Wer (ergonomisch) richtig liegt, schläft besser!

  • "Ergonomie" bedeutet im ursprünglichen Sinn: die optimale wechselseitige Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen. In unserem Fall müsste es aber wohl heißen " ... und seinen Schlafbedingungen." Die ergonomisch richtige Lagerung des Körpers auf der Matratze ist mitentscheidend, dass man morgens entspannt – und nicht verspannt – aufwacht.
  • Entspannte Lagerung

    • Wichtig ist "eine möglichst entspannte Lagerung der Wirbelsäule und eine geradlinige Kontur des ganzen Oberkörpers, die nicht verbogen oder verdreht ist und die letztlich dem natürlichen Zustand im Stehen entspricht", so Dr. Florian Heidinger, Geschäftsführer des Ergonomie Instituts München, in dem neu entwickelte Grüne Erde-Matratzen getestet werden, bevor wir sie ins Sortiment aufnehmen.

      Durch ihr Stütz- bzw. Einsinkverhalten passt sich die richtig gewählte Matratze allen Körperpartien gut an. Ist sie zum Beispiel zu hart, "sinkt in Seitenlage die Schulter nicht tief genug ein und es kommt zu einem geknickten Verlauf der Halswirbelsäule - das ist nicht entspannend", sagt Dr. Heidinger.

      Die Druckentlastung des Körpers im Schlaf ist auch für eine gute Durchblutung wichtig: Die Matratze soll möglichst wenig Druck auf die Haut des Schlafenden ausüben. Ist er zu hoch, mindert er die Blutzirkulation und verlangsamt dadurch die Regeneration der Organe.
  • Körperformen und dazu passende Matratzentypen

    • Die Matratze muss der Form des Körpers angepasst sein. Die Form des Körpers ist neben seinem Gewicht einer der wichtigsten Punkte, die bei der Wahl der Matratze zu beachten sind. Denn die Matratze muss den Körper in allen Liegepositionen gut stützen, darf ihn aber nicht zu tief einsinken lassen, damit die Wirbelsäule ihre natürliche Krümmung beibehalten kann.

      Auch wenn die Körperform von Mensch zu Mensch unterschiedlich und höchst individuell ausgeprägt ist, gibt es doch einige Grundtypen, denen sich jede(r) zuordnen kann:
    • Schmale Schultern, breites Becken: Die typische Birnenform verlangt nach einer anpassungsfähigen, punktelastischen Matratze (wie unsere Naturlatexmatratzen mit Zonen und Naturfasermatratzen mit Schichten und Zonen), die vor allem im Beckenbereich ausreichendes Einsinken zulässt, jedoch anderen Körperpartien eine satte Stütze bietet. Unterstützt wird die Matratze am besten durch einen elastischen Lattenrost, dessen Festigkeit im Beckenbereich eingestellt werden kann.
    • Breite Schulter, weite Taille, breites Becken: Für den Apfel-Typ empfehlen wir tendenziell kompaktere, flächenelastische Matratzen, wie etwa unsere Naturfasermatratze mit Schichten (die eher festeren Modelle). Sie stützen alle Körperpartien gut und verteilen das Gewicht gleichmäßig auf der Schlafunterlage.
    • Breite Schulter, schmale Taille, breites Becken: die Sanduhr. Für diese Körperform eignen sich besonders unsere Matratzen mit mehreren Liegezonen. Für Sanduhr-Typen sollte sowohl der Schulterbereich der Matratze elastisch und nachgiebig sein als auch die Beckenzone, damit in Seitenlage die Wirbelsäule nicht geknickt wird. Tipp: Wählen Sie dazu am besten ein Kissen mit ausreichender (Stütz)Höhe, vor allem, wenn Sie häufig in Seitenlage schlafen.
    • Breite Schultern, schmales Becken: Der V-Typ braucht eine speziell im Schulterbereich elastische Matratze. Solche Matratzen mit mehreren, unterschiedlich elastischen Liegezonen lassen die Schulter etwas tiefer einsinken und verhindern (vor allem in Seitenlage) gemeinsam mit einem gut stützenden Kissen das Knicken bzw. Überdehnen der Nackenwirbelsäule.
    • Bei einer von oben bis unten durchgehend schmalen Rechteckform empfehlen wir unsere Naturfasermatratze mit Schichten: Sie bieten über die gesamte Liegefläche hinweg eine für alle Körperpartien gleichmäßige (je nach konkretem Matratzenmodell festere oder weichere) Stützkraft.
  • Bevorzugte Liegeposition & Zusammenspiel von Matratze und Kissen

    • Seitenlage: Besonders, wenn dies Ihre bevorzugte Schlafposition ist, müssen Kissen, Matratze und Lattenrost gut aufeinander abgestimmt sein, sodass der Körper - einerlei, welche Form er hat (siehe oben) - bestmöglich gestützt und gelagert wird. Diese Herausforderung meistert die Matratze am besten zusammen mit unserem elastischen Lattenrost oder dem Individuellen Federelement. Beide können im Becken- und Schulterbereich fester oder weicher eingestellt werden.

