• Slow Fashion | Naturmode, sozial fair und ökologisch produziert

    “Buy less, choose well, make it last.”
    -Vivienne Westwood-
    • Slow Fashion – langlebige, nachhaltige Mode
    • „Mehr als 80 % der Kleidungsstücke in der EU werden weggeworfen. In Ländern mit einer ausgeprägten Konsumkultur werden die meisten Altkleider mit dem Haushaltsmüll entsorgt und landen auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen – die Menge beläuft sich auf mehrere Millionen Tonnen Textilabfälle weltweit.“ – Das steht im Bericht „Die Modebranche am Scheideweg“, den Greenpeace im Herbst 2017 in der Modemetropole Mailand (welch Ironie!) präsentierte.

      Der Report stellt auch einen 12-Punkte-Plan vor, der auf die Verlangsamung von Stoffströmen und auf mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie abzielt, damit diese aus ihrer heißlaufenden, überdrehenden, Berge von Bekleidungsmüll, verunreinigte Abwässer, giftige Chemikalien, kranke Textilarbeiterinnen und soziales Elend hinterlassenden Dauerschleife herauszukommen vermag.
    • Ästhetisch und funktional langlebige Mode

      Wichtig seien auch die Steigerung des Bio-Baumwollanteils und die Reduktion des Synthetik-Anteils in der Bekleidungsindustrie. Einem Szenario im Greenpeace-Bericht zufolge könnte sich bis 2030 die Menge des in der Mode verarbeiteten Polyesters von derzeit 40 auf 76 Millionen Tonnen jährlich fast verdoppeln. Demnach wären in zwölf Jahren rund 75 % aller in der Mode verarbeiteten Fasern aus Polyester, der Rest verteilt sich auf Baumwolle (15 %), Viskose/Zellulosefasern (9 %) und Wolle (1 %).

      Es geht aber nicht nur um die Fasern: „Fast Fashion muss durch Design, das auf lange Lebensdauer ausgerichtet ist, abgelöst werden. Design muss auf höhere Qualität, klassisches Design, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Garantien und emotionale Langlebigkeit Wert legen“, so der Greenpeace-Bericht.

      Die Umweltorganisation propagiert eine langsamere Art, Mode zu produzieren, die sich in Bezug auf Ökologie, soziale Fairness und Qualität auf keine Kompromisse einlässt. In Analogie zu Slow Food also Slow Fashion. So gesehen war Grüne Erde – in aller Bescheidenheit – von Anfang an „langsam“ mit ihrer Mode unterwegs: Wir legen Wert auf qualitativ hochwertige Naturmaterialien und sorgfältige Verarbeitung, energiesparende, umwelt- und ressourcenschonende Produktion, auf Stil, Passform, gutes Design – und damit auf ästhetisch und funktional langlebige Mode.
    • Grüne Erde-Mode: sozial fair & ökologisch produzierte Kleidung

      Grüne Erde steht von Anfang an für eine soziale und umweltschonende Herstellung von Mode. Darunter verstehen wir faire Löhne und respektvolle Arbeitsbedingungen, natürliche Materialien, eine ressourcenschonende Produktion, langlebige Produkte und ein achtsames wirtschaftliches Handeln. Dazu setzen wir auf eine transparente Wertschöpfungskette, eine regionale Produktion und langjährige Partnerschaften. Wir sind sehr darauf bedacht, unsere Produkte schonend und achtsam zu fertigen, sodass sie Mensch und Natur möglichst wenig belasten und von langer Dauer sind. Dazu gehört für uns auch, dass wir prinzipiell in Stückzahlen fertigen, die am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sind. Darum erhalten wir auch in der aktuellen Corona-Situation die Fertigung aufrecht und bleiben für unsere Produktionsbetriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner.

    • Mode mit Zukunft

      Für uns von Grüne Erde ist es eine Herzensangelegenheit, dass unsere Produkte im Einklang mit der Natur gefertigt werden und zugleich einen Besitzer finden, dem sie lange Freude bereiten. Deshalb steuern wir nicht nur unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Gentechnik bei der Ernte, Pestiziden im Endprodukt und einem leichtfertigen Umgang mit Verpackungen entgegen – nein, wir achten auch bewusst darauf, dass unsere Modekollektionen im angemessenen Rahmen produziert wird, wir sozusagen Überproduktionen vermeiden und so keine Kleidung verbrennen oder vernichten müssen. Demnach kann es aber passieren, dass unsere Mode bereits vorzeitig ausverkauft ist oder gegen Ende der Saison über attraktive Aktionen abverkauft wird. Wir glauben aber fest daran, dass unsere Kundinnen und Kunden uns das verzeihen. Und die neue Kollektion lässt ja auch nie lange auf sich warten!
    • Abnahmegarantie & faire Entlohnung

      • Unser Schweizer Partner, die REMEI AG, koordiniert rund 50 Betriebe, damit etwa 80.000 bis 100.000 Menschen, die dadurch direkt oder indirekt einen fairen Arbeitsplatz haben – an vorderster Stelle über 8.000 Baumwollfarmer in Indien und Tansania, denen Abnahmegarantien und faire Preise geboten werden. Angegliederte Organisationen sind verantwortlich für die Umsetzung sozialer Projekte. Dazu gehören etwa Ausbildungszentren für Biolandbau, mobile Gesundheitszentren, Dorfschulen sowie zinslose Darlehen für Bauern, z. B. für den Bau von Biogasanlagen, Kompostanlagen oder Wasserspeichern.

