Aromatherapie für Babys und Kinder

  • Babys haben von Geburt an ein feines Näschen. Der Geruchssinn ist im Unterschied zum Seh-, Hör- und Tastsinn bereits voll ausgeprägt. Er hilft ihnen dabei, die eigenen Eltern zu erkennen und die Brust der Mutter zu finden. Genau wie bei Erwachsenen haben Gerüche einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden von Kindern. Sie wecken Erinnerungen, beruhigen und vermitteln ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit.
    • Wie wirkt eine Aromatherapie?

      Der Geruchssinn ist im Gehirn eng mit jener Region verbunden, in der Emotionen gespeichert und verarbeitet werden. Dies hat zur Folge, dass kaum etwas so unmittelbar Erinnerungen und Gefühle in uns auslöst wie ein bestimmtes Aroma. Der Duft von frischem Holz lässt uns an Opas Schuppen denken, ein bestimmtes Parfüm verbinden wir mit Tante Frieda und sobald wir den Geruch von Lavendel in der Nase haben, fühlen wir uns wieder wie im Sommerurlaub bei Onkel Jacque in der Provence. Zudem haben bestimmte Aromen losgelöst von individueller Prägung eine Wirkung auf uns. So empfinden wir Zitrusduft als erfrischend, Nadelhölzer als beruhigend oder Sandelholz als wärmend. Zugleich pflegen die Öle unsere Haut. Sie wirken desinfizierend und wundheilend, hinterlassen ein angenehm weiches Gefühl und tragen so ganzheitlich zu körperlichem und seelischem Wohlbefinden bei.
  • Worauf sollte bei einer Aromatherapie für Babys und Kinder geachtet werden?

    Aromatherapien sind für Babys und Kinder ebenso wohltuend und unterstützend wie für Erwachsene. Sie helfen den Kleinen dabei, zur Ruhe zu kommen, ein- oder durchzuschlafen. Unterschiedliche Aromen entfalten dabei eine unterschiedliche Wirkung. Verbunden mit einer sanften Massage, schaffen sie beispielsweise einen schönen Ausklang des Tages und stimmen das Kind auf die Nacht ein.
      • Achten Sie bei Babys und Kindern ganz besonders auf hochwertige Öle ohne synthetische Zusatzstoffe und möglichst aus biologischem Anbau bzw. kontrollierter Wildsammlung.
      • Testen Sie zunächst die Hautverträglichkeit, indem Sie nur eine kleine Stelle am Körper Ihres Kindes mit Öl massieren.
      • Geben Sie das Aromaöl nicht auf die Fontanelle des Kindes.
      • Verwenden Sie besonders milde Öle. Als Basisöl eignen sich beispielsweise Wildrosensamenöl oder Mandelöl süß.
      • Prinzipiell können Sie den gesamten Körper des Kindes mit hochwertigen Ölen massieren, besonders entspannend sind Hand-, Fuß- und Bauchmassagen.
      • Weniger ist mehr: Wir empfehlen, für Babys bis zu 3 Tropfen Aromaöl auf 30 ml Basisöl, für Kleinkinder bis zu 6 Tropfen Aromaöl auf 30 ml Basisöl zu geben.
      • Nicht alle Öle sind für Babys geeignet. Achten Sie unbedingt auf die Produktangaben. Pfefferminze und bestimmte Eukalyptus-Arten sollten auf keinen Fall verwendet werden. Stattdessen eignen sich beispielsweise Lavendel, Rose oder Rosengeranie.
  • Wo gibt es zusätzliche Informationen und Rezeptideen?

    Dr. phil. Martin Sourek ist Aromatherapeut und unser Experte für Aromatherapien. Er steht uns beratend zur Seite und entwickelt gemeinsam mit uns unsere Rezeptvorschläge. Ein- bis zweimal im Jahr hält er in der Grüne Erde-Welt einen Vortrag zu Aromatherapien für Babys und Kinder. Die genauen Termine erfahren Sie in unserem Veranstaltungskalender.
  • Rezeptidee

    Baby-Öl: 2 Tropfen Rosenöl auf 30 ml Basisöl
    Für Kinder zum Einschlafen: 3 Tropfen Rosenöl + 2 Tropfen Mandarinenöl auf 30 ml Basisöl