      Das Kissen muss den Höhenunterschied zwischen Matratze und Nacken ausgleichen, sodass es zu keinem unangenehmen Abknicken (zu niedriges Kissen) oder Überdehnen (zu hohes Kissen) kommt. Beides belastet die Nackenmuskulatur und führt in der Folge zu Verspannungen und schlechtem Schlaf.
    • Rückenlage: Für das Wohlbefinden in der Rückenlage ist neben der richtigen Matratze auch die Form des Rückens relevant. Ob flacher Rücken, Rundrücken oder Hohlkreuz: Die Matratze muss so fest bzw. weich sein, dass sie den Rücken angenehm, entspannend und druckfrei lagert.

      Das Kissen sollte nicht zu hoch sein, damit der Nacken nicht nach vorne, zur Brust hin, überdehnt wird.
    • Bauchlage: Bevorzugt in Bauchlage schlafende Menschen fühlen sich am wohlsten auf unseren Naturfasermatratzen mit Schichten, die im Beckenbereich eine flächige Unterstützung bieten.

      Das Kissen sollte flach sein. Ein zu hohes Kissen würde den in dieser Lage ohnehin bereits stark gedrehten Nacken noch zusätzlich überdehnen. Der Lattenrost kann im Beckenbereich fester eingestellt sein, damit die Wirbelsäule nicht durchhängt und ein Hohlkreuz vermieden wird.
  • Wir entwickeln unsere Naturmatratzen selbst

    • Grüne Erde kann sich auf mehr als 35 Jahre Erfahrung in der handwerklichen Fertigung von Naturmatratzen stützen. Eines hat sich über den gesamten Zeitraum nicht verändert: Die Entwicklung einer neuen Matratze im eigenen Haus ist und bleibt ein intensiver Prozess. Es wird viel ausprobiert, angepasst, optimiert und getestet.

      Um sicher zu sein, dass ein neues Matratzenmodell auch unter dem Aspekt der gesunden Körperhaltung unserem hohen Anspruch gerecht wird, schicken wir sie an das Ergonomie Institut München. Was passiert dort? Geschäftsführer Dr. Florian Heidinger hat uns einen Einblick in die Welt des Schlafens und Liegens gegeben.
    • Wie wird eine Matratze getestet?

      In temperierten Räumen werden Klimaprofile von Matratzen erstellt. Versuchspersonen mit definierter Kleidung und Zudecke werden verkabelt, um Temperaturverlauf und Feuchtigkeit während der Nacht zu erfassen. "Das geht auch mal schief", berichtet Dr. Heidinger, zum Beispiel, wenn eine Testperson einen Alptraum hat und schweißgebadet ist. Die Daten sind dann unbrauchbar.
    • Eine verlässlichere Alternative sind extra angefertigte Dummies mit eingebauter Heizung und Befeuchtungseinrichtung. Sie geben wie Menschen Wärme und Feuchtigkeit ab und haben noch einen weiteren großen Vorteil: "Sie schlafen Tag und Nacht", so der Geschäftsführer des Ergonomie Instituts München.

      Auch bei den Messungen zum Einsinkverhalten und zur Druckentlastung liefern standardisierte Verfahren gut vergleichbare Testergebnisse. "Wir bauen Prüfstempel, die bestimmte Körperzonen und Übertragungsflächen simulieren", erklärt Dr. Heidinger. Diese Prüfstempel werden stellvertretend für Testpersonen auf die Matratzen gelegt und liefern exakte Messergebnisse.
  • Wie finden Sie nun die "richtige" Matratze?

    Schließlich sind Körperbau, Gewicht, Temperaturempfinden und Schlafgewohnheiten bei jedem Menschen anders. "Im direkten Vergleich", resümiert Dr. Florian Heidinger, "hinkt der Wissensstand zum Thema Liegen weit hinter dem her, was zum Thema Sitzen und gute Arbeitsplatzbedingungen bekannt und jedem zugänglich ist. Entscheidend ist neben der Produktqualität vor allem eine kompetente und umfassende Beratung. Wir helfen Herstellern bei der Entwicklung und sagen, was ungünstig ist und was man verbessern kann."

    Wir beraten Sie gerne bei der Wahl Ihrer ergonomisch richtigen Naturmatratze!