• Plastikfrei – Trennung mit Hindernissen

    Auf Plastik vollkommen zu verzichten, ist aufwendig, schwierig, aber dringend notwendig. Grüne Erde packt's an!
    • Plastikmüll am Strand
    • In wenigen Jahrzehnten hat Plastik nahezu alle Bereiche unseres alltäglichen Lebens erobert. Zu sorglos haben wir uns seine zweifellos praktischen Eigenschaften zunutze gemacht: Es ist stabil, leicht, formbar, hitzebeständig, nahezu unverwüstlich.

      Aber was man einst als unschlagbare Vorteile gesehen hat, ist längst zu einem riesigen Problem geworden. Plastik wird nicht, oder zumindest viel zu langsam abgebaut. In riesigen Strudeln schwimmt es in den Weltmeeren, als Microplastik gelangt es in die Nahrungskette und ins Grundwasser, gesundheitsschädliche Weichmacher werden freigesetzt. Die Fakten sprechen für sich und lassen eigentlich nur eine einzige Entscheidung zu: auf Plastik voll und ganz zu verzichten! Als Öko-Pionier will Grüne Erde genau das schaffen.

      Seit jeher hinterfragen wir unsere Verpackungen und auch die Materialien, die wir bei der täglichen Arbeit verwenden. Und leider müssen wir uns eingestehen, dass wir uns – obwohl wir das Ziel klar vor Augen haben – noch auf einem langen, mühevollen Weg befinden, mit vielen Hindernissen und auch Rückschlägen, Sackgassen und Ernüchterungen.
    • Die Richtung stimmt

      Viel Wissen und viele Ideen über Verpackungen und Materialien haben wir im Laufe der Jahrzehnte bei Grüne Erde zusammengetragen, so einiges haben wir erfolgreich in die Tat umsetzen können.
      So sind wir zum Beispiel im Ladenbau bereits da angekommen, wo wir sein möchten: Wir arbeiten hier ausschließlich mit Holz. Auch bei unseren Werbe- und Kommunikationsmitteln sind wir zu 100 % plastikfrei. Ausruhen wollen und dürfen wir uns aber nicht, denn es gibt noch viel zu verbessern.

      In einigen Einsatzbereichen schwingt eben doch, betrachtet man den Gesamtkontext, bei allen versuchten und durchdachten Alternativen zu Plastik noch so ein kleines „ja, aber“ mit. So verwenden wir bei der Verpackung unserer Möbel teilweise noch Noppenfolie, um sicherzustellen, dass die Ware auch unbeschädigt bei unseren Kunden ankommt. Ähnlich verhält es sich mit unseren Matratzen, die beim Transport mit Speditionen manchmal Feuchtigkeit ausgesetzt sind und entsprechend geschützt werden müssen.

      Viele Gedanken haben wir uns auch zu unseren Kosmetikverpackungen gemacht – sie sollten zur Sicherheit unserer Kunden bei Anwendung in Bad und Dusche bruchsicher sein und sie müssen unbedingt die Hygieneanforderungen und -vorschriften erfüllen. Da wir möglichst wenig Konservierungsmittel verwenden, sind wir hier derzeit noch auf Pumpköpfe aus Plastik angewiesen – bei einer Berührung mit dem Finger besteht sonst die Gefahr, dass Keime unsere Naturkosmetik-Produkte verunreinigen.
    • Keine Mogelpackungen

      Bei der Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen haben wir bereits vieles ausprobiert und in Erwägung gezogen. Allerdings ist für uns auch klar, dass wir unseren Weg bis zum Ziel ehrlich – mit wirklich ökologischen Verbesserungen – gehen möchten. Auf die erschreckenden Nachrichten in den Medien hat die Industrie mit schnellen und einfachen, aber allzu oft eben nur scheinbaren Lösungen reagiert. So kommt zum Beispiel bislang alles, was unter dem nicht geschützten Begriff Biopolymere oder auch Bioplastik oder Biokunststoff gerade hoffähig wird, für Grüne Erde nicht in Frage. Im besten Fall werden Probleme hier nur verlagert, keinesfalls aber gelöst – unter anderem, da Biopolymere zum einen in Kompostieranlagen nicht abgebaut werden können, und zum anderen landwirtschaftliche Flächen beanspruchen, die der Herstellung von Nahrungsmitteln vorbehalten sein sollten.
