• Slow Fashion – langlebige, nachhaltige Mode
  • Was bedeutet Slow Fashion?

    • „Mehr als 80 % der Kleidungsstücke in der EU werden weggeworfen. In Ländern mit einer ausgeprägten Konsumkultur werden die meisten Altkleider mit dem Haushaltsmüll entsorgt und landen auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen – die Menge beläuft sich auf mehrere Millionen Tonnen Textilabfälle weltweit.“ – Das steht im Bericht „Die Modebranche am Scheideweg“, den Greenpeace im Herbst 2017 in der Modemetropole Mailand (welch Ironie!) präsentierte. Der Report stellt auch einen 12-Punkte-Plan vor, der auf die Verlangsamung von Stoffströmen und auf mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie abzielt, damit diese aus ihrer heißlaufenden, überdrehenden, Berge von Bekleidungsmüll, verunreinigte Abwässer, giftige Chemikalien, kranke Textilarbeiterinnen und soziales Elend hinterlassenden Dauerschleife herauszukommen vermag.
  • “Buy less, choose well, make it last.”
    Vivienne Westwood
  • Slow Fashion ist die Zukunft

    Für uns von Grüne Erde ist es eine Herzensangelegenheit, dass unsere Produkte im Einklang mit der Natur gefertigt werden und zugleich einen Besitzer finden, dem sie lange Freude bereiten. Deshalb steuern wir nicht nur unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Gentechnik bei der Ernte, Pestiziden im Endprodukt und einem leichtfertigen Umgang mit Verpackungen entgegen. Nein, wir achten auch bewusst darauf, dass unsere Modekollektionen im angemessenen Rahmen produziert wird, wir sozusagen Überproduktionen vermeiden und so keine Kleidung verbrennen oder vernichten müssen. Demnach kann es aber passieren, dass unsere Mode bereits vorzeitig ausverkauft ist oder gegen Ende der Saison über attraktive Aktionen abverkauft wird. Wir glauben aber fest daran, dass unsere Kundinnen und Kunden uns das Verzeihen. Und die neue Kollektion lässt ja auch nie lange auf sich warten!
  • Woher kommt Slow Fashion?

    Der Begriff Slow Fashion etablierte sich im Jahre 2007, als Kate Fletcher vom Londoner Centre for Sustainable Fashion der „Slow Fashion“-Bewegung ihren Namen gab. Alles begann in den frühen 1980er-Jahren, in denen Fast Fashion durch die hohe Nachfrage nach billiger Wegwerfmode vorangetrieben wurde. Eine Revolution war geboren, die die Modebranche für immer veränderte. 1991 löste ein Skandal weltweit Entsetzen aus: Unternehmen wurden genau beleuchtet und Berichte enthüllt, die niedrige Löhne und gefährliche Bedingungen in der Wertschöpfungskette nachwiesen. Viele Marken erkannten, dass Nachhaltigkeit der Weg in die Zukunft war.

    Infolge des Rana-Plaza-Unglücks in Bangladesch entstand im Jahre 2013 die Fashion Revolution. Erneut fand ein Wandel statt. Der Hashtag #whomademyclothes ging um die Welt. Binnen kürzester Zeit wurden Millionen Menschen inspiriert, sich Gedanken über die eigene Kleidung zu machen. Wo kommt sie her, wer produziert sie und wie beeinflusst sie meine Gesundheit?

    Gegen die katastrophalen Zustände in der Modeindustrie hat sich eine Bewegung formiert, die sich – in Anlehnung an Slow Food – Slow Fashion nennt. Ihr geht es um mehr als um eine sanfte Transformation, mehr als nur einen Stilbruch. Es geht ums Grundsätzliche, darum, das Bewusstsein gegenüber dem Produkt zu verändern und Kleidung wieder die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdient, indem ein Wandel hin zu mehr Verantwortung und Respekt für Mensch und Natur vollzogen wird. Unter anderem durch eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe, eine gewissenhafte und ressourcenschonende Verarbeitung, eine hohe Qualität der Produkte und einen fairen Handel entsteht nachhaltige und bewusste Mode.

    Dieser Umbruch führt uns zur heutigen #RethinkFashion. Es ist der Moment, in welchem wir unseren Konsum mit einem erhöhten Bewusstsein kombinieren. Ein Nachdenken vor dem Kauf. Und eine Inspiration für viele Menschen, die noch unsicher sind. Setzen auch Sie ein Zeichen und tragen Sie einen wesentlichen Beitrag zur Revolution der Slow Fashion-Bewegung bei.
  • Was bedeutet Slow Fashion?

