard und den Global Organic Textile Standard (GOTS), das bioRe®-Gütesiegel und den Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL). Neu ab 2021 ist eine kleine, feine Kollektion von Schlafprodukten, die als "VEGAN" zertifiziert ist. Auf unserer Kosmetik finden Sie das NATRUE- bzw. Austria Bio Garantie-Siegel, bei unseren Lebensmitteln ein Austria Bio-Siegel, eine Fair Trade- oder eine Demeter-Zertifizierung.
      • Gütesiegel GOTS
      • Naturtextil BEST Zertifizierung
      • Naturtextil BEST - Teilzertifiziertes Kombinationsprodukt
      • Naturtextil BEST Leder
      • Vegan Gütesiegel
      • QUL- Qualitätsverband Umweltverträgliche Latexmatratzen
      • Natrue Naturkosmetik Gütesiegel
      • Austria Bio Garantie
      • Fairtrade Gütesiegel
      • BioRe Sustainable Textiles
      • Demeter Gütesiegel
      • GOTS – Global Organic Textile Standard

        GOTS ist das international führende Regelwerk für die Produktion und den Handel mit Naturtextilien. Der Global Organic Textile Standard erfasst neben ökologischen auch soziale Kriterien bei der Herstellung der Produkte, etwa Mindestlohn, sichere Arbeitsbedingungen, Gewerkschaftsfreiheit oder Verbot von Kinderarbeit. Eine stetig wachsende Anzahl von Produkten aus unserem Schlafsortiment (Bettwäschen, Matratzen etc.), sowie rund 90 % unserer Bekleidung sind GOTS-zertifiziert.
      • NATURTEXTIL BEST

        Zum Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft IVN gehören mehr als 100 Textilunternehmen, die für ökologisches und soziales Wirtschaften eintreten. Die NATURTEXTIL BEST-Richtlinien des IVN sind die weltweit strengsten für biologische Naturtextilien, in vielen Bereichen noch strikter als GOTS. Sowohl als Handels- als auch Fertigungsbetrieb ist Grüne Erde NATURTEXTIL BEST-zertifiziert. Als erster ökologischer Anbieter können wir Ihnen zwei komplett NATURTEXTIL BEST-zertifizierte Schlafprodukt-Linien anbieten. Grüne Erde ist zudem das erste und bis dato wohl einzige Unternehmen, das Ihnen Polstermöbel und Polsterbetten mit dem Zertifikat "IVN NATURTEXTIL BEST – teilzertifiziertes Kombinationsprodukt" anbieten kann. Das ist zwar kein besonders charmanter Begriff, doch dahinter verbirgt sich etwas sehr Bedeutsames: Produkte, die auf sehr hohem ökologischem Niveau – noch dazu in Österreich – gefertigt werden.
      • NATURTEXTIL BEST - Teilzertifiziertes Kombinationsprodukt

        Grüne Erde gilt im Bereich des natürlichen Wohnens und Schlafens als Pionierbetrieb. Zum Wesen des Pioniers gehört, dass man vorangeht und neue Wege beschreitet, keinen ausgetretenen Pfaden folgt, in niemandes Fußstapfen tritt. So war es auch mit dem – verbal etwas sperrigen – Siegel "IVN NATURTEXTIL BEST – teilzertifiziertes Kombinationsprodukt".
      • VEGAN

        Produkte, die mit diesem Label ausgezeichnet sind, enthalten weder tierische Rohstoffe jedweder Art, noch werden Hilfsstoffe tierischer Herkunft im Fertigungsprozess eingesetzt. Das „V-Label“ ist international anerkannt und folgt den strengen Prüfkriterien der European Vegetarian Union. Es stellt eine klare, einfache und zuverlässige Orientierungshilfe bei der Wahl veganer Produkte dar.
      • QUL-Qualitätsverband Umweltverträgliche Latexmatratzen

        Das Gütesiegel des Qualitätsverbandes Umweltverträgliche Latexmatratzen QUL garantiert, dass Füllmaterialien und Bezug der entsprechend zertifizierten Matratze ausschließlich aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien gefertigt sind. Auch mechanische Qualitätskriterien wie Elastizität und Haltbarkeit sind maßgeblich. Dies alles wird mittels sorgfältiger und umfassender Laboranalyse in unabhängigen Forschungsinstituten geprüft. Alle Grüne Erde-Matratzen sind QUL-zertifiziert.
      • NATRUE