    • So plastikfrei wie möglich

      Auch wenn es nicht ganz einfach ist, voll und ganz auf Plastik zu verzichten – alleine schon der Blick auf die Ozeane zeigt, wie wichtig es ist, die Bemühungen zu intensivieren anstatt zu resignieren.

      Wir haben uns bei Grüne Erde ehrgeizige Ziele gesetzt und wollen in den nächsten Jahren alles auf den Prüfstand stellen, Potenziale nutzen, Lösungen finden, Alternativen erarbeiten, sowohl was unsere Verpackungen betrifft, aber auch bezüglich der Gegenstände, die wir bei unseren täglichen Arbeiten verwenden.

      Angelina Wolf, verantwortlich für Ökologie- und Qualitätsmanagement bei Grüne Erde, wird viele Fragen aufwerfen und in unterschiedlichen Arbeitskreisen Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Wo können wir auf ökologische, nachwachsende Rohstoffe und Materialien zurückgreifen? Welche Verpackungen kann man mehrmals verwenden, was können wir in der Zusammenarbeit mit Zulieferern und Partnern optimieren, welche innovativen Konzepte sollten wir unbedingt ausprobieren. Dass wir zu 100 % plastikfrei werden, können wir dennoch nicht versprechen. Aber wir können herausfinden und vorleben, wie plastikfrei die Welt sein kann.
    • “Scheinbare Alternativen verlagern die Probleme nur. Wir brauchen wirkliche ökologische Verbesserungen.”
      Angelina Wolf
    • Foto: Adobe Stock
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    • Gisela meint
      Plastikverpackung bei Kosmetik
      Ich habe bei grüne Erde Kosmetik bestellt und verwendet: wunderbare Produkte. Umso entsetzter war ich, als ich die Fläschchen entsorgen wollte. In jeder Glasflasche steckte ein Plastikbeutel. D.h. 14 Gramm Plastik, eine Glasflasche um 50 Gramm Produkt zu verpacken. Das ist nicht nachzuvollziehen bei Ihrer Firmenphilosophie. Ich habe die Produkte erstmal nicht wieder bestellt.
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Kommentar!
      Guten Tag Frau Gisela, vielen Dank für Ihren Kommentar. Gerne darf ich Sie auf unsere Seite https://www.grueneerde.com/de/produkte/kosmetik/kosmetik-philosophie/kosmetik-verpackung.html#verpackung-airless verweisen. Hier werden die Gründe und die Vorteile dieser Verpackungsvariante geschildert. Grundsätzlich möchten wir natürlich Plastik vermeiden und reduzieren und arbeiten an Alternativen, aber für manches gibt es noch nicht die ideale Lösung, die alle Aspekte berücksichtigt, die man bei Kosmetikverpackung beachten muss. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Uta meint
      Kunststoff in der Kleidung
      Im Zuge meiner Umstellung auf kunststoffarme Kleidung tue ich mich gerade sehr schwer gute Jeans OHNE Elasthan zu finden .Selbst bei Grüne Erde vermisse ich Elasthanfreie jeans .Schade dann werde ich auf konventionelle Jeans notfalls aus dem Herrenbereich zurückgreifen müssen .
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihre Nachricht
      Wir können Ihren Wunsch nach elasthanfreien Jeans vollkommen nachvollziehen und sind auch wirklich bemüht dem nachzukommen. Wir haben den Anteil an Elasthan bei unseren Jeanshosen bereits auf 1 % gesenkt. Leider können wir aber derzeit keine vollkommen elasthanfreien Jeans anbieten. Wir sind jedoch weiterhin auf der Suche nach Alternativen, die es uns ermöglichen die Passformproblematik bei Kleidung gänzlich ohne Elasthan zu lösen. Herzliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • hs meint
      plastik
      als langjährige Kundin von ihnen und auch als plastikfrei lebende Person würde ich vorschlagen, dass sie die salben in gläser verpacken und statt den pumpen eine kleine holzspachtel beilegen. somit kann man auch alles einfach im glas entleeren (ansonsten bleibt immer rest im glas). mfg helene schierl
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Dankeschön
      Liebe Frau Schierl, vielen Dank für Ihre Ideen, Wünsche und Anregungen. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Grüne Erde meint
      Grüne Erde-Kosmetikverpackungen – wie ökologisch kann eine Verpackung sein?
