Die besten ihrer Art

    • Über den Wert ökologischer Zertifizierungen und warum es sich lohnt, neue Wege zu gehen
    • Meistens ist es das Erdbeerjoghurt, welches als unrühmliches Beispiel dafür herhalten muss, dass in einem Produkt nicht immer enthalten ist, was sein Name suggeriert – zumindest nicht in der erwarteten Form und Menge. Wo Verbraucherinnen und Verbraucher an saftige, rote Früchte und gesunde Süße denken, versuchen Aromen, Farbstoffe und Zucker über die eigentlichen Zutaten hinwegzutäuschen. Möglich ist das überall dort, wo nur sehr schwache oder gar keine Regeln und Gesetze zur Produktkennzeichnung und -qualität existieren, Begriffe nicht geschützt oder keine Reinheitsgebote einzuhalten sind. Beim Erdbeerjoghurt reicht ca. eine halbe Beere auf 150 Gramm Joghurt (= 6 %), um die Deklarierung zu rechtfertigen.
    • Nicht nur Produktbezeichnungen können für Verwirrung sorgen. Auch Kategorien wie bio, fair, vegan, klimaneutral oder regional sind mit Vorsicht zu genießen. Für Kundinnen und Kunden wird es dadurch nahezu unmöglich, die Güte eines Produktes einzuschätzen oder Unterschiede zwischen verschiedenen Angeboten zu erkennen. So darf beispielsweise ein Produkt, das nur 2 % Naturlatex enthält, als Naturlatex-Produkt bezeichnet werden. Kosmetik mit natürlichen Bestandteilen kann mangels einer eindeutigen Definition als Natur- oder Biokosmetik ausgewiesen werden und auch bei der Kleidung ist nicht klar geregelt, welche Anforderungen Textilien erfüllen müssen, um eine Bio-Kennzeichnung zu rechtfertigen.
    • Zertifizierungen schaffen Transparenz und Orientierung

      Die unübersichtliche Gesamtsituation hat zur Folge, dass es ein Mittel der Orientierung und Klarheit benötigt, um Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. Die Rede ist von Zertifizierungen. Unabhängig, transparent und nachvollziehbar garantieren sie Qualitätsstandards, schaffen Vergleichbarkeit, erzeugen Vertrauen und befähigen Kundinnen und Kunden zu konsequentem Handeln. Aber Achtung: Auch bei Zertifizierungen gibt es große Unterschiede!

      Manche weit verbreiteten und bekannten Zertifizierungen bescheinigen lediglich die Einhaltung von Minimalstandards. Sie berücksichtigen nur einzelne Aspekte wie Schadstoffrückstände im fertigen Produkt ohne weitere Herstellungsbedingungen zu prüfen oder suggerieren, dass es sich bei der zertifizierten Ware um ökologische Produkte aus natürlichen Materialien handelt, obwohl dies nicht zwingend erforderlich ist.

      Andere Zertifizierungen stehen hingegen für maximal strenge Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie umfassen die Rohstoffe, ihre Gewinnung und Verarbeitung, Zusatzstoffe sowie die einzelnen Fertigungsstätten. Oft decken sie verschiedene Aspekte der Herstellung – beispielsweise sowohl ökologische als auch soziale Kriterien – ab und schreiben regelmäßige Nachkontrollen in vergleichsweise kurzen Zeiträumen vor. Mit solchen Gütesiegeln gekennzeichnete Produkte sind von höchster Qualität und zeugen von gesellschaftlicher Verantwortung der Hersteller. Im ökosozialen Bereich und im Hinblick auf Textilien gehören QUL, GOTS und NATURTEXTIL BEST zu den Gütesiegeln mit den weltweit striktesten Anforderungen.
    • Pionierarbeit bei Grüne Erde

      Grüne Erde fertigt Produkte von höchster ökologischer Qualität – aus achtsam ausgewählten Naturmaterialien, sorgsam verarbeitet, in zeitloser Eleganz und von ausgesprochener Langlebigkeit. Dabei ist es uns ein Anliegen, die größtmögliche Transparenz zu gewährleisten. Indem wir unsere Produkte mit den strengsten Gütesiegeln zertifizieren lassen, sind ihre Qualität sowie die Bedingungen, unter denen sie entstanden sind, unabhängig und nachvollziehbar offengelegt. Da viele unserer Produkte aus unterschiedlichen Rohstoffen und Materialien bestehen, ist es mit einer Zertifizierung nicht immer getan.
    • Matratzen: gebettet auf Natur pur

      Guter Schlaf gehört zu unseren Kernkompetenzen – allen voran: himmlische Matratzen. Das mag ein bisschen selbstverliebt klingen. Tatsächlich sind wir auf diesen Teil unseres Sortimentes besonders stolz und gleich mehrere Zertifizierungen zeugen davon, dass wir allen Grund dazu haben. Unsere Matratzen aus Naturlatex sind QUL-zertifiziert. Das garantiert, dass sie zu 100 % aus Latexmilch vom Kautschukbaum bestehen. Der Latex basiert also weder – wie synthetischer Latex, der ebenfalls als Naturlatex bezeichnet werde darf – auf Erdöl, noch wurde er mit Kalk oder Kreide gestreckt. Die QUL-Zertifizierung umfasst zudem eine chemische Laboranalyse auf Schadstoffe, die jährlich wiederholt werden muss, und einen mechanischen Test auf Elastizität und Haltbarkeit. So weit so gut, aber uns geht es um mehr als nur um den Rohstoff.

