Naturbedingte Eigenschaften von Polstermöbeln aus Naturfasern

  • Dies ist ein Plädoyer, sich über die Echtheit und Lebendigkeit von Naturfasern zu freuen, aber auch deren naturgegebene Eigenheiten zu respektieren und zu akzeptieren.
  • Grüne Erde Polstermöbel
    Unsere Sofabezüge sind zu 100 % aus hautfreundlichen, atmungsaktiven Naturfasern und werden nicht chemisch ausgerüstet.
  • Grüne Erde-Möbelstoffe und ihre natürlichen Besonderheiten

    • Hautfreundliche Gewebe

      Wir schneiden die Bezüge unserer Polstermöbel aus hochwertigen Geweben: Schurwolle und Hanf (100 % Naturfasern, 0 % Synthetikanteil). Die Möbelstoffe sind ausschließlich mechanisch behandelt, weder chemisch ausgerüstet noch stabilisiert. So bewahren die Bezüge ihre natürlichen Eigenschaften und fühlen sich angenehm auf der Haut an. Sie sind atmungsaktiv und sorgen gemeinsam mit der Naturfaserpolsterung für ein gutes, stehts angenehm trockenes "Sitzklima" ohne Wärme- und Feuchtigkeitsstau.
    • Naturbedingte Eigenschaften

      Bedenken Sie bitte aber auch: Bezüge aus Naturstoffen sind anspruchsvoller in der Pflege und im täglichen Umgang als herkömmliche Stoffe aus synthetischen Materialien bzw. mit Synthetikanteil. So etwa sind Naturfasern begrenzt elastisch. Durch unvermeidliche physikalische Einwirkungen beim Sitzen (Druck, Körperwärme, Schweiß) und dauerhafte Beanspruchung bilden sich im Laufe der Zeit materialbedingte Wellen oder Falten im Bezug, was jedoch keinen Qualitätsmangel oder Reklamationsgrund darstellt.
  • Materialbedingte Eigenschaften: Was es zu beachten gilt

    • Bezüge

      Grüne Erde-Möbelstoffe sind aus unbehandelten Naturfasern (Schurwolle, Hanf) gewebt und chemisch nicht ausgerüstet. So bewahren die Bezüge ihre natürlichen Eigenschaften und fühlen sich angenehm auf der Haut an. Sie sind – auch aufgrund des enthaltenen Wollwachses (Lanolin) – von Natur aus schmutz- und feuchtigkeitsabweisend, laden sich elektrostatisch nicht auf, ziehen daher kaum Staub und Schmutz an. Naturfaserbezüge sind atmungsaktiv und sorgen gemeinsam mit der Naturfaserpolsterung unserer Polstermöbel für ein gutes „Sitzklima“, optimalen Wärme- und Feuchtigkeitsausgleich. Naturfasern verhalten sich gegenüber Sonnenlicht, Hitze, Druck und Feuchtigkeit anders als synthetische Fasern bzw. chemisch ausgerüstete Naturfasern. Naturfaserbezüge sind begrenzt elastisch. Durch Körperwärme, Schweiß, Druck und mechanische Beanspruchung beim Sitzen und Liegen bilden sich mit der Zeit materialbedingt „Sitzspiegel“, Wellen und Falten im Bezug. Jedes Flachgewebe wird im Laufe der Zeit je nach Beanspruchung mehr oder weniger auf stark aufgeraut.

      Helle Polstermöbel-Bezüge sind schmutzempfindlicher als dunkle, brauchen daher mehr Pflege, wie z. B. häufigeres Absaugen. Wollstoffe neigen naturgemäß zu Pilling. Dieser Effekt ist materialtypisch (sog. „Ausschaffung von Materialüberschüssen“) und als solcher nicht vermeidbar. Anfärbungen – „Ausbluten“ – durch farbintensive „Fremdtextilien“, z. B. Jeans, Wohndecken etc., sind häufig nicht mehr bzw. nur mehr schwer aus Bezügen zu entfernen, vor allem aus hellen Wollstoffen. Da die Ursache hierfür die mangelnde Farbechtheit der Fremdtextilien ist, kann eine solche Anfärbung des Möbelstoffes keinen Reklamationsgrund darstellen. Unsere Möbelstoffe weisen gute Lichtechtheits- Werte auf. Dennoch bewirkt die Sonneneinstrahlung bei chemisch unbehandelten Naturfasern Veränderungen. So werden jene Flächen, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, mit der Zeit farbliche Unterschiede zu solchen Flächen aufweisen, die keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind.
    • Polsterung