      Da uns zahlreiche Nachrichten, Kommentare und viele Fragen zu unserer Kosmetikverpackung erreicht haben: Unter www.grueneerde.com/kosmetik-verpackung haben wir für Sie ganz übersichtlich alle Informationen, Details und unsere ganzheitlichen Überlegungen zum Thema ökologische Verpackungen für Grüne Erde-Kosmetikprodukte zusammengefasst. Hier können Sie alles Wissenswertes nachlesen. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Helga Berghuber meint
      Plastik in der Kleidung - Elasthan
      Liebes Grüne Erde-Team, nach Ihrem Artikel in goodnews zum Thema Plastikfrei kann ich nicht mehr umhin, mich zu wundern, dass Grüne Erde als Bio-Pionier weiterhin Jeans, Bauwollhosen und Shirts mit Elasthanbeimischung produziert. Elasthan ist bei diesen Bekleidungsstücken weder notwendig (Passform gibt es auch ohne Elasthan) noch nachhaltig (die Textilien halten kürzer, leiern durch Elasthan schneller aus) und dem konventionellen Textiltrend geschuldet. Zu schreiben, dass Elasthan notwendig sei für Formstabilität und Komfort in Bekleidungsstücken jenseits der Badebekleidung, ist nicht der Weg des Denkens und Handelns eines Bio-Pioniers, der seine Möbelbezugsstoffe plastikfrei hält, jedoch Elasthan in seiner Oberbekeidung vertritt. Ich kaufe bewusst nur noch plastkfreie Oberbekleidung und muss daher auf andere Bekleidungsanbieter im Öko-Bereich ausweichen. Schade.
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Plastikfrei
      Liebe Frau Berghuber, selbstverständlich sind wir uns dieser Problematik und auch unserer Rolle als Öko-Pionier bewusst. Wir reflektieren daher auch – wie in unserem goodtimes-Artikel festgehalten – sehr umfassend und ganz genau unser Handeln und zwar in allen Bereichen (eingesetzte Materialien, Produkte, Verpackungen, ...). Es wird bestimmt kein einfacher Weg, so plastikfrei wie möglich zu werden, aber alles beginnt mit den ersten Schritten. Danke für Ihr Verständnis. Herzliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Sigrid De Lorenzo meint
      Trennung mit Hindernissen
      Liebes Team von Grüne Erde, nachdem ich nun Ihre Broschüre goodtimes gelesen habe, kann ich nicht umhin, Ihnen mein Missfallen bezüglich der Gebindeänderung bei Ihren Kosmetika zum Ausdruck zu bringen. Groß war meine Freude, als ich meine Grüne Erde Kosmetik das erste Mal in der Glasflasche kaufte. Doch die Freude war dahin, als das Produkt aufgebraucht war und ich überlegte, wie ich das Gebinde weiterverwenden könnte. Denn als ich begann, die Flasche zu zerlegen, musste ich schnell feststellen, dass die Creme nicht in Glas, sondern erst recht wieder in Plastik verpackt war! Und anfangen konnte ich mit dem leeren Gebinde gar nichts mehr! Außerdem frage ich mich, ob sich alle Kunden die Mühe machen, Glas und Kunststoff in diesem Fall zu trennen, es bedarf nämlich schon einiger Anstrengung, den Kunststoffbehälter aus der Glasflasche zu bekommen. Darüber hinaus stört mich, dass in dem Kunststoffbeutel einiges an Creme zurückbleibt. Wenn der Pumpspender anfängt, nichts mehr zutage zu fördern, heißt das noch lange nicht, dass der Behälter leer ist. Mit Pumpen, Pumpen, und nocheinmal Pumpen kann man sich noch etliche Tage eincremen. Aber das brauchte einige Zeit, bis ich draufkam! Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! Mit besten Grüßen Sigrid De Lorenzo
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihre Nachricht