      Unsere Matratzen haben einen Überzug aus kontrolliert biologischer Baumwolle und sind neben QUL- auch GOTS-zertifiziert. Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist das international führende Regelwerk für die Produktion und den Handel mit Naturtextilien. Entlang der gesamten Produktionskette werden neben ökologische auch soziale Kriterien erfasst, etwa Mindestlöhne, sichere Arbeitsbedingungen, Gewerkschaftsfreiheit oder ein Verbot von Kinderarbeit. Bis vor kurzem war es nicht möglich, alle unsere Matratzen GOTS-zertifizieren zu lassen. Der Grund: Es gab keine GOTS-zertifizierte Wäscherei für den Matratzenüberzug. Nun erfüllt eine Wäscherei im österreichischen Gmunden alle Bedingungen und ergänzt damit das fehlende Puzzleteil in der Wertschöpfungskette. So können wir über den Rohstoff hinaus nachweisen, dass unsere Produkte unter fairen und naturverträglichen Bedingungen entstehen. Das Qualitätsmerkmal einer GOTS-Zertifizierung kann derzeit kein anderer Matratzenhersteller aufweisen.
    • Kleidung: anziehend gut

      GOTS ist aktuell auch die Zertifizierung, die unsere Kleidung überwiegend auszeichnet. Da im konventionellen Modebereich allzu oft unter menschenunwürdigen Bedingungen gefertigt wird und so genanntes Greenwashing weit verbreitet ist – also der Versuch, Produkte oder eine Marke ökologischer dazustellen, als es der Wirklichkeit entspricht – lohnt es sich für Verbraucherinnen und Verbraucher besonders, die verschiedenen Gütesiegel genau zu prüfen und zu entscheiden, ob die zertifizierten Kriterien den eigenen Ansprüchen an Kleidung, Schuhe und Accessoires gerecht werden.

      Wenn es um Zertifizierungen geht, nehmen wir gerne eine Vorreiterrolle ein und arbeiten stets bereits am nächsten Schritt. Zukünftig werden daher mehr und mehr Produkte von Grüne Erde mit dem NATURTEXTIL BEST-Gütesiegel ausgezeichnet. Die NATURTEXTIL BEST-Richtlinien des Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft IVN sind die weltweit strengsten für biologische Naturtextilien – in vielen Bereichen noch strikter als GOTS. So müssen beispielsweise die Materialien zu 100 % natürlich sein und aus biologischer Landwirtschaft bzw. Tierhaltung stammen (bei GOTS: 70 % bzw. 95 %). Lohnvereinbarungen müssen vorab in schriftlichen Verträgen festgehalten sein, die Anzahl der Ersthelfer ist ebenso geregelt wie Rettungspläne, Feuerlöscher, Ruheräume und vieles mehr.
    • Möbel: streng kontrolliert, durchdacht kombiniert

      Im Möbelbereich verwenden wir bereits NATURTEXTIL BEST-zertifizierte Stoffe. Die übrigen Bestandteile unserer Möbelstücke wie Holz und Füllmaterialien erhalten andere anerkannte, firmenunabhängige und verlässliche Zertifizierungen. Die so zertifizierten Möbelstücke werden dann als „NATURTEXTIL BEST – teilzertifiziertes Kombinationsprodukt“ bezeichnet. In unserer Branche waren wir die ersten, die den Weg dieser Teilzertifizierung gegangen sind und damit unseren Kundinnen und Kunden noch mehr Orientierung geben konnten.

      Wir setzen auf die strengsten Gütesiegel und unterstützen andere Betriebe dabei – ganz gleich, ob bei der Rohstoffgewinnung, der Umstellung auf eine ökosoziale Fertigung oder im Zertifizierungsprozess –, sich bzw. ihre Erzeugnisse ebenfalls mit diesen Gütesiegeln auszeichnen zu lassen. Wir sind davon überzeugt, dass nur die höchsten Qualitätsstandards einen achtsamen Umgang mit Mensch und Natur garantieren und dass verlässliche Zertifikate mit einem hohen Bekanntheitsgrad die beste Voraussetzung dafür schaffen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit jeder einzelnen Kaufentscheidung einen Betrag zu einer fairen und ökologischen Welt leisten können.