Wie viel Tradition brauchen wir wirklich?

  • Traditionen sind gewachsene Rituale, entstanden aus sich wiederholenden Situationen, bestimmten Gegebenheiten oder auch durch die Suche nach Antworten auf Dinge, die man sich nicht erklären konnte. Sicherlich brauchen wir Menschen Traditionen – sie geben uns Halt, verbinden uns miteinander und sind ein prägender Teil unserer Kultur.

    Dennoch können wir sie nicht immer mit der einfachen Begründung „das war schon immer so“ fortführen. Denn so schön es auch sein mag, etwas zu bewahren – wenn es uns nicht gut tut, Stress und Hektik verursacht oder der Natur schadet, sollte es hinterfragt werden! Auch andere Rituale, die sich mit unseren heutigen Vorstellungen nicht mehr vertragen, gibt es zum Glück nicht mehr, weil wir sie als sinnlos oder vielleicht sogar grausam empfinden. Was spricht also dagegen, auch andere Traditionen an unsere heutigen Bedürfnisse und Vorstellungen anzupassen? Letztlich bleibt vielleicht gerade dann mehr Raum für etwas sehr ursprüngliches und traditionell Weihnachtliches: Stille und Besinnlichkeit.
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      Auf welche weihnachtlichen Traditionen möchten Sie auf keinen Fall verzichten und welche haben Sie bereits für sich ein kleines bisschen abgewandelt?

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    • Anjulie meint
      ".....das war schon immer so"

      Liebes Team, ich begrüsse die Anregung des kritischen Nachdenkens und Überprüfens, inwieweit die absurde Konsumabhängigkeit in der Selbstbefragung auffällt? Leider hat schon die Selbstbezogenheit eine Grösse erreicht, dass diese Beantwortung in ethischen Grundsatzfragen enden müsste. Vorurteilsfrei menschliche Beziehungen pflegen ist das schönste Ritual in den Traditionen.

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      Grüne Erde antwortet

      Dankeschön für die Mitteilung Ihrer Gedanken. Bezugnehmend auf Ihren letzten Satz zitieren wir Dalai Lama: „Alles, was wir brauchen, ist mehr Menschlichkeit.“ Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

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    • Grüne Erde meint

      Wir bedanken uns ganz herzlich für die zahlreichen Rückmeldungen mit schönen, inspirierenden Gedanken sowie Tipps und kritischen Worten zur (stressigen) Weihnachtszeit und wie Sie diese verbringen. In diesem Sinne: Machen Sie Weihnachten zu Ihrem Fest. Wir wünschen wir Ihnen eine besinnliche Adventszeit und fröhliche Weihnachten. Beste Grüße, das Grüne Erde-Team

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    • Heidi meint
      Weniger ist mehr!

      Gerade in dieser Zeit des "Konsumwahns" merke ich, dass ich besonders zu Weihnachten nichts von Einkäufen und den Überlegungen "Wer könnte was brauchen?" wissen will. Es hat ohnehin jeder genug, die meisten sogar viel zu viel! Leider ist das in der Familie - speziell den Eltern - schwer verständlich zu machen. Zumindest haben sich die Geschenke reduziert. Ich selbst habe den Mut, gar nichts zu schenken. Ich räume auch die Wohnung nicht mehr auf als sonst, backe Kekse nur, wenn ich wirklich Lust habe, beantworte nicht alle Briefe usw. Ich mag mich ganz einfach nicht in den Strudel des "das muss man so machen..." ziehen lassen. In diesem Sinne werden auch diese Weihnachten vorbei gehen...

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    • Sabine Pavlasek meint
      Tradition früher und heute

      In einer Zeit in der der Ursprung unseres heutigen Weihnachtsfestes zunehmend verloren geht, ist es für mich als Christin sehr wichtig mich auf das wesntliche zu besinnen. Stille ist Voraussetzung um sich mit sich selbst auseinander zu setzten. Feiern mit Freunden teilt die Freude über das Leben. Deshalb reduziere ich. Das Kekesebacken wird abgeschafft. Ein guter Weihnachtskuchen für die Feier reicht auch. Brauchtum wie Barbarazweige, Nikolo und räuchern werden mit Familie und Freunden zelebriert. Und ich liebe die Roratemessen um 6 Uhr jeden Dienstag im Advent. Danach das gemeinsame Frühstück im Pfarrhof leiten den Tag friedlich und besinnlich ein. Weihnachten mit der Familie, gemeinsam Essen, kleine Geschenke, oft selbst gemacht und der Weihnachtsspaziergang um das Friedenslicht zu holen sind für mich unsere Rituale die ich gerne Lebe.