      Liebe Frau De Lorenzo, bei der Entwicklung unserer Kosmetikverpackung/-gebinde sind eine Vielzahl an Kriterien zu beachten – wie z.B. Schutz des Inhaltes vor Keimen und Oxidation oder, dass das Gebinde stabil und sicher sein muss. Jedes Material hat Vor- und Nachteile, die abgewogen werden. Ökologische Kosmetikverpackungen zu entwickeln ist für uns jedenfalls kein abgeschlossener Prozess und wir sind immer auf der Suche nach ganzheitlich nachhaltigen Alternativen. Wie Sie bereits richtig beschrieben haben: Mittels Pumpen bis zum Schluss bekommt man den Inhalt bis auf einen minimalen Rest aus dem Airless-Gebinde. Und wir hätte noch einen weiteren Tipp für unser Airless-System: Mit einer Schere das Säckchen aufschneiden; so kann der Inhalt bei einer letzten Anwendung gänzlich aufbraucht werden. Wenn Sie noch weitere detaillierte Informationen über unsere Kosmetikverpackung und die Gründe, warum wir welche Art von Verpackung verwenden, erhalten wollen: Unter www.grueneerde.com/kosmetik-verpackung haben wir all unser reiflichen Überlegungen übersichtlich zusammengefasst. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten. Viele liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Amila Dzuzdanovic meint
      Naturkosmetik
      Hallo Grüne-Erde Team, wäre es nicht ein Option Pumpköpfe komplett aus Edelstahl zu produzieren? Und einige Flaschen mit bereits aufgesetzten Pumpköpfen zu verkaufen und einige Flaschen ohne Köpfe mit Edelstahlverschluss (or what else) als Nachfüller. Auch kann man Pumpköpfe aus Edelstahl extra zusätzlich verkaufen, sollte bei jemanden mal einer kaputt gehen. Ich weiß, dass die Produktion teuer wäre, aber so Pumpköpfe hat ein Verbraucher dann auch ewig. Und dafür wäre ich liebend gerne bereit beim ersten Mal mehr zu zahlen. Und warum ich ihre und generell Kosmetikprodukte meide, ist, dass sie in Plastik abgefüllt sind. Bruch ist ein Risiko, was jeder Verbraucher selbst zu tragen hat. Herzliche Grüße Amila Dzuzdanovic
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Kommentar
      Liebe Frau Dzuzdanovic, wir bedanken uns für Ihre Nachricht und den Input bezüglich Nachfüllsysteme. Wir sind stets auf der Suche nach nachhaltigen, ökologischen Lösungen und gerade im Rahmen eines großen Projektes dabei unterschiedliche Alternativen auf Umsetzbarkeit zu überprüfen, um so plastikfrei wie möglich zu werden. Freundliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Waltraut meint
      Nicht nur plastikfreie Verpackung, auch die Ware muß plastikfrei sein!
      Es ist absurd: während einerseits endlich über ein längst überfälliges Plastiktütenverbot und ein Ende des Plastikverpackungswahns diskutiert und nach umweltschonenden Alternativen gesucht wird, grassiert gleichzeitig im Textilbereich seit Jahren eine wahre Elasthan-"Seuche", leider nicht nur bei den konventionellen Herstellern, sondern gerade auch im "Bio-Bereich"! Was ist los, haben die Produzenten "biologischer" Textilien ihre umweltschonenden Ziele plötzlich vergessen? Dabei ist Elasthan nur selten wirklich von Nutzen, z.B. bei Badekleidung! Bei den meisten Textilien hingegen ist dieses Kunstfasergemisch nicht nur schlichtweg überflüssig, sondern hat sogar zahlreiche Nachteile: ob "Bio" oder nicht - während mir meine Kleidung aus reiner Naturfaser meist 10 Jahre und länger treue Dienste leistet, "leiert" elasthanhaltige nach 5 - 6 Jahren so aus, daß sie um bis zu 5 Kleidergrößen "wächst" und/oder völlig die Form verliert. Dazu schwitzt man in elasthanhaltiger Kleidung VIEL mehr als in reiner Naturfaser! Und Prinzessinnen auf der Erbse, die jedes Fältchen spüren, sind wir Bio-Kunden auch nicht: wozu also brauchen wir z. B. Bettlaken mit Elasthan?? Jersey aus 100% Bio-Baumwolle ist VIEL weicher und gemütlicher! Die Gespräche mit Menschen, die sich wie ich nach elasthanfreien Bio-Textilien sehnen, kann ich schon längst nicht mehr zählen, aber bisher ist mir noch niemand begegnet, der bei "normalen" Textilien wie z.B. Hosen, Shirts, Kleidern oder Bettwäsche die Beimischung von Elasthan (oder auch anderen Kunstfasern) für wünschenswert oder gar erforderlich hielt! Fazit: plastikfreie Verpackung allein genügt nicht, kunststoffreie Ware ist mindestens ebenso wichtig!!