        NATRUE ist ein internationales Qualitätssiegel für Natur- und Biokosmetik in drei Standards: „Naturkosmetik“, „Naturkosmetik mit Bioanteil“ und als höchste Stufe „Biokosmetik“. Auf unseren Kosmetikverpackungen ist angegeben, welchen NATRUE-Standard das jeweilige Produkt erfüllt. Rund 90 % der Grüne Erde-Kosmetik sind als „Biokosmetik“ zertifiziert.
      • Austria Bio Garantie

        Austria Bio Garantie (ABG) ist die führende österreichische Institution zur Kontrolle und Zertifizierung biologischer Produkte. Dieses Siegel gewährleistet, dass mindestens 95 % der landwirtschaftlichen Rohstoffe im Produkt aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung stammen. Weitere wichtige Kriterien: artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf Gentechnik und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Bei Grüne Erde sind einige Lebensmittel, Kosmetikprodukte und Duftstoffe ABG-zertifiziert.
      • Fairtrade

        Das Fair Trade-Siegel kennzeichnet Produkte, die aus fairem Handel stammen. Ziel ist es, die Handels-, Arbeits- und Lebensbedingungen der landwirtschaftliche ProduzentInnen in Ländern des globalen Südens zu verbessern. 
Grundlage der Zertifizierung sind die Kriterien der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO). Dazu gehörten die Zahlung von festen Mindestpreisen, das Verbot illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit.
      • bioRe® Sustainable Textiles

        Dieses Gütesiegel steht für einen der weltweit höchsten Standards bei Bio-Baumwolle aus fairem Handel. Es garantiert eine lückenlose Transparenz der gesamten Produktions- und Wertschöpfungskette. Geschaffen wurde das Siegel vom Schweizer Unternehmen Remei. Dieses zählt seit vielen Jahren zu unseren wichtigsten Partnern beim Einkauf von Bio-Baumwolle sowie bei der ökologischen und sozial fairen Fertigung unserer Bekleidung.
      • Demeter

        Demeter ist der weltweit älteste Verband für ökologische Landwirtschaft. Seit rund 90 Jahren arbeiten Demeter-Bauern nach dem biologisch-dynamischen Prinzip. Demeter ist ein Gütesiegel sowohl für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur als auch für hohe Produktqualität.
    • Alle wichtigen Gütesiegel auf einen Blick

      Aus fairem Handel? Umweltfreundlich produziert? Welche Labels zeigen das an? Wie unterscheiden sich die einzelnen voneinander? Hält ein Label, was es verspricht? Wer garantiert das? Welche Labels helfen tatsächlich, die Umwelt zu schützen und sozial faire Bedingungen bei der Herstellung der Produkte zu schaffen? Antworten auf solche Fragen gibt Siegelklarheit.de
  • Das könnte Sie auch interessieren

    Was bedeuten die Gütesiegel kbT und kbA?

    • Was bedeutet kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT)

      Hinter der Bezeichnung „kontrolliert biologische Tierhaltung“ (kbT) stehen rechtlich verbindliche Kriterien für eine artgerechte Tierhaltung – Fasern von freilebenden Tieren können nicht nach kbT bewertet werden. Die wichtigsten Richtlinien sind:
      • Ausreichend große Weideflächen
      • Natürliche Fortpflanzung
      • Schonende Tiertransporte
      • Kein Einsatz von Masthilfen und Pestiziden
      • Verbot von Mulesing* bei Schafen

    • Was bedeutet kontrolliert biologischer Anbau (kbA)

      Die Bezeichnung "kontrolliert biologischer Anbau" (kbA) ist rechtlich geschützt, das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Fasern, die in der Textilproduktion verwendet werden (zum Beispiel Baumwolle oder Hanf). Wild wachsende Rohstoffe können nicht nach kbA bewertet werden. Die wichtigsten Richtlinien sind.
      • Kein Einsatz von chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Insektiziden
      • Verzicht auf Mineraldünger und Kunstdünger
      • Verbot von Gentechnik und Bestrahlung
      • Vermeidung von Monokulturen
    • Warum wir lieber heimische als biozertifizierte Fasern verwenden

