• Fashion Revolution
  • Fashion Revolution

  • Eine Revolution, die einmal in den Gang gekommen ist, lässt sich nicht aufhalten. Als 2013 in Bangladesch 1.138 Menschen beim Einsturz einer Textilfabrik starben, wurde vielen Menschen bewusst, dass die Modeindustrie eine Veränderung braucht. Mit der Fashion Revolution entstand eine weltweite Bewegung, die sich für eine faire Modewelt einsetzt. Seitdem wächst die Community stetig an – auch und gerade in Zeiten von Corona.

      • Was ist die Fashion Revolution?

        Die Fashion Revolution ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine faire, menschenwürdige und ökologische Herstellung von Bekleidung stark macht und auffordert, Produktionswege und Fast-Fashion-Modelle zu hinterfragen, aber auch den eigenen Konsum neu zu denken. Ungeachtet der pandemiebedingten Einschränkungen gab es in den letzten Jahren im Rahmen der Fashion Revolution Week in über 90 Ländern weltweit Aktionen und Veranstaltungen, die sowohl in der Presse als auch in den Social-Media-Kanälen eine beeindruckende Reichweite erzielt haben. Um einen Wandel zu fordern, wurden allein im April 2020 etwa 184.000-mal die Fashion Revolution Hashtags – wie #whomademyclothes – verwendet.

    • Fashion Revolution: ein Wandel in der Modeindustrie

      • Seit der Fashion Revolution Week 2020 hat sich in der Modeindustrie viel verändert – leider nicht zum Guten. Die Pandemie brachte das Konsumverhalten vieler Menschen zum Stillstand. Was zunächst gut klingt, hat einen Haken: Unmengen an Kleidung wurde produziert und nicht verkauft. Denn so schnelllebig die Branche auch ist, die Fertigungszeiten umfassen einige Monate und die Lieferketten sind komplex. Schon vor Corona war die Überproduktion enorm, und kurz danach saßen Labels und Händler auf Kleiderbergen, die ihnen niemand mehr abnahm. Da die Entsorgung günstiger ist, als die Ware zu spenden, bleibt zu befürchten, dass diese Massen – neuwertig und unter hohem Ressourcenaufwand produziert – kurzerhand vernichtet werden.
      • “Fast Fashion ist nicht umsonst, jemand bezahlt dafür.”
        Lucy Siegle, Autorin und Journalistin

      • Während Corona die Wirtschaft auf der ganzen Welt vor große Herausforderungen stellt, sind es in der Modeindustrie vor allem die ohnehin schlecht bezahlten Arbeiter*innen, die die Auswirkungen am stärksten zu spüren bekommen. Denn wenn Aufträge großer Modelabels unerwartet gestoppt und bereits produzierte Waren nicht abgenommen werden, dann sind sie die Ersten, denen die Existenzgrundlage genommen wird. Zahlreiche Näher*innen haben in den letzten Monaten ihren Job verloren oder ihren Lohn nicht erhalten.

        Menschen, die weiterhin für wenig Geld Kleidung nähen, sind einer Ansteckung mit dem Coronavirus besonders ausgesetzt: In den Fabriken ist nicht genügend Platz, um den Mindestabstand einzuhalten, Hygienekonzepte sind kaum vorhanden oder werden nicht umgesetzt, Alternativen gibt es keine, denn die Näher*innen sind auf das Geld, das sie durch die Fertigung der Kleidung verdienen, besonders angewiesen.

        Die Pandemie offenbart noch stärker als bisher die Absurdität der konventionellen Modeindustrie, in der immer noch schneller, immer noch mehr, zu immer noch geringeren Preisen produziert wird. Die Leidtragenden sind und bleiben die Natur und die Menschen, die von der Gier und dem unstillbaren Konsumverlangen des globalen Nordens ausgebeutet werden.
      • Mit fairer Kleidung die Welt verändern

        Die Fashion Revolution inspiriert Menschen auf der ganzen Welt, über die Herkunft ihrer Mode nachzudenken und zu reflektieren, woher die Rohstoffe kommen, wer die Kleidungsstücke webt, veredelt, näht und verpackt sowie auch, welchen Wert sie besitzen. Denn Kleidung ohne Wert bedeutet, das Prinzip der menschlichen und ökologischen Ausbeutung fortzuführen. Es bedeutet auch, dass Menschen, die hart arbeiten, nicht mit einem existenzsichernden Lohn bezahlt werden. Und große Player in der Modeindustrie werden bestärkt, weiterhin die Einkaufspreise der Textilien zu senken, um noch günstigere Kleidungsstücke zu entwickeln.

        Grüne Erde fertigt zu über 94 % in Europa – vieles direkt in Österreich oder in unseren Nachbarländern bei sorgsam ausgewählten Partnern, die die gleichen Werte teilen und die gleichen hohen Anforderungen an sich und ihre Produkte stellen. Dazu gehört die Einhaltung fairer sozial- und arbeitsrechtlicher Standards, das Recht auf faire Entlohnung sowie der Ausschluss von Kinderarbeit.
    • Tragen auch Sie die Revolution in die Welt hinaus

      Unterstützen Sie gemeinsam mit uns die Fashion Revolution. Zusammen können wir den Wandel hin zu einer verantwortungsvollen Textilindustrie schaffen. Denn: Es ist Zeit. Zeit für eine neue Mode, die Wert für uns Menschen und für unseren Planeten als Ganzes hat. Eine Mode, die nachhaltig Sinn stiftet. Machen wir gemeinsam jeden Tag zur Fashion Revolution.

    • “Das Richtige zu tun, bleibt richtig,
      auch wenn es nicht die Welt verändert.”
      Lucy Siegle, Autorin und Journalistin
    • Und seien Sie niemals entmutigt. Es mag sein, dass es Tage gibt, an denen Ihnen kleine Taten zu unbedeutend vorkommen. Doch vertrauen Sie in die intuitivsten Ideen, die leisesten Worte und die kleinsten Handlungen, die Sie in diese Welt bringen können. Wir möchten Sie dazu inspirieren, neugierig und kritisch zu sein. Recherchieren Sie die Herkunft Ihrer Kleidung, erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen von der Fashion Revolution oder informieren Sie sich über Slow Fashion. Denn: Solange wir Konsumenten weiter Mode mit fragwürdiger Herkunft kaufen, wird sich nichts ändern! Je mehr Menschen die katastrophalen Zustände hinterfragen und konsequent handeln, desto eher wird in der Modeindustrie ein Umdenken stattfinden.