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihre Nachricht und Gedanken zu plastikfrei und der Elasthan-Thematik.
      Wir sind ganz Ihrer Meinung, dass es nicht nur um die Verpackung, sondern auch um die Produkte selbst geht. Sie sprechen hier ein durchaus kontroversiell diskutiertes Thema an, das viele Unternehmen in eine Zwickmühle bringt betreffend Naturfasern versus Tragekomfort und Formstabilität. Bei konventioneller Kleidung bewerkstelligt man dies durch Verwendung von Synthetikfasern bzw. durch chemische Behandlung des Stoffes, was für uns selbstverständlich nicht in Frage kommt, weil unsere Bekleidung den strengen ökologischen Regeln des Global Organic Textile Standards entspricht. Und sogar dieser strenge GOTS-Standard erlaubt einen Elasthan-Anteil von bis zu 5 % – dieser Wert gilt auch für Bettwäsche. Wir verwenden Elasthan jedenfalls nicht unreflektiert und sind stets auf der Suche nach passenden Alternativen um auf Elasthan verzichten zu können. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Eveline meint
      Holzwolle statt Plasptiknoppenfolie
      Sie schreiben in "goodtimes", dass sie Plasptiknoppenfolie zum Versand für leicht zerbrechliche Ware verwenden und eine Alternative suchen. Wie wäre es mit Holzwolle? Ich denke, Holzwolle müsste in der Tischlerei zur Genüge vorhanden sein als Nebenprodukt und somit nicht einmal zugekauft werden. Vielleicht ist mein Beitrag eine Anregung für sie. Mir ist es wichtig, dass nicht zusätzlich Bäume dafür gerodet werden, aber in einer Tischlerei gibt es doch immer wieder kleine Holzabfälle...!? Alles Liebe! Evelin
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Danke für Ihre Idee.
      Tatsächlich haben wir vor einiger Zeit schon einmal den Versuch gemacht, mit Holzwolle zu verpacken. Aus zwei Gründen sind wir davon abgekommen. Zum einen können wir selbst gar keine Holzwolle herstellen, da es sich um ziemlich lange Fasern handelt. Zum anderen erzeugt Holzwolle sehr viel Schmutz, so dass zum Beispiel Polstermöbel nach der Lieferung sehr aufwendig gereinigt werden müssten. Selbst der Versuch Kosmetik mit Holzwolle zu verpacken ist an vielen negativen Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden gescheitert. Aber wir werden Ihren Gedanken erneut auf den Tisch bringen, vielleicht haben wir ja noch nicht alles konsequent zu Ende gedacht. Liebe Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
      Waltraut antwortet
      Alternativen zu Noppenfolie
      Vorschlag für Zerbrechliches/Kosmetik etc.: Könnte man die Holzwolle oder auch "Papierspaghetti"(= solche langen Papierstreifen wie sie Aktenvernichter produzieren) nicht in (mehrschichtige) Papiersäckchen verschiedenen Formats füllen und diese dann als Polster für Zerbrechliches verwenden? Für Möbel: Ließen sich aus Stoffresten nicht Malervlies-ähnliche (natürlich ohne Plastik) Polsterdecken als Meterware herstellen? Zuerst kommt ein großer Stoffsack als "Fusselschutz" übers Möbelstück, dann wird es mit o.g. Polsterdecke umwickelt.
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Vorschlag und die umfassenden Überlegungen.
      Wir freuen uns immer über Anregungen und werden Ihren Input in unsere Recherche miteinbeziehen und – hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Aspekte – auf Umsetzbarkeit überprüfen. Herzliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Peter meint
      Recyceltes Plastik
      Vielleicht könnten Sie Kosmetik und Waschmittel in recyceltem Plastik verkaufen. Ich Versuche seit langen hierauf zu achten. Ich gebe zu, dass ich nicht genau weiß wie die Ökobilanz an der Stelle aussieht (CO2-Ausstoß durch das Recycling), aber so wird kein "neues" Plastik erstellt, sondern bereits genutztes wieder verwendet. Neben den Möglichkeiten des Nachfüllens spart es sicherlich vieles an neuem Müll ein.
