• Kokosfasern

    Kokosnüsse sind wahre Geschenke der Natur: Sie sind zu 100 % verwertbar und hinterlassen keinen Abfall. Aus ihrem Fruchtfleisch (Copra) werden Öl, Fett und Kokosflocken gewonnen, Kokoswasser und Kokosmilch erfrischen als exotische Getränke, aus der holzigen Schale werden Grillkohle und Knöpfe. Und aus den bis zu 20 cm langen Fasern (Coir), die die Nuss als dicke Schicht außen umhüllen, erzeugt man u. a. hervorragendes Füllmaterial für Grüne Erde-Matratzen.
  • “Kunden, die eine Matratze bei uns kaufen, tragen dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauern zu verbessern, fördern eine intakte, gemischte und umweltschonende Landwirtschaft, sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung in einer Region, in der es den Menschen bei weitem nicht so gut geht wie in Österreich oder Deutschland”
    Grüne Erde-Geschäftsführer Kuno Haas
  • Er spricht über jene bäuerliche Genossenschaft in Kurunegala auf Sri Lanka, die jene Kokosfasern produziert, die nach vielen Verarbeitungsschritten schließlich ihren Weg in Grüne Erde-Naturmatratzen finden.
  • Geschenke der Natur

    Sri Lanka ist mit 2,2 Mio Tonnen geernteten Kokosnüssen pro Jahr der fünftgrößte Produzent der Erde und gilt als Zentrum der Kokosfaserindustrie. Die dort wachsenden Kokospalmen erreichen eine stattliche Größe von 20 – 30 Meter und tragen – je nach Alter – rund 90 Kokosnüsse pro Jahr. Die Reifung beträgt zwischen 12 und 15 Monaten, in der eine einzelne Kokosnuss (inkl. Schale!) ein Gewicht bis zu 2,5 kg erreichen kann. Die eigentliche Nuss wiegt nur zwischen 0,5 und 1 kg.
  • Von der Kokosnuss bis zur Ernte

    Die Haupterntesaison der Kokosnuss liegt zwischen April bis September, eine Ernte von bis zu 20 Nüssen je Palme kann ca. alle zwei Monate erfolgen. Nach der Ernte werden die Nüsse von den Bauern in Kurunegala rund eineinhalb Monate getrocknet. Dann trennt man die Fasern in Handarbeit mit einem Spezialmesser von der Schale. „Ein geschickter Arbeiter schafft es, rund 1.500 Nüsse pro Tag zu entfasern“, so Haas. Die aus Lignin und Zellulose bestehenden Fasern werden in der Sonne getrocknet und wie Heu mehrmals gewendet, bevor sie zu zopfartigen Gebilden geflochten werden.

    Diese Zöpfe gelangen dann zur Weiterverarbeitung in eine Fabrik in Südindien: Dort werden die Kokosfaser-Zöpfe maschinell geöffnet, zu Lagen ausgebreitet und mit flüssigem Naturlatex – aus kontrolliert biologischem Anbau – besprüht, zu Schichten zusammengelegt und unter Einwirkung von heißer Luft zu elastischen Kokoslatex-Platten verarbeitet.

    Die Kokoslatex-Matten dienen als Matratzenkerne, sie sind robust, formstabil, luftdurchlässig, abriebfest, feuchtigkeitsresistent, langlebig, dauerhaft fest-elastisch und unempfindlich gegen Pilz- und Bakterienbefall. Der Kokoslatex ist nach den strengen GOTS-Regeln zertifiziert: Dieser Global Organic Textile Standard ist das weltweit strengste Regelwerk für ökologische Fasern und stellt die biologische Herkunft der Materialien sowie deren umwelt- und sozialverträgliche Verarbeitung über die gesamte Produktionskette hinweg sicher.

    Haas, der die Kooperative besuchte: “Wir wollen uns beim Einkauf von Rohmaterialien nicht allein auf Zertifikate von Zwischenhändlern verlassen, sondern uns auch persönlich an Ort und Stelle ein Bild von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten machen. Daher gehen wir direkt in die Fabriken, direkt zu den Bauern aufs Feld oder auf die Plantage und reden mit ihnen. Wir wollen das Gefühl haben – und dieses auch an unsere Kunden mit gutem Gewissen weitervermitteln können –, dass die Rohmaterialien für Grüne Erde unter sozial fairen, umweltschonenden Umständen hergestellt werden.”
    • Gemischte Landwirtschaft & Fair Trade

      In der von Kuno Haas besuchten Genossenschaft in Kurunegala – rund 100 km nordöstlich von Colombo im Landesinneren von Sri Lanka – haben sich rund 30 bäuerliche Betriebe zusammengeschlossen. Sie bewirtschaften jeweils etwa sieben Hektar Grund und Boden in gemischter Landwirtschaft: Neben Kokospalmen kultivieren sie auch Bananen, Mangos, Papayas, Gemüse und Reis, halten Hühner, Ziegen, einige Rinder oder Wasserbüffel. Die Genossenschaft ist Teil eines Fair Trade-Projekts: Über einen entsprechenden Fair Trade-Preiszuschlag wurden Schutzbekleidung und Staubmasken für die Kokosfaserverarbeitung sowie elektrische Wasserpumpen finanziert, die Kuno Haas im Rahmen seines Besuches zu übergeben hatte:
    • “Ob man's glaubt oder nicht: Bisher musste das Wasser in Handarbeit mühsam Kübel für Kübel aus den hauseigenen Brunnen geschöpft werden. Diese kleinen Pumpen sind für die Bauern eine große Arbeitserleichterung.”
      Grüne Erde-Geschäftsführer Kuno Haas
  • Presskokos

  • Kokoslatex