    Slow Fashion steht für nachhaltige Mode, verbunden mit einem bewussten Kaufverhalten. Es ist der Wandel zu mehr Verantwortung, Transparenz und Respekt gegenüber Natur und Mensch. Eine Art Entschleunigung, weg vom kurzlebigen Trendgedanken hin zur zeitlosen Langlebigkeit. Angelehnt wird Slow Fashion an andere „Langsam“-Bewegungen. Dabei wird genau darauf geachtet, woher die Rohstoffe stammen und wie sie (weiter-)verarbeitet werden. Die gesamte Wertschöpfungskette wird transparent offengelegt: faire Bedingungen, hochwertige Qualität und ausgewiesen Gütesiegel. Im gesamten Prozess wird darauf geachtet, auf menschenunwürdige Bedingungen sowie den Einsatz von Chemie zu verzichten.

    Doch Slow Fashion ist nicht nur für den Hersteller ein Begriff, sondern auch für den Konsumenten. Denn es bedeutet auch, den eigenen Konsum zu überdenken. Nur so gelingt es uns gemeinsam, Fast Fashion langsam entgegenzuwirken. Das Prinzip des Neukaufens und Wegwerfens braucht eine Gegenbewegung: Slow Fashion!
  • Slow Fashion bedeutet Nachhaltigkeit

    Wichtig seien auch die Steigerung des Bio-Baumwollanteils und die Reduktion des Synthetik-Anteils in der Bekleidungsindustrie. Einem Szenario im Greenpeace-Bericht zufolge könnte sich bis 2030 die Menge des in der Mode verarbeiteten Polyesters von derzeit 40 auf 76 Millionen Tonnen jährlich fast verdoppeln. Demnach wären in zwölf Jahren rund 75 % aller in der Mode verarbeiteten Fasern aus Polyester, der Rest verteilt sich auf Baumwolle (15 %), Viskose/Zellulosefasern (9 %) und Wolle (1 %).

    • Es geht aber nicht nur um die Fasern: „Fast Fashion muss durch Design, das auf lange Lebensdauer ausgerichtet ist, abgelöst werden. Design muss auf höhere Qualität, klassisches Design, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Garantien und emotionale Langlebigkeit Wert legen“, so der Greenpeace-Bericht.

      Die Umweltorganisation propagiert eine langsamere Art, Mode zu produzieren, die sich in Bezug auf Ökologie, soziale Fairness und Qualität auf keine Kompromisse einlässt. In Analogie zu Slow Food also Slow Fashion. So gesehen war Grüne Erde – in aller Bescheidenheit – von Anfang an „langsam“ mit ihrer Mode unterwegs.

      Wir glauben an ein naturverbundenes, ökologisch verantwortungsvolles und sozial gerechtes Leben. Wir wollen die Welt verbessern und sind davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie wir denken, handeln, wirtschaften und Produkte fertigen, der richtige Weg ist. Seit 1983 fertigen wir nach den Grundsätzen Qualität, Natürlichkeit, Verantwortung, Freiheit und soziale Fairness. Jetzt gehen wir einen entschlossenen Schritt weiter und laden dazu ein, uns dabei zu begleiten – noch konsequenter, noch natürlicher, noch transparenter. Wir wollen eine echte Revolution, denn die Kleidung von morgen muss nicht nur für uns, sondern auch für das große Ganze funktionieren.

      Zuletzt haben wir unsere Kollektionen von sechs auf zwei im Jahr reduziert. Wir setzen damit ein Zeichen gegen die Überproduktion in der Modeindustrie, in der manche Labels bis zu 24 Mikrokollektionen pro Jahr auf den Markt bringen. Langfristig arbeiten wir auf eine Jahreskollektion hin – zeitlose, saison- und trendunabhängige Produkte, die nur an unterschiedliche Temperaturen angepasst sind. Durch weniger Kleidung im Sortiment fokussieren wir uns noch stärker auf die Qualität jedes einzelnen Stücks – vom Ressourcenverbrauch über die Verarbeitung bis zur Langlebigkeit.
    • Naturmode von Grüne Erde: sozial fair & ökologisch produzierte Kleidung