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Kommentar
      Es ist sicherlich immer ein guter Ansatz, Rohstoffe zu recyceln. Inwiefern das bei Plastik sinnvoll ist, wird in der Fachwelt allerdings tatsächlich noch diskutiert. So oder so suchen wir bei Grüne Erde intensiv nach Lösungen ganz ohne Plastik, weil das für uns als Öko-Pionier der konsequente und richtige Weg ist. Wir wollen zeigen, wie plastikfrei man als Unternehmen sein kann. In unseren derzeitigen Überlegungen gehen wir deshalb nicht der Frage nach, wie ökologisch sinnvoll recyceltes Plastik wirklich ist. Freundliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Beate Backhaus meint
      Ihr Artikel Trennung mit Hindernissen
      Liebe Frau Wolf, ich habe diese Woche Ihren Artikel gelsen. Danke dafür. Danke für ihre Arbeit. Danke für Ihr Engagement. danke auch für Ihre Fragen. Ich möchte Ihnen kurz antowrten: machen Sie grüne Erde vegan. Also z.B. Verzicht auf Wolle. Sie wissen sicher, wie Wolle industriell gewonnen wird? Nur mit viel Tierleid. Sie schreiben ganz richtig: Scheinabre Alternativen verlagern die Probleme nur. Wir brauchen wirkliche ökologische verbesserungen. Der Verzicht auf die industrielle Tiernutzung bringt, von der ethischen Seite mal ganz abgesehen, einen riesigen ökologischen Gewinn. Somit könne wir das Thema Ökologie von mehren Seiten angehen, das eine schneller, das andere mit etwas geduld. herzlich Beate Backhaus Für Fragen stehe ich gern zur verfügung!
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Herzlichen Dank für Ihre Anregung
      Liebe Frau Backhaus, wir sehen in der industriellen, kommerziell rücksichtslosen und maßlosen Tiernutzung auch ein großes Problem, deswegen achten wir auch ganz genau auf die Herkunft unserer Fasern. Bei unseren langjährigen Partnern wissen wir, dass die Tiere mit Respekt behandelt werden, unsere Wolle ist mulesingfrei und wenn immer möglich aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Dennoch sind unsere Produktentwicklungs-Teams auch stetig auf der Suche nach ökologischen Alternativen aus rein pflanzlichen Fasern. Beste Grüße und nochmals Dankeschön für Ihre Nachricht.
      Antworten
    • Michael Steiner meint
      plastikvermeidung
      hallo, könnte man nicht für die Duschgel+shampoos z.b. größere Behälter machen zum wiederbefüllen, immer muß man die schönen plastikflaschen wegschmeissen. es gibt eine Firma die versucht verpackungmaterial aus rindenmulch herzustellen, das ist ein Abfallprodukt der sägeindustrie u. gibt in hülle u. fülle.
      Antworten
    • Michael Steiner meint
      plastikvermeidung
      hallo, was mich etwas stört ist z.b. dass es bei den haarshampoos u. Duschgels keine "nachfüllbehälter" gibt, man muß immer diese schönen plastikflaschen wegwerfen. könnte man da nicht Behälter bauen, wo man gleich mehrmals nachfüllen kann. in puls4 bei 2min.-2 mio. hab ich eine Firma gesehen die sind zwar noch in den Kinderschuhen, aber die versuchen Verpackungsmaterial aus rindenmulch herzustellen, den gibt's im überfluss in Österreich.
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Antwort von Grüne Erde
      Lieber Herr Steiner, wir bedanken uns für Ihren Input. Nachfüllen ist auch in unseren Überlegungen ein großes Thema. Die Verwendung von großen Behältern ist leider in der Praxis nicht so einfach umsetzbar. Gerade in der Kosmetik sind hier Haltbarkeit und Hygiene ein großes Problem. Spannend finden wir Ihren Hinweis auf Verpackungsmaterial aus Rindenmulch – solche innovativen Ansätze behalten wir gerne im Auge und hoffen, dass Sie irgendwann für uns praktikable Lösungen bieten. So können wir unsere Produkte ökologisch und in praktischen kleinen Mengen anbieten. Beste Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Hochgatterer Valeria meint
      Vermeidung von Verpackung - Duftstäbchen
      Ich kaufe gerne eure Duftöle mit Holzstäbchen, leider muss man immer wieder das ganze Set kaufen. Wäre fein, wenn es eine Möglichkeit gibt mit dem leeren Flacon zu euch ins Geschäft in Wien kommen zu können und einfach dort neu ab- bzw. nachzufüllen. Das spart Flacons, Stäbchen und Außenverpackung. DAnke!
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Hinweis, Frau Hochgatterer.