      Neue Polstermöbel durchlaufen den Prozess des „Einfederns“. D. h.: Polsterung und Unterfederung – in unserem Fall elastische Holzleisten – beginnen sich zu verändern, sobald das Polstermöbel benutzt wird. Es passt sich seinen „Besitzern“ an, die Polsterung reagiert auf wechselnde Luftfeuchtigkeit im Raum, Körperwärme und -gewicht. Unsere natürlichen Polstermaterialien sind begrenzt elastisch: Während Kokoslatex und Naturlatex relativ lange formstabil bleiben, verlieren die Schafschurwoll-Vliese naturgemäß früher an Elastizität und Bauschkraft. Dies zeigt sich auch an Wellen und Falten, die sich mit der Zeit im Bezug abzeichnen. Chemisch unbehandelte Wollfasern, wie sie für die Bezüge und die Polsterung unserer Polstermöbel verarbeitet werden, üben auf Kleidermotten eine ähnlich unwiderstehliche Anziehungskraft aus wie Schurwollpullover im Wäscheschrank. Treffen Sie daher entsprechende Vorsorge gegen möglichen Mottenbefall, etwa durch regelmäßige Kontrolle des Polstermöbels (Falten, Ritzen, an der Unterseite etc.), durch regelmäßiges Glattstreichen der Bezüge, Abklopfen der Polsterung und loser Kissen, oder durch Aufstellen von Kleidermottenfallen.
  • Modell- und funktionsbedingte Eigenschaften

    • Legere Polsterung

      Die legere Polsterung bietet ein vom Design so gewolltes, modellbedingtes und vom Polstermöbel- Tapezierer umgesetztes Erscheinungsbild. Sie ist das Ergebnis eines relativ weichen Aufbaus der Polsterung (z. B. mehr Naturlatex, weniger Presskokos). Die legere Polsterung ermöglicht ein weicheres Sitzen und tieferes Einsinken auf dem Polstermöbel, was naturgemäß zu mehr Falten- und Wellenbildung im Bezug führt. Dies ist warentypisch und kein Produktmangel.
    • Fest-straffe Polsterung

      Auf einer solchen Polsterung (z. B. mehr Presskokos, weniger Naturlatex) sitzt man fester, sinkt weniger tief ein, die Polsterung verformt sich wenig, dementsprechend neigt der Bezug weniger zur Wellen- und Faltenbildung.
    • Unterschiede in der Festigkeit der Polsterung

      Diese ergeben sich aus dem Modell und der Bauart des Polstermöbels, sowie aus dem Umstand, dass Grüne Erde als Unterfederung der eigentlichen Naturfaserpolsterung elastische Holzfederleisten verwendet. Zum Beispiel bieten die Sitz- und Liegeflächen eines großen Ecksofas mit breitem Liegeteil konstruktionsbedingt und gewollt unterschiedliche Festigkeiten: Der schmalere Sitzteil ist etwas fester, der breite Liegeteil etwas weicher. Die Wahrscheinlichkeit der Faltenbildung ist bei großflächigen, weicheren Sofabereichen wie dem Liegeteil höher als bei kleinflächigen, festeren Bereichen.
    • Bettsofas

      Beim Ausklappen bzw. -ziehen von Bettsofas können Druckstellen in der Polsterung und im Bezug sichtbar werden, die zuvor verdeckt waren. Solche Druckstellen sind konstruktionsbedingt, auf die verschiedenen Funktionen des Bettsofas zurückzuführen und stellen keinen Qualitätsmangel dar. Das häufige, z. B. tägliche, Ausziehen bzw. -klappen eines Bettsofas stellt eine Belastung des Bezuges dar, die sich auf dessen Lebensdauer auswirkt.