Kosmetikverpackungen von Grüne Erde

  • Grüne Erde Kosmetikverpackungen  – wie ökologisch kann eine Verpackung sein?
    Grüne Erde Kosmetikverpackungen – wie ökologisch kann eine Verpackung sein?
  • Was muss eine Kosmetikverpackung können? Ganz schön viel! Sie muss den Inhalt vor Keimen und Oxidation schützen, stabil und sicher sein sowie die Umwelt bei Produktion und Entsorgung möglichst wenig belasten. Ihre Herstellung soll möglichst wenig Energie und Ressourcen verbrauchen, sie soll recyclierbar sein und möglichst viele Informationen für die Kundinnen bieten (Inhaltsstoffe etc.).
    Nicht zuletzt soll die Verpackung gut aussehen und ansprechend gestaltet sein: Schließlich hat man sie mehrmals täglich vor Augen und in den Händen.
  • Die eindeutig beste Lösung gibt es nicht

    Als Hersteller von Naturkosmetik ist für uns auch die Verpackung ein besonders wichtiges Thema. Während der Um- und Neugestaltung unseres Sortiments mussten wir lernen: Je tiefer man ins Thema Verpackung eintaucht, desto komplizierter, vielschichtiger und unübersichtlicher wird das Ganze. Denn so einfach, wie man meinen möchte – Glas superökologisch, Bio-Kunststoff so lala, synthetischer Kunststoff igitt! –, ist die Sache nicht. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Eine eindeutige, kompromisslos ökologische Lösung ist vorerst nicht in Sicht.

    Nicht vergessen sollte man: An der Öko-Bilanz eines Kosmetikprodukts hat die Verpackung nur einen kleinen Anteil. D. h.: Besteht die Kosmetik aus synthetischen Rohstoffen, nützt die ökologisch beste Verpackung nichts. Aber: Ist die Kosmetik natürlich, trägt eine möglichst ökologische Verpackung ihren, wenn auch kleinen, Teil zur guten Öko-Bilanz des Produkts bei.
  • Wiederverwenden, recyclieren, reduzieren

    Im Prinzip existieren in der Kosmetikbranche drei verschiedene Ansätze nebeneinander, das Verpackungsthema ökologisch zu lösen.

    Wiederverwenden: gute Idee, aber praktisch äußerst schwer umzusetzen, weshalb Mehrweggebinde bisher über einzelne Versuche im kleinen Rahmen nicht hinausgekommen und am wenigsten verbreitet sind. Das Konzept ist aufwendig, energieintensiv (sammeln, reinigen, Spülmittel, Abwasser etc.), daher teuer und dazu hygienisch problematisch.

    Recyclieren: ist insofern die gängigste Methode, da so gut wie alle verwendeten Verpackungsmaterialien (Glas, Kunststoffe, Überverpackungen aus Karton) recyclierbar sind. Zumindest theoretisch. Denn „recyclierbar“ heißt noch nicht automatisch, dass aus Glasverpackungen neue Glasverpackungen, und aus Kunststoffverpackungen neue Kunststoffverpackungen werden. In der Praxis enden vor allem viele Kunststoffverpackungen wegen lokal fehlender „sortenreiner“ Trennsysteme (es gibt viele verschiedene Kunststoffe!), wegen hoher Kosten recyclierten Kunstoffes bzw. niedriger Kosten neuen Kunststoffes dann doch wieder in der Müllverbrennungsanlage – und nicht als neue Kosmetikverpackungen.
    Umweltbewusste Hersteller achten zumindest auf einen möglichst hohen Recyclinganteil bei den Verpackungen aus Glas bzw. Kunststoff und bei der Überverpackung aus Karton.