      Wir werden prüfen, ob wir Ihren Vorschlag unter Einhaltung aller Auflagen – zum Beispiel die gesetzlichen Vorgaben zur Deklarierung von Gefahrgut – ökonomisch und ökologisch sinnvoll umsetzen können. Vielleicht finden Sie ja vorerst gefallen an unserer neuen Borosilikatglas-Vase, hier können unsere Raumdüfte nach Belieben eingefüllt, nachgefüllt oder getauscht werden. https://www.grueneerde.com/de/ge-c-raumduefte.html
      Antworten
    • Hochgatterer Valeria meint
      Vermeidung von Verpackung - Duftstäbchen
      Ich kaufe gerne die Duftöle mit den Holzstäbchen, was mich stört ist, dass ich immer wieder das ganze Set kaufen muss. Eigentlich würde es mir reichen, wenn ich in Wien mit meinem leeren Fläschen in die Filiale kommen und dort ab- bzw. nachfüllen kann. Damit würde man Stächen, Behälter und Außenverpackung sparen.
      Antworten
    • ursula witnersteller meint
      plastikfrei
      möglicher vorschlag: große plastikverpackungen wie (derzeit noch?!) bei möbeln, matratzen etc kostenfrei retourschicken und wieder verwenden? als anreiz dafür evtl. rabatte oder gutscheine?
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Hinweis, Frau Witnersteller
      Wir finden diesen Ansatz auch sehr interessant und prüfen hier aktuell in Zusammenarbeit mit unseren Spediteuren die Machbarkeit. Es muss doch vieles durchdacht werden und einiges an Gesprächen ist notwendig, aber wir hoffen in diesem Bereich ökologisch sinnvolle Fortschritte machen zu können. Beste Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Mag. Eva Pöll meint
      Plastikfrei
      Zum Thema: Kosmetikprodukte ohne Plastikverpackung, insbesondere Shampoos oder ähnliches: ich kaufe die einzigen mir bekannten Shampoos (Apothekerqualität, aber nicht biologisch, leider) in einer 1l-Glasflasche bei Manufactum und fülle daheim in kleinere (Glas)flaschen für den täglichen Gebrauch um. Man kann dafür dann natürlich auch eine kleine Plastikflasche verwenden, jahrzehntelang die selbe! Wenn die Grüne Erde auch große Vorratsgebinde in Glas anböte- womöglich sogar PFAND!, dann kaufe ich mein Shampoo sofort bei der Grünen Erde. Mit herzlichen Grüßen, Eva Pöll
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Antwort von Grüne Erde
      Vielen Dank für Ihre offenen Worte, Frau Mag. Pöll. Wir denken aktuell in alle Richtungen, wie wir unsere Verpackungen plastikfrei gestalten können. Glas und Nachfüllen ist dabei natürlich auch ein großes Thema. Allerdings versuchen wir immer alle ökologischen Aspekte zu berücksichtigen, also zum Beispiel auch eventuelle Nachteile beim Transport durch ein höheres Gewicht von Glasflaschen oder Rücktransport und Reinigung von Pfandflaschen. Eine eindeutige und einfache Antwort ist hier nicht immer leicht zu finden. Beste Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Berit Bieker meint
      Nachfüllbare Duschgels und Haarshampoos
      vielleicht wäre es möglich, Duschgels, Haarshampoos und Haarspülungen in Nachfüllpackungen aus Glas ( z. B. 500 ml Flaschen) zu verkaufen, dann könnte der Verbraucher diese in Ihre 200ml Plastikflaschen umfüllen. Damit müßte man weniger Plastik entsorgen, da die Plastikflaschen öfter benutzt würden. Sie sind eigentlich ziemlich stabil und die Öffnung ist groß genug, um eine Umfüllung einfach zu machen. Vorteil: sichere Plastikflasche unter der Dusche weniger Plastikmüll durch wieder Verwendung. Mfg B. Bieker
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Input
      Liebe Frau Bieker, ein verlockender Ansatz, aber man muss hier den Transport der schwereren Glasflaschen in die Öko-Bilanz miteinrechnen. Wir beziehen Glasbehältern zum Nachfüllen grundsätzlich immer in Erwägung. Allerdings ist das eigentliche Ziel, eine plastikfreie und dennoch praktische Lösung zu finden. Wir hoffen, dass wir hier ohne Kompromisse erfolgreich sein können. Beste Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Barbara Flügge meint