      So verarbeiten wir zum Beispiel bevorzugt und soweit auf dem Markt ausreichend verfügbar, Fasern aus heimischer Herkunft und kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bzw. kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT). Die Kombination aus beidem – aus regional und als biologisch zertifiziert – ist jedoch nicht immer erhältlich. In solchen Fällen müssen wir nach bestem Wissen und Gewissen abwägen. Die Gütesiegel kbA und kbT schaffen Orientierung und Sicherheit, aber rechtfertigt das den Transport von Rohstoffen um den halben Globus, die vor Ort verfügbar sind?
    • Die Lösung liegt manchmal im wahrsten Sinne des Wortes ganz nah. Wir haben zum Beispiel als Schurwoll-Lieferanten für unsere Naturmatratzen im Mühl- und Waldviertel viele vertrauenswürdige kleinbäuerliche Betriebe aufgetan, die umweltschonend, ökologisch nachhaltig und tiergerecht arbeiten. Sie sind zwar nicht biozertifiziert – das heißt aber nicht automatisch, dass sie nicht zertifizierbar wären. Kosten und Aufwand der Zertifizierung sind jedoch für kleinere Produzenten oft abschreckend und auch nicht immer rentabel – dennoch beziehen wir lieber unsere Schurwolle von diesen kleineren Produzenten, der Umwelt und den landwirtschaftlichen Betrieben zuliebe.

      Weil Vertrauen gut ist, aber eben nur regelmäßige Kontrollen Sicherheit bringen, lassen wir unsere Rohstoffe von unabhängigen Stellen, etwa dem eco-INSTITUT in Köln, regelmäßig auf Schadstoffe prüfen, sodass Sie sicher sein können: Unsere Bettwaren sind hautfreundlich, ökologisch „sauber“ und gesundheitlich unbedenklich.

      *Durch Mulesing soll bei Schafen der Befall durch Fliegen im Afterbereich verhindert werden. Jungtieren werden dazu – oft ohne Betäubung – mit einer scharfen Schere Hautfalten um After, Vulva und Schwanz entfernt. Durch diese grausame Methode entsteht vernarbtes Gewebe, es wächst dort keine Wolle mehr und die Gefahr eines Befalls durch Maden sinkt.

      Lesen Sie mehr über Mulesing-freie Wolle!

    Wie kann man Gütesiegel voneinander unterscheiden?

    • Gütesiegel bieten dem Konsumenten Sicherheit und Transparenz. Doch wer steht hinter den Labels, die wir auf unseren Produkten finden? Grundsätzlich werden Gütesiegeln von unabhängigen Organisationen ins Leben gerufen, doch auch Modeunternehmen haben begonnen, eigene Siegel zu etablieren, um ihre Kollektionen auszuzeichnen. Das erschwert den Endkonsumenten den Überblick zu behalten.

      Bei Gütesiegeln von unabhängigen Organisationen kann man darauf vertrauen, dass diese eine umfangreiche Transparenz bieten – wie der Global Organic Textile Standard oder die Fair Wear Foundation. Siegel, die von Unternehmen gegründet werden, sind ebenso ein guter Schritt in die richtige Richtung, oftmals jedoch mit geringen Standards für eine faire und nachhaltige Produktion.

      Daher empfehlen wir, genau zu prüfen, welche Gütesiegel verwendet werden, wer dahintersteht und welches Bestreben das Label hat. Unterschieden wird zwischen den Kriterien für Ökologie, Fairness und Gesundheit.
    • Ökologische Kriterien

      Die ökologischen Kriterien betreffen die gesamte Wertschöpfungskette – vom Anbau des Samens, über die Produktion bis zur Auslieferung. Dazu zählen auch das Verbot von chemischen Pestiziden und Düngemitteln.

    • Soziale Kriterien

      Soziale Kriterien beziehen sich auf Einhaltung sozialer Standards entlang der gesamten Wertschöpfung und achten auf menschenwürdige Bedingungen, faire Mindestlöhne sowie auf das Verbot von Kinderarbeit.
    • Gesundheitskriterien

      Gesundheitskriterien sind wichtig, um die Kleidung nicht nur während, sondern auch nach der Herstellung zu prüfen. Um schädliche Rückstände im Kleidungsstück zu vermeiden, werden bestimmte Farbstoffe im Herstellungsprozess verboten.
    • Aufgrund einer sehr komplexen Wertschöpfungskette bei Textilien ist es nicht immer einfach, alle Aspekte zu beachten und zu zertifizieren. Daher ist es umso wichtiger, zu wissen, welche Qualitäts-, Öko- und Fairness-Labels Ihnen persönlich am wichtigsten sind.