      Grüne Erde steht von Anfang an für eine soziale und umweltschonende Herstellung von Kleidung. Darunter verstehen wir faire Löhne und respektvolle Arbeitsbedingungen, natürliche Materialien, eine ressourcenschonende Produktion, langlebige Produkte und ein achtsames wirtschaftliches Handeln. Dazu setzen wir auf eine transparente Wertschöpfungskette, eine regionale Produktion und langjährige Partnerschaften. Wir sind sehr darauf bedacht, unsere Produkte schonend und achtsam zu fertigen, sodass sie Mensch und Natur möglichst wenig belasten und von langer Dauer sind. Dazu gehört für uns auch, dass wir prinzipiell in Stückzahlen fertigen, die am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sind. Darum erhalten wir auch in der aktuellen Corona-Situation die Fertigung aufrecht und bleiben für unsere Produktionsbetriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner.
    • Slow Fashion bedeutet auch Sicherheit und Fairness


      • Unser Schweizer Partner, die REMEI AG, koordiniert rund 50 Betriebe, damit etwa 80.000 bis 100.000 Menschen, die dadurch direkt oder indirekt einen fairen Arbeitsplatz haben – an vorderster Stelle über 8.000 Baumwollfarmer in Indien und Tansania, denen Abnahmegarantien und faire Preise geboten werden. Angegliederte Organisationen sind verantwortlich für die Umsetzung sozialer Projekte. Dazu gehören etwa Ausbildungszentren für Biolandbau, mobile Gesundheitszentren, Dorfschulen sowie zinslose Darlehen für Bauern, z. B. für den Bau von Biogasanlagen, Kompostanlagen oder Wasserspeichern.

        Dabei müssen stets folgende Richtlinien bei der Herstellung von Kleidung eingehalten werden:
        • Biologisch: Förderung und Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau und Fruchtfolgewechsel.
        • Fair: menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Bauernfamilien und Textilarbeiter, keine Kinderarbeit.
        • Ökologisch: Respekt vor der Natur, kein Einsatz von giftigen Chemikalien.
        • Transparent: vollständige Rückverfolgbarkeit des Produktes und Kontrolle über alle Prozessstufen.
        • Innovativ: bewusster Umgang mit den Ressourcen, Reduktion und Kompensation von CO2-Emissionen.
        Auch Sie haben die Möglichkeit, sich an solchen Projekten zu beteiligen: Als „Endverbraucher“ und „Konsumenten“ mit Kaufkraft und Marktmacht haben Sie es in der Hand, sich für ökologisch verträglich und sozial gerecht produzierte Kleidung zu entscheiden. Denn: Solange wir Konsumenten weiter Mode mit fragwürdiger Herkunft kaufen, wird sich nichts ändern! Je mehr Menschen die katastrophalen Zustände hinterfragen und konsequent handeln, desto eher wird in der Modeindustrie ein Umdenken stattfinden.

    • Zertifizierte Natürlichkeit

      • Bei der Auswahl unserer Rohstoffe achten wir streng auf hautfreundliche Naturmaterialien, die unseren hohen ökologischen und sozialen Anforderungen entsprechen.

        Wann immer möglich sind unsere Rohfasern aus biologischem Anbau oder biologischer Tierhaltung. Innerhalb der EU ist klar geregelt, welche Kriterien für eine Bio-Zertifizierung erfüllt sein müssen: kein gentechnisch manipuliertes Saatgut, kein mineralischer Kunstdünger, keine chemischen Pestizide zum Beispiel, aber auch, wie viel Platz ein Tier mindestens braucht, womit es gefüttert werden darf u.v.m. Außerhalb der EU können andere Kriterien gelten. Deshalb vergleichen wir Bio-Standards mit unseren eigenen strengen Kriterien und vertrauen auf Zertifikate, die ebenso hohe Anforderungen erfüllen.

        Rund 90 % unserer Kollektion tragen das Zertifikat des Global Organic Textile Standard (GOTS). Ein biologischer Anbau bzw. eine biologische Tierhaltung für die Gewinnung der Rohfaser sind dafür Voraussetzung. Bereits vor der Produktion wird entschieden, ob eine Zertifizierung nach den strengen Kriterien dieses weltweit führenden Regelwerks für Naturtextilien umsetzbar wäre. Auch die Auswahl der Rohstoffe erfolgt nach diesem Kriterium, da die Herstellungskette durchgehend kontrolliert und zertifiziert sein muss – von der Faser bis zur Kennzeichnung der fertigen Produkte.