        Dabei müssen stets folgende Richtlinien bei der Herstellung von Öko Kleidung eingehalten werden:
        • Biologisch: Förderung und Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau und Fruchtfolgewechsel.
        • Fair: menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Bauernfamilien und Textilarbeiter, keine Kinderarbeit.
        • Ökologisch: Respekt vor der Natur, kein Einsatz von giftigen Chemikalien.
        • Transparent: vollständige Rückverfolgbarkeit des Produktes und Kontrolle über alle Prozessstufen.
        • Innovativ: bewusster Umgang mit den Ressourcen, Reduktion und Kompensation von CO2-Emissionen.
        Auch Sie haben die Möglichkeit, sich an solchen Projekten zu beteiligen: Als „Endverbraucher“ und „Konsumenten“ mit Kaufkraft und Marktmacht haben Sie es in der Hand, sich für ökologisch verträglich und sozial gerecht produzierte Kleidung zu entscheiden. Denn: Solange wir Konsumenten weiter Mode mit fragwürdiger Herkunft kaufen, wird sich nichts ändern! Je mehr Menschen die katastrophalen Zustände hinterfragen und konsequent handeln, desto eher wird in der Modeindustrie ein Umdenken stattfinden.

    • Zertifizierte Natürlichkeit

      • Bei der Auswahl unserer Rohstoffe achten wir streng auf hautfreundliche Naturmaterialien, die unseren hohen ökologischen und sozialen Anforderungen entsprechen.

        Wann immer möglich sind unsere Rohfasern aus biologischem Anbau oder biologischer Tierhaltung. Innerhalb der EU ist klar geregelt, welche Kriterien für eine Bio-Zertifizierung erfüllt sein müssen: kein gentechnisch manipuliertes Saatgut, kein mineralischer Kunstdünger, keine chemischen Pestizide zum Beispiel, aber auch, wie viel Platz ein Tier mindestens braucht, womit es gefüttert werden darf u.v.m. Außerhalb der EU können andere Kriterien gelten. Deshalb vergleichen wir Bio-Standards mit unseren eigenen strengen Kriterien und vertrauen auf Zertifikate, die ebenso hohe Anforderungen erfüllen.

        Rund 90 % unserer Kollektion tragen das Zertifikat des Global Organic Textile Standard (GOTS). Ein biologischer Anbau bzw. eine biologische Tierhaltung für die Gewinnung der Rohfaser sind dafür Voraussetzung. Bereits vor der Produktion wird entschieden, ob eine Zertifizierung nach den strengen Kriterien dieses weltweit führenden Regelwerks für Naturtextilien umsetzbar wäre. Auch die Auswahl der Rohstoffe erfolgt nach diesem Kriterium, da die Herstellungskette durchgehend kontrolliert und zertifiziert sein muss – von der Faser bis zur Kennzeichnung der fertigen Produkte.

  • Ein Statement für Slow Fashion

    • Der schaffende Mensch

      Angelina Wolf setzt sich bei Grüne Erde für eine faire Produktion und mehr Transparenz in der Modeindustrie ein.


      • Sozial und ökologisch wirtschaften – dieses Thema begleitet Angelina Wolf schon lange. Die studierte Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagerin organisiert bei Grüne Erde Themen wie Zertifizierung, Ökologieprojekte sowie die Schulungen und Bewusstseinsbildung von Mitarbeitenden. Sie handelt aus einer starken Überzeugung heraus und steht mit Charme, Intelligenz und fundiertem Wissen für Ihre – und die Werte von Grüne Erde – ein.

        Angelina betreibt bei uns Pionierarbeit. Sie forscht an Möglichkeiten zu plastikfreien Verpackungen und verfolgt das Ziel, dass Grüne Erde einem kunststofffreien Unternehmen so nahe wie möglich kommt. Zugleich koordiniert sie Veranstaltungen und Workshops, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Grüne Erde zu einem ressourcenschonenderen Leben inspirieren. Sie kümmert sich um Zertifizierungen und arbeitet an immer noch höheren Standards für eine ökologische und sozial faire Fertigung. Und sie macht sich stark für Slow Fashion.


      • Der Weg dahin führt über Transparenz, denn nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher über die Umstände Bescheid wissen, unter denen ihre Mode gefertigt wurde, und die Konsequenzen kennen, können sie eine bewusste Entscheidung treffen und zu einer Veränderung beitragen. Deshalb klärt Angelina Wolf auf, beleuchtet Hintergründe und Zusammenhänge. Das Wichtigste ist: Sie nennt Alternativen und gibt Verbraucherinnen und Verbraucher etwas an die Hand, was sie tun können.

        Es geht um Ermächtigung. Zertifizierungen, Siegel und Produktinformationen zur Herstellung sowie zu Materialien helfen Käuferinnen und Käufern bei der Einordnung. Sie ermöglichen ihnen, sich aktiv für faire Mode zu entscheiden und – gemeinsam mit den Produzenten – ein wirksames Zeichen für Slow Fashion zu setzen.

        Erfahren Sie mehr über Slow Fashion und die Fertigung von Grüne Erde-Mode.