      Kunststoffreie Mehrwegverpackungen für Matrazen
      Liebe Grüne-Erdler*innen, Eure Initiative "plastikfrei" ist einfach super! Dankeschön! Ich halte hier oben im Norden Vorträge über das Thema "Unser täglich Plastik" heißt: Plastik im Alltag vermeiden, wo immer es geht. Selbstverständlich versuche ich, dies auch zu leben. Ich bin also immer auf der Suche nach Natur-Alternativen zum Plastik. Jetzt brauchte ich eine neue Regenjacke - eben nicht die üblichen (meist giftigen) Outdoor-Jacken oder gar den Friesennerz aus PVC! Dabei bin ich auf einen wasserdichten Baumwollstoff gestossen: https://www.extremtextil.de/etaproof.html Daraus ließen sich vielelicht Mehrwegverpackungen für Matrazen machen, die der Spediteur nach Zustellung abnimmt und wieder zurückbringt, oder mit "Pfand" vom Kunden als "Retoure" zurükgeschickt wird (wenn er sie denn nicht behalten möchte ;-) ) Vielleicht könntet Ihr prüfen, ob es sich eignet? Die daraus gearbeitete Regenkleidung gibt's im Moment - meines Wissens - nur bei Manufactum. Meine Fleece-Jacken-Alternative ist aus Loden und widersteht sowohl dem Isländischen Sommer als auch dem Hamburger Schmuddelwetter (muss ja nicht mit Hitschhornköpfen sein: https://roughstuff.de/produkte/damen/jacken/holde-maid/159/holde-maid?number=200-HM-430-XS&c=82) . Ich erwähne es nur, weil Bekleidung ja auch Verpackung ist, Menschenverpackung und Grüne Erde auch in diesem Bereich Produkte hat. Ich würde mich freuen, wenn diese Gedanken hilfreich sind. Viele Grüße - leider nicht plastikfrei: Laptop & Co.... Barbara Flügge PS: "giftige Outdoor-Bekleidung": lt. einer Studie von Greenpeace
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Vielen Dank für Ihren Kommentar
      Liebe Frau Flügge, finden wir toll, wie Sie sich mit dieser Problematik auseinandersetzen und Sie sich schrittweise in Richtung plastikfrei(er)es Leben hinbewegen. Auch für uns ist das Thema „Verzicht auf Plastik“ und ökologische Verpackungen ein laufender Prozess und sind stets auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen. Vielen Dank für den Hinweis auf das wasserdichte Material. Wir haben die Info bereits an die zuständige Kollegin zur Prüfung weitergeleitet. Die Thematik Mehrwegverpackungen mit dazugehörigem Pfandsystem wird bei uns gerade ebenfalls im Rahmen eines umfassenden Projektes genau analysiert. Bezüglich Regenjacke kann ich Ihnen exklusiv vorab schöne Neuigkeiten überbringen: Wir haben ab Ende August einen Allwetter-Parka aus Bio-Baumwolle mit 2-facher Bienenwachsbeschichtung und einer herausnehmbaren 100 % Wollfleece-Innenjacke im Sortiment. Beste Grüße, Ihr Grüne Erde-Team
      Antworten
    • Claudia Wlasich meint
      Plastikfrei
      Ich wünsche mir von grüne Erde Elasthan freie Bekleidung, dieser Stoff bewirkt vorzeitige Abnutzung der Kleidung und hat keine Vorteile , auch früher war Baumwolle vollkommen elastisch ausreichend , ich persönlich kaufe nichts mehr dass diese Kunststoff Beimischung hat
      Antworten
      Grüne Erde antwortet
      Antwort auf Kommentar
      Liebe Frau Wlasich, vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir sind stark bemüht, den Elasthan-Anteil unserer Kleidung so gering wie möglich zu halten. Da Elasthan jedoch Kleidungsstücken, die viel gedehnt werden, Passform bzw. Formstabilität verleiht, und somit auch zu deren Langlebigkeit beiträgt, können wir bislang beispielsweise bei Sport-/Yogakleidung und Unterwäsche nicht ganz darauf verzichten. Wir sind jedoch stets auf der Suche nach ökologischen Alternativen bzw. bemüht, den Elasthan-Anteil auf das äußerste Minimum zu beschränken. Freundliche Grüße, Ihr Grüne Erde-Team.
      Antworten