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    • Sabine Gravenhorst meint
      Weihnachten unter dem Baum

      Mein schönstes Weihnachtserleben war immer am .1. Weihnachtstag , frühmorgens, wenn alle noch schliefen noch im Schlafanzug mit der Bettdecke unter dem Arm in die warme Stube zu schleichen, mir das obligatorische Weihnachtsbuch, eine wirklich toll ausgesuchtes Jugendbuch vom Weihnachtsmann des Arbeitsgebers unseres Vaters,i in die Ecke hinter den Weihnachtsbaum zu kriechen , dem Weihnachtsmann aus Schokolade den Kopf abzubeißen und das Buch verschlingen. - heute würde ich es fast genauso machen, wenn man mich ließe, mit meiner großen Familie sehne ich mich nach der damaligen Stille unter dem Weihnachtsbaum. Heute klingelt um 7 derWecker.Die mutierte Weihnachtsente mit den 4 Beinen will mit der traditionellen Füllung gestopft werdenund hat noch 2 Brüste zusätzlich , angesetzt, Frühstück vorbereiten, dann krabbeln alle ins große Oma + Opa_Bett, Enkel Kinder und deren Angetraute und es ist fast noch kuscheliger. Aber Oma darf nicht beim Vorlesen wieder einschlafen. Gut ist dass Opa die Fortsetzung von dem Taxifahrer Kuddel aus Hamburg zum Besten gibt. Und ich vom lauten Gejohle wieder wach werde. Weihnachtslieder gezwungener Maßen mitzusingen finde ich nach wie vor gruselig, schmelzeaber im nächsten Moment dahin ,wenn unsere 2,5 Jahre alte Enkeltochter ein wilddurcheinander gemischtes Potburie an Weihnachts-, Geburtstags und sonstwie-Liedern trällert. Stille Nacht, heilige Nacht...

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    • Gabi Weiler meint
      Stress und Hektik

      Also für mich ist Weihnachten der absolute Stress und die totale Hektik, vor allem in der Arbeit und auch teilweise zuhause, alle Bedürfnisse wollen befriedigt werden, aber von den anderen, nur meine bleiben in dieser Zeit auf der Strecke. So gut, wie es Frau Schmidt macht, bin ich noch nicht..... zu beneiden.

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    • Gabi Henning meint
      Traditionen in der Adventszeit

      Weihnachtsbäckerei, mein Sohn hat selbst jetzt Familie, aber verzichtet nicht auf seunen Luisenkekes, auf den Adventskranz, keine Gesteck oder sonsteine kerze mit Tannengrün. Weihnachten auf den Kirchgang und alle um sich haben!

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    • Andrea Grünhaupt meint
      Familienfeier und Geschenke

      Auf die Feier von Weihnachten in der Familie möchte ich auf keinen Fall verzichten, da wir uns das ganze Jahr über nur selten in dieser Runde sehen. Aber am Heiligabend steht bei uns der Christbaum mit seinem Licht in der dunkelsten Stunde des Jahres im Vordergrund. Wir singen gemeinsam und ich lese eine Weihnachtsgeschichte vor, bevor wir gemeinsam essen. Erst am nächsten Morgen gibt es - nur für die Kinder - ein/zwei kleine, nachhaltige Geschenke. So steht für uns keine Geschenkeschlacht und damit der Konsum im Vordergrund.

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    • de Buigne Sylvia meint
      Heiligenabend/Speisen

      Bei uns läuft es gleich wie bei Frau Schmid,alle helfen und tragen gleich viel dazu bei.:-)

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    • Sandra meint
      Hoffnungsvolle Geschichte

      Es ist jedes Jahr wirder schön die Zeit der Besinnlichkeit mit traditionellen Geschichten auferlegen zu lassen. Wie bringt Hoffnung für alle denen es nicht so gut geht.