    Reduzieren: Zwar wird in der Kosmetikbranche vereinzelt mit minimiertem Materialverbrauch (dünnwandigere Kunststoffverpackungen verbrauchen bis zu 30 % weniger Ausgangsmaterial) experimentiert, doch den Stein der Weisen in Bezug auf ökologisch lupenreine Verpackungen hat bis dato noch kein Produzent gefunden.
    In Bezug auf Überverpackungen aus Karton ist das Weglassen bzw. Reduzieren auch insofern schwierig, als gesetzliche Bestimmungen – zurecht – die Angabe von Inhaltsstoffen und anderen Informationen in genau definierter, lesbarer Schriftgröße vorsehen: Textmengen, die selten direkt auf den Tiegeln, Spendern, Flakons und Tuben Platz finden.
  • Glas, Synthese-Kunststoff, Bio-Kunststoff

    Glas ist gut recyclierbar, gibt keine Substanzen an die Kosmetik ab (ist also chemisch inert), sieht meist besser und eleganter aus als Kunststoff. Aber: Glasflakons sind nicht bruchsicher und relativ schwer. Schwerer als Kunststoff, manchmal unproportional schwerer als ihr Inhalt. All das bedeutet mehr Energieaufwand beim Transport.

    Verpackungen aus synthetischem Kunststoff sind bei ökologisch denkenden Menschen in Misskredit, weil aus fossilem Rohstoff (Erdöl) hergestellt. Aber sie sind bruchsicher, leicht und – Mülltrennung vorausgesetzt – recyclierbar.

    Sogenannter Bio-Kunststoff ist zwar aus organischen Rohstoffen wie Zucker oder Mais hergestellt, doch diese werden ihrerseits häufig eben nicht biologisch, sondern möglichst billig und konventionell produziert, also unter Einsatz von Agrarchemie, Gentechnik etc. Außerdem verrottet Bio-Kunststoff auf professionellen Kompostanlagen sehr langsam (zuhause im Garten meist ewig nicht), und ist im konventionellen Kunststoffrecycling ein „Fremdkörper“, der aufwendig aussortiert und dann meist verbrannt wird.
  • Innovative Airless-Glasflakons

    Nach reichlicher Überlegung haben wir uns entschieden: Seit Frühjahr 2018 wird der Großteil unserer Kosmetik, vor allem die Gesichtspflegeprodukte, in umweltfreundlichem Glas abgefüllt. Diese hochwertigen, innovativen Airless-Glasflakons in ansprechendem, zeitlosem Design sorgen für beste Hygienebedingungen, schützen daher den wertvollen Inhalt sehr gut, und man kommt mit einem Minimum an (natürlichen) Konservierungsmitteln aus.

    Kosmetik aus Glasflakons ist gut dosierbar, diese können vollständig entleert werden, ohne dass der Inhalt mit Luft in Verbindung kommt, was unschöne Oxidationsprozesse in Gang setzen könnte. Bei Pflegeprodukten, die in Bad und Dusche verwendet werden, halten wir Glas aufgrund der Bruch- und Verletzungsgefahr allerdings nicht für sinnvoll und entschieden uns für Kunststoff (siehe "praktischer Drehverschluss"). Hier hatte die Sicherheit unserer Kundinnen für uns oberste Priorität. Unsere Kunststoffverpackungen bestehen aus gesundheitlich unbedenklichen, für Lebensmittel und Kosmetik standardmäßig verwendete Materialien wie HDPE – High Density Polyethylene, LDPE – Low Density Polyehtylene, PE – Polyethylene, PP – Polypropylene und SAN – Styrol Acrylnitril Copolymere. Wir verwenden keine Verpackungen aus dem ökologisch und gesundheitlich schwerst bedenklichen Material PVC – Polyvinylchlorid.
  • Praktischer Drehverschluss

    Für Shampoos, Duschcremen und Körperlotionen haben wir bruchsichere Flaschen mit einem Drehverschluss gewählt. Der Verschluss lässt sich – ohne die Kappe abnehmen zu müssen – mit einer halben Drehung öffnen. Dieses Verschlusssystem ist praktisch und unkompliziert, man sollte jedoch darauf achten, den Verschluss nicht zu weit zu drehen. Außerdem gibt es unsere Handcremen in praktischen Tuben. Bruchsicher und von angenehmer Größe, passen sie in jede Handtasche und sind somit ideal für unterwegs!
  • Überverpackung aus Recyclingkarton

    Überverpackung aus Recylingkarton Unsere neuen Überverpackungen sind zum Großteil aus Recyclingkarton und haben ein neues, attraktives Design bekommen. Sie bieten zusätzlichen Lichtschutz und Platz für Informationen.


    PS: Ökologische Kosmetikverpackungen zu entwickeln, ist für uns kein abgeschlossener, sondern ein ständig im Fluss befindlicher Prozess. There will be more – da kommt noch was ...