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    • Dagmar Torres Figueredo meint
      Tradition

      Backen gehört dazu weil wir Familien-Rezepte haben mit wenig Zucker aber viel Orangeat und Zitronat und auch mal Pfeffer und Cayenne-Pfeffer. Nicht mehr dazu gehört ein Weihnachtsbaum. Die stehen in Massen überall, und ich will keinen Baum töten, um für wenige Tage Christbaum-Schmuck zu präsentieren. Dazu reichen auch ein paar schöne Zweige. In einer schönen Vase oder Schale. Ich variiere einfach den adventskranz.

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    • Erika Wetzel meint
      Tradition

      Tradition bedeutet für mich nicht die Asche zu verwalten, sondern die Glut weiter zu tragen, das bedeutet dem eigentlichen Sinn von Weihnachten nahe zu kommen, die Freude und Dankbarkeit, das Gott Mensche geworden ist in Jesus. Das Weihnachtsfest ist für mich ohne Gottesdienst und Zusammensein mit der Familie nicht denkbar. Wie das dann gestaltet wird, da hat jede Familie ihre eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten.

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    • Monika Volk meint
      Weihnachtsbaum

      Das Anzünden der Kerzen am geschmückten Baum und dazu singen, das finde ich ganz besonders schön und auch in die Mette zu gehen, wenn dann am Schluß die Lichter ausgemacht werden und alle Menschen bei Kerzenlicht "Stille Nacht " singen, bin ich in Weihnachtsstimmung

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    • Eva Maria Stoiber meint
      Christbaum mit echten Kerzen

      Auf einen echten Christbaum mit echten Kerzen mag ich nicht verzichten. Das kenne ich seit meiner Kindheit so und auch bei den eigenen Kindern habe ich es beibehalten. Mittlerweile sind die Kinder schon groß und der Baum ist kleiner geworden. Das Licht und der Duft der echten Kerzen am Christbaum ist immer wieder etwas ganz besonderes.

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    • Abé, Andrea meint
      Tradition

      Das Liebste; einfach nur in Ruhe und Gemütlichkeit beisammen sitzen. Das Essen steht nicht an erster Stelle.

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    • Sabine Schmidt meint
      Gemeinsames Essen an Heiligabend

      Das traditionelle gemeinsame Mahl mit der Familie an Heiligabend ist für mich eine schöne und fröhliche Tradition. Geändert haben wir vor Allem aines : Früher stand die Mutter (meist) den ganzen Tag in der Küche, oft waren schon an Vortag Arbeiten nötig, um den Rest der Familie am Heiligen Abend mit einem sehr leckeren, mehrgängigen Menue zu verwöhnen. Schön für die Familie, purer Stress für die Mutter, die in der Küche schuftete, während sich die Anderen wohlfühlten und sich freuen konnten. Das ist vorbei ! Heute wird das Menue vorher in der Familie abgesprochen und jeder trägt seinen Teil dazu bei. Einer die Vorspeise, die Hauptspeise ein anderer und wieder ein anderer übernimmt das Dessert. Alles kann vorher vorbereitet werden, so daß am Festabend alle Dinge nur noch erwärmt und angerichtet werden müssen. Ein schöner, entspannter Abend für Alle !! Die Tradition bleibt, was die schöne Atmosphäre und die Gemeinschaft angeht, aber der Stress, der bleibt jett ausen vor!

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      Grüne Erde antwortet

      Liebe Frau Schmidt, vielen Dank für Ihre Nachricht. Es freut uns, dass Sie einen Weg gefunden haben Ihre schöne Tradition aufrecht zu erhalten und mittels Vorbereitung und gemeinsamer Arbeitsteilung sicherstellen, dass alle Familienmitglieder einen stressfreien Festtag genießen. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit sowie fröhliche Weihnachten. Liebe Grüße, das Grüne Erde-Team

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      Renate Hieselmayr antwortet
      Traditionen

      Auch bei uns biegt sich am Christtag der Tisch nicht mehr so. Gab es früher Mittagessen, alle möglichen Nachspeisen und Eis, Kaffee und Jause für den Besuch, obwohl alle schon voll waren, nimmt man sich jetzt zurück und auch an Heiligabend gibt es auf Wunsch der - jetzt schon volljährigen Kinder - nicht immer Karpfen, sondern es wird jedes Jahr neu entschieden, was gekocht wird. Letztes Jahr hat mein Mann den Griller im Hof gestartet. Es tut gut, nicht immer den gleichen Ablauf zu haben. Am wichtigsten ist das gemütliche Beisammensein mit den Menschen, die man liebt und gerne um sich hat.

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